Fibromyalgie - noch jemand?

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    • Fibromyalgie - noch jemand?

      Hallo! (Vorsicht, langer Text, beinhaltet Schachtelsätze)
      Ich habe vor ein paar Tagen die Diagnose Fibromyalgie bekommen.
      Er wird noch ein Blutbild gemacht um Rheuma auszuschliessen, aber da das niemand in meiner Familie hat und die Symptome auch nicht wirklich passen, wird das wohl nur die Ausschlussdiagnose sein. Meinte mein Hausarzt zumindest.

      Einige Symptome habe ich schon sehr viele Jahre.
      Vo ca. 3 Jahren fing es an, dass ich mich so gefühlt habe als würde ich eine Grippe bekommen, ich hatte starke Schmerzen im ganzen Körper die sich wie die grippetypischen Gliederschmerzen anfühlen. Es blieb aber bei den Schmerzen, sonstige Grippe- oder Erkältungssymptome blieben aus.
      Das kam anfangs so 2-3 Mal im Jahr und wurde jetzt über die Jahre häufiger, dauerte länger und die Schmerzen wurden stärker.
      Aktuell ist es so, dass es mir ca. 2-4 Wochen gut geht und dann kommt wieder so ein "Schub" der 1-2 Wochen dauert.
      Ich hatte als Kind schon sehr starke Wachstumsschmerzen, das zählt wohl auch dazu hab ich gelesen.
      Manchmal fühlt es sich an als hätte ich geprellte Rippen. Oder der Schmerz strahlt von den Gelenken aus, welche sich dann heiß und geschwollen anfühlen. (Es ist aber bei Berührung weder heiß, noch geschwollen). Dazu kommen "Stiche", es fühlt sich an als würde mich jemand mit einer Nadel stechen, ganz plötzlich an irgend einer Stelle meines Körpers. Manchmal schmerzt auch einfach nur ein Körperteil, z.B. Unterleib, rechte Hand, linke Wade und dann plötzlich wieder ein anderer.
      Ich war zwar schon immer Licht,- Lärm und Geruchsempfindlich, aber das hat sich in den letzten Jahren auch gesteigert, so dass ich das Haus tagsüber fast nie ohne Sonnenbrille verlasse und immer Oropax dabei habe.
      Ich habe seit vielen Jahren dauerhafte Schmerzen im Rücken und in den Schultern und habe das bisher immer auf Verspannungen zurückgeführt.
      Aber Massagen, Krankengymnastik oder Shiatzu haben es nicht besser gemacht, man sagte mir immer ich sei gar nicht so schlimm verspannt wie ich meine zu sein. Ich war bei einem Ostheopaten, der mir sagte er könne mir leider nicht helfen, ich habe einfach ein sehr sensibles Nervensystem und solle mir ein ruhiges Leben einrichten. (Damit hatte er ja nicht mal Unrecht.)
      Migräne habe ich von Kindheit an, was wohl auch zu den Symptomen gehört. Seit ca. 17 Jahren besteht eine chronische Migräne mit komplizierter neurologischer Aura. (Ich hab schon so ziemlich alles dagegen probiert...)
      Müdigkeit ist bei mir auch ein großes Problem. Ich habe schon seit vielen Jahren das Gefühl nicht richtig zu schlafen. Ich wache morgens immer unausgeschlafen auf. Ich war deswegen mal in einem Schlaflabor, die konnten aber nichts feststellen und sagten mir ich hätte ganz normal geschlafen obwohl ich das Gefühl hatte die halbe Nacht wachgelegen zu haben.
      Es fühlt sich an, als würde mir die erholsame Tiefschlafphase fehlen, ich träume sehr viel und kann mich auch fast immer daran erinnern.
      Das letzte Mal wirklich ausgeruht aufgewacht bin ich mit 17. Daran erinnere ich mich sehr genau.
      Meist bin ich nach 6-8 Stunden wach sein schon wieder so müde dass ich mich hinlegen muss, auch wenn ich nur rumgesessen und gelesen habe. Bei Aktivität sind es machnchmal sogar nur 4-6 Stunden. Trotz Mittagsschlaf bin ich Abends total fertig.
      Eine Depression besteht zur Zeit nicht, ich hab auch Spaß und Interesse an vielen Dingen.
      Ich vertrage kein Histamin, keine Laktose und reagiere empfindlich auf Gluten. Manchmal traue ich mich gar nichts zu essen, weil ich nach dem Essen meist sehr müde werde oder die nächste Stunde auf dem Klo verbringe.
      Ausserdem habe ich Herzrhythmusstörungen die keine organische Ursache haben.
      Damit habe ich so ziemlich die ganze Palette an Fibromyalgie-Symptomen abgedeckt und ich hab bestimmt noch was vergessen ;)
      Ich wurde jahrelang von Ärzten als "sensibler Hypochonder" abgestempelt bis ich jetzt zu meinem früheren Hausarzt zurückgegangen bin, der mir nach 10 Minuten Gespräch seinen Verdacht äusserte.

