Filme mit/über Asperger/Autisten

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    • Diese Symptome sind denen von Alex ähnlich, der lieber in der Ecke saß, als sich anfassen zu lassen. Der Alex wurde auch sexuell missbraucht und er sprach nicht, man dachte erst er sei taub (mind. die ersten 6 Jahre lang). Er fing aber später an zu sprechen. Ich nehme an er konnte dann normal sprechen. Er besuchte die Sonderschule. Leider erfährt man zuwenig drüber in dem Film.
    • Also in dem Fall von dem ich rede, war wohl schon klar, dass er autistisch war, bevor man anfing ihn zu missbrauchen. Und er hat auch davor schon sehr wenig gesprochen wie gesagt. Nur das Dumme ist halt, dass manche Ärsche sich am liebsten an den schwächsten, wehrlosesten Opfern vergreifen, und behinderte kleine Kinder eignen sich da ideal! (Ich benutze hier das Wort "behindert", weil er kein "hochfunktionaler" sondern eher "mittelfunktionaler" Autist ist bzw. war und auch um die Sicht anderer auf ihn zu reflektieren). Und wenn das auch noch eines ist, das den Mund nicht aufkriegt, um so praktischer, da kann man dann nicht verpfiffen werden. Allerdings hat er dann irgendwann in seiner Kindheit schreiben gelernt und konnte so doch mitteilen, was mit ihm getrieben wurde.
      Ich habe gehört dass in der Tat oft behinderte Menschen zum regelmäßigen Missbrauchsopfer werden :(
      I could work hard to be normal, but I prefer to hold myself a higher standard. Ego lex sum.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Lex ()

    • DKJH schrieb:

      Diese Symptome sind denen von Alex ähnlich, der lieber in der Ecke saß, als sich anfassen zu lassen. Der Alex wurde auch sexuell missbraucht und er sprach nicht, man dachte erst er sei taub (mind. die ersten 6 Jahre lang). Er fing aber später an zu sprechen. Ich nehme an er konnte dann normal sprechen. Er besuchte die Sonderschule. Leider erfährt man zuwenig drüber in dem Film.
      Ja, man erfährt viel zu wenig.
      Bei der geschilderten Kindheit und den Symptomen ist es allerdings (höchst)wahrscheinlich, dass er wegen der schweren Misshandlungen an einer Form von Hospitalismus erkrankt war, die eben typischerweise Mangel an (Ur)vertrauen, mentale Retardierung, späte Sprachentwicklung etc. beinhaltet; bei dem jetzt Autismus anzunehmen, dafür sehe ich überhaupt keine Grundlage.
    • Ein anderer, recht neuer Film über Autismus ist der Film "Please stand by". Offiziell kam der Film am 26.01.2018 heraus(USA), wurde jedoch bereits am 27. Oktober 2017 beim Austin Film Festival vorgestellt. imdb.com/title/tt4652650/?ref_=ttls_li_tt (Trailer ist auf der Website vorhanden, allerdings nur in Englisch)

      Ansonsten habe ich hier noch ein paar Filmlisten (>60 Filme) gefunden, in denen nur Filme sind die sich allgemein mit dem Thema Autismus auseinandersetzen, bzw. in denen der Protagonist ein Autist ist/sein soll...
      1. imdb.com/list/ls000099343/?ref_=rltls_16
      2. imdb.com/list/ls033699344/?ref_=rltls_18
      3. imdb.com/list/ls076291338/?ref_=rltls_22
    • Ich fand Fack Ju Göthe so doof, dass ich die nächsten beiden Teile auf gar keinen Fall gucken wollte. Toll. Jetzt werd ich das wohl doch mal tun ;)

      Noch ein Autisten-Film: Edward mit den Scherenhänden von Tim Burton.
      Tim Burton verarbeitet mit dem Film seine Jugend, Edward ist dabei sein Alter Ego. Unter diesem Aspekt bekommt der Film eine ganz andere Bedeutung :) Tim Burton ist auch Aspie.
      :!: -dies ist nur ein Auszug meiner Gedanken und Meinungen, der Rest hängt noch in der Bearbeitungsschleife fest- :!:

