Woher kam euer Verdacht?

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    • Ich habe auch um 12 herum schmerzhaft begriffen dass ich nie "dazugehören" würde, dabei aber gesprürt dass ich mich allein völlig gesund fühlte und demnach nicht wirklich "krank" sein könnte, nur "anders". Damals war AS noch kein Thema, das Diagnostizieren von Kindern noch nicht so üblich wie heute und meine Mutter akzeptierte meine Art letztlich. Mein Vater (Elektronikingenuer mit deutlichen AS-Zügen) lies mich komplett in Ruhe; da ich mich für Natur und Musik interessierte konnte er mit mir einfach nichts anfangen. Da meine Mutter früh starb hatte ich schon ab 13 fast freie Hand mein Leben selber zu regeln. Was im Wesentlichen bedeutete Freizeit überwiegend im Wald, Hausaufgaben, wenn überhaupt, erst ab Mittternacht. Die Schule lief von alleine, ich bekam schnell heraus dass man mit Selbstironie gut ankommt und Mobbing vermeidet. Ich beschloss nach außen hin möglichts wenig aufzufallen um Schwierigkeiten zu vermeiden, im Inneren mir aber treu zu bleiben.
      Im Studium las ich dann Ernst Kretschmers einfühlsame Beschreibungen der schizoiden PS. Hier fühlte ich mich zum ersten Mal sehr gut beschrieben und verstanden und war ziemlich erstaunt dass es noch mehr solche geben musste. Ich überlegte ob ich eine Doktorarbeit mit dem Thema "Wiederspiegelung der Persönlichkeitsmerkmale von Komponisten in deren Musik (am Beispiel Hans Pfitzners)" schreiben sollte. Im Fach Psychiatrie fand ich mich bei keiner der vorgestellten Krankheiten wieder, glaubte eben im gesunden schizoiden Bereich zu liegen. Ich suchte auch nicht weiter nach einer fassbaren Diagnose weil es mir reichte die Unterschiede zu anderen Menschen zu erkennen und mein Leben danach auszurichten. Dass einige Symptome wie Schaukeln, mangelnder Augenkontakt und taktile Überempfindlichkeit nicht zur schizoiden PS passten war nicht wichtig weil ich es nicht als Symptome erkannte.
      Mit 37 Jahren las ich dann einen Fortbildungsartikel zum Thema Asperger und dies lieferte eine noch viel bessere Übereinstimmung. Nach weiteren Büchern, Online-Tests usw war ich dann sicher auch ohne offizielle Diagnose, damals wäre das nur bei Prof. Vogeley möglich gewesen. Der "Aha-Effekt" war mit 37 nicht mehr so ganz groß da mit "schizoider PS" eine halbwegs gute Erklärung hatte. Aber der Sache jetzt einen Namen geben zu können war schon eine Erleichterung, die mangelnden sozialen Fähigkeiten sind nicht Egoismus, Faulheit oder eigene Schuld sondern angeboren. Von außen wurde mir nie etwas derartiges angetragen, nur die Aussage ich sei "komisch".
    • Ich war schon als Kind anders. Im Kindergarten wollte ich nicht mit anderen spielen, konnte nichts anfangen mit Rollenspiel, war lieber draußen und habe mich mit vielen Kindern nicht so recht verstanden. Ich war extrem viel krank während meiner KiGa Zeit. Im Nachhinein wahrscheinlich ein Schutz meines Körpers, damit ich dort nicht hin muss.
      Ich war nie "Gruppen kompatibel", bin als Kind schon ständig in andere Menschen rein gerannt, weil ich die Abstände nicht schätzen konnte usw...
      Im Gymnasium bekam ich dann Anorexie. War in Therapie. Der Therapeut konnte nichts mit mir anfangen, wusste aber nicht, woran es liegt. Ich konnte absolut nicht frei assoziieren. Dass ich ein autistisches Essverhalten hatte und habe weiß ich seit der Diagnose.

