Sprüche, auf die man gerne verzichtet hätte

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    • Entschuldigt bitte, wenn ich nicht direkt darauf antworte. Aber im Moment bin ich etwas labil was dieses Thema angeht.
      Und seien wir mal ehrlich: ein wenig Wahrheit steckt da schon drinnen, wenn ich so auf mein Leben schaue.
      nett? Ja, kann ich auch wenn ich will.
    • @PressPlayOnTape

      "Ein wenig" gibt es zu "Wahrheit" nicht, entweder etwas ist wahr oder unwahr". Ein "wahr" würde NUR darin stecken, wenn man prinzipiell den den Begriff "Abfall" = wertlose, unnütez, total kaputte Sache auf "Mensch" anwendet.e

      Es kannn sein, dass man sich wertlos fühlt - kein Selbstwertgefühl mehr hat.
      Es kann sein, dass man sich für unnütz hält - weil man nicht erkennt, was man anderen bedeutet, sondern nur auf die schaut, die zeigen, dass man ihnen nichts bedeutet, weil sie Menschen wie Sachen nach "für mich nützlich oder nicht" betrachten.
      Es kann sein, dass man sich körperlich oder seelisch total kaputt fühlt.

      Das macht einen aber nicht zu einer Sache - und damit ist der Begriiff "Abfall" sachlich falsch, UND er zeigt etwas über die Denkweise und Einstellung zu anderen Menschen derjenigen, die diesen verwenden.
      Brutal eindeutig machten und machen das Nazis mit ihre Einteilung aller, die ihnen nicht passten/passen in "lebensunwertes Leben".

      Diese Bewertung wird nach Haben- und Leistungskriterien vorgenommen.
      Einmal unter dem Blick, was man "hat". Wenn das demjenigen gefällt, der nach diesen Kriterien einteilt, dass man es hat. Will er es einem wegnehmen, geht das dann ganz einfach, in dem der Mensch zu "Abfall" erklärt wird, der diese Dinge hat, es also "nicht wert sei, diese zu haben". Womit dann legitimiert wird, es dem weg zu nehmen. Je nach Lust und Laune.

      Parallel dazu wird eingeteilt nach "anderen vorzeigbarer Leistung" - also Schulnoten, beruficher Erfolg, gute Beziehung, wohlerzogene Kinder, kurz "mein Haus, mein Boot, mein Pferd, mein Auto usw. "

      Da es aber keinen Lebenslauf gibt, in dem das alles perfekt ist - die Dramen hinter der schönen vorgezeigten Fassade - lässt sich immer etwas finden, um jemand anderen als "Abfall" zu bezeichnen, WENN man Menschen so einteilen will.

      Das Doofe ist, WENN man innerlich verstört ist, weil gerade so viel schief läuft oder nicht klappt, passiert es schnell, gegen sich selbst unmensclhlch zu denken, also in diese "Abfall-Kriterien" auf sich anzuwenden.
      Im Moment der Schwäche, in dem man Menschlichlichkeit so dringend braucht, übernimmt man ausgerechnet die Einstellung und Kriterien, die unmenschllich= Menschen nach "nützlich/unütz nach willkürlchen Kategorien Denkende haben., anstatt wenigstens gegenüber sich selbst menschlich zu denken, wenn es andere schon nicht tun.

      Und DAS können jetzt solche nutzen, die zu anderen so denken, und hauen dann voll rein, treten nach, wenn sie so einen Begriff verwenden.

      Oder im Bild ausgedrückt, der" innere Nazi " stimmt dem "Nazispruch" des anderen zu - gegen die ja vorhandene eigene Menschlichkeit, die sich gerade schwach und ohne Selbstwert fühlt. Und deshhalb haut das dann doppelt rein. Von außen und von innen.

      Auf jemanden einhauen, der eh schon schwach ist, dessen Selbstwertgefühl sich nicht entwickeln konnte oder gestört wurde, ist schlicht und einfach nicht nett. Und macht die Reste von Selbstwertgefühl noch weiter kaputt. In sich selbst von innen heraus.
      Hier geht es um nichts weniger, als sich selbst erst mal zu sich zu "entnazifizieren", um dann damiit klarkommen und sich dazu verhalten zu können, wenn andere mit solchen Sprüchen ankommen.

