Interessanter Artikel zu "Geniale Störung"

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    • An manchen Stellen hat man den Eindruck, der Autor des Artikeln müsste einem wegen der Länge des Buchs Leid tun :sarcasm: .
      Ich finde den impliziten Vorwurf, der Buchautor hätte zu wenige LFAs vorgestellt, daneben: er müsste sie ja gekannt haben.
      Und für die Titelübersetzung kann er auch nichts.
    • Ein bisschen recht hat er damit allerdings. Ich hab bisher etwa 1/3 durch, und weil es sich so in Details verzettelt, bin ich noch nicht weitergekommen.
      Man hat fast den Eindruck, der Autor selbst ist auch ein bisschen autistisch ;)
    • Boar, endlich mal ein durchwegs vernünftiger Zeitungsartikel zum Thema Autismus, in dem nicht alles verfälscht wird. Dass es sowas noch gibt!
      I could work hard to be normal, but I prefer to hold myself a higher standard. Ego lex sum.
    • Dragonheart wrote:

      Bei dem Satz bleibe ich irgenwie hängen (RW) (was möchte der Autor damit sagen?):

      "Was man früher einfach "geistige Behinderung" nannte, sieht der Autor als "Neurodiversität"."
      Ich vermute, dass der Autor des Buches einen anderen Blickwinkel eröffnet, eben dass Autisten einfach anders sind, und nicht nur eingeschränkt, wie es der traditionelle und heute noch verbreitete Standpunkt war.
    • shnoing wrote:

      An manchen Stellen hat man den Eindruck, der Autor des Artikeln müsste einem wegen der Länge des Buchs Leid tun :sarcasm: .
      Ich finde den impliziten Vorwurf, der Buchautor hätte zu wenige LFAs vorgestellt, daneben: er müsste sie ja gekannt haben.
      Und für die Titelübersetzung kann er auch nichts.
      Dass zu wenige LFAs vorgestellt werden, ist aber nur ein Teil des "implizierten Vorwurfs", denn neben "schwere Fälle geistiger Entwicklungsstörung" werden auch "tragische Fälle sozialer Vereinsamung" sowie "viele Fälle des sozialen Scheiterns" genannt, die sich gemäß der Aussage eher auf das gesamte Spektrum beziehen dürften. Sie den nachfolgenden Absatz in dem Artikel. Insofern geht es wohl eher darum, dass der Buchautor sich ggf. eher auf "Schönwetterautisten" konzentriert.
      Allerdings stellt er dann aber "Asperger-Autisten", "Inselbegabte" und "Savants", wobei ich hier die Unterscheidung von den letzten beiden nicht so richtig nachvollziehen kann, auf eine Ebene. Eher ist es ja so, dass gerade auch die Mehrheit der "Asperger-Autisten" keine sog. "Schönwetterautisten" sind, um bei dem Begriff zu bleiben, sondern auch von sozialer Vereinsamung und sozialem Scheitern betroffen sind. Obwohl ich das Buch noch nicht gelesen habe, wird es darin aber wohl realitätsnah beschrieben, was ich einer kurzen Beschreibung entnehmen konnte.

      The post was edited 1 time, last by Indigo ().

    • Ich denke auch man sollte das Buch selbst lesen, bevor man über das Buch urteilt. In dem Artikel hat man sich zumindest sehr bemüht, die Inhalte treffend zusammenzufassen.
      I could work hard to be normal, but I prefer to hold myself a higher standard. Ego lex sum.
    • Ich habe das Buch jetzt gelesen. Zwar im Original, aber die Übersetzung wird ja nicht vom Inhalt abweichen.
      Mein Eindruck beim Lesen war ein ganz anderer. Ja, es sind unheimlich viele Details beschrieben, von der Frisur von Kanners Frau als ihr Mann sie kennenlernte über wie Dustin Hoffman sich auf seine Rolle vorbereitete bis zu der detaillierten Lebensgeschichte von Eltern autistischer Kinder. Detail über Detail.
      Aber, abgesehen von der Einleitung, in der die Silicon Valley Einwohner eine große Rolle spielen, geht es zu 2/3 wirklich um die geschichtliche Entwicklung (Cavendish als historisches Beispiel,Asperger, Kanner,Bettelheim, Loovas), die Entstehung der verschieden Organisationen (mit Lebensgeschichte der Eltern). Lebensgeschichten von Betroffenen sind immer nur eingestreut, und durch die vielen Eltern die dargestellt werden sind auch sehr viele bzw. teilweise überwiegend LFA beschrieben.
      Man bekommt allerdings schon den Eindruck dass in der Welt des Autors (Silicon Valley) alle Aspergerautisten Softwareentwickler sind.
      You’ll stop caring what people think about you when you realize how seldom they do.
    • Ich habe mir das Buch jetzt endlich mal gekauft.
      Jemand hat es mir hier im Forum empfolen und ich hab schon lange keine Bücher mehr gelesen weil mich selten welche interessieren.
      Ich denke es ist ganz gut für mich wenn es Details beschreibt, da ich oft Probleme hab gesammten Geschichten zu folgen oder diese zu erkennen (warum ich auch immer Probleme beim Verstehen von Textaufgaben hatte) und bei vielen geschichten fand ich es immer besonders schade das die Details zu den Charaktären fehlten.
      Diese kleinen Dinge die die Charaktäre erst ausmachen.
      Das besondere an dem Buch ist, das es sich da ja um echte Menschen dreht und nicht um fiktive Charaktäre.
      Das macht es wieder etwas anders.