      Ich wurde wirklich oft von anderen als autistisch bezeichnet. Von Schulkameraden, Freunden, meine EX....Sie meinten damit meine Verweigerung, an Gruppenevents teilzunehmen, meine innere Unabhängigkeit, immer das zu machen, was ich ich will (aus meiner Sicht: was für mich funktioniert hat). Meine Rückzüge und meine Beziehungsunfähigkeit in jeder Hinsicht. Ich habe dann angefangen, mich mit dem Thema zu beschäftigen, und mich voll darin wieder gefunden. Ich hatte es dann aber auf Eis gelegt (RW), also mich nicht weiter damit beschäftigt, bis ich im Arbeitsleben nicht mehr klar kam. Ich endete in einer Depression und damit in einer GRUPPENtherapie. Das ging mal gar nicht. Nach der zweiten Sitzung habe ich meine Therapeutin darauf angesprochen und dann war auch schnell der Verdacht da, was los sein könnte. ASS hat sich dann auch bestätigt. Für mich und damit auch für meinen Vater.
    • Ich bin auch schon als Kind anders gewesen, nur kam ich mir dabei nie falsch vor was glaube ich bei vielen Menschen wenn ich nicht bei Autisten so ist. Man hat mir als ich Kind war aber auch nicht gesagt das ich falsch so bin wie ich war, das kam erst bei der heutigen Frau meines vaters und da war ich schon 12.
      Ich habe nie einen Verdacht gehabt bis ich von dem Heim wo ich von 1999 bis 2002 lebte wieder zurück in die "normale" Welt kam. Und ich denke das kam nur weil ich durch Psychiatrie und so kennen lernte das es "kranke" und "normale" Menschen gibt denn das war mir vorher nie bewusst weil es mir keiner sagte, auch wenn ich kaum oder keine Freunde hatte oder andere Interessen als alle anderen.
      Als ich wieder hier war wo diese normalen Jugendlichen waren hab ich gemerkt das ich mich noch mehr von denen entfernt hab als das früher der Fall war als Kinder in meinem Alter wenigstens noch das spielen wollten was ich auch mochte aber mit 15-17 war es so als hätten sich alle woanders hin entwickelt zu Partysüchtigen kiffenden Alkopops trinkenden Zombies die ekelhafte Musik hören und hässliche Kleidung trugen nur weil die gerade in ist. Und ich war immer noch der gleiche der ich was als ich 12 war oder jünger.
      Ich war größer und fühlte mich selbstbewusster mich gegen Feinde nun auch körperlich zu wehren aber sonst. Naja.
      Später dann nach der Schule im Praktikum mit Hoffnung auf eine Ausbildung dann der Fund der Akten aus jener Zeit als ich in Psychiatrie und Heim war kamen dann Wörter wie Persönlichkeitsstörung, Asperger Autismus und ich hab das erst nicht glauben wollen. Dann Recherche und erstmal selber heraus finden wer bin ich, warum bin ich wie ich bin.
      Also ohne diese Akten hätte ich das nie gewusst oder erahnt oder danach gesucht.
    • Ich habe in einem Psychoforum diverse Tests gemacht und erstaunlicherweise nur beim Aspergerselbsttest mehrmals ein eindeutig positives Ergebnis produziert. Das habe ich erst mal weggeschoben, weil ich mich allein mit der Begriff "Kontaktstörung" nicht identifizieren konnte - bin ja ein kontaktfreudiger Mensch.
      Ein anderer Autist hat mich darauf hingewiesen, daß ich mich testen lassen sollte, was ich zunächst auch abtat.
      Das erste Mal habe ich es in Erwägung gezogen, als mir ein für andere offensichtlich autistischer Junge im Gespräch völlig normal und sehr positiv im Umgang vorkam. Dann habe ich viel gelesen und schließlich doch die Diagnose stellen lassen. Sicher bin ich mir immer noch nicht.
      Daß ich "anders" bin als andere, wußte ich schon immer, mein Vater hatte mir das aber so erklärt, daß ich eben eine verrückte Mutter hätte und hochbegabt sei (das denken wohl alle ehrgeizigen Eltern von ihren Kindern), da würde man sich automatisch anders entwickeln als andere. Diejenigen, die mich näher kennen oder kannten, würden mich auch alle nicht für autistisch halten, sondern eben für "speziell", "anders".
      Wenn einem die Bezüge verlorengehen, wird das "All" zum "Nichts".
    • Ich hatte zunächst einmal gar nicht den Verdacht, Asperger zu sein. Ich hatte so ziemlich alles andere in Betracht gezogen nur nicht Asperger. Der Verdacht kam letztlich von einem Neurologen. Der hat den aber gleich wieder verworfen aber als ich ca. 2 Jahre später bei ihm war und ihm noch mehr neurologische Symptome schilderte, fing er wieder mit Asperger an (obwohl ich da noch hoffte er fängt nicht wieder mit Asperges an). Habe dann endlich angefangen mich wirklich mit den Symptomen von Asperger zu beschäftigen und ne richtigr Diagnostik anzustreben. Ironischerwwise ist es aber gerade dieser Neurologe, der noch immer in Zweifel stellt, ob ich wirklich Aspie bin. Der will mir stattdessen ne Schizoide Persönlichkeit unterjubeln, weil er meine Verhaltensmotivationen und die Sache mit der Reizüberflutung nicht rallt sondern was ich ihm erzähle irgendwie umdichtet. Und das selbst noch nachdem ich ihm die Aspergerdiagnose von einem von ihm anerkannten Experten gezeigt habe. Um die letzten Zweifel auszuräumen habe ich die Diagnose dann nochmal in ner Spezialambulanz absichern lassen. Dort wurde Asperger bestätigt. Auf Persönlichkeitsstörungen wurde auch getestet, kam aber nichts Schizoides bei raus.
      I could work hard to be normal, but I prefer to hold myself a higher standard. Ego lex sum.
    • LiltihEve wrote:

      Ich würde gerne wissen woher ihr den Verdacht hattet, dass ihr im autistischen Spektrum sein könntet.
      Direkt nach dem Zivildienst habe ich zum ersten mal in Erwägung gezogen, dass das bei mir so sein könnte. In dieser Zeit hatte ich massive Probleme mit den anderen Menschen und ich konnte mir nicht ansatzweise erklären, warum das so war. Also habe ich nach entsprechenden "Störungen" gesucht und beim Asperger-Syndrom habe ich mich gleich wiedergefunden. Danach kam das Studium, in dem ich mit den anderen Menschen relativ gut zurechtgekommen bin, also wurde die Sache erstmal wieder "auf Eis gelegt". Gegen Ende war ich allerdings, aus verschiedenen Gründen, ziemlich "fertig", bin auch in psychiatrische Behandlung gekommen und so habe ich es wieder aufgenommen und endlich auch die Diagnostik machen lassen.
    • @RegenbogenWusli

      >>...aber mit 15-17 war es so als hätten sich alle woanders hin entwickelt zu Partysüchtigen kiffenden Alkopops trinkenden Zombies die ekelhafte Musik hören und hässliche Kleidung trugen nur weil die gerade in ist<<

      Ich brech ab! (RW)

      DAS ist eines der besten Dinge, die ich je gelesen habe!

      :d :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :thumbup:
      Schwarzer Humor ist wie Essen. Hat nicht jeder.
    • Pingi wrote:

      @RegenbogenWusli

      >>...aber mit 15-17 war es so als hätten sich alle woanders hin entwickelt zu Partysüchtigen kiffenden Alkopops trinkenden Zombies die ekelhafte Musik hören und hässliche Kleidung trugen nur weil die gerade in ist<<

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      Echt?
      - Allein unter Menschen -
    • Lex wrote:

      Auf Persönlichkeitsstörungen wurde auch getestet, kam aber nichts Schizoides bei raus.
      Was sind das denn genau für tests? Man hatte mir bisher nur Aspie-tests nahegelegt und was dazu gesagt aber das es auch für diese Schizoiden Sachen auch Tests gibt ist mir neu.
      Meine Psychologin hatte zuerst auch schizoide PS in Verdacht aber da wusste sie auch noch nicht viel über Asperger.

      Pingi wrote:

      @RegenbogenWusli

      >>...aber mit 15-17 war es so als hätten sich alle woanders hin entwickelt zu Partysüchtigen kiffenden Alkopops trinkenden Zombies die ekelhafte Musik hören und hässliche Kleidung trugen nur weil die gerade in ist<<

