Habt Ihr als Autist einen Führerschein?

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    • paukipaul wrote:

      Kann man überhaupt seinen Führerschein aufgeben?
      Du meinst, dass jemand seinen Führerschein freiwillig abgeben möchte, weil er nicht mehr fahren möchte?
      Ja, das geht. Man kann den Führerschein bei der zuständigen Straßenverkehrsbehörde abgeben. Wenn man ihn freiwillig abgeben hat, kann man ihn später wieder neu beantragen und bekommt ihn in aller Regel auch wieder. Was anderes ist es, wenn der Führerschein nicht freiwillig abgeben, sondern behördlich eingezogen wurde.
    • Ich mache nächsten Monat eine neuropsychologische Testung. Unter Umständen wird mir da der Führerschein aberkannt. Hoffe aber nicht.. Habe mich schon eingelesen und mir ne Strategie zurechtgelegt.
      Aktuell fahre ich eh nur Fahrrad und würde auch erst wieder auf nem Parkplatz trainieren, bis ich sicher und verantwortungsvoll fahren kann.
      Ich war (aus Sicht anderer) ne gute ruhige Fahrerin.. Aber ohne Praxis bin ich für Knoten im Gehirn anfällig (koordinierte Motorik).
      Habe auch nur die Mindeststundenzahl gebraucht und wäre beinahe durch die Prüfung gerasselt, da die Kupplung des angeblich ja gleichen Prüfungsautos anders ging, und angeblich Unsicherheit und fehlende Verständigung beim Einfädeln, aber ich hab da safe nach der Lücke geschaut und nicht Blickkontakt mit dem Fahrer den ich eh nicht korrekt entziffere..
    • @Lou es gibt auch die Möglichkeit, den Führerschein auf Automatik-Fahrzeuge zu beschränken. Vielleicht wäre das eine Möglichkeit, statt komplett ohne zu sein?
      Ich schreibe in der Regel vom mobilen Endgerät aus - merkwürdige Wortkonstrukte sind ggf. der Autokorrektur geschuldet
    • Ich hoffe, dass ich um die Frage ganz drum rum komme.. Ich will ja was anderes feststellen lassen, aber ich weiß, dass im Zuge dessen die Frage bei meinem Gegenüber aufkommen könnte, denn genau diese Untersuchung und Stelle können einem den Führerschein aberkennen.
    • Ich habe den Führerschein auch erst mit 38 gemacht (in der regulären Zeit und im ersten Anlauf) und habe jetzt, 3 Jahre später, immer noch das Gefühl, Fahranfängerin zu sein. Das Fahren mit Automatik macht es mir wesentlich leichter, alles im Blick zu behalten, das kann ich nur empfehlen auszuprobieren.

      Neue Wege, vor allem wenn sie mit Parkplatzsuche verbinden sind, bereiten mir schon Tage vorher großen Stress. Dafür habe ich noch keine richtige Lösung gefunden. Wenn es nicht anders geht, zwinge ich mich eben, habe ein 'High' wenn alles gelingt - und muss mich dann danach einige Tage erholen.
    • Sisyphus wrote:

      Hatte nie das Geld dafür und ich traue meiner Fähigkeit das Verhalten anderer einzuschätzen nicht genug. Passiert mir zu Fuß schon häufig genug dass ich fast mit Menschen zusammenstoße.
      Das ist ein Vorteil am Autofahren: man bleibt in der Regel auf seiner klar definierten Seite, es gibt Regeln fürs Abbiegen etc... Viel klarer als Fußgänger'regeln'
    • Lex wrote:

      Wie ist es dazu gekommen, dass du die Testung machen musst?
      Ich habe ne Sepsis hinter mir und bin ganz konkret seitdem nicht mehr leistunsgfähig und irgendwie auch ein anderer Mensch geworden (ichdyston).
      Dadurch sind ADHS und Asperger stärker bei mir zu Tage getreten, da ich auch nicht mehr so gut kompensieren kann.

      Leider kann ich den Zusammenhang noch nicht beweisen, aber ich kann und konnte das an mir wahrnehmen. Vermutlich haben die Toxine der Bakterien auch mein Gehirn geschädigt. Ist ein relativ neues Forschungsfeld in Jena, die Sepsisforschung und die Folgen sind recht ähnlich zu Longcovid (soweit ich das überblicke). Ich habe auch die deutsche Sepsishilfe angerufen, wo mir andere Menschen von ähnliche Folgen wie meinen berichteten (was ich online auch so las). Dort wurde mir auch zur neuropsychologischen Testung geraten, für die ich mich bereits aufgrund meiner Recherchen und auf Rat meiner Therapeutin angemeldet hatte.

      Display Spoiler
      Im Krankenhaus wo ich lag, wurde ich erst nicht behandelt, trotz Notfallindikation, sondern einfach liegen gelassen. Ich war nicht klar im Kopf, sondern wie in einer Art Delirium oder so ne Art ausgeschaltete geistige Funktion. Dann wurde der Herd saniert (Knieinfektion) und die komplette Synovialschleimhaut entfernt (Gächterstadium 3). Das steht aber so nicht im Op-Bericht, (der fehlte und wurde erst später falsch an den nachbehandelnden Arzt (Gächterstadium 1) geschickt ) da ich das mit der Fehlbehandlung nicht verstehen sollte. Ein anderer Arzt hatte das Ausmaß der OP im Anschluss aber meiner jetzt Exfreundin verraten. Mein Knie war erst mal eingesteift und ich hatte viel Mühe es wieder funktioniensfähig zu bekommen.Das alles und finanzieller Druck führten dazu, dass ich das neue Problem mit meinem Gehirn gar nicht so richtig einordnen und verstehen konnte. Der Infekt ist auch nochmal neu aufgeflammt, da war ich zum Glück in nem anderen Krankenhaus um das Knie wieder mobil zu bekommen.