      Wie äussert sich das bei euch und wie hat es angefangen?
      Was hilft euch?
      :!: -dies ist nur ein Auszug meiner Gedanken und Meinungen, der Rest hängt noch in der Bearbeitungsschleife fest- :!:
    • Tu dir bitte einen riesen Gefallen und geh (notfalls stationär) zu einem Rheumatologen. Das lässt sich nicht so einfach mit einem Bluttest ausschließen.

      Wurde mal ein Versuch mit Cortison unternommen, wenn du starke Schmerzen hattest? Bei Fibro würde es nicht wirken. Was du beschreibst klingt mir aber meiner Kollagenose zu ähnlich... (ich habe systemischen Lupus).Blutwerte zumindest auf das was als "typisch für Rheuma" so untersucht wird fast immer unauffällig (ansonsten aber eher bescheiden, ziemlich viel Kleinkram, der in Summe nicht gut ist).

      Das doofe ist, dass Kollagenosen und Fibro gern mal ähnlich aussehen. Bei ersterem hilft aber Cortison. Keine tolle Dauerlösung, aber prima um den Verdacht zu erhärten.
      Lass das bitte ausschließen. Fibro ist bei vielen Ärzten leider eine Art Abstellgleis und dann ab sofort (oft ohne weitere Untersuchungen!) der Sündenbock für sämtliche Probleme.

      Bei mir setzt es sich in etwa so zusammen, damit du eine Idee hast was ich meine:
      - Gelenkschmerzen so lang ich denken kann (ohne sichtbare Schwellung)
      - sehr trockene Schleimhäute
      - Lichtempfindlich+Sonnenallergie, Sonne löst Schübe aus
      - schnell erschöpft
      - Leukopenien (zu wenig weiße Blutkörperchen)
      - Eisenmangel (soll von den Entzündungen kommen, die aber sonst bei mir eher wenig messbar sind - allerdings auch nicht wenn was offensichtliches vorliegt)
      - dauernd blaue Flecken ohne erkennbaren Grund
      - Neigung zu Abszessen

      Ob die Probleme mit Blase/Niere und Migräne daher kommen ist unbekannt, ebenso wie strittig ist ob die Lunge "nur" vom Asthma so ist oder ob da noch mehr dahinter steckt - Kollagenosen greifen leider Gewebe an. Auch das der Organe.

      Fehlt sicher noch was. Aber für einen Überblick reichts hoffentlich. Ansonsten Frag bitte.
    • Polarlicht wrote:

      Wurde mal ein Versuch mit Cortison unternommen, wenn du starke Schmerzen hattest? Bei Fibro würde es nicht wirken. Was du beschreibst klingt mir aber meiner Kollagenose zu ähnlich... (ich habe systemischen Lupus).Blutwerte zumindest auf das was als "typisch für Rheuma" so untersucht wird fast immer unauffällig (ansonsten aber eher bescheiden, ziemlich viel Kleinkram, der in Summe nicht gut ist).

      Sonnenallergie, Sonne löst Schübe aus


      Leukopenien (zu wenig weiße Blutkörperchen)
      Eisenmangel (soll von den Entzündungen kommen, die aber sonst bei mir eher wenig messbar sind - allerdings auch nicht wenn was offensichtliches vorliegt)
      dauernd blaue Flecken ohne erkennbaren Grund
      Neigung zu Abszessen

      Ob die Probleme mit Blase/Niere und Migräne daher kommen ist unbekannt, ebenso wie strittig ist ob die Lunge "nur" vom Asthma so ist oder ob da noch mehr dahinter steckt - Kollagenosen greifen leider Gewebe an. Auch das der Organe.

