Tod einer Autistin:

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    • cam newton wrote:

      1993aspie wrote:

      Messer sind kein Spielzeug, sondern potentiell tödliche Waffen.
      Mit Pfefferspray, Tasern, einem Schlagstock oder einem Schuss ins Bein kann man einen Angreifer nicht 100%ig stoppen. Viele Leute sind z.b. immun gegen die Wirkung von Pfefferspray. Und auch nach einem Schuss ins Bein kann es sein, dass der Getroffene noch meterweit laufen kann. Davon abgesehen ist es nicht leicht, die Beine einer Person zu treffen .. vor allem dann nicht, wenn derjenige sich bewegt.
      Sorry aber es handelt sich hirbei nicht um irgendwelche Hoby Schützen sondern um gut ausgebildete Polizisten.Diesen traue ich durchaus zu das sie mit einer Waffe auch ein Bein treffen was sich bewegt.Wenn du übrigens mit einem Thaser auf die Person schiest bewegt die sich keine 5 Meter mehr.Das jemand der von einem Taser getrofen wird noch meilen Weit laufen kann halte ich für ein Gerücht.Es sei den bei dieser Person handelt es sich um Supermann.Auch gebe ich zu bedenken das Polizisten expleziet im Nahkampf ausgebildet werden.Es sollte also für einen Erwachsenen Männlichen Polizisten der imNahkampf ausgebildet wurde kein Problem sein eine kleine Körperlich stark unterlegene Person zu entwaffnen.
      Hgnnn ...
      da kann ich die Befuerchtungen der Polizisten nachvollziehen.

      Ich gehe davon aus, auch Streifenpolizisten oder sonstige Einsatzkraefte, die regelmaessig zu Familien gerufen werden,
      die werden garantiert nicht jeden Tag ihr Schiesstraining und Messerentwaffnung trainieren.

      Auch wenn jemand mit Messer der Schusswaffe unterlegen ist:
      ein ruecksichtsloser, tollkuehner und lebensmueder (oder berauschter) Angreifer ist nicht so einfach einzuschaetzen und abzuwehren.
      Selbst einen Gegner mit Schild kann ich verletzen, wenn ich nur aggressiv, riskant und lebensmuede genug angreife.

      Und damit meine ich tatsaechlich, dass ich das bereits oft genug simuliert habe.
      Nicht nur einmal habe ich scheinbar ueberlegene Leute ueberrascht.
      In solchen Schrecksituationen ist jegliche Trainingsstunde von letztem Monat erstmal zweitrangig.
      Schrecksituationen besonnen zu handhaben setzt dann schon gezieltes Kampftraining voraus, dass man in jeder Sekunde quasi im Schlaf abrufen kann.
      Das kannst Du von den netten Beamten von nebenan nicht einfordern.

      Dann: dass drogenvernebelte Leute oder jemand auf Ausrastern sicher von einem Taser gestoppt werden, da bin ich sicher, dass es auch da genug Ausnahmen gibt, als dass Polizisten vor genau diesen Ausnahmen Angst haben.
      Oder sei es auch nur der dumme Zufall, dass der Taser die Armbanduhr trifft, und der Strom den Menschen gar nicht erst erreicht.



      Ich befuerchte, es wird keine Moeglichkeit geben, solche Situationen sicher zu vermeiden, ausser man entwickelt gezielt neue non-letale Waffen, die auch als standard-Ausruestung praxistauglich ist.
      Was mMn die sinnvollste Richtung ist.


      Man liest sich ... Sascha
    • cam newton wrote:

      1993aspie wrote:

      Messer sind kein Spielzeug, sondern potentiell tödliche Waffen.
      Mit Pfefferspray, Tasern, einem Schlagstock oder einem Schuss ins Bein kann man einen Angreifer nicht 100%ig stoppen. Viele Leute sind z.b. immun gegen die Wirkung von Pfefferspray. Und auch nach einem Schuss ins Bein kann es sein, dass der Getroffene noch meterweit laufen kann. Davon abgesehen ist es nicht leicht, die Beine einer Person zu treffen .. vor allem dann nicht, wenn derjenige sich bewegt.
      Sorry aber es handelt sich hirbei nicht um irgendwelche Hobby Schützen sondern um gut ausgebildete Polizisten.Diesen traue ich durchaus zu das sie mit einer Waffe auch ein Bein treffen was sich bewegt.Wenn du übrigens mit einem Thaser auf die Person schiest bewegt die sich keine 5 Meter mehr.Das jemand der von einem Taser getrofen wird noch meilen Weit laufen kann halte ich für ein Gerücht.Es sei den bei dieser Person handelt es sich um Supermann.Auch gebe ich zu bedenken das Polizisten expleziet im Nahkampf ausgebildet werden.Es sollte also für einen Erwachsenen Männlichen Polizisten der im Nahkampf ausgebildet wurde kein Problem sein eine kleine Körperlich stark unterlegene Person zu entwaffnen.Solange sie nur ein Messer hat Bei einer Schuswaffe schuat die Sache wieder ganz anders aus.

