ADS Koffein und Alkohol

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

    • ADS Koffein und Alkohol

      Welche Erfahrung habt Ihr, die ADS habt mit Koffein und Alkohol?
      Ich will nun mal für einige Zeit auf Koffein verzichten. Vielleicht hilft es, mal wieder mehr runter zukommen. Ich reagiere stark auf Koffein. Die Medikamentation ist derzeit in Bearbeitung. Seit Monaten finde ich keinen ausreichenden Schlaf. Was aber auch an meiner Arbeit liegt, denn ich arbeite in der Nacht. Die Arbeit macht mir aber viel Spaß. Das Problem ist, ich kann Tagsüber nicht oder nur kaum schlafen.
      Evtl. hilft auch Alkoholverzicht. Ich trinke nicht all zu viel Alkohol. Doch die chemischen Prozesse in meinen Hirn laufen total anders ab. So wirken keine Psychopharmaka und eine Einschlafhilfe gar nicht oder erst stunden später.
    • GuidoMai wrote:

      So wirken keine Psychopharmaka und eine Einschlafhilfe gar nicht oder erst stunden später.
      Einschlafhilfe früher nehmen? Also ungefähr ausrechnen, wieviel Stunden du es vor dem Schlafen nehmen musst, wenn es verzögert wirkt.

      Also ich trinke gar keinen Cafe mehr, da ich davon Herzrasen bekomme.
      Cola geht hingegen und vielleicht hilft dir das: Kurz vor dem Einschlafen soll Coffein sogar müde machen.
      Man darf es aber nicht zu früh nehmen.
      „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“
      (Aristoteles, griechischer Philosoph, 384 - 322 v. Chr.)
    • Wenn du ADS hast und Medikamente nimmst, würde ich annehmen du nimmst Sympathomimetika wie Ritalin. Die wirken ja stimulierend. Wenn du sie zu spät nimmst (z.B. nicht direkt morgens) oder die Dosis für dich zu hoch ist könnte es vielleicht sein, dass die Wirkung bis in die Zeiten hineingeht in denen du schlafen willst. Ich dachte erst, dass man zum Beispiel ein extrem niedrig dosiertes atypisches NL (Quetiapin 25mg) ansetzen kann. Aber sowas finde ich eigendlich ziemlich schlecht. Also so stark zu versuchen mit medikamenten zu regulieren. Das wird zwar so auch mit der Indikation Schlafstörung für die leichte schlafanstoßende Wirkung gegeben und ist niedriger dosiert als die niedrigste Dosis für andere psychische Krankheiten oder psychosenahe Prodrome. Aber bei dem anderen atypischen NL Olanzapin (höhere Dosis) hat man bei allen Tespersonen bis zu 2% Volumenverlust der grauen Masse gefunden. Das meiste baut auch innerhalb der ersten Wochen ab. Bei gesunden Probanden den man Haldol gespritzt hat konnte man auch sehen, dass sie innerhalb der ersten Stunden bereits einen signifikanten Hirnvolumenverlust der grauen Masse hatten (und dieser kann langfristig typischerweise bis 10% gehen).
      Das ist allerdings auch etwas anderes, weil es typische NL sind.
      Naja deshalb finde ich atypische Neuroleptika außerhalb der Indikation als Phasenprophylaktikum zur Prävention einer Schizophrenie mit bereits deutlichen Kennzeichen (psychosenahes Prodrom/schizotype Störung) ohne andere Befunde wie AS welches Diagnosen wie schizotype Störung wieder rauslöscht immer kritisch. Sollte sich das nicht in den Griff bekommen lassen könnte man ggf. darüber nachdenken.
      Ich würde erstmal speziell daran denken die Medikamentenumstellung abzuwarten, die Sympathomimetika runterzudosieren, andere psychische Ursachen wie Depression zu suchen und gleichzeitig zu versuchen den Tag einheitlich zu gliedern. So, dass du versuchst dich früh eher zu verausgaben, die kognitive Aktivität zu erhöhen und vor dem Schlafen eine Pufferzone einzuhalten und Regeln zur Schlafhygiene zu beachten.

      The post was edited 1 time, last by Lumineszenz ().

    • Wenn ich Kaffee trinke, bin ich nach ca. 10-20 Minuten meistens sehr müde. Erst nach ca. 1 Stunde kommt die Wirkung und hält dann auch stundenlang an.
      In Altersheimen soll Kaffee beim zubettgehen eine gute und vor allem medikamentenfreie Methode sein, die alten Leute ins Reich der Träume zu befördern. Wenn man erstmal eingeschlafen ist, stört das Koffein wohl nicht mehr.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
      Im Übrigen bin ich der Meinung, dass das Teilnehmer-Limit von Privatkonversationen verdoppelt werden sollte.
    • Ich habe auch ADS mit ein bisschen "H" mit drinnen.

      Von mir kann ich nur sagen, dass ich vor allem körperlich stark auf Koffein reagiere.
      Zudem ist meine Toleranz auch nicht immer gleich, mal vertrage ich nur einen Kaffee täglich, dann wieder drei bis vier.

      Symptome sind dann bei mir oft:

      *anfangs verbesserte Konzentration, dann Rededrang oder Nervosität
      *Gedankenkarussel
      *Herzrasen
      *starker Harndrang, bis hin zum leichten Austrocknungsgefühl (trinke dann immer sehr viel)
      *manchmal Übelkeit

      Nach dem "Koffeinrausch" bin ich entweder total müde oder kann gar nicht mehr schlafen.

      Deswegen trinke ich Kaffee eher in Maßen, nur vor 14 Uhr und nicht an heißen Sommertagen oder vor großer Anstrengung.

      Andere Getränke wie z.B. Energydrinks, Cola usw... habe ich mir mittlerweile total abgewöhnt.
      Nicht nur wegen der oft noch intensiveren Wirkung und den Beschwerden danach, sondern auch wegen der teils bedenklichen Inhaltsstoffe.
    • Das mit dem Cola mag stimmen, zugegeben hatte ich bei Cola auch weniger mit aufputschenden Effekten, sondern beim Konsum größerer Mengen eher mit Übelkeit zu tun.

      Und nach einem zufällig gesehenen Video und darauffolgende Recherchen über Inhaltsstoffe und deren Wirkungen, ist mir dann endgültig der Appetit drauf vergangen.

      Da greift man dann doch lieber zu einer Tasse leichten Bio-Kaffee...
    • Es scheint sich Erfolg einzustellen. Nach 3 Tagen Entzug merke ich, ich bin nicht mehr so aufgedreht. Heute habe ich wieder eine Hochphase, doch sie ist nicht so intensiv wie früher. Sehr angenehm. Ich trank nicht all zu viel Kaffee, doch den immer stark. Schwacher Kaffee schmeckt mir nicht. Meinen Schwarzen Tee lass ich nun 5 Minuten ziehen. Am Geschmack muss mich erst gewöhnen, doch das klappt schon.
      Bei Alkohol bin ich mir noch nicht sicher. Ich trinke nicht viel Alkohol. Teilweise ersetze ich schon Bier durch Alkoholfrei. Aber alkoholfreier Wein geht nicht für meinem Gaumen. Ich warte noch mal ab wie es sich entwickelt. Verzichte somit weiter auf Alkohol.