      Fehlt sicher noch was. Aber für einen Überblick reichts hoffentlich. Ansonsten Frag bitte.
      Hallo, danke für deine Antwort!
      Ich habe mir das mal durchgelesen und bei Lupus bzw. Kollagenose kann ich mich nicht wiederfinden.
      Ich bin nur über die Augen lichtempfindlich, meine Haut ist völlig umempfindlich gegen Sonne, ich werde so gut wie gar nicht braun und hatte noch nie einen Sonnenbrand oder andere Hautprobleme durch Sonne.
      Organprobleme Blase/Niere/Lunge hab ich soweit keine. Ich habe gutes Bindegewebe. Trockene Schleimhäute hab ich auch nicht.
      Ich lasse mein Blut regelmässig kontrollieren, da ich Vegetarierin bin und es gibt eigentlich nie Mangelerscheinungen bei Eisen oder weißen Blutkörperchen. Blaue Flecken und Abszesse bekomm ich auch nicht häufiger als normal.
      Cortison habe ich glaube ich noch nie bekommen bisher.
      :!: -dies ist nur ein Auszug meiner Gedanken und Meinungen, der Rest hängt noch in der Bearbeitungsschleife fest- :!:
    • Hi,
      ich habe auch allerhand blöde Symptome, schubweise.

      Der eine Arzt sagt, es ist Rheuma (dazu passen aber nicht alle Symptome), der andere sagt, da ist nix. Weil die entsprechenden Werte nicht erhöht sind.

      Ich habe die Diagnostik mittlerweile aufgegeben. Behelfe mir mit Vitaminen, Schüsslersalzen u.a.

      Symptome:

      Gelenkschmerzen
      Rückenschmerzen
      Magen-Darm-Probleme (Leaky Gut Syndrom)
      Dishydrose an einem Fuß
      Allergien
      zeitweise Lebensmittelunverträglichkeiten
      Müdigkeit
      Eisenmangel
      Verspannungen vom Nacken bis in die Lenden hinein
      Kurzatmigkeit
      trockene Mundschleimhaut
      Mundschleimhautentzündungen
      LG Heavyload

      Es gibt zwei Arten von Menschen:
      Die einen kennen mich...
      Die anderen können mich...
    • Hallo Pyromella, ich habe meine Fibro Diagnose seit knapp 20 Jahren, wobei die Schmerzen schon in meiner Jugend anfingen. Jahrzehntelang wurde ich entweder als Hypochonder abgestempelt oder wegen Depressionen behandelt.
      Fibro ist immer eine Ausschlussdiagnose, falls die Tenderpoints ansprechen. Die Diagnose sollte von zwei Ärzten, einem Rheumatologen und einem Orthopäden oder Neurologen, bestätigt werden.

      Ausgeschlossen werden sollten: Rheuma, MS, Lupus, Lyme-Borreliose, Neuropathien u.a.
      Allerdings ist es auch nicht gesichert, dass nicht Fibro UND eine der anderen Krankheiten gleichzeitig vorhanden sein können.

      Ob die Diagnose mir etwas gebracht hat? Ja - die Gewissheit, dass ich mir die Schmerzen nicht einbilde. Nein, weil es nämlich keine gescheite Therapie oder gar Heilung gibt.

      Ich habe mal 8 Monate komplett auf Gluten und Laktose verzichtet (weil das bei vielen geholfen hat) und in den ersten Monaten dachte ich, dass ich endlich ein "Heilmittel" gefunden habe. Leider haben die positiven Effekte bei mir nicht angehalten und so bin ich von dieser sehr eingeschränkten Lebensweise wieder weg.

