Antidepressiva?

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    • Wort-Spinner wrote:

      Ich habe nicht das Gefühl, zugedröhnt zu sein.
      Das hatte ich zum Glück davon auch nie.
      War aber einer der Punkte vor denen ich Angst hatte. Deswegen hat es so lange gedauert bis ich mich getraut habe, ein Antidepressivum auszuprobieren.

      Die Beschreibung mit dem Tornado finde ich auch sehr treffend.
    • Elbnah wrote:

      Das hatte ich zum Glück davon auch nie.
      War aber einer der Punkte vor denen ich Angst hatte. Deswegen hat es so lange gedauert bis ich mich getraut habe, ein Antidepressivum auszuprobieren.
      Und wenn Du es jemandem erzählst, dass Du es mal probieren willst, dann schreit dieser: "Um Gottes Willen!" Das verstärkt dann die Angst vor Abhängigkeit und vor den Auswirkungen noch mehr. Ich habe schon viel zu lange gewartet und viel zu viel ausgehalten.

      Ich merkte heute, dass ich die Tablette früher am Tag einnehmen muss. Eigentlich schon lange vor dem Aufstehen. Nach dem Frühstück braucht sie zu lange, bis die Wirkung einsetzt. Es ist echt seltsam, klarer im Kopf zu sein und sei es nur für einige Stunden. An die trübsinnigen Gedanken habe ich seit Freitag keine Sekunde mehr verschwendet. :thumbup:
    • Elbnah wrote:

      Bei mir hat es dann dieses dauernde Kreisen um miese Gedanken unterbrochen. Aus einem wirren Knäuel wurde mit der Zeit wieder eine Art roter Faden, an dem mein Leben sich entwickeln konnte. Und wenn jetzt mal Knoten auftauchen, kann ich mich in Ruhe hinsetzen und sie entwirren, statt immer wieder an der gleichen Stelle zu landen.
      Das empfinde ich bei meinem Medikament (Trazodon) auch als sehr angenehmen Effekt. :nod:

      Obwohl ich mir ehrlich gesagt auch nicht vorstellen könnte, das jemals auszuschleichen :roll: ...
    • Lea_ wrote:

      Obwohl ich mir ehrlich gesagt auch nicht vorstellen könnte, das jemals auszuschleichen ...
      Daran denke ich inzwischen auch nicht mehr. Ich habe das zweimal ausprobiert. Einerseits, weil ich noch die Vorstellung hatte, daß es ja nicht sein kann, daß ich die Dinger langfristig schlucke. Andererseits, weil mich damals eine Psychologin dazu ermuntert hat.

      Das ging verblüffend gut (=keine Kofschmerzen, kein unmittelbares Gefühl daß mir etwas fehlt) aber nach jeweils etwa 3 Monaten hing ich wieder in der grundlosen Dauerdepression fest. Daher werde ich bei der Medikation bleiben - ich habe für mich akzeptiert, daß die Medikamente bei mir der überschaubare Preis für ein deutlich verbessertes Leben sind.
    • Elbnah wrote:

      Das ging verblüffend gut (=keine Kofschmerzen, kein unmittelbares Gefühl daß mir etwas fehlt) aber nach jeweils etwa 3 Monaten hing ich wieder in der grundlosen Dauerdepression fest. Daher werde ich bei der Medikation bleiben - ich habe für mich akzeptiert, daß die Medikamente bei mir der überschaubare Preis für ein deutlich verbessertes Leben sind.
      Ich komme eben von meiner wöchentlichen Therapiesitzung und mein Pychologe befürwortet die Einnahme von Flouxetin (war mit dem Hausarzt abgesprochen). Er hat gemerkt, dass ich wacher bin und er besser Kontakt zu mir bekommt. Wir arbeiten uns gerade zum Grund meines Traumas und meiner Depressionen durch und da ich andauernd "dicht mache", helfen die Tabletten. Ich komme nicht so schnell in einem abwehrenden Dämmerzustand.
      Ob ich die Tabletten nun lange nehmen muss, wird sich zeigen. Ehrlich gesagt, wäre mir das recht. Ich bin wie ausgewechselt. Es hängt vom Therapieerfolg ab.
      Wenn ich meinen Zustand letzte Woche und heute vergleiche, wird es mit erst bewusst, wie nahe am Abgrund ich mich befand.
    • ich gehe am Donnerstag auch auf stationäre Behandlung, erstmal für 2 Wochen für die diagnostische Abklärung. Falls Behandlungsbedarf besteht, darf ich natürlich länger bleiben, auch zu psychotherapeutischen Zwecken. Wahrscheinlich werden sie mir empfehlen, eine Art AD einzunehmen..
      Könnt ihr mir etwas empfehlen? Trazodon lese Ich hier bei @Lea_ , kann man das empfehlen? Ich habe auch oft so flache Depri-Stimmung, mit Grübelzwang und wirren Sachen.
      Die meisten Medikamente möchte Ich auch nicht nehmen. Elontril ist ungesund und dem Amphetamin zu ähnlich. Mit Lyrica wird man nur besoffen.

