Abneigung gegen bestimmte Wörter

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    • Abneigung gegen bestimmte Wörter

      Hallo!
      Seit ich mich erinnern kann, ekle ich mich vor gewissen Wörtern. Ich habe solch eine starke Abneigung gegen sie, dass ich es kaum aushalte sie zu hören oder zu lesen.
      Würdet ihr das als Zwang ansehen? Und gibt es vllt noch wen hier, der ähnliche Probleme damit hat?

      Grüße, Elf
      悪竜
      Der Leibhaftige
    • Hallo Elf,
      ich kenne eine Betroffene, die ungern Eigennnamen ausspricht und damit ebenfalls ein sehr unangenehmes Gefühl verbindet.
      Es könnte schon eine Form von Zwang sein, zum Zwang gehört aber wohl auch die deutliche Vermeidung der Zwangsauslösenden Situationen oder Reize. Ist das denn so bei dir?
    • Ich kenne das nur in Bezug auf ein ganz bestimmtes Wort, das aber eng im Zusammenhang mit einer Spezifischen Phobie steht. Ich mag das Wort nicht lesen, nicht schreiben und nicht berühren (z.B. mit Finger darüberstreichen). Aber wie gesagt, dahinter steht eben diese stark ausgeprägte Phobie, was für mich dann auch eine einleuchtende Erklärung darstellt.
      Gibt es bei Dir in Bezug auf diese Wörter vielleicht einen ähnlichen Hintergrund?
      - Allein unter Menschen -
    • Manche Wörter erinnern mich an die Person (oder Situation) bei der ich das Wort das erste Mal gehört habe. Wenn die Person oder Situation mich verletzt oder beschädigt hat dann höre ich das Wort nicht gern weil ich sofort ein Bild von der Person habe im Kopf, was sehr unangenehm ist wenn ich die Person lieber vergessen möchte. Zum Beispiel die Redewendung "die Weichen stellen" (RW) hörte ich zum erstenmal von einer sehr empathielosen und arroganten Psychiaterin die aussah wie Olive Oyl in der alten Trickserie Popeye. Wenn ich diese Redewendung höre wünsche ich dass es diese Redewndung nicht gäbe weil sie (die Redewendung) für mich einfach widerlich ist auf Grund dieser Verknüpfung in meinem Kopf. Wenn ich die Sache objektiv betrachte aber merke ich dass das nichts mit den Wörtern an sich und auch nichts mit dem Bild von Weichen (das ich auch sehe) zu tun hat sondern nur mit dieser unangenehmen Person. der Psychiaterin. Sie hat gesagt bei meinem einzigen Termin bei ihr dass eine Therapie zwar noch Sinn mache wenn man älter ist wie ich aber dass eine Therapie bei ihr effektiver gewesen wäre in jungen Jahren weil man "die Weichen stellen" kann. Sie war mir sonst so unsympathisch und arrogant dass es mir grauste vor der Idee dass sie irgendwelche Weichen stellen wollte bei irgendwem (zum Beispiel bei mir) und dass sie dachte ihn in eine andere Richtung lenken zu können oder zu dürfen als die Richtung die er sich gewählt hatte.
    • Ich erinnere mich, dass ich das ganz stark in meiner Kindheit und Jugend hatte, den Ekel vor bestimmten Wörtern. Hatte ich völlig vergessen, ich weiß noch nicht einmal mehr, welche Wörter das waren. Allerdings war es mehr der Klang, die Phonetik, was die Abneigung auslöste, nicht unbedingt die Bedeutung.

      Heute hat sich das komplett gegeben, war mir bislang gar nicht aufgefallen...
      "Ich würde nie einem Club beitreten, der bereit wäre, jemanden wie mich als Mitglied aufzunehmen" (Groucho Marx) “Sich zu akzeptieren als den, der man ist, ohne etwas anderes sein zu wollen - das ist Freiheit“ (Ramesh Balsekar)
    • Bei mir ist es das Wort eigentlich das ich überhaupt nicht mag.
      Jedes Mal wenn ich es benutze/lese oder jemand anders dann denke ich an meine erste Psychologin. Wenn ich in den Sitzungen z.B. es ginge mir eigentlich ganz gut, dann kam immer "und uneigentlich?" als Gegenfrage. Das hat sich irgendwie fest eingebrannt bei mir
    • Meerschneckchen wrote:

      Es könnte schon eine Form von Zwang sein, zum Zwang gehört aber wohl auch die deutliche Vermeidung der Zwangsauslösenden Situationen oder Reize. Ist das denn so bei dir?
      Na ja, ich würde diese Wörter niemals freiwillig verwenden. Vermeiden sie zu hören könnte ich nur, indem ich nicht mehr mit Menschen kommuniziere und das wäre dann doch ein bisschen zu übertrieben. Oft bleiben sie mir aber danach im Kopf und ich denke unfreiwillig immer wieder darüber nach.