      Was mir hilft: Wärme (bei anderen ist trockene Kälte besser), Ruhe, täglich spazierengehen (egal wie das Wetter ist und egal wie schwer es mir fällt), Schmerzmittel

      Was mir nicht gut tut: kaltes, feuchtes Wetter (die "Leidenszeit" hat grad begonnen), Stress und Hektik, Überanstrengung

      Ich versuche, die Schmerzen zu ignorieren und mich abzulenken, wenn es besonders schlimm ist. Und diesen Satz habe ich mir als Motto genommen: Schmerzen sind unvermeidlich - Leiden ist freiwillg.
      ~ Es ist kein Zeichen von Gesundheit, an eine von Grund auf kranke Gesellschaft gut angepasst zu sein. ~
    • Hallo,

      Ich habe mich jetzt extra angemeldet um dir zu antworten. Eine Autismusdiagnose habe ich nicht, aber bald einen Termin in Köln. Einer der Psychiater meiner stationären Therapie hat den Verdacht geäußert, aber ich hatte das bisher nicht weiterverfolgt.

      Ich würde mich nicht mit der Diagnose Fibromyalgie zufrieden geben. Im Prinzip ist das nur ein anderer Name für "wir wissen nicht was es ist". War bei mir auch mal im Gespräch.
      Ich habe selber Erfahrung damit wie lange sich Diagnoseprozesse hinziehen können. Und ein bisschen Glück braucht es auch, damit man an den richtigen Spezialisten gerät.
      Ich selber habe ganz ähnliche Symptome, besonders oft die grippeähnlichen Gliederschmerzen, probleme mit Überlastung bei geringsten Belastungen, Migräne, Zitteranfälle, Organprolapse, Tachykardie etc. ist mir jetzt zu mühsam alles detailliert zu erläutern.
      Jahrelang wurde das alles als somatoforme Schmerzstörung abgetan, weil ich halt auch chronisch depressiv war/bin. Irgendwann bin ich dann beim Chef der Rheumatologie der Uniklinik in der ich damals stationär in der Psychatrie war gelandet. Der hat dann die richtige Diagnose gestellt (Ehlers-Danlos-Syndrom, Typ II) Seit das dann durch eine Hautbiopsie bestätigt wurde bin ich mit psychisch bedingten Schmerzen durch. Das war echt absurd, es hieß es jahrelang ich wäre schwer depressiv, und dann pötzlich gar nicht mehr bzw. nur leicht,weil ja alles körperliche durch das EDS bzw. das dadurch ausgelöste P.O.T.S. (Posturales orthostatische Tachykardie Syndrom) erklärt wird.
      Der Vorreil der richtigen Diagnose liegt auf der Hand, richtige Behandlung und Ärzte nehmen mich wieder richtig ernst. Ausserdem habe ich ganz ohne Psychiater einen unbefristenen SBA. Die Verlängerungen haben mich immer sehr gestresst.
      An deiner Stelle würde ich noch nicht aufgeben, und vielleicht mal Termine in Spezialambulanzen für seltene Krankheiten machen, auch wenn das schwerfällt.
      Una est catena quae nos alligatos tenet, amor vitae
    • Hallo Zebra.
      Ich hab mir das mal beides durchgelesen,das Ehlers-Danlos-Syndrom kann ich schonmal ausschliessen.
      Das passt fast gar nicht, solche Beschwerden habe ich nicht.

      Die Orthostatische Dysregulation allerdings könnte durchaus zutreffen bei mir, da passt so einiges... ich habe einen Mitralklappenprolaps mit mittelgradiger Insuffizienz.

      Da werde ich mal weiter forschen.
      Ich danke dir!

      Ich war gerad nochmal beim Arzt wegen meiner Laborergebnisse.
      Alles super, keine Mängel, Schilddrüse und andere Hormone sind top, keine Entzündungswerte, keine Anzeichen für Rheuma.
      Gynäkologisch hab ich auch nochmal alles gründlich checken lassen, da ich oft sehr starke Unterleibsschmerzen habe, da ist auch alles in bester Ordnung.
      Mein Hausartz ist gleichzeitig Internist und hat mit heute die Diagose Fibromyalgie aufgeschrieben.
      :!: -dies ist nur ein Auszug meiner Gedanken und Meinungen, der Rest hängt noch in der Bearbeitungsschleife fest- :!:

      The post was edited 1 time, last by Pyromella ().

