Verreisen

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    • Ich fliege morgen früh nach Island. Alleine, wie fast immer. Ich habe mich vor ein paar Monaten noch total darauf gefreut. Jetzt gerade finde ich das alles eine doofe Idee. Wem geht es mit Verreisen auch so?
    • oh ja....
      ich war mal in südamerika... vorher feuer und flamme (RW), heute (jahre später), find ich, es war suuuuper. bei abreise/ ankunft... lag ich heulend im bett... gedacht: "NIE WIEDER fahre ich weg!!!" Das geht mir aber immer so, wenn ich weg fahre. egal ob in deutschland oder ins ausland. Auch für Menschen ohne bersondere Probleme ist reisen oft erstmal stress, vorallem die an-/ abfahrt. Innerhalb deutschlands kann man viele dinge noch gut einschätze ("deutsche kultur"), das wird im ausland schwieriger. deswegen bin ich dort oft noch gestresster. mittlerweile weiß ich, dass ich vor ort möglichst bald an einen GANZ ruhigen ort muss. also z b in einen wald oder sowas. als ich in finnland (allerdings zum studium) war, war ich anfangs so gestresst, dass ich mich übergeben musste und tierische kopfschmerzen hatte. es ging erst weg, als ich am zweiten tag in ein naturschutzgebiet "geflüchtet" war. es war nicht einfach dorthin zu kommen aber als ich erstmal dort war hat es nur ca 20 minuten gedauert, bis alle symptome weg waren!!! ich kann mich an diesen moment, wo der stress "abfiel" noch sehr, sehr gut erinnern mit allen möglichen details.
      mir ist es auch immer sehr wichtig, dass ich für den ankunftstag möglichst genaue infos habe. also wie komme ich zur unterkunft, wo genau ist die unterkunft, kann ich direkt einchecken, was kann ich in wartezeiten machen (sehenswertes in der nähe?), möglichst plan A, B, C und am besten noch D in der Tasche haben...

      nachtrag:
      selbst bei betreuten reisen, wo die betreuer um meine bedürfnisse wussten, hatte ich am anfang massive stresszeichen (z.b. hautausschlag an den händen). es ist so oder so großer stress... aber ich bin jedes mal trotzdem froh gewesen, weggefahren zu sein!

      The post was edited 1 time, last by kastenfrosch ().

    • Ich kenne jemanden, der hat schon viele Gruppenreisen gemacht, in alle möglichen Länder auf der Welt. Er hat mir Fotos gezeigt und davon erzählt. Ich kann sowas nicht. Alleine der Gedanke mit einer Gruppe nahezu unbekannter Leute in einem Kleinbus in einen unbekannten Ort zu fahren, wo man sich kaum verständigen kann, wo unklar ist, was es zu Essen gibt, verursacht bei mir Panik.
      Ich mache auch Urlaub, aber das sieht ganz anders aus. Es gibt drei Plätze an die ich verreise und alle drei kenne ich sehr gut. Da weiß ich, was mich erwartet und kann mich herrlich entspannen.
    • TalkativeP wrote:

      Es gibt drei Plätze an die ich verreise und alle drei kenne ich sehr gut. Da weiß ich, was mich erwartet und kann mich herrlich entspannen.
      wie kamst du denn das erste mal an die plätze? irgendwann muss man ja immer das erste mal irgendwo hin, wo man nichts kennt.


