Filme mit/über Asperger/Autisten

    • FrauGrün schrieb:

      überwiegend passen die aufgeführten Aspekte mMn. zur Hochbegabung. begabtenpaedagogik.de/hochbegabung.html
      Oft werden Probleme die durch Autismus bedingt sind aber auch einer Hochbegabung zugeschriebenen. Das ist bereits ein anderes Thema.

      Hermine wurde ziemlich sicher nicht als Aspie erdacht. Auch wenn manche Aspekte passen könnten. Sie soll wohl einfach ein "Klugscheißer". Intelligent, mit ihren Büchern beschäftigt, besserwisserisch....
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      Lex schrieb:

      Offen gesagt habe ich den Eindruck, dass Harry weit öfter solche Momente hat, wo er sich sozial unbeholfen anstellt und etwas nicht durchblickt und Ron sogar nochmal wesentlich öfter als Harry und Hermine zusammengenommen!
      Hmmm ... meine Interpretation ist, dass Harry UND Hermine "Avatare" von JKR sind, in die eigene Erfahrungen prägend eingeflossen sind. Ron dagegen ist "Sean" aus der Widmung von "Chamber of Secrets" — der kann ja so (gewesen) sein.

      Ich denke schon auch, dass Hermine nicht autistisch "geschrieben" ist, aber die (bösen) Anmerkungen von redhen, die ich verlinkt habe, fand ich doch schwer auffällig.
      Ich fand (bei der ersten Lektüre) Luna außerdem viel auffälliger.
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      Luna ist unter ferner liefen! Luna trotzt jeder Beschreibung oder Analyse! Oberflächlich betrachtet würde ich sie als Esoterikerin oder besser gesagt tief spirituell (dabei jedoch nicht religiös!) orientierte Person diagnostizieren! Oder vielleicht ist sie einfach ein Kind, das dank ihres Vaters nie aus der "magischen Phase" (siehe die normalen Stufen der Kindesentwicklung) herausgekommen ist - was bei einer "Magierin" aber auch nicht weiter erstaunlich ist! Wer jedoch etwas Übleres vermuten will, könnte natürlich auch in Richtung Kindheitsschizophrenie denken... aber ich denke solche Überlegungen führen bei einer Nebenfigur eines Romans dann doch zu weit bzw. umgekehrt: führen nicht weit!
      I could work hard to be normal, but I prefer to hold myself a higher standard. Ego lex sum.
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      Luna finde ich vor allem sehr offen und unvoreingenommen. Sie hat gegenüber nichts und niemandem Vorurteile. Gut finde ich auch ihre Unbeschwertheit. Andere Schüler (oder Nargel?) nehmen ihr die Sachen weg, aber sie sieht in allem nur das Positive und lässt sich niemals einschüchtern. Auch nicht durch Nargel...
      Außerdem passt sie sich nicht an und macht immer ihr eigenes Ding, egal was andere sagen.
      Menschen sind auch nur Tiere. - Ich mag Tiere!
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      Ach du meinst das könnten andere Schüler gewesen sein? - Darauf wäre ich nie gekommen!

      Ehrlich gesagt kam es mir am Ende fast so vor als hätte sie die Sachen in Wahrheit selbst versteckt, um so den Nargelpart gleich mitzuübernehmen und so ihre Existenz zu untermauern bzw. zu "ermöglichen".
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      Ich hätte Hermione auch nie als Aspie gesehen... Tony Attwood behauptet jedenfalls, sie sei "an Aspie girl", weil sie nur Harry und Ron als Freunde hat und sonst nicht weiß, wie sie mit anderen Mädchen umgehen soll - was meiner Meinung nach nicht stimmt. Es wird durchaus mehrere Male in den Büchern erwähnt, dass Hermione auch mit anderen Mädchen befreundet ist. Auch sonst erscheint sie mir nicht wirklich autistisch.

      Aber zurück zum Thema Filme...

      "Birnenkuchen mit Lavendel" wurde, glaub ich, noch nicht erwähnt. Ein recht netter französischer Film über einen Autisten, der sich in eine obstanbauende Witwe mit zwe Kindern verliebt.
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      Lex schrieb:

      Ehrlich gesagt kam es mir am Ende fast so vor als hätte sie die Sachen in Wahrheit selbst versteckt, um so den Nargelpart gleich mitzuübernehmen und so ihre Existenz zu untermauern bzw. zu "ermöglichen".
      Nein, das glaube ich nicht. Dazu ist sie viel zu direkt, das würde sie nicht tun. Sie legt es ja nie darauf an, dass ihr jemand glaubt, sondern sie sagt einfach ihre Sachen, ohne etwas darauf zu geben, was andere darüber denken oder was andere dann auch über sie denken. Sie lebt wirklich ein bisschen in ihrer eigenen Welt.


      Man könnte sich eigentlich auch fragen, ob Snape ein Autist ist, weil er als Kind Außenseiter war und von anderen gehänselt wird. Er bekommt von seiner Angebeteten Lilly nur ein bisschen Mitleids-Aufmerksamkeit. Außerdem legt er offenbar keinen Wert auf sein Äußeres, was ja auch etwas ist, was über Autisten oft gesagt wird. Und er ist sehr nachtragend, lässt ja seinen Frust über James noch am Sohn Harry aus, weil er denkt, Harry sei genauso arrogant wie sein Vater. Dabei erkennt er nicht, dass Harry überhaupt nicht arrogant ist. Insgeheim ist Snape dabei aber loyal und weiß genau, was richtig und falsch ist. Während er über die gesamte Dauer der Bücher immer ein Hassobjekt ist, stellt sich erst am Ende heraus, dass er eigentlich ganz in Ordnung war. Ist doch irgendwie auch typisch für Autisten. Die ewigen Außenseiter.
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Shenya ()