      Trazodon soll auch bei Ängsten helfen. @Palinurus Kannst du noch irgendwas dazu schreiben? Nebenwirkungen sollen auch gering sein.

      Mein Ziel ist es auch, länger in der Klinik zu bleiben, um dann vor Ort nach einer Wohnung zu suchen, denn ich möchte auf alle Fälle weg von diesem Ort hier. Da sollte ich mich also kooperationsfähig zeigen und ein Medikament meiner Wahl einnehmen, damit mir ein längerer Aufenthalt stationär, möglich ist, anstatt dagegen zu sein, und unmedikamentiert gegen alles zu protestieren, dann würden sie mich wohl einfach entlassen, weil kein Bedarf bestehen würde, mich als Patienten, zu behandeln.

      Noch eine Frage an KLinik-Erfahrene: denkt ihr, sie verschreiben mir ein Mittel, welches Ich selbstständig erwähne, und argumentiere, dass es mir nach den Erfahrungen anderer zu urteilen, also vom Hören-Sagen(RW), gefallen könnte? Weil alles vorige, wirkt bei mir scheisse, bzw. will ich garnicht erst probieren, nachdem ich mir Erfahrungen durchlese.

      The post was edited 1 time, last by Yono ().

    • ich antworte mal ,ein medikament nach hörensagen wird wohl kein arzt verordnen. das wäre ohne verantwortung.
      mitsprache hat wohl der patient im masse,aber was bei mensch a so wirkt ,kann bei mensch b ganz anders wirken.
      ich war mal im fachkrankenhaus,da gabs das mitspracherecht im masse,wenn man sonst bei verstand war.
      ich weissman muss probieren und vieles wirkt erst nach wochen der einnahme.
    • Ich bin immerhin sehr bei Verstand und habe schon sehr vieles ausprobiert, ist auch dokumentiert, dass Ich die meisten SSRI nicht vertrage, und auch Elontril und Lyrica ist nix für mich. Deshalb wäre Trazodon eine Möglichkeit, weil es anders ist, bzw. kein normales SSRI..
    • Yono wrote:

      Trazodon soll auch bei Ängsten helfen. @Palinurus Kannst du noch irgendwas dazu schreiben?
      Meinem Empfinden nach wirkt Trazodon sehr gut gegen Ängste und Unruhe. Aber das kann von Mensch zu Mensch unterschiedlich sein. Für mich ist auch die antidepressive Wirkung deutlich spürbar, im Gegensatz zu den anderen Mitteln, die ich bislang ausprobiert habe, vor allem bleibt die Wirkung auch nach längerer Einnahme bestehen. Dass man sich am Anfang einer AD-Behandlung etwas euphorisch fühlt, ist wohl normal, das liest man sehr oft, aber man liest auch oft, dass diese Euphorie schnell verschwindet. Meiner Theorie nach ist dieses Gefühl wohl vor allem ein Placebo-Effekt - man weiß, dass man ein Mittel einnimmt, das die Stimmung heben soll, also spürt man genau das auch sehr deutlich. Wenn man sich aber an das Medikament gewöhnt hat und das Leben seinen gewohnten Gang weitergeht, verfliegt diese Euphorie wieder. Man soll ja auch gar nicht euphorisch werden, im Idealfall fühlt sich ein AD an, als würde man gar nichts nehmen, d.h. die Stimmungslage ist wie bei einem normalen Menschen ohne Depressionen, mal besser, mal schlechter, je nach dem, wie das Leben gerade läuft.