      auch wenn ich schon große reisen unternommen habe bin ich doch weit davon entfernt zu sagen, ich würde oft verreisen. reise eigentlich relativ selten. dann aber meistens "aufwendiger", aber immer individual. außer dieses betreute angebot. da wird aber auch im vorfeld sehr viel abgesprochen und man hat z.t. große einflussmöglichkeiten. waren jedes mal kleine gruppen (5-7 Teilnehmer, 3 Betreuer). da wusste ich sogar auf die zutaten genau, was es (warmes) zu essen geben wird ;) , und wir hatten immer wochenpläne mit uhrzeiten usw...
    • Am Vorabend einer Reise bin ich immer ziemlich durch den Wind. Ich glaube, das ist normal, jedenfalls höre ich das oft von anderen. Wenn's dann mal losgegangen ist, freue ich mich.
      "Ich würde nie einem Club beitreten, der bereit wäre, jemanden wie mich als Mitglied aufzunehmen" (Groucho Marx) “Sich zu akzeptieren als den, der man ist, ohne etwas anderes sein zu wollen - das ist Freiheit“ (Ramesh Balsekar)
    • ich verreise gar nicht gern. Ich mag fliegen auch gar nicht und auch keine langen Autofahrten. Ich bekomm schon hier Panik wenn ich im Stau stehe. Wie soll es dann sein wenn ich länger steh. Und müde würde ich auch werden, also könnte ich mit dem Auto nie lange fahren. Ich getrau mich nicht mal 5 h zu meinem Bruder zu fahren. Er ist da anders. Und dann soweit weg von daheim. Ich würde mir verloren vorkommen in einer fremden Gegend. Ich hab immer einen Ort an den ich fahr. Ich fahre nicht lange und bin trotzdem von daheim weg und kann aber auch meine Tiere mitnehmen.u
    • Wenn ich irgendwo im Urlaub war und es mir dort gut gefallen hat, würde ich auch am liebsten immer wieder dorthin fahren. Aber alleine hätte ich wenig Lust dazu und die potentiellen Mitreisenden wollen lieber immer woanders hin.

      Weit im Vorfeld freue ich mich normalerweise auf einen Urlaub. Ab 2 Wochen vorher kommen dann die Selbstzweifel und Ängste auf und ich würde am liebsten zu Hause bleiben, vor allem, wenn ich die genaue Ablaufplanung noch nicht fertig habe. Die Nacht vor der Abreise kann ich überhaupt schlafen. Aber trotzdem gehe ich ins Bett. Einmal habe ich mir gedacht, dass ich ja auch wach bleiben kann, wenn ich eh nicht schlafe. Aber dann bin ich deutlich entkräfteter, als wenn ich wenigstens ruhig herumgelegen habe.
      Erst wenn ich dann am Urlaubsort angekommen bin, kann ich mich endlich wieder entspannen.

      Auch beim Wandern am Wochenende bevorzuge ich quasi immer die gleichen bekannten Berge. Radtouren gehen bei mir auch immer nur in 2 Richtungen: entweder flussaufwärts oder flussabwärts. Nur das Ziel variiert, das kenne ich meistens selber nicht genau vorher. Wenn Mittagszeit ist, kehre ich im nächsten Biergarten/Lokal/Imbissbude ein und dann geht es eben zurück.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
      Im Übrigen bin ich der Meinung, dass das Teilnehmer-Limit von Privatkonversationen verdoppelt werden sollte.
    • Garfield wrote:

      Ab 2 Wochen vorher kommen dann die Selbstzweifel und Ängste auf und ich würde am liebsten zu Hause bleiben, vor allem, wenn ich die genaue Ablaufplanung noch nicht fertig habe. Die Nacht vor der Abreise kann ich überhaupt schlafen. Aber trotzdem gehe ich ins Bett. Einmal habe ich mir gedacht, dass ich ja auch wach bleiben kann, wenn ich eh nicht schlafe. Aber dann bin ich deutlich entkräfteter, als wenn ich wenigstens ruhig herumgelegen habe.

      Erst wenn ich dann am Urlaubsort angekommen bin, kann ich mich endlich wieder entspannen.
      Mir geht's ähnlich. Es steht jetzt in sehr wenigen Tagen eine kleine Reise an, an einen mir noch fremden Ort, auch der ganze Reiseablauf wird ganz anders sein, als ich es von vergangenen Reisen gewohnt bin und das Ganze war zudem noch recht kurzfristig geplant.

      Nun bin ich seit Tagen unruhig und kann mich auf kaum was richtig konzentrieren. Ich warte innerlich die ganze Zeit nur noch auf den Reisebeginn. Das ist so, wie wenn ich auf die Bahn warte und in dieser Wartezeit nichts anderes tun kann, als halt warten, nur dass ich jetzt tagelang warte!
      Ich mach natürlich etwas, gehe ja auch arbeiten, aber hab dabei untergründig fast permanent dieses angespannte Gefühl wegen dem, was ansteht.