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      Naja so kamen mir diese gleichaltrigen Jugendlichen immer vor. Man war der totale Aussenseiter weil man nicht diese oder jene Markenklamotte trug, keine Rap oder Rnb/Hiphop Musik hörter oder was auch immer um den Zeitraum in den Charts war. Ich hätte mich vielleicht auch mehr mit Erwachsenen unterhalten wenn ich welche gekannt hätte die was über Biologie wussten oder so, aber zu der Zeit hatte ich weder Biolehrer noch kannte ich jemanden durch meine Mutter oder sonst wehn der sich mit sowas auskannte, darum hätte ich nicht mal mit Erwachsenen reden können. Der andere Junge der damals mein freund war, war eigentlich nur mein Freund weil ich ihn vor der Klasse beschützt hab, die waren immer voll fies zu ihm und wir haben dann zusammen Videos gedreht über NRW, die Städte hier und so. Hab noch die DVDs davon XD
      Sonst hatten wir eigentlich nichts gemeinsam, er liebte Quizshows und unterirdische S-Bahnhöfe, ich liebte Federn sammeln, Wiesel und andere Musteliden und meine erfundenen Charaktäre über die ich Comics gemalt hab.
    • Lex wrote:

      Auf Persönlichkeitsstörungen wurde auch getestet, kam aber nichts Schizoides bei raus.
      Darf ich fragen, wie getestet wurde?

      Ich habe nämlich mal diesen umfangreichen Fragebogen namens "SKID-II" ausgefüllt, mit dem zwölf Persönlichkeitsstörungen abgefragt werden. Raus kam eine Tendenz in Richtung zwanghaft und eine leichte Betonung von schizoid. (Beides nicht im pathologischen Bereich.) Ich finde ehrlich gesagt, dass dieses Ergebnis gut zur Asperger-Diagnose passt, da doch z. B. durch Routinen und Rückzugstendenzen bei Menschen mit Asperger-Diagnose leicht der Eindruck entsteht, sie seinen zwanghaft und/oder schizoid.
      „Erst die Selbsterkenntnis und Anerkennung des eigenen Strukturiert- und Gefangen-Seins in den psychobiologischen Gesetzmäßigkeiten der eigenen Persönlichkeit ermöglicht es, die Begrenzungen der anderen zu erkennen und sie zu akzeptieren – und sie nicht als intentionale Angriffe auf die eigene Welt zu deuten, gegen die es sich zu wehren gilt.“
      (Ludger Tebartz-van Elst: Autismus und ADHS. Zwischen Normvariante, Persönlichkeitsstörung und neuropsychiatrischer Krankheit. S. 19.)
    • RegenbogenWusli wrote:

      Lex wrote:

      Auf Persönlichkeitsstörungen wurde auch getestet, kam aber nichts Schizoides bei raus.
      Was sind das denn genau für tests?
      Bei mir:
      International-Personality-Disorder-Examination (IPDE): deutlich erhöhte Skalen für schizioid, anankastisch und selbstunsicher.

      Beim Abschlussgespräch wurde mir erklärt, dass das nicht untypisch ist bei Asperger. Und das die relativ starke Ausprägung bei mir vermutlich im Laufe der Zeit entstanden ist, wie es bei solchen Störungen üblich ist. Wäre ich sehr viel früher diagnostiziert worden, wären diese Punkte wahrscheinlich nicht so ausgeprägt.
      ~ What the fuck is real life and where can I download it? ~
    • Das mit der Unsicherheit hab ich auch, zumindest seit ich mit anderen Menschen in Kontakt kam, also seit Kindergarten, immer Ängste gehabt wie "was wäre wenn" oder sich von Dingen die mir angst machten strickt fern gehalten.
      Meine Psychologin meint es könnte eventuell an vernachlässigung in der frühen Kindheit liegen. Wenn man hört das es wohl normal sein soll das Eltern ihre Kinder in den Schlaf singen oder ihnen geschichten vorlesen vor dem Schlafengehen, haben meine Eltern nie gemacht.
    • Pingi wrote:

      Ja. Herrlich erfrischend, offen, direkt und so verdammt punktgenau!
      Wieso punktgenau? Das ist doch alles Geschmackssache.
      Und offen und direkt sind auch viele hier.
      Aber nicht unbedingt so abwertend.
      “The mind is like tofu. It tastes like whatever you marinate it in.”