      Was man bei Trazodon beachten sollte ist die sedierende Wirkung, das kann für manche Leute schon zuviel sein, weil sie sich dann ständig müde fühlen. Trazodon wird in den USA inzwischen häufiger als Schlafmittel verschrieben als Zolpidem, welches vorher der Renner auf dem Markt der Hypnotika war. Im Gegensatz zu anderen AD's hat Trazodon eine relativ kurze Wirkdauer, nämlich nur ca. 9 Stunden, was bedeutet, dass nach diesen 9 Stunden auch die sedierende Wirkung nachlässt (im Gegensatz zu Trizyklika wie Doxepin oder Trimipramin), also im Idealfall dann, wenn man morgens wieder aufsteht. Die antidepressive und angstlösende Wirkung ist dann aber nicht weg, nur die Müdigkeit.

      Nebenwirkungen hat Trazodon zumindest für mich erfreulich wenige. Man nimmt nicht zu und behält seine Libido (bei Venlafaxin z.B. hatte ich nahezu keine mehr, also im wahrsten Sinne des Wortes 'tote Hose'), ich hatte auch nie Übelkeit oder Kopfschmerzen davon.

      Bei mir war es übrigens so, dass ich mir durch Nachforschungen im Web Trazodon 'ausgesucht' habe und dann meine Ärztin überzeugte, es damit zu probieren. Sie wollte mir nämlich lieber 'was Modernes' verschreiben, also ein SSRI, aber sowas will ich nach schlechten Erfahrungen mit dieser Substanzklasse nicht noch mal nehmen. Ich denke, man sollte als Patient da schon Mitsprecherecht haben, schließlich muss man das Zeug anschließend ja auch nehmen und damit klarkommen.

      Trazodon ist vor allem für Menschen mit Ängsten oder Unruhe geeignet, die zudem noch Schlafstörungen haben (bei mir ganz extrem). Wenn jemand eher einen sehr schwachen Antrieb hat und 'nicht in die Pötte kommt' (RW), wäre es vermutlich nicht so empfehlenswert, obwohl durch die antidepressive Wirkung natürlich auch der Antrieb positiv beeinflusst wird.
      Keiner ist so verrückt, dass er nicht einen noch Verrückteren findet, der ihn versteht.
      (Friedrich Nietzsche)
    • Palinurus wrote:

      Was man bei Trazodon beachten sollte ist die sedierende Wirkung, das kann für manche Leute schon zuviel sein, weil sie sich dann ständig müde fühlen. Trazodon wird in den USA inzwischen häufiger als Schlafmittel verschrieben als Zolpidem, welches vorher der Renner auf dem Markt der Hypnotika war. Im Gegensatz zu anderen AD's hat Trazodon eine relativ kurze Wirkdauer, nämlich nur ca. 9 Stunden, was bedeutet, dass nach diesen 9 Stunden auch die sedierende Wirkung nachlässt (im Gegensatz zu Trizyklika wie Doxepin oder Trimipramin), also im Idealfall dann, wenn man morgens wieder aufsteht. Die antidepressive und angstlösende Wirkung ist dann aber nicht weg, nur die Müdigkeit.

      Nebenwirkungen hat Trazodon zumindest für mich erfreulich wenige. Man nimmt nicht zu und behält seine Libido (bei Venlafaxin z.B. hatte ich nahezu keine mehr, also im wahrsten Sinne des Wortes 'tote Hose'), ich hatte auch nie Übelkeit oder Kopfschmerzen davon.
      Das liest sich wirklich interessant und gut. Eine Frage wäre gewesen, ob Trazodon auch langfristig nicht diese Doxepin- und Mirtazapin-typischen Nebenwirkungen von Gewichtszunahme hat. Dass Trazodon vergleichsweise kurz wirkt ist sicherlich gut, wenn man es als Hypnotikum nimmt. Ich hatte vor 10 Jahren mal Trazodon 100er Tabletten. Es galt afaik als atypisches Antidepressivum damals.
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    • Hyperakusis wrote:

      Eine Frage wäre gewesen, ob Trazodon auch langfristig nicht diese Doxepin- und Mirtazapin-typischen Nebenwirkungen von Gewichtszunahme hat.