      Ich hoffe man kann noch was heilen, und vielleicht als Nachweis überhaupt erstmal erkennen, was da so kaputt gegangen ist. Möglicherweise lässt sich das aber gar nicht so richtig von meinem anderen atypisch sein abgrenzen. Bin da echt gespannt drauf.
    • Ich habe seit 21 Jahren den Führerschein, aber habe damals Automatikführerschein gemacht, weil ich mir Schalten nicht zugetraut habe. Ist aber auch gemütlich so
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    • Lex wrote:

      Erstaunlich, dass jemand sich freiwillig für eine neuropsychologische Testung zur Fahrtauglichkeit anmeldet...
      Nee, du hast es nicht verstanden..
      Das macht diese Stelle von sich aus, Führerscheine wegnehmen (z. B. nach einem Schlaganfall würdest du nicht jede Person wieder Auto fahren lassen (Fremdgefährdung) ). Zumindest laut dem, was ich gelesen habe.
      Ich mache die Testung, weil ich mir genauere Kenntnisse darüber erhoffe, was kaputt gegangen ist, um mein Gehirn spezifisch trainieren und wieder aufbauen zu können, und Punkt 2, brauche diese Nachweise im Umgang mit offiziellen Stellen und eventuell für den Behindertensport.
    • Garfield wrote:

      Das halte ich für ein Gerücht. Nur ein Bruchteil der LKW fährt mal 100 und damit deutlich zu schnell. Mehr als 100 ist mir noch nicht vorgekommen und ich fahre sehr viel Autobahn. Durch den Fahrtenschreiber würden die ja ihren Job riskieren, da ist jede größere und längere Übertretung nachvolllziehbar.
      Ich muss mich mal korrigieren.
      Neulich wollte ich auf einer sehr leeren Autobahn mit Tempo(mat) 110km/h an einem LKW vorbeifahren. Da ging es dann aber bergab und der wurde rechts neben mir immer schneller, bis er sogar einen Hauch schneller war als ich.
      Es gibt also doch LKW, die noch schneller fahren und das auch ohne Not.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
    • ich habe den Schein mit 20 gemacht, fahre aber nicht, da ich Angst davor habe. So große, dass ich sogar immer wieder Albräume davon habe. Die Geschwindigkeit ist nichts für mich. Selbst als Beifahrer bekomme ich ab einem Tempo von ca 120 Angst. Regen, Hagel, Nebel usw machen es noch schlimmer. Vermutlich kommt es auch daher, dass ich als Kind manchmal mit einem betrunkenen Fahrer mitfahren musste, der wie verrückt gerast ist auf der Autobahn. Mein ADS macht mir beim Fahren zusätzlich Schwierigkeiten, daher lasse ich es lieber. Zum Glück sind die Öffis in NRW ganz gut, was die Fahrpläne betrifft.

      Rückwärts einparken konnte ich aber immer perfekt. :d
      Pronomen: "er" oder nur Name statt Pronomen
    • Ich habe seit fast 20 Jahren en Führerschein und bin auch immer gerne Auto gefahren, damals noch diejenigen von meinen Partnern.
      Seit einigen Jahren habe ich ein eigenes Fahrzeug und liebe das Autofahren umso mehr.
      Habe mich aber auch immer für Autos interessiert und die Technik dahinter.

      Ich gehöre aber zur Sorte ungeduldige und sehr schnelle Fahrerin, rege mich oft über Schleicher und "Sonntagsfahrer" auf den Strassen auf.
      Oft nutze ich das Autofahren auch zur Entspannung und cruise mit guter Musik durch die Strassen oder fahre stumpf Autobahn und denke vor mich hin.
      Es erdet mich immer und bringt mich dann emotional runter.
    • Lilja wrote:

      Oft nutze ich das Autofahren auch zur Entspannung und cruise mit guter Musik durch die Strassen oder fahre stumpf Autobahn und denke vor mich hin.
      Mich entspannt Autofahren auch, wahrscheinlich durch das Gleichförmige (das soll ja schon auf Babys beruhigend wirken) - klappt nur nicht, wenn ich im Stau stehe. :)
      Leider werden aktuell die Straßen wieder voller.


      Schnuppi2 wrote:

      Selbst als Beifahrer bekomme ich ab einem Tempo von ca 120 Angst.
      Als Beifahrer hatte ich bei sehr schnellen Fahrern auch schon mal Angst, wenn da einer sehr flott in die Kurven fährt oder riskant überholt. Da fahre ich lieber selber.
      Historisch gesehen waren die schrecklichsten Dinge wie Krieg, Genozid oder Sklaverei nicht das Ergebnis von Ungehorsam, sondern von Gehorsam.
      (Howard Zinn)