      (Sylvia Boorstein)
    • Linnea wrote:

      Und offen und direkt sind auch viele hier.
      Aber nicht unbedingt so abwertend.
      Also wenn Leute selber abwertend über mich hinter meinem Rücken reden (und das taten früher in meiner Schulzeit echt viele), dann denke ich ist es nur gerecht wenn ich mal schildere wie jene Leute die damals so zu mir waren früher drauf waren, was sie mochten und wie sie auf mich wirkten.
      Sie mochten mich ja nicht weil ich eben NICHT ihren eigenen Geschmäckern endsprach sondern Dinge mochte und tat die anders waren als der Einheitsbrei der damals Trend war.
    • Die Kriterien der schizoiden Persönlichkeitsstörung treffen, denke ich, auch fast alle auf mich zu (abgesehen davon, dass ich durchaus Freude empfinden kann), allerdings scheinen sich diese Personen wohl vor allem aufgrund von Misstrauen bewusst von anderen Menschen abzugrenzen, was bei mir nicht der Fall ist. Außerdem war ich schon immer so, das hat sich nicht erst in der Jugend oder im frühen Erwachsenenalter entwickelt. Allerdings scheint es in der Forschung tatsächlich auch Tendenzen zu geben, beide Phänomene mehr oder weniger zu identifzieren.

      Völlig unbegreiflich ist mir dagegen bis heute der Umstand, dass man mir seinerzeit eine Borderline-Persönlichkeitsstörung diagnostiziert hat... (und das ohne besondere Tests und dergleichen). Abgesehen davon, dass ich eben unter extremem Alkoholeinfluss in die Klinik eingeliefert wurde und mich entsprechend verhalten hatte (allerdings auch mit Selbstverletzung), dürfte ich (in der Folge) keinerlei Symptome gezeigt haben, die man damit in Verbindung bringen könnte. Naja, am Ende wurde das schon auch wieder relativiert von der Ärztin, aber die Diagnose hat man doch so stehen gelassen.
    • RegenbogenWusli wrote:

      Also wenn Leute selber abwertend über mich hinter meinem Rücken reden (und das taten früher in meiner Schulzeit echt viele), dann denke ich ist es nur gerecht wenn ich mal schildere wie jene Leute die damals so zu mir waren früher drauf waren, was sie mochten und wie sie auf mich wirkten.
      Ja...das Schildern und doof finden ist ja voll okay und verstehbar....und das nähere Schildern interesseirt mich dann auch....aber so war es, für mich, nur wie ein hingeworfenes DieDoofen..nur weil sie Einheit gerne trugen.

      Ich bin ja auch ein Ausbüxer, auch in Kleidung..aber natürlich gibt es hier und da auch welche, die ich gut finde "auch wenn" sie Mainstream sind.
      Z.B. trug ich auch einen Parka..allerdings in blau. ,-)
      “The mind is like tofu. It tastes like whatever you marinate it in.”


      (Sylvia Boorstein)
    • Wirrwolf wrote:

      Die Kriterien der schizoiden Persönlichkeitsstörung treffen, denke ich, auch fast alle auf mich zu (abgesehen davon, dass ich durchaus Freude empfinden kann), allerdings scheinen sich diese Personen wohl vor allem aufgrund von Misstrauen bewusst von anderen Menschen abzugrenzen, was bei mir nicht der Fall ist. Außerdem war ich schon immer so, das hat sich nicht erst in der Jugend oder im frühen Erwachsenenalter entwickelt. Allerdings scheint es in der Forschung tatsächlich auch Tendenzen zu geben, beide Phänomene mehr oder weniger zu identifzieren.

      Völlig unbegreiflich ist mir dagegen bis heute der Umstand, dass man mir seinerzeit eine Borderline-Persönlichkeitsstörung diagnostiziert hat... (und das ohne besondere Tests und dergleichen). Abgesehen davon, dass ich eben unter extremem Alkoholeinfluss in die Klinik eingeliefert wurde und mich entsprechend verhalten hatte (allerdings auch mit Selbstverletzung), dürfte ich (in der Folge) keinerlei Symptome gezeigt haben, die man damit in Verbindung bringen könnte. Naja, am Ende wurde das schon auch wieder relativiert von der Ärztin, aber die Diagnose hat man doch so stehen gelassen.
      Ich habe das gefühl das extrem Viele mit Borderline in Verbindung gebracht werden nur weil sie sich jemals irgendwann selber verletzt haben und nicht mal nach dem grund fragen. Ich hab das auch mal gemacht aber um micht selber zu bestrafen und nicht um etwas zu spüren, ich konnte mich nicht mal ernsthaft verletzen weil ich eh schon zu viel spüre, meine haut ist extrem emfindlich, ich mag ja nicht mal Berührungen von menschen die ich kenne. Ich ich meiner Psychologin meine Verletzungen am Arm gezeigt hab kam sie auch gleich mit Borderline aber ich hab er erklärt warum ich das gemacht hab und sie ist dann wieder davon ab, aber ganz schnell.