    • Zebra wrote:

      Ich würde mich nicht mit der Diagnose Fibromyalgie zufrieden geben. Im Prinzip ist das nur ein anderer Name für "wir wissen nicht was es ist". War bei mir auch mal im Gespräch.
      Es mag bis vor ein paar Jahren evtl. noch gestimmt haben, dass Fibro oft eine Ausweichsdiagnose war. Mittlerweile ist die Forschung aber ein großes Stück weiter und hat genetische Gemeinsamkeiten bei Patienten festgestellt. (z.B. Hirnstoffwechselstörungen, Serotoninmangel). Allerdings liegen die Marker nicht auf einem einzelnen Gen, sondern auf mehreren oder einer bestimmten Kombination von Genen, daher taugt es zur Zeit noch nicht zur Diagnose, sondern muss erst noch genauer untersucht werden.
      Ganz aktuell wird in Richtung Small Fibre Neuropathie geforscht.

      Deine Einstellung wird, gerade in Deutschland, leider auch von vielen Ärzten geteilt und die Schwere der Krankheit wird daher oft nicht ernst genommen. Das macht es Patienten unnötig schwer, gerade wenn sie sich selber nicht informieren und selber aktuelle Studien zum Arztbesuch mitbringen (können).
      ~ Es ist kein Zeichen von Gesundheit, an eine von Grund auf kranke Gesellschaft gut angepasst zu sein. ~
    • @Leseratte : Also mein persönlicher Stand ist da eben von 2012. Damals war es noch so, dass Fibromyalgie eine Ausschlussdiagnose war. Die Symptome sind nunmal unspezifisch. Bei mir schmerzen z.B. auch (fast) alle Sehnenansätze, da das Gewebe chronisch überlastet ist. Ich weiß sogar von vielen mit EDS die zusätzlich mit Fibromyalgie diagnostiziert wurden weil die Ärzte den Begriff "Auschlussdiagnose" nicht verstehen.
      Auf die schnelle habe ich jetzt aber auch keine neueren Diagnosekriterien gefunden.
      Die Schwere der Erkrankung ist ja erstmal (für mich) von der Diagnose unabhängig. Gerade Schmerz ist immer subjektiv, ich spreche da niemandem sein Leiden ab.
      Wichtig im System ist aber die Nachweisbarkeit, da hat man es mit einer durch Fakten bestätigten Erkrankung halt leichter. Ich glaube schon dass da in den nächsten Jahren noch viel an Forschung passieren wird, auch im Bereich CFS.
      Una est catena quae nos alligatos tenet, amor vitae
    • Also so wie ich das bisher recherchiert habe, gibt es dafür mittlerweile ganz normale Symptom-Kataloge und Methoden zur Diagnostik.. es sollte vorher natürlich, wie bei fast allen Diagnosen, alles andere ausgeschlossen werden was auch zu den Symptomen passen könnte.. das wude bei mir getan.
      Rheuma und andere Gelenkerkrankungen wurden ausgeschlossen, es wurde ein umfangreiches Blutbild gemacht und es wurden chronische Verspannungen ausgeschlossen. Es ist organisch/körperlich nichts zu finden was die Schmerzen erklärt, alles tip-top in Ordnung. Ich habe noch ein Rezept zur Krankengymnastik bekommen um da auch nochmal zu gucken ob was reguliert werden muss. Also mein Arzt ist da schon sehr gründlich.
      Wegen der orthostatischen Dysregulation werde ich nochmal zu einem anderen Arzt gehen, da ich von meinem letzten Kardiologen als Psychosomatin abgestempelt wurde. Die Herz-Kreislauf-Beschwerden die ich von frühester Kindheit an habe, sind durch den Mitralklappenprolaps nicht zu erklären.
      Aber das hat ja auch gar nichts mit den Symptomen der Fibromyalgie zu tun, das ist ja was ganz anderes.
      :!: -dies ist nur ein Auszug meiner Gedanken und Meinungen, der Rest hängt noch in der Bearbeitungsschleife fest- :!:
    • Wie blind man sein kann... :O
      DANKE an Zebra und Polarlicht.
      Ich habe tatsächlich einen Bericht gefunden aus der Kinderkardiologie in dem steht "Bindegewebsschwäche", damals war ich 8 Jahre alt. Da hab ich mich schon erschrocken.... von wegen ich habe gutes Bindegewebe, hab ich immer gedacht...
      Und meine Überbeweglichkeit war für mich immer normal, ich wusste nicht dass es schon dazu zählt, wenn man seinen Daumen an den Arm drücken kann.