      1993aspie wrote:

      Und auch in Amerika wird man nicht erschossen, nur weil man Autist ist.
      Das vileicht nicht.Aber ganz bestimt wenn man Schwarz ist und grade eine falsche Bewegung macht.Oder wie erklärst du dir die vielen Schwarzen Opfer von Polizei Gewalt in den USA.Das letzte was getötet wurde trug noch nicht mals eine Waffe.Und was das aller traurigste ist .Jeder Zivilist würde in so einem Fall zumindest der Fahrläsigen Tötung angeklagt werden.In den USA bekommen Polizisten die unbewafnete erschießen noch nicht mals einen Prozes.Und dann wundert man sich wenn sich die Schwarzen das nicht gefallen lassen und auf die Strasse gehn.

      Messer sind eine extrem gefährliche Waffe. Selbst wenn es sich dabei nur um ein Küchenmesser handelt. Auch in Deutschland hat es an Weihnachten einen Fall gegeben, wo ein Polizist von jemandem getötet wurde. Ihm wurde ein Messer siebenmal in den Hals gestochen. Eine Schutzweste hilft da natürlich auch nicht. Sein Kollege hat noch auf den Angreifer geschossen, aber da war es leider schon zu spät. Wenn du mir nicht glaubst wie gefährlich sowas ist .. google einfach mal nach Bilder von "knife wounds".

      Eine Person mit Messer im Nahkampf zu entwaffnen, ist lebensgefährlich .. aus dem Grund werden Polizisten auch nicht dafür ausgebildet, so etwas zu tun. Und das ist auch richtig so. Kein Polizist auf dieser Welt muss sein eigenes Leben und seine Gesundheit riskieren für einen Menschen, der versucht sie mit einem Messer anzugreifen .. und nicht auf die Aufforderung reagiert, es fallen zu lassen.

      Genauso wird Polizisten hier in Deutschland beigebracht, auf den Oberkörper zu schießen .. und nicht z.b. auf das Bein. Denn ein Schuss ins Bein oder in den Arm kann eine Person nicht zuverlässig aufhalten. Oft kommt es nämlich vor, dass man selbst mit so einer Verletzung noch weiterlaufen und angreifen kann. Viele spüren aufgrund von Drogen oder Adrenalin die Schmerzen gar nicht.

      Außerdem ist es selbst für ausgebildete Schützen fast unmöglich das Bein einer Person zu treffen, wenn derjenige auf einen zu läuft. Noch dazu, wenn man sich in einer so extremen Stresssituation befindet. Es kann sein, dass man zufällig trifft und der Typ tatsächlich kampfunfähig umkippt. Wenn man aber verfehlt oder er trotz der Verletzung nicht aufgehalten wird .. dann kann der Polizist wohl nur noch beten, dass er nicht stirbt oder schwer verletzt wird.

      Hier könnt ihr euch noch ein englischsprachiges Video anschauen in dem erklärt wird, aus welchem Grund Polizisten in so einer Situation schießen .. und nicht erst Taser oder Pfefferspray ausprobieren können. Da sieht man auch ganz genau, wie schnell der Angreifer selbst große Distanzen überwinden kann. Wenn man mit dem Taser verfehlt oder jemand bei Pfefferspray keine Wirkung hat .. dann hat man keine Zeit mehr noch schnell die Schusswaffe zu ziehen um sein Leben zu retten. Um einen Taser zu verwenden muss man noch dazu sehr nah an die Person ran gehen. Das Risiko davon kann man im Video sehr gut sehen.

      The post was edited 3 times, last by 1993aspie ().