      Linnea wrote:

      RegenbogenWusli wrote:

      Also wenn Leute selber abwertend über mich hinter meinem Rücken reden (und das taten früher in meiner Schulzeit echt viele), dann denke ich ist es nur gerecht wenn ich mal schildere wie jene Leute die damals so zu mir waren früher drauf waren, was sie mochten und wie sie auf mich wirkten.
      Ja...das Schildern und doof finden ist ja voll okay und verstehbar....und das nähere Schildern interesseirt mich dann auch....aber so war es, für mich, nur wie ein hingeworfenes DieDoofen..nur weil sie Einheit gerne trugen.
      Ich bin ja auch ein Ausbüxer, auch in Kleidung..aber natürlich gibt es hier und da auch welche, die ich gut finde "auch wenn" sie Mainstream sind.
      Z.B. trug ich auch einen Parka..allerdings in blau. ,-)
      Der ein oder andere war sicher auch nicht doof. Am anfang als ich neu in der Klasse war haben mich sogar einige bewundert für meine Kunst aber das ging schlagartig in Abneigung über als ich der Freund von dem Mobbingopfer wurde, da fingen die Lästereien an und auch die Verurteilungen vonwegen ich und mein freund wären zusammen oder so und ich immer so "Ich steh nicht auf Jungs" oder ich wurde ausgelacht weil ich im Hochsommer Sandalen (Jesuslatschen wie sie es nannten) trug und keine schwitzigen Sneakers.
      Oder sie haben Tiergeräusche gemacht wenn ich kam oder mich Dachs oder so genannt weil ich meine gemalten Bilder dabei hatte und sie es lächerlich fanden. Hauptsache man selber fällt nicht mit irgendwas auf was einen anders macht.
      Wären sie mir selber gegenüber nicht feindlich eingestellt gewesen hätte ich keinen Grund schlecht über sie oder ihre Trendvernarrtheit zu denken.
    • RegenbogenWusli wrote:

      Ich habe das gefühl das extrem Viele mit Borderline in Verbindung gebracht werden nur weil sie sich jemals irgendwann selber verletzt haben und nicht mal nach dem grund fragen.
      Wobei man doch annehmen sollte, dass zumindest Fachärzte und Psychotherapeuten das differenzierter betrachten können und es auch tun. Dass der Laie nur an Borderline denkt, wenn es um Selbstverletzung geht, ist ja verständlich, aber doch nicht die Experten. Wie gesagt, das sollte man annehmen...

      Auf der anderen Seite hat meine Psychiaterin, die ich seit Jahren ein paar mal pro Jahr ambulant sehe, schon länger zugegeben, dass sie mich diagnostisch überhaupt nicht einschätzen könne und auch, dass sie sich nicht zutraue, die Sache mit dem Asperger-Syndrom selbst zu beurteilen, weil ihr da die Erfahrung fehle. Das heißt, nicht alle Psychiater sind so von sich und ihrem Urteilsvermögen überzeugt, dass sie "mal eben" alle möglichen Diagnosen verteilen.
    • RegenbogenWusli wrote:

      Das mit der Unsicherheit hab ich auch, zumindest seit ich mit anderen Menschen in Kontakt kam, also seit Kindergarten, immer Ängste gehabt wie "was wäre wenn" oder sich von Dingen die mir angst machten strickt fern gehalten.
      Meine Psychologin meint es könnte eventuell an vernachlässigung in der frühen Kindheit liegen. Wenn man hört das es wohl normal sein soll das Eltern ihre Kinder in den Schlaf singen oder ihnen geschichten vorlesen vor dem Schlafengehen, haben meine Eltern nie gemacht.
      Ich nenne es "Das Kopfkino".

      Alles zerdenken. Grübelzwang und Sorgen.

      Und letztendlich ruft man nirgends an und spricht keinen irgendwo an oder klärt irgendwas.

      Ich bin üb auch mit BL diagnostiziert.
      Wegen dem SVV.
      Schwarzer Humor ist wie Essen. Hat nicht jeder.

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