      Am Vorabend bin ich zwar auch immer sehr aufgeregt, aber da ist dann auch Vorfreude da.

      Und ich bin immer sehr erleichtert, wenn die Reise endlich beginnt, wenn ich endlich das, was geplant ist, auch TUN kann. Trotzdem ist die Anreise dann auch immer extrem stressig für mich und mir geht's auch so, dass ich erst aufatmen kann, wenn ich komplett am Ziel angekommen bin, also z.B. im reservierten Zimmer.

      Bis dahin hab ich immer Angst, dass irgendwas schief gehen könnte.
    • Beim Verreisen habe ich vor allem auch ab Antritt einer Reise ziemlich starke Anspannung und mache mir Sorgen, dass etwas schief gehen könnte (Umsteigen, Zugausfälle, Adresse nicht finden, Hotel oder Vermieter hat die Anreise vergessen).

      Diese Problematik mit der gedanklichen Warteposition in der Zeit davor kenne ich auch, aber nicht so extrem. Mich belastet dann eher, wie ich es hinbekommen soll, genau auf den Abreisetag sämtliche Essensvorräte (dabei habe ich kaum verderbliche Vorräte, aber auch die anderen Vorräte müssen dann leer sein) aufzubrauchen und die Wäsche gewaschen und getrocknet zu haben und auch sonst keine offenen Vorgänge (angefangene Bücher, ungeklärte Schriftstücke) mehr zu haben.

      Das hat aber wieder starke Überschneidungen zum Thema "Dinge abschließen müssen".
    • ich verreise im Oktober zum ersten Mal allein.
      Ich habe jetzt schon einen immer vorhandenen nebeligen Nebentunneldenkgang weil ich fantasiere was mir im Oktober alles passieren kann obwohl ich mich sehr darauf freue und Stolz bin das ich das nun einfach gebucht habe und mache. :m(: :m(: :lol:

      Lefty wrote:

      FruchtigBunt wrote:

      Diese Problematik mit der gedanklichen Warteposition in der Zeit davor
      Gut ausgedrückt.
      :nod:
    • Im Moment verreise ich nicht gern, das kann sich allerdings ändern.
      Ich mache öfter Tagesausflüge in der Gegend, z.B. zu einem Badesee oder eine kleine Fahrradtour. Aber mehrere Tage lang wegzufahren ist mir im Moment zu stressig. Da finde ich's daheim und in der Umgebung einfach erholsamer. Es gibt auch in und um München noch so viele Orte, an denen ich noch nie war .
    • Ich habe schon immer Probleme gehabt irgendwo hinzukommen.
      Als Kind wollte ich nur bei mir Zuhause spielen.
      Meine eine Freundin musste immer zu mir kommen.
      Übernachten wegen einem Fest oder so ist jetzt noch ein Graus.
      Was hinzu kommt, ist, ich bekomme immer Panik beim packen!! Ich nehme mir seit Jahren vor wenig mit zu nehmen und dann bin ich regelmäßig über den 20kg für eine Woche Flugreise. Auch immer das selbe Ziel, ich weiß eigentlich was ich da so brauchen würde aber trotzdem hab ich immer Angst zu wenig dabei zu haben.
      Hat jemand so ein
      ICH PACKE MEINEN KOFFER-PROBLEM?!?
      Es ist wirklich ernst gemeint.
    • Nicoleee wrote:

      Hat jemand so ein
      ICH PACKE MEINEN KOFFER-PROBLEM?!?
      Nö, ich war auch schon mal nur mit Rucksack und Handgepäck-Köfferchen in der Karibik für 3 Wochen.
      Ich kann mich da sehr gut auf das Allernotwendigste beschränken: eine Tube Waschmittel.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
      Im Übrigen bin ich der Meinung, dass das Teilnehmer-Limit von Privatkonversationen verdoppelt werden sollte.