      Dragonheart wrote:

      "Was man früher einfach "geistige Behinderung" nannte, sieht der Autor als "Neurodiversität"."
      Ich würde diesen Satz einfach auch so auslegen das es bedeutet, das früher ASS als geistige Behinderung galt (was unter der Mehrheit der Menschen die keine Psychologen etc sind auch immernoch so ist), sieht der Autor als was anderes, nämlich das psychische Anders-sein.
      Diversität bedeutet nichts weiter als anders sein, und neuro kommt von neurologisch womit die Funktion der Nerven gemeint ist.
      Früher waren Neurologen auch für die Funktionen des Gehirns im psychischen bereich zuständig, aber das ist heute nicht mehr so, weshalb man bei psychischen Dingen ja nicht zum Neurologen geht.
      Also eine abweichende Betriebsweise des Gehirns.
    • Ich lese das Buch auch gerade und finde es sehr spannend geschrieben. So bin ich heute schon auf Seite 100 angekommen. Ich finde es total rührend, wie der Autor eingangs zwei kauzig-eigenbrötlerische Gestalten des 18. Jahrhunderts beschreibt, die vermutlich die ersten Aspergerkandidaten sind, zu denen es Berichte gibt.
      Surprised by the joy of life.
    • Ich lese es auch seit einigen Wochen. Es ist wirklich etwas langatmig und anstrengend zu lesen. Dabei auch erschütternd, was so alles schon an Versuchen unternommen wurde um zu heilen . Teilweise wird diese Heilung immer noch praktiziert, den Versuchen bin ich regelmäßig ausgesetzt. Ich finde mein Kind so wie es ist vollkommen richtig. Nein ich werde mich nicht noch mehr anstrengen ihn "gesund" zu bekommen, so dass er angepasst ist und so wie gewünscht von anderen.
      Bin jetzt bis Seite 267 gekommen. Ein paar Seiten weiter wird Pearl S. Buck zitiert- das Buch " geliebtes , unglückliches Kind" habe ich zu hause und habe es mit 12 Jahren gelesen.
    • Ich liebe das Buch. Besonders die geschichtliche Ausarbeitung zu Herrn Asperger und Kanner. (Kanners Werdegang indem er so Rat als wüsste er nichts von Asperger)
      Dann noch die Erläuterungen zur Zwangssterilisation und der gesellschaftlichen Meinung gegenüber Autisten, wie diese von Amerika nach Europa schwappt (RW).
      Hat mich fasziniert.
    • ich habe das Buch gerade gelesen, und ich fand es trotz seines Umfangs, dermaßend spannend , dass ich es in 3 Tagen gelesen habe.

      An manchen Stellen habe ich geweint vor Entsetzen ( dass nur zu "Aspies sind gefühlskalt") . Wie kann man kleine Kinder nur so behandeln ?
      "Autismusdiagnose - Potius sero quam numquam.
      ( Lieber spät als nie.) "
      :irony:
    • Ich habe das Buch jetzt schon zwei mal begonnen zu lesen, aber ich komme nicht weiter. Ich schätze, ich habe mittlerweile etwa ein Drittel oder die Hälfte geschafft, aber es packt mich einfach nicht. Dabei bin ich eine absolute "Leseratte" und konsumiere drei bis vier Bücher, davon ein bis zwei Sachbücher, pro Woche mindestens. Aber ich finde es einfach höchst uninteressant irgendwie.... oder schon irgendwie interessant, aber nicht wirklich spannend dargeboten.... ich weiß nicht, ich habs mir einfach anders vorgestellt.
      Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein.
      (Albert Einstein)
    • Aspielle wrote:

      Aber ich finde es einfach höchst uninteressant irgendwie.... oder schon irgendwie interessant, aber nicht wirklich spannend dargeboten.... ich weiß nicht, ich habs mir einfach anders vorgestellt.
      Es ist definitiv kein Roman im Sinne von Emotionen die von personen hin und her gereicht werden sondern mehr ein reflektierender Rückblick in die Vergangenheit, ziemlich sachlich und informativ über Schiksale die es wirklich gegeben hat.
      Ich fand das sehr angenehm, da mir normale Romane meist zu ansträngend sind und ich nicht so leicht kapiere was passiert, muss es mehrmals lesen, das hatte ich hier bei dem Buch garnicht.
    • Ich habe es so quasi am Stück gelesen. Total spannende Darstellung, anspruchsvoll ohne zu wissenschaftlich zu sein - im positiven Sinne typisch amerikanisch. Sowas kriegen wir in Europa - egal welches Fach - in dieser Form leider nicht hin.