Neue Hinweise auf Synästhesie-Ursachen: autismus-relevant

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

    • Da ich das Thema Synästhesie auch interessant finde, wollte ich mich nun auch mal einmischen :)
      Sofern ich die ganzen Beiträge richtig überflogen habe, kam öfter mal die Frage auf, ob es eine genaue Definition zur Synästhesie gibt. Leider ist dieses Feld noch sehr unerforscht, doch wie es der Zufall will, kenne ich tatsächlich eine Psychologin in der Forschung, die sich auf dem Gebiet etwas auskennt.

      (Es ist schon ein paar Monate her, dass ich mich intensiver damit auseinandergesetzt habe, also wenn hier und da doch ein Flüchtigkeitsfehler ist, sorry schon mal dafür, korrigiert mich gerne)
      Im Grunde ist es bei Synästhesie so, dass es eine Überverbindung im Gehirn gibt. Deshalb auch ihre Hypothese, dass es unter Autisten auch häufiger zur Synästhesie kommt, da es hier ja auch um eine Überverbindung im Gehirn geht.
      Prinzipiell hat jeder wenn er geboren wird "Synästhesie". Das Gehirn ist übermäßig stark verbunden. Doch im Laufe der Entwicklung merkt das Gehirn welche Verbindungen es nicht braucht und diese werden gebrochen.

      Bei Autismus kommt es jedoch zu einer übermäßigen globalen Verbindung und unterdurchschnittlichen Lokalverbindung (also werden gewisse Verbindungen nicht gebrochen), weshalb ja wie bekannt wir ein bisschen anders denken als NTs.

      Auch bei der Synästhesie bleiben gewisse "unnötige" Verbindungen erhalten, was zu einer besonderen, zusätzlichen Wahrnehmung bzw. Verbindung von zwei Sinnen kommt, welche normaler Weise nichts miteinander zu tun haben und was auch kein anderer (bzw. sehr wenige und dann auch individuell) so wahrnimmt, weil es prinzipiell unnötig für das Überleben ist.
      Daher glaube ich auch, dass wenn man eine Synästhesie "hat", die nicht so stark flexibel ist wie hier von dem ein oder anderem beschrieben. Das würde ich dann eher als Strategie sich Sachen zu merken einsortieren.

      z.B. haben bei mir Zahlen und Buchstaben Farben und Charaktere. Und ich erinnere mich noch gut, dass bereits in der Grundschule bei mir die 7 eine orangene Zahl war, die hinterlistig und egoistisch ist. Bis heute hat sich daran nichts geändert. Diese "Inflexibilität" der Synästhesie ist mir auch bei anderen bekannt.

      LG Watson :)
    • Ich habe angeblich eine Synästhesie - wenn man sich bei Neuro-Tests Wortlisten merken soll, und ich deshalb nervös bin, ordnen sich die Worte von allein, repräsentiert durch geometrische Symbole, in einem "Raum" an, der dabei gleichzeitig in meinem Kopf entsteht.
      Manche oben, manche unten, ich habe keine Ahnung, wo das nächste sich hin hängt und wie es aussehen wird.
      Nur, dass es immer links rum geht.
      Also, der "Raum" entsteht immer Richtung links.

      Sieht nachher aus wie abstrakte Skulpturen in der Schwerelosigkeit.

      Die Neuropsychologen finden es sehr interessant, und es sieht auch hübsch aus.
      Ich wollte, ich könnte das mit Absicht, Worte hören oder lesen, und - schön!
      Aber - es funktioniert Null im Alltag.

      Sogar für meine Einkäufe brauche ich nen Zettel :(

      Vielleicht ist es eine völlig unbewusste Merktechnik, die nur bei Aufregung anspringt.
    • Habe etwas herausgefunden.

      - Meine Haut fühlt sich z.B. wie Seide an
      - platziere in Adobe Photoshop mein Gesicht auf z.B. einem Samtkissen
      - Behalte das Bild mehrere Sekunden - 5 Minuten in Sichtfeld

      Ergebnis:

      Beide Gefühle überlappen sich, also meine Haut fühlt sich seidig und samtig an, also ist irgendwie beides da.

      - statt mehrere Sekunden - 5 Minuten, behalte ich das Bild 30 Minuten in Sichtfeld, während ich Spiele.

      Ergebnis:

      Das seidige Gefühl ist ganz weg und meine Haut fühlt sich nur samtig, wie das Samtkissen auf dem Foto an.
    • Lex wrote:

      irgendwie gruselig
      Wieso gruselig? Ist aber bei mir eine Synästhesie.

      - Die Hände von Beispielperson liegen die ganze Nacht auf der Bettdecke
      - am nächsten Tag treffe ich Beispielperson
      - gebe ihn/ihr die Hand
      - mir fällt auf das sich seine/ihre Haut anders anfühlt als sonst
      - Zuhause vergleicht Beispielperson seine Haut mit der Bettdecke, also die eigene Hand und die Bettdecke fühlen
      - Beispielperson stellt fest das sich seine/ihre Haut genauso anfühlt wie die Bettdecke

      Wie kann es sein das die Änderung auch für mich da ist, also das ich die Änderung ebenfalls bemerke? Ist eine Synästhesie nicht eigentlich das die Veränderung nur für einen selber ist?

      Was ist wenn beide die gleiche Synästhesie haben? Ist es möglich das beide die gleiche Veränderung bemerken?

      The post was edited 2 times, last by Timo3681 ().