      Oder anderes, erst mal wieder sich selbst gegenüber menschlich denken. Auch und gerade wenn die, von denen man sich das zu sich erhoffte, sich als welche erweisen, die das nicht so machen/machten.

      Alles was man "hat" kann man auch wieder verlieren.
      Jede "vorzeigbare Leistung" kann irgendwann zu nichts nüzte sein.
      Jede "Stärke" ist nicht immer bzw dauerhaft vorhanden.
      Sogar Wissen kann wieder verloren gehen, weil vergessen.

      Das einzige, was dauerhaft bleibt ist das, was man als Erfahrung bei der eigenen inneren Weiterentwicklung aus den gemachten Erfahrungen gelernt hat. Wenn man daraus lernt, und die Erfahrungen nicht immer und immer wieder wiederholt, weil nicht das daraus gelernt wurde, was es hier zu lernen gibt.
      Und hier ist eine der wichtigsten Lernaufgaben, menschlich und gerecht gegen sich selbst denken zu lernen, auch und gerade in der Schwäche das gerade ist bzw welche Schwächen das gerade ioder immer sind.
      Liebe braucht Mut
      worldometers.info/
      Gegen Komplexität kann man nicht demonstrieren (scobel)
      ted.com/talks/stephanie_busari…urce=facebook&language=de
      youtube.com/watch?v=I79fZFvz9JA
    • PressPlayOnTape wrote:

      Entschuldigt bitte, wenn ich nicht direkt darauf antworte. Aber im Moment bin ich etwas labil was dieses Thema angeht.
      Und seien wir mal ehrlich: ein wenig Wahrheit steckt da schon drinnen, wenn ich so auf mein Leben schaue.
      Stoooooooop!

      Hier die Definition von Abfall: Reste, die bei der Zubereitung oder Herstellung von etwas entstehen; unbrauchbarer Überrest

      Selbst, wenn du das im übertragenen Sinne sehen möchtest, müsstest du dich als unbrauchbar erwiesen haben. Und dagegen kann selbst ich sprechen. Denn: Als es mir den einen Morgen schlecht ging und ich nicht wusste, wie ich mit der Bauarbeiter-Situation umgehen sollte, warst du einfach da und hast mir geholfen, ganz ohne, dass wir je ein Wort gewechselt hätten. Da habe ich etwas gebraucht und du hast mir etwas brauchbares geliefert, das aus deinem Gehirn, defacto aus dir selbst kam. Demnach kannst du nicht unbrauchbar, also auch kein Abfall sein.

      :prof:
      Ansonsten hat Happy alles gesagt.
      An Unmögliches verschwendet Hamish keine Gedanken. Vielleicht ist das auch ganz gut, denn wer nur wenige hat, darf keine verschwenden.
      Alice im Wunderland (2010), Hörspiel
    • Es macht mich echt wütend, dass solche andere abwertenden "Wesen" ausgerechnet bei den freundlichen, herzlichen, tief fühlenden , mitfühlenden und sozial denkenden Menschen solche Verletzungen anrichten, weil diese auch solche freundlich betrachten und solche ernst nehmen, und dann lieber am eigenen Wert zweifeln,
      statt sich gegenüber solchen innerlich abzugrenzen, WEIL DIE gemein und a-sozial sind, und das gerade bewiesen haben.
      Liebe braucht Mut
      worldometers.info/
      Gegen Komplexität kann man nicht demonstrieren (scobel)
      ted.com/talks/stephanie_busari…urce=facebook&language=de
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    • Lilith wrote:

      @PressPlayOnTape - ich könnte den Leute, die Dich so verletzt haben sonst was tun.
      Das wird es für keinen der beteiligten besser machen. Wenn man noch etwas Öl ins Feuer gießen will, dann erklärt man der Person öffentlich (also in Anwesenheit anderer), was sie falsch gemacht hat.

