Als was seht ihr Autismus?

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    • Um auf die Ursprungsfrage zu antworten: ich empfinde Autismus sowohl als Behinderung als auch als Bereicherung.

      Der Teil mit der Behinderung ist klar: z.B. aufgrund mangelhafter sozialer Kompetenzen, stärkerer Empfindlichkeit gegenüber Umweltreize, Probleme mit Orientierung, vor allem in unbekanntem Gebiet...

      Bereicherung: ich hatte schon als Kind die Empfindung, dass ich ein reicheres Innenleben hatte als andere Kinder. Beispiel, wir mussten mal Brettspiele im Unterricht gestalten (ca. 4. Klasse). Die meisten haben brav Würfelspiele nach Art von Mensch-Ärgere Dich nicht gemacht. Ich hatte ein farbenprächtiges Fantasyboard mit verschiedenen alternativen Möglichkeiten und Aufgaben, die man lösen musste. Das mag jetzt subjektiv nur bei mir so sein, das weiß ich nicht. Weiterhin an positivem: Arbeitgeber empfinden meinen Hang zur Perfektion meist als positiv. Mir selbst ist das am Anfang nicht so aufgefallen, weil ich der Meinung war, dass das jeder hätte. Irgendwann kam aber ein Spruch wie: "Wenn wir es Dir geben, dann sind wenigstens keine Fehler drin." Gleiches gilt für meine Zuverlässigkeit, das wird scheinbar auch als positiv von meinen Arbeitgebern wahr genommen. Da ich die meiste Zeit von zu Hause aus arbeite, kann ich auf diese Weise meine mangelhaften sozialen Interaktionen umschiffen.