      Bei mir zumindest nicht, ich habe immer noch dasselbe Gewicht wie zu Beginn der Trazodon-Einnahme.
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    • Febry wrote:

      Das sagt übrigens auch die Studienlage: Nur Menschen mit besonders schweren Depressionen profitieren von Antidepressiva. Beim Rest wirkt es nicht.
      Das stimmt vielleicht auch nicht, zumindest gibt es auch andere Meinungen dazu:
      aerztezeitung.de/medizin/krank…s-keine-konsequenzen.html

      Ärztezeitung wrote:

      Möller:(...)Und Aussagen über den Einzelfall kriegt man viel besser, wenn man Responder-Analysen macht, also schaut, wie viele der Patienten auf die Therapie ansprechen. Da bekommt man eine Differenz von etwa 20 Prozentpunkten zwischen Verum und Placebo. Das entspricht einer Number-Needed-to-Treat von 5 und damit einer mittelstarken bis starken Wirksamkeit. Das ist im Bereich dessen, was internistische Arzneien leisten.


      Ärzte Zeitung: Erstaunlich ist aber trotzdem der hohe Placebo-Effekt in Depressionsstudien.
      Möller: In klinischen Studien wird die Arznei nicht nur gegen Placebo geprüft. Die Patienten erhalten ja teilweise auch supportiver Psychotherapie und klinisches Management.
      Ärzte Zeitung: Die gute Betreuung trägt also zum hohen Placebo-Effekt bei?
      Möller: Ja, genau. Durch solche Aspekte wird der Placebo-Effekt in Studien erhöht. Das darf man nicht so naiv interpretieren, wie das Kirsch und Kollegen tun.
      Ärzte Zeitung: Das hieße ja, im Alltag, in dem die Patienten nicht so intensiv betreut werden wie in Studien, wäre auch der Placebo-Effekt nicht so hoch. Dann ist die Placebo-Verum-Differenz bei leicht und mittelschwer Depressiven vielleicht ähnlich hoch wie bei schwer Depressiven?
      Möller. Genau. Die Studiensituation ist eine unnatürliche Situation. Sie sagt wenig über den Alltag aus. Wenn ich an unsere Fünf-Minuten-Medizin denke, dann gibt es dort wenig unterstützende, verstehende und empathische Betreuung. Da rückt ein Medikament ins Zentrum, und das hat dann auch viel deutlichere Effekte.


      Andere Frage: bevor es SSRIs gab, wurde bei Depressionen ein Medikament namens 5-Hydroxytryptophan (kurz 5-htp) verordnet. Es kann synthetisch hergestellt oder aus einer Pflanze namens Griffonia Simplicifolia gewonnen werden. Es wurde dann wegen Verdacht auf schwere Nebenwirkungen vom Markt genommen, ist aber heute als Nahrungsergänzungsmittel wieder erhältlich.
      Über Nebenwirkungen kann man hier nachlesen:
      phytodoc.de/heilpflanzen/griffonia/nebenwirkungen

      Im Körper wird der Stoff in Serotonin umgewandelt und soll deshalb eine stimmungsaufhellende Wirkung haben. Außerdem soll er auch zur Gewichtsreduktion beitragen.

      Hat das schon einmal jemand probiert und kann berichten?
      Alles wird galaktisch gut.
    • Shenya wrote:

      Im Körper wird der Stoff in Serotonin umgewandelt und soll deshalb eine stimmungsaufhellende Wirkung haben. Außerdem soll er auch zur Gewichtsreduktion beitragen.

      Hat das schon einmal jemand probiert und kann berichten?
      Die Marktrücknahme von Oxitriptan liegt ja schon sehr lange zurück (trotzdem taucht Oxitriptan noch in Packungsbeilagen auf, siehe z. B. Paroxetin :d ). Ich habe keine Erfahrungen mit Oxitriptan. Ich würde bei 5-Hydroytryptophan nichts Außergewöhnliches erwarten. Bei PharmaWiki (Schweiz) steht, dass es in Kombination mit einem trizyklischen Antidepressivum (= TZA, Antidepressiva der ersten Generation) verabreicht wurde oder wird. Das spricht nicht gerade für eine bahnbrechende Potenz. Die Silbe "triptan" erinnert sehr an diese Triptane (z. B. Sumatriptan).

