Alle Jahre wieder: Weihnachtsfeier der Firma

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    • Alle Jahre wieder: Weihnachtsfeier der Firma

      Letzten Mittwoch fand bereits meine erste Weihnachtsfeier mit meinem neuen Team statt. Wir sind zuerst zum 3D-Schwarzlicht Indoorminigolf und danach in eine "Event-Location" zum Essen gegangen.

      Die Weihnachtsfeier ist wie erwartet abgelaufen: Das Minigolf-Spielen an sich war ganz OK, aber es lief die ganze Zeit laute Musik, so dass dieser Teil schon sehr stressig für mich war.
      Beim Essen hab ich wie üblich nicht viel von den Gesprächen der Kollegen mitbekommen, weil zuviele Leute durcheinander geredet haben.
      Dabei war an diesem Tag sehr wenig in dem Laden los und zum Glück fand auch kein "Event" statt.
      Am nächsten Tag war ich auf der Arbeit erstmal total fertig und müde, so dass ich früher nach Hause gegangen bin, um mich zu erholen.

      Es ist immer dasselbe: Ich weiß im Voraus, dass mir eine solche Veranstaltung außer Stress und Überforderung nichts bringt. Aber dann mache ich das doch einmal im Jahr mit, um nicht total ausgeschlossen zu sein.

      Eine zweite Weihnachtsfeier in der Firma mit meinen alten Kollegen habe ich aber schon abgesagt. Leider nimmt man mir die Absage dort ziemlich übel, aber damit kann ich leben. Eine Weihnachtsfeier ist mehr als genug für mich.

      Wie geht Ihr mit solchen betrieblichen Veranstaltungen um und wie geht es Euch dabei?
      Geht Ihr hin, um die Erwartungen der Anderen zu erfüllen und nicht komplett ausgeschlossen zu sein oder pfeift Ihr darauf?
      "Spontanität will gut überlegt sein." | "Das Problem sind die Normalen."
    • fleischwurstgesicht wrote:

      Es ist immer dasselbe: Ich weiß im Voraus, dass mir eine solche Veranstaltung außer Stress und Überforderung nichts bringt. Aber dann mache ich das doch einmal im Jahr mit, um nicht total ausgeschlossen zu sein.
      Geht mir genauso! Ich habe es mir mittlerweile zur Gewohnheit gemacht, mich dem ersten, der die Feier verlässt, anzuschließen.
      Natürlich wird dann auch die Nennung eines Grundes erwartet, weshalb man denn schon "so früh" gehen möchte. Da habe ich keine Lust mehr, mir schon vorher irgendwelche plausibel erscheinenden Gründe zu überlegen, sondern sage einfach, ich sei "todmüde"...was ja irgendwo auch stimmt!
      Mag sein, dass die Kollegen das als Ausrede ansehen, aber darauf pfeife ich dann. Immerhin war ich da und habe die allgemeinen Erwartungen dadurch so weit erfüllt, dass man mir keine Vorhaltungen machen kann, dass ich mich vollständig ausschließen oder entziehen würde.
    • Früher bin ich immer hingegangen obwohl ich nicht wollte. Heute sage ich einfach ich gehe nicht hin. Wenn man mich fragt warum, sage ich dass es mir zu laut ist und ich keinen smalltalk mag.
      Da die Kollegen zumindest von meiner Geräuschempfindlichkeit wissen und ich aber auch so "ein wenig anders" bin wird das so akzeptiert.
      So mancher hat mir schon gesagt dass er auch nicht gehen möchte sich aber verpflichtet fühlt. Ich denke es ist jedem seine persönliche Entscheidung.
      Seitdem ich nicht mehr hingehe und auch offen dazu stehe fühle ich mich auch gut damit.
    • Zarathustra wrote:

      Ich habe es mir mittlerweile zur Gewohnheit gemacht, mich dem ersten, der die Feier verlässt, anzuschließen. Natürlich wird dann auch die Nennung eines Grundes erwartet, weshalb man denn schon "so früh" gehen möchte.
      Ich bin auch immer einer der ersten, der geht. Warum man sich dafür noch rechtfertigen muss, verstehe ich nicht.
      Es reicht ja schon, wenn man nach dem Motto "Dabeisein ist alles" überhaupt zu so einer Veranstaltung geht.
      Schließlich ist das ja meine Freizeit, in der ich machen kann, was ich will.
      Aber aus irgendwelchen Gründen fassen es die Kollegen so auf, dass man etwas gegen sie hätte, wenn man früh geht, was ja so grundsätzlich nicht stimmt.
      Es kommt halt immer auf das richtige Maß des sozialen Kontakts an. Gespräche mit mehr als zwei Personen sind für mich schon schwierig und zu viel.
      Für den NT gilt aber die Regel "je mehr desto besser" und er versteht nicht, wenn man kleine Gruppen bevorzugt.
      "Spontanität will gut überlegt sein." | "Das Problem sind die Normalen."
    • Zu der Feier mit den engeren Kollegen gehe ich meistens gerne. Die sehe ich ja jeden Tag, bin einigermaßen vertraut, und so eine Feier gibt dann die Gelegenheit, sich mehr zugehörig zu fühlen als sonst im Alltag. Bei Aktivitäten wie Kegeln, Golfen o.ä. habe ich auch Spaß. Anstrengend ist es aber schon.
      Zu der größeren Feier, wo alle dabei sind, auch Leute, die ich nicht kenne, gehe ich nicht.

      Im Sommer waren wir mal Minigolfen, und da bin ich hinterher nicht mehr mit zum essen gegangen, weil es mir zu viel war. Das hat mir aber niemand übel genommen, warum auch? Bei uns gibt es da keinen Zwang, und es sind auch nie alle dabei.
      Alles wird galaktisch gut.
    • Es gibt auch bei uns gelegentlich Treffen im kleinen Kreis, meist im Sommer. Da halte ich das dann wie Shenya und nehme teil, kann es zum Teil sogar genießen. Die Weihnachtsfeier findet aber für alle statt und ich kenne die meisten nicht. Daher lehne ich die Teilnahme ab.
    • Hallo,
      Also mich strengen solche Veranstaltungen auch sehr an. Ich brauche dann Erholungsphasen. Für die dann aber im normalen Alltag meist nicht viel Platz ist. Wann bei uns die Feier ansteht weiß ich noch gar nicht. Werde es aber wohl bald erfahren. Da ich Arbeitsplatz gewechselt habe und ein neues Team habe, bin ich gespannt. Aber ich war schon im letzten Halbjahr zu einem arbeitsessen mit ihnen eingeladen. Daher ist es mir nicht ganz fremd.
      Bei meiner Nebenbeschäftigung ist die Feier Anfang Dezember, einen Tag vor meinem eigenen Geburtstag. Da habe ich schon gesagt ich muss leider früher gehen , da Geburtstag und Vorbereitungen etc. mal sehen wie es wird. Vielleicht wird es ja auch nett. Da ich dort ganz neu bin, kenne ich fast niemanden. Puh...
      Ich bin aber neugierig und ich stelle mich den Herausforderungen. Dieses Jahr feiere ich auch ganz bewusst Geburtstag was ich sonst nicht tue. Ein mal nur mit Familie, ein mal mit Freunden. Ich will mich dem stellen...

      LG Veronika.
      Man sieht nur mit dem Herzen gut.
      Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.
      (Antoine de Saint-Exupéry)

      "Was ist falsch an sonderbar?"

      "Das Ende der Störung ist derzeit nicht absehbar."
    • Ich gehe hin weils dann kostenlos Mampf gibt. Viele Kollegen gehen nur hin weils so gewünscht ist und ich gehe auch relativ früh. Aber ich muss und bin auch froh darum weil ich mit dem Bus fahren muss. Und ich habe eine schlechte Anbindung was das angeht. Daher ist es schon ok wenn ich satt nach Haus kommen kann. Ich setz mich einfach dazu und gucke freundlich. :lol:
      Aushalten und Durchhalten ist die Devise... und es ist ja nur einmal im Jahr.
      Entscheidung. Das Problem ist die Entscheidung.
      - Matrix Reloaded, Neo
      privates Projekt: www.farmagent.de
    • ich schweife kurz ab ,sage nur abschlussfeier schule damals. weihnachtsfeier hatte ich nie.
      ich blieb fern,es war disco am strand und essen. all die mobber zu sehen und der lärm war mir zuviel.
      zudem war es ohne verkehrsanbindung auf dem land.
    • Dragonth wrote:

      Ich gehe hin weils dann kostenlos Mampf gibt. Viele Kollegen gehen nur hin weils so gewünscht ist und ich gehe auch relativ früh. Aber ich muss und bin auch froh darum weil ich mit dem Bus fahren muss. Und ich habe eine schlechte Anbindung was das angeht. Daher ist es schon ok wenn ich satt nach Haus kommen kann. Ich setz mich einfach dazu und gucke freundlich. :lol:
      Aushalten und Durchhalten ist die Devise... und es ist ja nur einmal im Jahr.
      Das Essen auf der Weihnachtsfeier ist die einzige Motivation, dorthin zu gehen. :d
      Und auch andere Kollegen haben eigentlich keinen Bock darauf, gehen aber trotzdem hin, weil "man" es von Ihnen erwartet.
      "Spontanität will gut überlegt sein." | "Das Problem sind die Normalen."
    • Horror! Ich habe es nie gemocht, vor allem, weil wir nicht absagen durften, es gab so einen Teilnahmezwang. Plus- wir mussten alle dankbar sein, dass die Firma so etwas bezahlte (und natürlich von der Steuer absetzte)
      bla bla Man bekommt nichts geschenkt
    • Für mich war es immer extrem anstrengend. Ich habe mich immer schon wochen vorher davor gefürchtet und habe mir die Tage danach Urlaub genommen. Jedes Jahr habe ich allen so nebenbei erzält : "das ist ja garnix für mich....die Feierei". Und wie mir die Sprüche auf den Geist gegangen sind: "Mach dich mal locker", "Ist doch witzig...lass dich einfach drauf ein...", .....
      Vergesst nicht das Wichtige...
    • Diese Feiern sind mein Albtraum. Unser Team ist inzwischen sehr groß. Die Weihnachtsfeier wird mit einem zweiten Team zusammen gelegt. Der Raum, in dem sie immer statt findet, ist im Grunde zu klein für so viele Menschen. Alle reden durcheinander, Teller klappern, es riecht nach Essen, dass ich nie mag (Weißwürste, Kartoffelsalat....) und sie findet immer zu Uhrzeiten statt, die total ungünstig sind für mich. Zeiten, zu denen ich eigentlich heim gehe, zu denen ich nie esse...usw. Mitten am Nachmittag, warum auch immer.
      Dazu kommt, dass 2/3 der Belegschaft im Dezember/Januar Geburtstag hat und meine KollegInnen ausgesprochen gerne feiern :nerved: Es jagt also im Dezember eine Feier die nächste.
      Irgendwann hat mich das total fertig gemacht. Der Dezember war mein absoluter Overload Rekord Monat. Darum habe ich beschlossen, dass ich nicht mehr teilnehme. Ich habe auch gesagt, dass es mir zu laut ist und zu viele Leute.
      Ob das die Kollegen jetzt akzeptieren oder nicht, muss mir letztendlich egal sein, denn ich halte diesen Feier Hype nicht aus.
    • Diese Veranstaltungen sind nach meiner Erfahrung für fast jeden ein Horror. In meiner Zeit bei einer größeren Bank haben alle immer gewartet, bis der oberste Chef weg war (der meist nur kurz da war, weil er noch ähnliche Feiern anderer Abteilungen heimsuchen musste), und dann ergriff man die Flucht, meist in kleineren Grüppchen in die umliegenden Kneipen. An der Uni gibt es sowas praktischerweise nicht, da veranstalten vielleicht die Studenten mal was, aber da ich wenig Lehre mache, erwartet niemand, dass ich da auftauche
    • ... da frage ich mich, warum Firmen solche Feiern überhaupt veranstalten, wenn sie für fast alle nur ein "muss" sind. Das ist schlechtes Theater. Tatsächlicher Zusammenhalt entsteht über Kooperation bei der Arbeit. Dass die Firma bei wirtschaftlichen Schwierigkeiten Leute entässt ist eine Tatsache, die auch die gefühligste Weihnachtsfeier nicht aus der Welt schafft. Mir scheint die persönliche "Selbstbeweihräucherung" der Veranstaltenden ziemlich motivgestaltend zu sein.