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Pyromella ()

    • Lex schrieb:

      Ich finde übrigens auch, dass die Hauptdarstellerin in "Die fabelhafte Welt der Amélie" ebenfalls wie eine Autistin wirkt. Habe nun festgestellt, dass es im alten Aspie-Forum einen eigenen, sehr langen Thread zum Thema "versteckte Autisten in Filmen" gab, wo das ebenfalls Erwähnung fand.
      Das habe ich auch gedacht als ich den Film gesehen habe.
      Meine Mutter meinte auch immer wieder während des Films :"Die ist ja wie du!"
      Hatten wir den Film über Temple Grandin hier schon?
      Tony Attwood nimmt übrigens Hermine Granger aus Harry Potter als Beispiel für ein hochbegabtes Aspie-Mädchen.
      :!: -dies ist nur ein Auszug meiner Gedanken und Meinungen, der Rest hängt noch in der Bearbeitungsschleife fest- :!:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Pyromella ()

    • Dass Hermine schlau und leistungsorientiert ist und am Anfang nicht gleich Freunde hatte aufgrund ihres Benehmens, macht sie noch lange nicht zur Autistin! Wo sind denn bitte Ihre autismusbedingten Schwierigkeiten?
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    • Pyromella schrieb:

      Noch ein Autisten-Film: Edward mit den Scherenhänden von Tim Burton.
      Tim Burton verarbeitet mit dem Film seine Jugend, Edward ist dabei sein Alter Ego. Unter diesem Aspekt bekommt der Film eine ganz andere Bedeutung :) Tim Burton ist auch Aspie.
      Kann ich gut verstehen. Ich mag die meisten Filme mit Jonny Depp (schreibt man den so eigentlich?) XD
      weil die Rollen so außergewöhnlich sind, und ich mich selber oft darin irgendwie oft wieder finde.
      Finde den Film Edward mit den Scherenhänden sehr traurig, aber die Handlung erinnert mich ein bischen an mich selbst und die Beziehung zwischen mir und den anderen Mitmenschen, die mich ja meist eh irgendwie meistens belächelt haben oder seltsam fanden.
      So werden sich aber sicherlich auch andere fühlen die seltsam und nicht autistisch sind.
    • Computer schrieb:

      Ein anderer, recht neuer Film über Autismus ist der Film "Please stand by". Offiziell kam der Film am 26.01.2018 heraus(USA), wurde jedoch bereits am 27. Oktober 2017 beim Austin Film Festival vorgestellt. imdb.com/title/tt4652650/?ref_=ttls_li_tt (Trailer ist auf der Website vorhanden, allerdings nur in Englisch)

      Ansonsten habe ich hier noch ein paar Filmlisten (>60 Filme) gefunden, in denen nur Filme sind die sich allgemein mit dem Thema Autismus auseinandersetzen, bzw. in denen der Protagonist ein Autist ist/sein soll...
      1. imdb.com/list/ls000099343/?ref_=rltls_16
      2. imdb.com/list/ls033699344/?ref_=rltls_18
      3. imdb.com/list/ls076291338/?ref_=rltls_22
      Wie man sieht... gibt es schon eine ganze Menge an Filmen, die Autismus zum Thema oder Autisten / Autistinnen als Nebenfiguren haben.
      Von deinen Listen wiederholen sich einige, aber ich bin froh sagen zu können, dass ich bis auf zwei alle davon bereits gesehen habe.
      Wobei man auch dazu sagen muss, dass nicht alle dieser Filme auch offen den Autismus als solche benennen, und somit bei manchen der Zuschauer maximal spekulieren kann, dass es da um das Autismusspektum geht.
    • Pyromella schrieb:

      Das habe ich auch gedacht als ich den Film gesehen habe.
      Meine Mutter meinte auch immer wieder während des Films :"Die ist ja wie du!"
      Ja,
      und wie ich..ich liebe Amelie. ♥
      so ein toller, zauberhafter Film.
      "Wie kann es sein, dass ein solch subjektives Element wie ein Beobachter (Mensch) die Wirklichkeit definiert? "
      (Schrödinger lässt grüßen ;) )
    • Ich kenne Amelie nicht.
      „Erst die Selbsterkenntnis und Anerkennung des eigenen Strukturiert- und Gefangen-Seins in den psychobiologischen Gesetzmäßigkeiten der eigenen Persönlichkeit ermöglicht es, die Begrenzungen der anderen zu erkennen und sie zu akzeptieren – und sie nicht als intentionale Angriffe auf die eigene Welt zu deuten, gegen die es sich zu wehren gilt.“
      (Ludger Tebartz-van Elst: Autismus und ADHS. Zwischen Normvariante, Persönlichkeitsstörung und neuropsychiatrischer Krankheit. S. 19.)
    • Lex schrieb:

      Dass Hermine schlau und leistungsorientiert ist und am Anfang nicht gleich Freunde hatte aufgrund ihres Benehmens, macht sie noch lange nicht zur Autistin! Wo sind denn bitte Ihre autismusbedingten Schwierigkeiten?
      • sie merkt selbst nicht, dass sie ein lästiger Besserwisser (know-it-all) ist; das merkt sogar Snape
      • sie kann nicht selbst angemessen mit Gleichaltrigen interagieren (bossy)
      • sie klingt, als ob sie das Textbuch verschluckt hätte
      • sie versteht nicht, warum Ron in GoF ein Problem mit Harrys Nominierung hat
      • sie sucht Altersverschiedene zur Kommunikation (Krum)
      • sie bemerkt Rons erste Avancen nicht
      • sie ist aktiv und passiv unsportlich (Ginny in HBP)


      Das ist nicht alles auf meinem Mist gewachsen, ich habe es von Redhen, "Deconstructing Miss Granger"
    • Meine Amelie hat zwar nichts mit Autismaus zutun, ganz im Gegenteil. Aber in diesem "Fortbildungsfilm" zum Thema Asthma sieht man recht gut dass

      1. Aggressivität bei Kindern/Jugendlichen öfter was mit Depression zu tun hat und deshalb nicht gleich automatisch zu Ablehnung führen sollte sondern erst mal zum Nachdenken über die Ursache
      und
      2. selbst wenn eine Krankheit selber im Prinzip gut behandelbar ist doch die Psychologie und die Persönlichkeit des Patienten bzw. seine aktuellen Lebensumstände die Behandlung sehr erschweren können wenn nicht sogar ganz verhindern. Das solllte man als Arzt auch im Auge haben. Oft ist das sogar das Hauptproblem. Ich habe letzte Woche Frau Preismann in Bayreuth gehört, sie hat das auch anschaulich geschildert.

    • Die aufgeführten Merkmale von Hermine können auch auf eine Persönlichkeitsstörung passen + individuelle Persönlichkeit geformt durch den leistungsorientierten Muggelstaat.
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    • Okay, ich denke ich muss meine Meinung noch etwas näher erläutern, damit sie nachvollziehbarer wird:

      Hermine wurde in erster Linie charakterisiert als ein Charakter mit folgenden Merkmalen:

      1. Sehr leistungsorientiert und geradezu überambitioniert (nicht in Hinblick auf Sport sondern in Hinblick auf Wissensvermehrung und gute Noten), unerschöpflicher Wissensdurst
      2. Sehr intelligent
      3. Hat bereits ein großes Wissen angesammelt und bringt es bei jeder passenden Gelegenheit zur Anwendung (hat auch viel Können auf ihrem Fachgebiet) und gibt es auch weiter dann, wodurch sie wie ein wandelndes Lexikon wirkt.
      4. Legt auf oben genannte Dinge mehr Wert als auf geselliges Beisammensein und möglichst viele Freunde finden