      Ich hänge u. a. mal den kurzen Bericht vom kritischen Arznei-Telegramm an, es soll nie Belege für den medizinischen Nutzen gegeben haben. Eine weitere Vorstufe ist übrigens L-Tryptophan, das nur apothekenpflichtig, jedoch nicht rezeptpflichtig ist. Davon hatte im alten Forum mal jemand berichtet, ich hatte das nie ausprobiert, weil rezeptfrei nicht wirklich dafür spricht, dass da groß etwas zu erwarten sei. Da 5-HTP offenbar in Kombination mit TZAs verordnet wurde, würde ich nichts Besonderes erwarten. Und im Ärzteblatt steht auch was zu den Zweifeln und dass es eben Alternativen gibt. Ich denke, wenn das Zeug mal ein Renner gewesen wäre, dann hätte es seinen Platz in der Medizin. Bei Sachen, deren Wirksamkeit zweifelhaft oder unbelegt ist, es Alternativen gibt, da werden Präparate dann vom Markt genommen.

      Marktrücknahme von Oxitriptan 1992 (Arznei-Telegramm): arznei-telegramm.de/html/1992_02/9202023_05.html
      Marktrücknahme von Oxitriptan 1992 (Deutsches Ärzteblatt): aerzteblatt.de/pdf.asp?id=96486
      L-Tryptophan: gelbe-liste.de/produkte/l-tryp…0-mg-filmtabletten_353895
      Oxitriptan bei PharmaWiki: pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Oxitriptan
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    • Eine hervorragende antidepressive Wirkung hatte bei mir Resolor (Wirkstoff Prucaloprid), das war wirklich als hätte man einen Schalter umgelegt. Leider musste ich es wegen der Nebenwirkungen (ständiger Harndrang, so dass ich ständig "am Verdursten" war) wieder absetzen, aber die müssen ja nicht bei jedem auftreten.
      You’ll stop caring what people think about you when you realize how seldom they do.
    • Alle möglichen Medikamente fallen unter den Begriff Antidepressiva.

      Es kommt letztlich auf die Symptome an, was benötigt wird.

      Mit einem reinen SSRI und da gibt es nur einen nämlich Escitalopram bekämpft man eher Zwangsstörung und Ängste, weniger aber Antriebslosigkeit und fehlende Motivation.

      Hier ist der Dopamin und Noradrenalin Spiegel wichtiger.

      Substanzen wie Bupropion, methylphenidat, nortriptylin, Reboxetin, modafinil, fluoxetin, milnacipran, sertralin etc. werden in Deutschland zu wenig beachtet.

      Oft gibt's einfach Citalopram, was eher müde als wach macht und teilweise noch weniger Lust und Laune...
      Es gibt nicht umsonst tausende Wirkstoffe.

      Placebo ist jedenfalls keines davon. Alle haben eine Wirkung, nur nicht immer die für das Symptom passende...

      Leider stelle ich da viel mangelnde Sachkenntnis bei Ärzten fest. Selbst die Literatur ist nicht immer gut. Da bestehen erhebliche Unterschiede.
    • Ein hervorragender Experte schwört auf sertralin.
      Falls es nicht reicht sertralin plus nortriptylin, ansonsten Tranylcipromin.
      Auch auf Clomipramin schwört er.

      Die ständige Reduktion auf Serotonin bei Depressionen ist maximal 40% der Wahrheit und konnte im Mäuse Versuch bereits widerlegt werden.
      Serotonin ist eher für die ängstliche und unruhige Seite der Depression verantwortlich, weniger für die fehlende Motivation.
    • @Yono
      Warum ist Bupropion also Elontril ungesund?

      Das ist eine ziemlich undifferenzierte Aussage.

      Es wirkt halt auf dopamin und Noradrenalin. Das hat eben typische Wirkungen und Nebenwirkungen genauso wie Serotonin etc. Seine Nebenwirkungen hat.

      Ungesund kann man grundsätzlich nicht so einfach sagen.

      Depressionen und Stress sind auch ungesund.

      Auch dopamin Mangel ist ungesund.

      Eigentlich hat Bupropion ein gutes Nutzen Risiko Profil.

      Medikamente sind generell weder ungesund noch gesund. Es hängt von sehr vielen Faktoren ab genauso wie Ernährung und alles im Leben.

      Manche Nebenwirkungen sind positiv. Andere negativ. Manche verlängern das Leben, andere nicht.

      Pauschale Aussagen zu Medikamenten sind nicht möglich.