Beispiele für Fettnäpfchen und (zu) wörtliches Verstehen

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    • @LeuChris das erinnert mich gerade total an diese Unterhaltung die wir letzthin mit unserem Vater hatten
      Vater: Dein Handy ist kaputt
      Schwester: das ist nur das Panzerglas, ist schon lange so
      Vater: könnt ihr nicht vorsichtig mit euren Handys umgehn (das meiner Mutter ist vor 2 Monaten ins Klo gefallen und bei der anderen Schwester hats auch ein Riss im Panzerglas)
      Schwester: es ist gar nicht kaputt
      Mutter: kann passieren wenn man das Handy in der Hosentasche rumträgt
      Vater: ja ich bin halt nicht blöd (weil er sein Handy kaum benutzt und es deswegen nie in der Hosentasche hat aber auch selten weiss wo es ist wenn er es mal braucht)
      Ich: danke, dass du einfach gerade alle im Raum als blöd bezeichnet hast
      Vater: o.o

      Wobei ich bin hier der Autist mit der Diagnose und meinem Vater fehlt die Diagnose, wir sind uns aber sicher, dass er Autist ist.

      Aber also du hast definitiv nicht gesagt, dass du dich nicht wohl fühlst, das seh ich auch nicht.
    • Unwissend wrote:

      Ich: danke, dass du einfach gerade alle im Raum als blöd bezeichnet hast
      Das verstehe ich nicht. Dein Vater hat doch nur gesagt, dass er nicht blöd ist. Wieso dann alle anderen?
      Jedes mal, wenn man mir sagt, ich wäre nicht gesellschaftsfähig,
      werfe ich einen Blick auf die Gesellschaft und bin überaus erleichtert.
    • Er wollte den Unterschied betonen, also begründen warum er sein Handy pfleglicher behandelt als die anderen.


      Und ich habe mich auch schon gefragt welche medizinische Wirkung die Bälle haben.
      I could work hard to be normal, but I prefer to hold myself a higher standard. Ego lex sum.
    • Nelke wrote:

      Das verstehe ich nicht. Dein Vater hat doch nur gesagt, dass er nicht blöd ist. Wieso dann alle anderen?
      Weil er sagt, er sein nicht blöd, da er sein Handy nicht in der Hosentasche trägt. Damit definiert er in dem Kontext 'blöd sein' als Handy im Hosensack tragen, jeder andere im Raum trägt aber sein Handy in der Hosentasche...
    • @LeuChris Das sollte man in den Katalog der Diagnosekriterien für neurotypisches Verhalten aufnehmen. Besonders wenn es geradezu zwanghaft geschieht. :nerved:

      Vielleicht ist deine Frau aber auch besonders besorgt um dein Wohlbefinden. Das äußert sich dann so, dass sie ständig befürchtet, du könntest dich nicht wohlfühlen.
      "Lebe im Verborgenen!"
      (Epikur)
    • LeuChris wrote:

      Ich: Unser Sohn fühlt sich wirklich wohl zu Hause.
      Frau (NT): Soll das heißen, dass Du dich etwa nicht wohl fühlst?
      Ich (verwirrt): Nein, habe ich das gesagt?
      Frau: Ja.
      Ich: ???
      Die Reaktion deiner Frau finde ich auch seltsam. Allerdings denke ich nicht, dass das was mit "NT" vs Autist zu tun hat. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass selbst "NTs" oft darüber irritiert sind, wenn in eine Aussage zu viel hineininterpretiert wird.
    • Unwissend wrote:

      Mutter: kann passieren wenn man das Handy in der Hosentasche rumträgt
      Wenn ich es in der Hosentasche habe, dann ist es dort sicher verstaut.
      Ist vielleicht die Gesäßtasche der Hose gemeint? Das kapier ich nie, wie man dort sein Smartphone tragen kann. Wenn es nicht rausflällt, kann man sich draufsetzen oder irgendwer nimmt es im Vorbeigehen raus...
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
    • Sonnenseele wrote:

      LeuChris wrote:

      Ich: Unser Sohn fühlt sich wirklich wohl zu Hause.
      Frau (NT): Soll das heißen, dass Du dich etwa nicht wohl fühlst?
      Ich (verwirrt): Nein, habe ich das gesagt?
      Frau: Ja.
      Ich: ???
      Die Reaktion deiner Frau finde ich auch seltsam. Allerdings denke ich nicht, dass das was mit "NT" vs Autist zu tun hat. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass selbst "NTs" oft darüber irritiert sind, wenn in eine Aussage zu viel hineininterpretiert wird.
      Und ich dachte beim Lesen, dass es einfach irgendeine Frau ist, die sich da mit LeuChris unterhalten hat - weil da ja nur Frau steht und nicht, dass es seine Frau ist. Ich vermutete, dass es sich vielleicht um eine Lehrerin oder Therapeutin des Sohnes war, die gefragt hatte wie es denn so läuft mit dem Sohn zu Hause, und daraufhin dann dieses Gespräch. Da lag ich scheinbar falsch :d Ich hätte mich eigentlich wundern müssen, dass eis ihn duzt fällt mir gerade auf :d
    • Unwissend wrote:

      Zieh mal Hosen für Frauen an, wenn die vorne ne Hosentasche haben und nicht nur was das optisch so aussieht aber keine Tasche ist, ist die oft zu klein um es da sicher zu verstauen.
      Gibts die auch in 36er Länge?
      Es ist Frauen ja nicht verboten, anständige Hosen zu kaufen.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
    • Ist aber tatsächlich auch angenehmer in der hinteren Tasche. Ich hab's auch nie verstanden und immer in der vorderen getragen, weil ich es logischer fand. Logik ist oft ein Problem.

      Also statt eine Frauenhose anzuprobieren könntest Du es testweise auch mal in die hintere Tasche tun.

      Zumal bei den heutigeHandygrößen wahrscheinlich auch die Frauenhosehintertasche bald zu klein ist. Eine Baggypants wäre langfristig gesehen die sinnvollere Investition.
    • Ich hab nie irgendwas hinten drin. Ich finde das einfach unpraktisch und störend.
      Eben weil mich auch mal hinsetzen will, ohne vorher das Handy (nicht) rauszunehmen.
      Allenfalls mal der Einkaufszettel ist hinten drin.
      Ich hab noch ein 12cm langes Smartphone und inzwischen gibts ja auch wieder aktuellere Geräte in dieser Größe. Für Phablets (also kleine Tablets, mit denen man auch telefonieren kann, habe ich mich noch nie begeistern können, auch wenn das in den letzten Jahren 99,99% der Geräte ausschloss, weil es kaum noch Smartphones zu kaufen gab. Aber inzwischen hat man in der Industrie wohl Mitleid bekommen mit Leuten, die noch Smartphones haben willen.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
    • Dr. L84 wrote:

      Ist aber tatsächlich auch angenehmer in der hinteren Tasche. Ich hab's auch nie verstanden und immer in der vorderen getragen, weil ich es logischer fand. Logik ist oft ein Problem.

      Also statt eine Frauenhose anzuprobieren könntest Du es testweise auch mal in die hintere Tasche tun.

      Zumal bei den heutigeHandygrößen wahrscheinlich auch die Frauenhosehintertasche bald zu klein ist. Eine Baggypants wäre langfristig gesehen die sinnvollere Investition.
      Ich trage tatsächlich Baggies. :d
    • LeuChris wrote:

      Ich trage tatsächlich Baggies.
      Ich habe seit etwa drei Jahren wieder ein klassisches Handy. Das passt in jede Hosen-, Jacken- und Hemdtasche. Der andere Vorteil ist, dass man mich mit zu langen Textnachrichten verschonen muss und von mir keine langen Antworten erwarten kann. Kurznachrichten sind für mich eben kurze Nachrichten (z.B. "bin unterwegs", "muss leider absagen"). Ich bekomme auch keine dieser albernen Grußbilder (zu Neujahr, Weihnachten, Geburtstag usw.) und schütze mich vor dem Smiley-Overkill meiner Mutter. Sie schickt das Zeug jetzt täglich an meine Frau, die mir das wichtigste herausfiltert. Für mich Wichtiges gibt es etwa einmal im Monat. :twisted:

      Aber zurück zum Thema. Hier eine Anekdote aus meiner Schulzeit, die es auch in die Einleitung für mein neu aufgelegtes Comicbuch geschafft hat:

      "Es folgt Deutsch. Das Thema der Stunde ist
      nicht so wichtig, es geht wohl um die Interpretation von Gedichten.
      Ich zeichne stattdessen Comics und die Lehrerin fragt, ob sie für
      mich das Licht anschalten soll oder ob es hell genug ist. Ich
      entgegne: „Danke, geht so.“ Die anderen lachen."
      "Lebe im Verborgenen!"
      (Epikur)
    • LeuChris wrote:

      Ich: Unser Sohn fühlt sich wirklich wohl zu Hause.
      Frau (NT): Soll das heißen, dass Du dich etwa nicht wohl fühlst?
      Ich (verwirrt): Nein, habe ich das gesagt?
      Frau: Ja.
      Ich: ???
      schau vielleicht mal in den "reaktion auf Tonlagen"-thread rein. Ich kann mir jedenfalls Tonlagen vorstellen, in denen Dein Beispiel so klingt, als fuhltest Du Dich nicht wohl zuhause (seufzend, erschöpft, sehnsüchtig, neidisch, bewundernd, ...).