      DerJan wrote:

      Bei mir ist es das Wort eigentlich das ich überhaupt nicht mag.
      Jedes Mal wenn ich es benutze/lese oder jemand anders dann denke ich an meine erste Psychologin. Wenn ich in den Sitzungen z.B. es ginge mir eigentlich ganz gut, dann kam immer "und uneigentlich?" als Gegenfrage. Das hat sich irgendwie fest eingebrannt bei mir
      Dieses Wort kann ich auch nicht leiden. :D Vorallem aber in Fragesätzen.

      AuM wrote:

      Gibt es bei Dir in Bezug auf diese Wörter vielleicht einen ähnlichen Hintergrund?
      Teilweise sind es schon Wörter oder Phrasen, die mich an eine bestimmte Situation oder an einen Menschen erinnern. Jedoch finde ich nichts unangenehmes an diesen. Obwohl mir das in Bezug auf Essen beispielsweise sehr oft passiert. Ich kann gewisse Dinge nicht mehr essen/riechen/sehen, wenn ich sie mit Personen in Verbindung bringe, mit denen ich schlechte Erfahrungen gemacht habe.
      Meistens sind es Wörter, die ich mit "positiven" (der allgemeinen Ansicht nach) Gefühlen in Verbindung bringe. Gegen diese habe ich eine starke Abscheu. Daher könnte es also kommen.

      hibernation wrote:

      Ich mag Menschen nicht direkt, mit Vornamen, ansprechen.
      Das mag ich auch nicht. Ich mache es auch so gut wie nie. Ich kann noch nicht mal mit Vornamen über sie sprechen.
      悪竜
      Der Leibhaftige
    • Guten Morgen,

      ich wusste garnicht, dass es anderen auch so geht, aber ich habe manchmal auch so manche Probleme mit bestimmten Wörtern.

      hibernation wrote:

      Ich mag Menschen nicht direkt, mit Vornamen, ansprechen.
      Bei manchen Menschen ja, bei manchen finde ich es unangenehm.

      Andere Wörter finde ich z.B. irgendwie hässlich oder unangenehm im Klang und vermeide sie.

      Ich finde es immer seltsam, dass andere Menschen sich an sowas nicht stören bzw, dass für sie Wörter nur Dinge sind, die man benutzt und die Eigencharakteristik und in sich liegende Bedeutung gibts nicht...
    • Ich finde dies interessant, da wir eine Umfrage zum Denken begonnen haben und auch hier Ähnliches in dem zweiten Erfahrungsbericht einer Autistin beschrieben wird. Auch wurde dieser Zusammenhang:

      - ich denke dabei unangenehme Bilder, Bombe = Krieg = Tote
      - der Klang sieht schrecklich aus (Synästhetische Assoziationen)
      - Trigger aus Traumata in Richtung PTBS (Vermeidung ohne Sinnzusammenhang wegen schrecklichen Erinnerungen an Situationen, Gerüche, Bilder, Töne...)
      - Logik-Zusammenhängen, die Gedankenkonstrukte "zerstören"

      wie her erwähnt schon immer mal irgendwo von irgendwem erwähnt. Hättet Ihr Interesse daran aus eurer Art zu denken, den Gedankenprozess selbst in einem Erfahrungsbericht für uns mit zur Verfügung zu stellen? Das klingt nach einem Thema, das einer näheren Betrachtung bedürfen könnte.

      The post was edited 1 time, last by Antares (White Unicorn) ().

    • Elf wrote:

      Seit ich mich erinnern kann, ekle ich mich vor gewissen Wörtern. Ich habe solch eine starke Abneigung gegen sie, dass ich es kaum aushalte sie zu hören oder zu lesen.
      Interessant. Als Kind hatte ich tatsächlich eine Abeigung gegen bestimmte Wörter. Die konnte ich dann auch nicht aussprechen. Auch heute noch mag ich diese Wörter nicht und benutze sie auch nicht. Ich weiß gar nicht genau ob wegen dem Klang oder der Bedeutung... vermutlich beides.
      Verrückt ist der, der immer die gleichen Dinge tut, aber andere Ergebnisse erwartet.
      Im Übrigen bin ich der Meinung, dass das Teilnehmer-Limit von Privatkonversationen verdoppelt werden sollte.
      Dieser Beitrag wurde bereits 7 mal editiert, zuletzt von Abendstern (Vor einem Moment) aus folgendem Grund: Beitragsqualität runtergeschraubt
    • Ich kenne das auch. Allerdings ist es bei mir kein Ekel, sondern ich verbinde ein schlechtes Image mit bestimmten Worten.
      Da ich zu den Guten gehöre :nod: , benutze ich das Wort nicht noch möchte ich, dass es Jemand in Bezug auf mich oder andere nutzt.
    • Aus aktuellem Anlass habe ich mich auf die Suche gemacht und möchte ich hier Foxreplace für Firefox erwähnen.
      Die Erweiterung erlaubt ein relativ komfortables Ersetzen von (unliebsamen) Wörtern auf Webseiten.
      Möglicherweise gibt es auch ein passendes Pendant für den Chrome-Browser.
      Bunt statt Grau.
    • anticapitalista x( :m(:
      Da krieg ich derzeit BSE im Kopf, wenn ich das hooligan'sche kindergartenoide Gruppengegröle höre :roll:
      In letters of gold on a snow white kite I will write "I love you"
      And send it soaring high above you for all to read