    • 1993aspie wrote:

      Eine Person mit Messer im Nahkampf zu entwaffnen, ist lebensgefährlich .. aus dem Grund werden Polizisten auch nicht dafür ausgebildet, so etwas zu tun. Und das ist auch richtig so. Kein Polizist auf dieser Welt muss sein eigenes Leben und seine Gesundheit riskieren für einen Menschen, der versucht sie mit einem Messer anzugreifen .. und nicht auf die Aufforderung reagiert, es fallen zu lassen.
      Das ist völlig korrekt.
      Wir hatten damals im Training eine gestellte Situation bei der jemand einen Markerstift (Edding) in der Hand hatte und er andere sollte versuchen ihn zu "entwaffnen" ohne getroffen zu werden.
      Der Eine hatte die Aufgabe den Kollegen um jeden Preis mit dem Stift anzumalen.
      NIEMAND hat es geschafft den Stiftbenutzer zu entwaffnen ohne angemalt zu werden.

      Auf die Realität bezogen bedeutet das: Wenn der Stift ein Messer wäre hätte der Messerstecher von niemanden entwaffnet werden können ohne dass der Verteidiger selbst ab- oder zumindest angestochen wird.

      Mal ganz von der Gefährlichkeit abgesehen ist es auch eine moralische Frage:
      Will man wirklich jemanden helfen der versucht einen umzubringen?
      Man kann schon sehr viel Toleranz und Verständnis haben für allerlei psychische Probleme und Meltdowns und was es da noch so alles gibt, aber die Formel ist ganz einfach:

      "Du greifst einen Staatsdiener mit einem Messer an = du willst sterben -> du wirst vielleicht auch sterben."
      Die Lösung des Problems ist auch ganz einfach:

      Hört auf, Polizisten mit Messern anzugreifen!
      Und wenn ihr eines in der Hand habt und ein Polizist kommt - lasst es einfach fallen!
      Es gibt keinen Grund darauf zu bestehen das Messer weiter in der Hand zu halten.
      Ihr könnt euer Sandwich auch in 10 Minuten schmieren oder euer Brot damit schneiden.
      Das ist nun wirklich keine große Sache.
      Wenn man sich an die Regeln hält wird man selbst in Amerika nicht von Polizisten erschossen.
      (Außer man ist schwarz und wohnt in einer gefährlichen Gegend. :P )
      Das Leben ist eine Komödie für den Denkenden und eine Tragödie für die, welche fühlen.
    • Ryu wrote:

      Die Lösung des Problems ist auch ganz einfach:

      Hört auf, Polizisten mit Messern anzugreifen!
      Wie willst Du diesen Rat jemandem beibringen, der einen Overload hat, oder aus sonstigen Gruenden gerade nicht nachdenken kann?
      Dieser Rat ist teilweise umsetzbar, in manchen Situationen untauglich.
      Bei der erschossenen Autistin beispielsweise gehe ich davon aus, hatte die gerade keine Kontrolle ueber sich.

      Da muessen die Polizisten andere Optionen an die Hand bekommen.


      Man liest sich ... Sascha
    • Was hätten sie denn sonst machen sollen?

      Sie hatte ein gefährliches Messer in der Hand .. ist damit auf die Polizisten zugelaufen .. und hat den Arm mit dem Messer ausgestreckt.
      Die Polizisten haben ihr zugerufen, sie soll das Messer fallen lassen, was sie nicht tat.

      Ich denke nicht, dass sich die Polizisten von einem Autisten abstechen lassen müssen.
      Auch dann nicht, wenn die Person gerade einen Meltdown hat und nicht weiß, was sie tut.

      Leute, bitte guckt euch das Video mal an, das ich hier verlinkt habe!!!
      Man hat in so einer Situation nicht die Möglichkeit sich auf eine andere Weise zu wehren, als durch einen Schuss auf den Oberkörper.
      Ansonsten riskiert man damit sein eigenes Leben!
    • Sascha wrote:

      Bei der erschossenen Autistin beispielsweise gehe ich davon aus, hatte die gerade keine Kontrolle ueber sich.
      Wenn jemand keine Kontrolle über sich hat und deshalb von einer Brücke springt, macht man der Brücke doch auch keinen Vorwurf deswegen.
      Von Polizisten deshalb übermenschliche Reaktionen und unpanisches, kontrolliertes Verhalten zu verlangen finde ich ich in dem Zusammenhang ziemlich unangebracht.
      Auch das Argument es wäre ja "nur eine Frau" gewesen zählt wenig, denn Polizisten sind keine durchtrainierten Killermaschinen sondern bestehen auch teilweise aus körperlich ziemlich schwachen Frauen, die nicht mal einen normalen Typen überwältigen könnten, der keine Waffe hat.
      Man sollte vielleicht einmal versuchen einige Polizisten kennenzulernen, um deren Situation zu verstehen.