      Ich glaube ich wollte es, als ich hier damals geschrieben habe einfach nicht wahrhaben.
      Die Masse der zutreffenden Symptome und die voneinander unabhängige Einschätzung zweier Ärzte haben mich jetzt aber doch veranlasst das anzunehmen.
      Zumal es anscheinend gar nicht so selten mit AS zusammen vorkommt... der Defekt liegt auf dem selben Chromosom.
      :!: -dies ist nur ein Auszug meiner Gedanken und Meinungen, der Rest hängt noch in der Bearbeitungsschleife fest- :!:
    • Pyromella wrote:

      Zumal es anscheinend gar nicht so selten mit AS zusammen vorkommt... der Defekt liegt auf dem selben Chromosom.
      Es ist noch gar nicht klar welche Gene jetzt genau alle für Autismus verantwortlich sind. Sie wissen nur das es offenbar viele sind und diese auch quer verteilt sind. Wenn es so einfach wäre das es nur auf einem einzigen Chromosom zu finden wäre wäre eine Autismusdiagnose einfach und fehlerlos.
      Hohe Zahlen bei der Editierungsanzeige zeigen nicht, dass ich permanent meine Meinung ändern würde. Ich habe nur Probleme Rechtschreib- und Grammatikfehler zu tolerieren und korrigiere diese daher, wenn ich sie sehe.
      Dennoch kann auch ich Tippfehler übersehen. In diesem Fall bitte ich um Nachsicht.
    • Ich habe auch seit ca. 20 Jahren Fibromyalgie, wobei ich die Diagnose erst vor 10 Jahren bekam. Bei mir war ein Fahrradunfall der Auslöser, bei welchem ich mit ziemlich hoher Geschwindigkeit in die Beifahrerseite eines Autos geknallt bin, das mir die Vorfahrt genommen hatte. Der Rheumatologe sagte mir, dass er solche Fälle schon einige Male in seiner Praxis hatte. Fibro als Spätfolge einer starken Gewalteinwirkung auf den Körper.
      Gebrochen hatte ich mir damals nix, ich hatte ab Kinn abwärts einfach nur alles tierisch geprellt und konnte mich tagelang kaum bewegen vor Schmerzen.
      Seitdem plage ich mich mit allerlei Symptomen herum, aber weil ich noch diverse andere Erkrankungen habe und nicht mehr zuordnen kann, welches Symptom wovon kommt, habe ich überhaupt keine Lust mehr mich mit dem Thema zu beschäftigen und ignoriere es einfach so gut es geht. An die Schmerzen habe ich mich schon lange gewöhnt und wundere mich eher, wenn ich mal ein Körperteil NICHT spüre :D So weiß ich immerhin, dass noch alles da ist. *g* Als ich eines morgens aufwachte und meinen Tinnitus nicht hörte, dachte ich für einen Moment, dass ich jetzt wohl tot bin :'D Aber dann kam er wieder und alles war wie immer.

      Ich bin übrigens auch histamin- und fruktoseintolerant. Fruktose verursacht bei mir starke Verspannungen, vor allem im Schulter/Nackenbereich, die dann Neuralgien am Kopf auslösen. Bei der Art von Schmerz dreh ich dann doch ein bißchen durch. Da hilft dann nur aufs warme Kissen legen, feste auf den Nerv drücken und nicht bewegen. Bis es weg ist. 3 Tage oder so.
    • Pyromella wrote:

      Zu EDS (Ehlers-Danlos-Syndrom)
      Dankeschön.

      Ach..Überdehnbarkeit der Haut..ich dachte, der Bänder, was ja auch ungut sein soll.
      hm:

      "Die gleiche Überdehnbarkeit, wie sie die Haut aufweist, zeigen auch die Gelenke des Körpers. Denn Bänder und Sehnen können auch stark betroffen sein, so dass sich Gelenke stark überdehnen lassen."

      ich habe aber das mit der Haut nicht. Was ja besonders typisch sein soll.
      Was das Bindegewebe angeht, habe ich fast überall gutes.