      In so Fällen hilft wirklich nur, mit besagter Person ab zu schließen und sie einfach zu ignorieren.
      Wird schon ein Wrack ist ein Ort, an dem ein Schatz schlummert. - Alligatoah
    • Mich hat mal meine bis dahin beste / einzige Freundin als "Abschaum" bezeichnet.
      Es war nichts passiert, wir hatten uns nicht gestritten oder so etwas. Sie hatte nur festgestellt, dass sie mit den anderen Mädels in der Klasse durchaus befreundet sein konnte. Unter einer Voraussetzung: Sie durfte nicht mit mir befreundet sein.

      Daraufhin war ich der Abschaum, sie hatte ganz viele andere Freundinnen und ich niemanden mehr, die letzten vier Jahre bis zum Abitur.

      Dass sie recht hat, habe ich aber nie so wirklich geglaubt :twisted:

      Ein weiterer Spruch, auf den ich gerne verzichtet hätte:

      "Damals haben wir noch wunder was geglaubt, was mal aus dir wird..." Kommentar meiner Mutter zu meiner Kindheit, wo ich als Wunderkind gallt.
      (Ja, ich weiß, es ist nicht viel aus mir geworden. Tut mir leid.)
      I have my books
      And my poetry to protect me
    • Bitteleise wrote:

      "Damals haben wir noch wunder was geglaubt, was mal aus dir wird..." Kommentar meiner Mutter zu meiner Kindheit, wo ich als Wunderkind gallt.
      Meine Mutter hat oft gesagt: "Du bist so intelligent, aber praktisch eine Katastrophe. Du musst früh heiraten, damit Du durchs Leben kommst."

      Bitteleise wrote:

      (Ja, ich weiß, es ist nicht viel aus mir geworden. Tut mir leid.)
      Doch, es ist viel aus Dir geworden! Eine wunderbare Frau und Autistin, die ich gerne lese.
      Jedes mal, wenn man mir sagt, ich wäre nicht gesellschaftsfähig,
      werfe ich einen Blick auf die Gesellschaft und bin überaus erleichtert.
    • Also wenn Happys Vater zugleich Platypus Mutter ist, dann... wird's bedenklich. *versucht sich Szenarien auszumalen, die dies irgendwie erklären könnten* Der Name von Platypus Mutter ist nicht zufällig Mrs. Doubtfire? Und sie hat Platypus nicht zufällig adoptiert?
      I could work hard to be normal, but I prefer to hold myself a higher standard. Ego lex sum.
    • ich hab auch öfters überlegt, dass ich nur adoptiert seien könnte, so unterschiedlich ich mir vorkam. Und dazu kam, dass ich eine Augenform habe, die sonst keiner in der Familie hat.

      Seltener sind es explizite Aussagen, die schmerzten, sondern eher ein öfteres "ach quatsch" zu geäußerten Ideen und Gedanken. Fühlt man sich nicht ernst genommen und teils herabgewürdigt -.-
      »Bist du denn verrückt geworden?« »Nein. Mich gab's schon so ab Werk.« 8-)
    • Christian87 wrote:

      Seltener sind es explizite Aussagen, die schmerzten, sondern eher ein öfteres "ach quatsch" zu geäußerten Ideen und Gedanken. Fühlt man sich nicht ernst genommen und teils herabgewürdigt -.-
      Das habe ich lang mit Gleichaltrigen so erlebt - wenn ich in der Schule explizit von der Lehrerin aufgefordert wurde mich mündlich zu beteiligen (habe ich erst in der Oberstufe überhaupt gewagt). Die Reaktionen waren... verletzend. Dabei war ich schriftlich sehr gut, kann also nicht alles Bullshit gewesen sein. Aber ich erhielt auch von Lehrern eher die Rückmeldung, das sei "sehr originell". Was ich wiederum erst vor kurzem als möglicherweise nicht in jedem Fall positiv gemeint erkannt habe. Aber für mich war das positiv, denn "originell" finde ich selbst total gut :d

      Zu Hause habe ich ganz ganz früh gelernt, dass ich meinen Mund zu halten habe. Eigene Gedanken wurden als frech, unverschämt, egozentrisch... gewertet. Wenn ich geschwiegen habe, wurde ich beschimpft für meine Muffeligkeit und Verstocktheit. Ich habe dann später gelernt, Dinge zu sagen, die man hören wollte.
      Good bye :)