      Mal ganz davon abgesehen dass natürlich nur solche Fälle groß in den Medien landen, während es keine Sau interessiert dass tausende von ähnlichen Fällen gelöst werden können ohne dem Messerschwinger zu schaden.
      Aber kaum wird mal einer erschossen weil sich der Polizist nicht anders zu helfen wusste, geht gleich wieder die Killercop-Debatte los. :nerved:
      Das Leben ist eine Komödie für den Denkenden und eine Tragödie für die, welche fühlen.
    • Ryu wrote:

      Aber kaum wird mal einer erschossen weil sich der Polizist nicht anders zu helfen wusste, geht gleich wieder die Killercop-Debatte los. :nerved:
      Koennte daran liegen, dass diverse Todesfaelle tatsaechlich unnoetig waren?

      Und, ja, solange ich da keine ernsthafte Analyse auf seiten der Polizei sehe, solange werde ich die Todesfaelle der Polizei anlasten.
      Denn man kann auch kritischen Situationen vorbeugen, wenn man sich darum mal ernsthaft Gedanken macht, und den Polizisten was an die Hand gibt.


      Man liest sich ... Sascha
    • 1993aspie wrote:

      Leute, bitte guckt euch das Video mal an, das ich hier verlinkt habe!!!
      Man hat in so einer Situation nicht die Möglichkeit sich auf eine andere Weise zu wehren, als durch einen Schuss auf den Oberkörper.
      Also ich verstehe die Argumentation nach wie vor nicht!

      Mit Taser oder Gummigeschossen als Waffe besteht also die Gefahr, dass man nicht trifft, aber mit Pistole trifft man dagegen immer - ist es das, was du glaubst?
      Sorry, aber das sind nur Fantasien.
      Wie gut man eine (geeignete) Waffe nutzen kann, hängt vor allem vom Training und der Ausbildung in solchen Gefahrensituationen ab.

      In Realität könnte man solche Situationen, insbesondere so Situationen wie mit einer psychisch kranken jungen Frau, lösen, ohne, dass man sie hinrichtet und ohne dass jemand sein Leben in Gefahr bringt.
      In Demonstrationen werden die Leute auch nicht alle reihenweise abgeschossen, weil sie einen pot. gefährlichen Stein oder Glasflasche nicht hinlegen oder werfen. Zumindest hier in D nicht.

      Und zum Video: Ganz ehrlich, ein bisschen Nahkampf-Training und ein Angreifer mit Messer kann recht leicht entwaffnet werden. Ich würde - also, wenn ich persönlich der Bull wäre - es nicht auf meine Waffe ankommen lassen, da das in den meisten Fällen ja ohnehin nicht klappt, weil die Zeit nicht reicht. Also eigentlich verstehe ich auch da die Argumentation nicht, merke ich gerade. :-D Wieso Waffe ziehen, wenn es in den meisten Fällen zu spät dafür ist? Dann doch lieber in Kampfhaltung gehen und den Angreifer zu Boden werfen. So schwer ist das wirklich nicht. Das kann man lernen.

      Die meisten Polizisten, die mit Messern tödlich verletzt wurden, sind vermutlich eher gestorben, weil der Angriff hinterlistig und überraschend kam und in solchen Fällen hilft auch eine Waffe am Gurt nichts.

      The post was edited 1 time, last by Mark_Twain ().

    • Mark_Twain wrote:

      Mit Taser oder Gummigeschossen als Waffe besteht also die Gefahr, dass man nicht trifft, aber mit Pistole trifft man dagegen immer - ist es das, was du glaubst?
      Ich glaube du denkst da viel zu sehr in Richtung Videospiel.
      Polizisten können nicht einfach mit dem Mausrad scrollen bis sie die richtige Bewaffnung haben und diese dann sekundenschnell benutzen.
      Die Standardbewaffnung eines Polizisten ist in fast allen Ländern nun mal eine Handfeuerwaffe die sich im Holster an der Seite des starken Armes am Gürtel befindet und dort am schnellsten zu erreichen ist.
      Das schnelle Ziehen und Schießen wird auch immer trainiert.
      In Gefahrsituationen wird kein Polizist erst einmal überlegen was am Besten wäre, dann im Rucksack wühlen um das nötige Utensil hervorzukramen um es dann zu benutzen. Hier geht es um Sekunden.
      Würde man eine Stunde vorher angerufen werden und die Situation kennen und eine genaue Mission haben - wie bei einer Geiselbefreiung - könnte man natürlich alles minutiös durchplanen und mit der perfekten Ausrüstung - beispielsweise Gasgranaten oder Flashbangs - die Bude stürmen ohne jemanden ernsthaft zu verletzten.
      Aber nicht wenn man wegen Streitigkeiten zu einem Haus gerufen wird und dann dort die Tür öffnet ohne zu wissen was einen erwartet und dann einen irren Messerstecher auf sich zurennen sieht.

      Mark_Twain wrote:

      In Demonstrationen werden die Leute auch nicht alle reihenweise abgeschossen, weil sie einen pot. gefährlichen Stein oder Glasflasche nicht hinlegen oder werfen.
      Bei Demonstrationen ist die Lage von vornherein klar und es wird standardmäßig Gummigeschoss + Pfefferspray etc. verwendet.
      Das heisst die scharfe Bewaffnung wird gegen solche ausgetauscht und die Kleidung ebenfalls angepasst.

      Außerdem sollte man bedenken, dass Polizisten keine Psychiater sind und bei den Leuten auch nicht auf der Stirn geschrieben steht:
      "Vorsicht Autist - hat grad einen Meltdown - wird sich schon von alleine wieder beruhigen."
      Sie sehen lediglich eine Person die mit einem Messer auf sie zu rennt.

      Gerade von Autisten, die immer Toleranz und Verständnis predigen, erwarte ich eigentlich schon etwas mehr Verständnis gegenüber unseren Ordnungshütern.
      Das Leben ist eine Komödie für den Denkenden und eine Tragödie für die, welche fühlen.
    • Ich habe großes Verständnis und Respekt vor (deutschen) Polizisten. Habe noch nie schlechte Erfahrungen mit ihnen gemacht.

      Ryu wrote:

      Die Standardbewaffnung eines Polizisten ist in fast allen Ländern nun mal eine Handfeuerwaffe
      Nun, ob das sinnvoll ist oder nicht, wäre eine andere, ganz generelle Debatte.

      Ryu wrote:

      Ich glaube du denkst da viel zu sehr in Richtung Videospiel.
      Ich spiele keine Videospiele, weil mir von den visuellen Reizen kotzübel wird.
      Ich meinte es auch nicht so, dass jemand dann erstmal seinen Rucksack durchwühlen soll. Sondern wie gesagt: Dieser Fall war absehbar, man hatte Zeit sich vorzubereiten, man wurde telefonisch vorinformiert, um was für eine Person und Lage es sich handelt. Man hätte ihren Tod auf jeden Fall verhindern können. Und, sich dann mal kurz Schutzkleidung oder ein Gummigeschoss zu besorgen, wenn es kein Notfall ist, ist keine unzumutbare Handlung im Verhältnis zum Tod eines psychisch labilen Menschen.

      Ryu wrote:

      Bei Demonstrationen ist die Lage von vornherein klar und es wird standardmäßig Gummigeschoss + Pfefferspray etc. verwendet.
      Das wäre in diesem Fall auch möglich gewesen.
    • 1993aspie wrote:

      Eine Person mit Messer im Nahkampf zu entwaffnen, ist lebensgefährlich .. aus dem Grund werden Polizisten auch nicht dafür ausgebildet, so etwas zu tun. Und das ist auch richtig so. Kein Polizist auf dieser Welt muss sein eigenes Leben und seine Gesundheit riskieren für einen Menschen, der versucht sie mit einem Messer anzugreifen .. und nicht auf die Aufforderung reagiert, es fallen zu lassen.



      Dann erklär mir mal, warum deutsche Polizisten sonst Jiu-Jitsu bzw. Jiu Jutsu lernen?
      Bestimmt nicht einfach nur so zum Spaß.
    • Mark_Twain wrote:

      1993aspie wrote:

      Leute, bitte guckt euch das Video mal an, das ich hier verlinkt habe!!!
      Man hat in so einer Situation nicht die Möglichkeit sich auf eine andere Weise zu wehren, als durch einen Schuss auf den Oberkörper.
      Also ich verstehe die Argumentation nach wie vor nicht!
      Mit Taser oder Gummigeschossen als Waffe besteht also die Gefahr, dass man nicht trifft, aber mit Pistole trifft man dagegen immer - ist es das, was du glaubst?
      Sorry, aber das sind nur Fantasien.
      Wie gut man eine (geeignete) Waffe nutzen kann, hängt vor allem vom Training und der Ausbildung in solchen Gefahrensituationen ab.

      In Realität könnte man solche Situationen, insbesondere so Situationen wie mit einer psychisch kranken jungen Frau, lösen, ohne, dass man sie hinrichtet und ohne dass jemand sein Leben in Gefahr bringt.
      In Demonstrationen werden die Leute auch nicht alle reihenweise abgeschossen, weil sie einen pot. gefährlichen Stein oder Glasflasche nicht hinlegen oder werfen. Zumindest hier in D nicht.

      Ich erkläre es gern nochmal ausführlich.

      Wenn ein Polizist jemandem gegenüber steht, der ein Messer in der Hand hält .. dann sollte er mindestens 7 Meter (21 feet) entfernt stehen. Hast du dir das Video bis zum Ende angeschaut? Da kann man sehr gut erkennen, wie schnell der Angreifer selbst diese hohe Distanz überwinden kann. Der Polizist hat bei einer Reichweite von 7 Metern gerade so Zeit, seine Waffe zu ziehen und auf den Mann zu schießen, um ihn zu stoppen.

      Würde er in so einer Situation auch nur eine Sekunde zögern um seine Waffe zu ziehen, dann könnte das bereits tödlich für ihn enden. Aus dem Grund hat der Polizist auch nicht die Möglichkeit zunächst mal zu testen, ob z.b. Pfefferspray oder Gummigeschosse eine Wirkung haben. Vor allem muss man dafür sehr nah an die Person ran gehen, weil sie nur eine Reichweite von 7-10 Metern haben.

      Auch wenn man von einem Taser getroffen wird, ist es nicht immer so, dass die Person dann sofort umfällt. Es gibt Leute, die Drogen genommen haben oder durch den Stress so viel Adrenalin im Körper haben, dass der Taser kaum Wirkung bei ihnen zeigt. In diesem Video kann man z.b. sehen, wie jemand mit einem Messer bewaffnet ist und der Taser nicht wirkt .. was den Angreifer nur noch aggressiver macht. Der Angreifer hatte das Glück nicht erschossen zu werden .. für die Polizisten war die Situation allerdings auch akut lebensbedrohlich. Wäre der Mann auf einen der Polizisten zugelaufen und hätte mit dem Messer auf ihn eingestochen, dann hätte das tödlich ausgehen können.
    • exorcist wrote:

      1993aspie wrote:

      Eine Person mit Messer im Nahkampf zu entwaffnen, ist lebensgefährlich .. aus dem Grund werden Polizisten auch nicht dafür ausgebildet, so etwas zu tun. Und das ist auch richtig so. Kein Polizist auf dieser Welt muss sein eigenes Leben und seine Gesundheit riskieren für einen Menschen, der versucht sie mit einem Messer anzugreifen .. und nicht auf die Aufforderung reagiert, es fallen zu lassen.

      Dann erklär mir mal, warum deutsche Polizisten sonst Jiu-Jitsu bzw. Jiu Jutsu lernen?
      Bestimmt nicht einfach nur so zum Spaß.
      Aber eben auch nicht für eine Situation, wo der Angreifer ein Messer in der Hand hält.
      Das Risiko durch Nahkampf schwere Verletzungen zugefügt zu bekommen, ist einfach zu groß.
    • 1993aspie wrote:

      exorcist wrote:

      1993aspie wrote:

      Eine Person mit Messer im Nahkampf zu entwaffnen, ist lebensgefährlich .. aus dem Grund werden Polizisten auch nicht dafür ausgebildet, so etwas zu tun. Und das ist auch richtig so. Kein Polizist auf dieser Welt muss sein eigenes Leben und seine Gesundheit riskieren für einen Menschen, der versucht sie mit einem Messer anzugreifen .. und nicht auf die Aufforderung reagiert, es fallen zu lassen.
      Dann erklär mir mal, warum deutsche Polizisten sonst Jiu-Jitsu bzw. Jiu Jutsu lernen?
      Bestimmt nicht einfach nur so zum Spaß.
      Aber eben auch nicht für eine Situation, wo der Angreifer ein Messer in der Hand hält.