      Wer diese Eigenschaften sieht, könnte einfach an eine intelligente Perfektionistin oder dergleichen Denken bzw. an jemanden mit zwanghafter Persönlichkeitsstörung vielleicht. Aber viele denken bei sowas eben an Asperger. Da aber zu Asperger nach allgemeiner Meinung noch andere Dinge gehört wie z. B. "soziale Unbeholfenheit", wurden die Bücher gezielt nach diesen Dingen in Hinblick auf Hermine durchsucht. Und wer sucht der findet auch, denn jeder hat mal Momente, wo er/sie etwas nicht ganz durchblickt und sich sozial etwas unbeholfen anstellt. Allerdings wirken die Beispiele über Hermine rar und somit in dem mehrere Kilo schweren Gesamtwerk von J. K. Rowling mühsam zusammengeklaubt.

      Offen gesagt habe ich den Eindruck, dass Harry weit öfter solche Momente hat, wo er sich sozial unbeholfen anstellt und etwas nicht durchblickt und Ron sogar nochmal wesentlich öfter als Harry und Hermine zusammengenommen! So häufig, dass man es kaum alles aufzählen kann und deswegen habe ich schon des Öfteren Rons allgemeine und/oder emotionale Intelligenz angezweifelt. In der Tat ist Hermine es oftmals, die die Jungs in solchen Situationen eines besseren belehrt, da sie die Sache genau durchblickt hat. Eines der beeindruckensten Beispiele hierfür war, wie sie die komplizierte Gefühlslage des Mädchens, das früher die feste Freundin von Cedric war, durchschaut hat (ich verzichte hier auf nähere Erläuterungen, da ich nicht spoilern will, aber da die Szene sogar im Film aufgegriffen wurde, wissen wohl die EIngeweihten, was gemeint ist).

      Nun könnte man natürlich argumentieren, dass Asperger eigentlich gar nicht so dämlich sind, was emotionale Dinge angeht, sondern sie durchaus in der Lage sind auf rationalem Wege die Gefühlswelt einer Person zu analysieren, wenn ihnen genügend Informationen über deren Lebenssituation vorliegen. Das stimmt natürlich, aber dann müsste man halt etwas anderes finden, was wirklich den Verdacht auf Autismus verhärtet.

      Gibt es z. B. Szenen in denen...

      ...Hermine irgendwelche Anzeichen von Reizüberflutung oder sensorische Über- oder Unterempfindlichkeit zeigt? (Gehört zwar bei uns nicht zu den offiziellen Symptomen aber gewiinnt doch imemr mehr an Relevanz)

      ...Sie ein ausgesprochen eigenartiges Verhalten zeigt, das nicht aus der Situation heraus zumindest im Nachhinein erklärbar ist?

      ...Sie eine Situation nicht durchblickt, weil darin nicht gesprochen wird und sie die Mimik nicht deuten kann?

      ...Sie darauf besteht, die Bücher in der Bibliothek neu alphabetisch zu sortieren und ihre Buchrücken exakt auf gleiche Höhe zu bringen oder dergleichen? (Wobei das auch zur zwanghaften Persönlichkeitsstörung passen könnte)

      ...Sonst irgendwas, das sich nicht alleine durch Intelligenz und Hochbegabung erklären lässt?

      "bossy" sind übrigens auch recht viele Kinder / Teenager und die wenigsten davon haben Asperger!

      Und ich denke schon, dass sie merkt, dass sie ein Besserwisser ist, nur weiß sie es ja tatsächlich besser. Zudem war sie am Anfang des ersten Buches noch sehr jung und macht dann doch noch einiges an Persönlichkeitsentwicklung, wird mehr freundschaftsorientiert und auch etwas "lockerer" in manchen Situationen.
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