      In meiner jetzigen Firma war ich zweimal auf Feiern... einmal kurz nach dem Einstand zur Weihnachtszeit, bin da ziemlich "angeeckt" , aber ohne Folgen. Ich kann das halt nicht mit dem smalltalk. Wenn ich mich -insbesondere bei dem chefInnengesponserten Alkoholkonsum- ins Gespräch begebe, ist das inhaltlich (zu?) schonungslos offen, im politischen, auch gewerkschaftlichen Sinn. Das 2. mal bin ich schon besser mit den KollegInnen klargekommen. Das war aber auch im Januar, nach dem ganzen Trubel. Dieses Jahr habe ich noch keine Andeutungen von meiner Chefin erfahren, wede sie auch gewiss nicht fragen, da sie es als Anregung missverstehen könnte.
    • Andreas K. wrote:

      da frage ich mich, warum Firmen solche Feiern überhaupt veranstalten,
      Da bist Du nicht der Einzige. Wahrscheinlich ist der wichtigste Grund, dass man das schon immer gemacht hat - auf gut schwäbisch "do hot mei Vadder scho gmickt, do micke ao, ond wenn's dr Berg nuff goht". Ganz allgemein für irgendwelche "Teamevents" (vorzugsweise in der Freizeit) sind heutzutage Motivationsberater und ähnliche Gestalten verantwortlich, die mit Psychogeschwafel für Chefs ihr Geld verdienen. Also die Leute, die bei irgendwelchen Weiterbildungsmaßnahmen zuverlässig allen Teilnehmern mit ihren praxisfernen Sprüchen und "ihr seid doch alle ein Team"-Gesabbel auf die Nerven gehen
    • HCS wrote:

      Ganz allgemein für irgendwelche "Teamevents" (vorzugsweise in der Freizeit) sind heutzutage Motivationsberater und ähnliche Gestalten verantwortlich, die mit Psychogeschwafel für Chefs ihr Geld verdienen. Also die Leute, die bei irgendwelchen Weiterbildungsmaßnahmen zuverlässig allen Teilnehmern mit ihren praxisfernen Sprüchen und "ihr seid doch alle ein Team"-Gesabbel auf die Nerven gehen
      Eine wunderbare Gelegenheit, um ein paar Runden "Bullshit-Bingo" zu spielen. Ein wirklich fesselndes Spiel für jung und alt... :fun:
      Ich denke auch, dass viele Weihnachtsfeiern deshalb stattfinden, weil sich gewisse Leute einer Tradition verpflichtet fühlen. Das führt dann zu der paradoxen Situation, dass sich Menschen zu einer Veranstaltung zusammenfinden, obwohl die meisten eigentlich gar keine Lust darauf haben. Das kann ich zumindest über eine Weihnachtsfeier sagen, zu der ich alljährlich eingeladen werde :nerved:
    • Also wenn ich mir das so vorstelle wie beim TE dann würde ich nicht hingehen. Da kann man doch auch direkt zu nem Kindergeburtstag gehen.

      Und noch schlimmer als ein schlechter Gastgeber ist eine Feier mit Leuten die man nicht mag. Auf so eine üble Heuchlerscheiße hab ich auch schon zur Schulzeit verzichtet. Im Alltag guckt man sich gegenseitig nichtmal mit dem Arsch an und denn soll man einen auf best friends machen? Ohne mich.
    • Dragonth wrote:

      Ich gehe hin weils dann kostenlos Mampf gibt. Viele Kollegen gehen nur hin weils so gewünscht ist und ich gehe auch relativ früh. Aber ich muss und bin auch froh darum weil ich mit dem Bus fahren muss. Und ich habe eine schlechte Anbindung was das angeht. Daher ist es schon ok wenn ich satt nach Haus kommen kann. Ich setz mich einfach dazu und gucke freundlich. :lol:
      Aushalten und Durchhalten ist die Devise... und es ist ja nur einmal im Jahr.
      Das kann ich so voll und ganz unterschreiben. :)

      Letztes Jahr war allerdings die Hölle. Die komplette Firma in einem riesigen Saal eines Restaurants, wo noch zig andere Firmen ihre Weihnachtsfeiern zur gleichen Zeit abhielten. Trotz Kälte war ich ständig draußen bei den Rauchern, dabei rauche ich gar nicht.

      Davor in meiner letzten Firma, die sehr viel größer war, hat nur unsere Abteilung zusammen gefeiert. Das waren 5-10 Leute und meist sind wir in ein kleines Lokal gegangen, wo es ziemlich ruhig war. Da habe ich sogar bis zum Schluss durchgehalten.

      Dieses Jahr wollte ich eigentlich gar nicht mehr teilnehmen. Aber eine Berghütte, nur für die Leute unserer Firma, sonst niemand, da habe ich mich doch entschlossen, das kostenlose Essen mitzumachen.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
      Im Übrigen bin ich der Meinung, dass das Teilnehmer-Limit von Privatkonversationen verdoppelt werden sollte.