      Wofür denn dann?
    • 1993aspie wrote:

      exorcist wrote:

      1993aspie wrote:

      Eine Person mit Messer im Nahkampf zu entwaffnen, ist lebensgefährlich .. aus dem Grund werden Polizisten auch nicht dafür ausgebildet, so etwas zu tun. Und das ist auch richtig so. Kein Polizist auf dieser Welt muss sein eigenes Leben und seine Gesundheit riskieren für einen Menschen, der versucht sie mit einem Messer anzugreifen .. und nicht auf die Aufforderung reagiert, es fallen zu lassen.
      Dann erklär mir mal, warum deutsche Polizisten sonst Jiu-Jitsu bzw. Jiu Jutsu lernen?
      Bestimmt nicht einfach nur so zum Spaß.
      Aber eben auch nicht für eine Situation, wo der Angreifer ein Messer in der Hand hält.Das Risiko durch Nahkampf schwere Verletzungen zugefügt zu bekommen, ist einfach zu groß.
      Gerade für solche Situationen. Es gibt diverse Kampfsportarten wo man genau das lernt, also das Entwaffnen eines Angreifers!

      Ryu wrote:

      Ihr könnt euer Sandwich auch in 10 Minuten schmieren oder euer Brot damit schneiden.
      Das ist nun wirklich keine große Sache.
      Es ist vielleicht für Dich keine große Sache. Für einen Autisten, der strikte Routinen hat, ist es sehr wohl eine große Sache. Nimm ihm dann das Brot weg, bzw hindere ihn am schmieren, und dann geht's richtig los.

      Der Polizei war bekannt um was für eine Person, und mit welcher Behinderung, es sich handelt. Ich gehe auch davon aus, dass die Eltern, welche ja die Polizei riefen, diese entsprechend instruierten.
      Es hätte also nicht sein müssen!

      In Deutschland werden Zwangseinweisungen auch mithilfe der Polizei durchgeführt und trotzdem werden nicht dauernd psychisch Kranke erschossen. Es scheint also doch zu gehen.
      Hohe Zahlen bei der Editierungsanzeige zeigen nicht, dass ich permanent meine Meinung ändern würde. Ich habe nur Probleme Rechtschreib- und Grammatikfehler zu tolerieren und korrigiere diese daher, wenn ich sie sehe.
      Dennoch kann auch ich Tippfehler übersehen. In diesem Fall bitte ich um Nachsicht.
    • Um eine Person zu entwaffnen, die ein Messer in der Hand hält .. müsste man sehr dicht an sie heran gehen. Die Polizisten würden sich damit in akute Lebensgefahr begeben.
      Habt ihr euch eigentlich mal das Video angeschaut, das ich hier verlinkt habe?

      :m(:

      Mir wird die Diskussion hier ehrlich gesagt zu blöd.
      Ich werde hier nichts weiter schreiben. Vielleicht fangt ihr ja auch mal an euch zu informieren, dann könntet ihr meine Argumente auch etwas besser nachvollziehen.
    • 1993aspie wrote:

      Um eine Person zu entwaffnen, die ein Messer in der Hand hält .. müsste man sehr dicht an sie heran gehen. Die Polizisten würden sich damit in akute Lebensgefahr begeben.
      Habt ihr euch eigentlich mal das Video angeschaut, das ich hier verlinkt habe?

      :m(:

      Mir wird die Diskussion hier ehrlich gesagt zu blöd.
      Ich werde hier nichts weiter schreiben. Vielleicht fangt ihr ja auch mal an euch zu informieren, dann könntet ihr meine Argumente auch etwas besser nachvollziehen.

      Meine Frage hast du mir immer noch nicht beantwortet.

      PS: Ich habe mal bei einem Polizisten gemalert und mein damaliger Chef hat sich mit ihm über ein paar Dinge im Dienst unterhalten.
      Da kamen eben auch solche Dinge wie die Kampfsportarten ans Licht. Eine Geschichte war eben, dass es oft zu einem Zugriff mit Leuten kommt, die sowohl unter Alkohol als auch unter Drogeneinfluss stehen. Die kannst du Umklatschen wie du willst, die stehen einfach wieder auf weil sie den Schmerz durch die Drogen nicht mitbekommen. Und da solche Leute meist in illegale Geschäfte verwickelt sind haben sie natürlich auch schon mal ein Messer oder eine Waffe dabei. Um schnell reagieren zu können und auf das Schlimmste vorbereitet zu sein, hat man die Polizisten eben dazu ausgebildet, dem Angreifer die Waffe zu entreißen. Man hat die Kampfsportarten und Verteidigungsarten ja nicht umsonst erfunden und die werden den Polizisten auch nicht nur beigebracht, damit sie damit angeben können. Warum du ein so großes Problem damit hast, das nachvollziehen zu können verstehe ich zwar nicht und hier will dir auch niemand was Böses aber du wirst sicher deine Gründe haben, so zu reagieren. :nerved:
    • Ryu wrote:

      Man kann schon sehr viel Toleranz und Verständnis haben für allerlei psychische Probleme und Meltdowns und was es da noch so alles gibt, aber die Formel ist ganz einfach:

      "Du greifst einen Staatsdiener mit einem Messer an = du willst sterben -> du wirst vielleicht auch sterben."
      Die Lösung des Problems ist auch ganz einfach:

      Hört auf, Polizisten mit Messern anzugreifen!
      Ich weiss nicht was der in Amerika so läuft und möglicherweise sind die Cops dort hart, aber vielleicht sind die Zustände dort auch hart? Aber einen Polizisten mit einem Messer zu attackieren finde ich schon hardcore. Ich weiss nicht wie es hier in Deutschland so wäre, aber ich erinnere mich an einen Fall aus den 90er(?), wo ein Jugendlicher einem Polizisten die Knarre geklaut hatte und dieser Jugendliche als Gefahr wurde dann auch erschossen. Natürlich gab es damals auch Leute, die dann der Polizei die Schuld gaben, aber ich fand damals, dass die Polizei absolut richtig gehandelt hat. Ich weiss nicht wie sich die Sache in dem verlinkten Fall wirklich abgespielt hat. Man ist doch sonst eigentlich auch sehr kritisch im Hinblick auf Medien, oder? Und ich bin es hier in diesem Fall auch. Dass ein attackierender Täter mit Messer erschossen wird, das würde ich stets für möglich halten. Man diskutiert im Nachhinein langatmig über solche Dinge, im Zeitpunkt des Vorfalls geht aber alles sehr schnell. Als Zeitungsleser habe ich auch hierzulande schon gelesen "... es löste sich ein Schuss".

      Menschen mit Messern in der Hand, die auf Menschen losgehen, finde ich schon sehr gruselig. Dass da mal geschossen wird, verwundert mich nicht.

      Ginome wrote:

      Es ist vielleicht für Dich keine große Sache. Für einen Autisten, der strikte Routinen hat, ist es sehr wohl eine große Sache. Nimm ihm dann das Brot weg, bzw hindere ihn am schmieren, und dann geht's richtig los.
      Autismus ist eine Erklärung für vieles, aber das bedeutet nicht, dass alles so sein muss wie der Autist es möchte. Der jeweilige Autist ist nicht der Mittelpunkt der Welt, die Welt kommt NICHT dem Einzelnen entgegen und das ist auch gut so. Denn ich würde einem Autisten, der in einer Situation, wo zwei Menschen eine Situation bestehen müssen, auch nicht dulden, dass jemand meint "Meine persönlichen Bedürfnisse, mein Sein hat eine grössere Relevanz als das Sein und die Bedürfnisse der anderen". Da muss auch ein Autist mal "in den sauren Apfel beissen". Und wenn er das nicht kann, dann wird es in der Gesellschaft leider so sein müssen, dass er das lernen muss. Oder er muss sein Leben allein zwischen vier Wänden verbringen, da kann er dann "Meine Routinen über alles" ausleben.

      Ich weiss nicht genau was du mit "dann geht's richtig los" meinst, aber selbst wenn es eine grosse Sache ist, dann hat auch ein Autist nicht das Recht sich in Gesellschaft so zu verhalten. Schon gar nicht mit einem Messer auf Menschen losgehen.

      Die amerikanischen Cops kennt man ja so bisschen aus dem Fernsehen und aus dem Action-Kino. Vielleicht sind die Amerikaner uns in der Hinsicht etwas voraus und wenn wir hier eines Tages noch mehr Ghettoisierung, Gewalt und Verbrechen aller Art haben, dann könnte ich mir vorstellen, dass der Ruf nach härteren German Cops auch lauter wird. Law-and-Order-Mentalität. :roll:

      ***

      Mal eine Frage allgemein: Hätte es euch das auch interessiert, wenn beim Täter kein Asperger-Syndrom (vielleicht hatte er/sie/es auch eine Fehldiagnose :-p ) vorgelegen hätte? Ich sah nämlich vor kurzem noch irgendwo ein Video wo ein Cop einem Schwarzen wohl "die Rübe weggeblasen hatte". Der Fall war glaube ich viel tragischer, weil afaik hatte dieser wirklich nichts Schlimmes verbrochen. Im hier verlinkten Fall ging der Täter aber mit einem Messer los...
      In letters of gold on a snow white kite I will write "I love you"
      And send it soaring high above you for all to read