      Nur das mit den Gelenken/Bändern ist schon immer aus dem Ruder.
      “The mind is like tofu. It tastes like whatever you marinate it in.”

      (Sylvia Boorstein)

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    • Woodchuck wrote:

      Ich bin übrigens auch histamin- und fruktoseintolerant. Fruktose verursacht bei mir starke Verspannungen, vor allem im Schulter/Nackenbereich, die dann Neuralgien am Kopf auslösen. Bei der Art von Schmerz dreh ich dann doch ein bißchen durch. Da hilft dann nur aufs warme Kissen legen, feste auf den Nerv drücken und nicht bewegen. Bis es weg ist. 3 Tage oder so.
      Uff...das ist ja interessant, dass das so etwas auslösen kann. Und gut, dass es wieder weggeht.
      Mit zuviel Histamin habe ich auch verschiedene Körperprobleme. Den Nacken mit seinen Problemen hatte ich noch garnicht da mit einbezogen.
      Würde aber passen, denn davor hatte ich Bauchkrämpfe nach u.a. Tomatensossengenuss.
      “The mind is like tofu. It tastes like whatever you marinate it in.”

      (Sylvia Boorstein)
    • Ginome wrote:

      Pyromella wrote:

      Zumal es anscheinend gar nicht so selten mit AS zusammen vorkommt... der Defekt liegt auf dem selben Chromosom.
      Es ist noch gar nicht klar welche Gene jetzt genau alle für Autismus verantwortlich sind. Sie wissen nur das es offenbar viele sind und diese auch quer verteilt sind. Wenn es so einfach wäre das es nur auf einem einzigen Chromosom zu finden wäre wäre eine Autismusdiagnose einfach und fehlerlos.
      Es gibt aber einen Bekannten Zusammenhang zwischen EDS und AS. So bin ich überhaupt erst auf AS gekommen, weil ich das in einem amerikanischen EDS Forum gelesen hatte. (Tony Attwood hat das auch mal als Fakt beschrieben) Meine EDS Diagnose habe ich ja schon lange.
      Dass die Gene dafür bekannt wären stimmt aber nicht. Auch bei EDS ist es so dass noch nicht alle Gene für alle Typen bekannt sind.
      Una est catena quae nos alligatos tenet, amor vitae
    • Pyromella wrote:

      Überbeweglichkeit war für mich immer normal, ich wusste nicht dass es schon dazu zählt, wenn man seinen Daumen an den Arm drücken kann.
      aber damit meinst du doch nicht die Haut, sondern die Bänder/Gelenke/Sehnen?.........ich konnte das irre lange auch, auch den Yogasitz, ohne ihn zu üben.
      Auf ganz eingebeugten Knien sitzen..usw..
      Inzwischen darf ich nicht mehr Rücken und Knie überdehnen, weil es dann tagelang Malaisen macht.
      Ich vergesse es bisweilen, weil so gewohnt, überdehnt zu sitzen.
      “The mind is like tofu. It tastes like whatever you marinate it in.”

      (Sylvia Boorstein)
    • Linnea wrote:

      aber damit meinst du doch nicht die Haut, sondern die Bänder/Gelenke/Sehnen?.........ich konnte das irre lange auch, auch den Yogasitz, ohne ihn zu üben.Auf ganz eingebeugten Knien sitzen..usw..
      Inzwischen darf ich nicht mehr Rücken und Knie überdehnen, weil es dann tagelang Malaisen macht.
      Ich vergesse es bisweilen, weil so gewohnt, überdehnt zu sitzen.
      Ich meine beides. Ich kann am Handrücken meine Haut ca. 4cm weit hochziehen.
      Und mein Physiotherapeut hat das auch festgestellt, dass meine Haus beim Massieren hin- und hergeschoben werden kann.
      Überdehnbar = Haut, überbeweglich = Gelenke. Ja, Yogasitz und sowas, Fuß mit der Hand hinterm Kopf greifen, Hände hinter dem Rücken zusammenführen so dass sich die Handflächen komplett berühren... sowas halt. Finger nach oben umbiegen...
      :!: -dies ist nur ein Auszug meiner Gedanken und Meinungen, der Rest hängt noch in der Bearbeitungsschleife fest- :!: