Leben im Hausboot

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    • Was genau verspricht Dir der Name "Schreber" denn?
      Für mich bedeutet das schon immer "Stück Land, um für den Eigenbedarf was anzubauen".
      Die Auflagen kommen halt, weil man im Gegenzug für das Stück Land nicht viel zahlen muss, wie das bei anderen Grundstücksarten üblich ist.

      Dass es für Reihenhäuser (extreme?) Vorschriften gibt, kommt mir aber auch extrem seltsam vor.
      Einige Vorschriften müssen natürlich sein, vor allem wenn es die Nachbarn betreffen würde (wir haben hier eine 5m hohe Hecke, hinter der würde ICH auch nicht wohnen wollen, da herscht ja selbst im Sommer immer noch extrem viel Schatten. Riesige Bäume wären das gleiche Thema.
      Also vielleicht ist das nur das Aspie-typische "sich nicht in Andere hineinversetzen können" Schuld an Deinem Frust?
      Wenn die Nachbarn anfangen würden, ihren Garten zu Deinem Nachteil zu gestalten, wärest Du ja sicher auch sauer, oder etwa nicht?
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
    • max! wrote:

      Nein, falls ich jemals den Ruhestand erlebe, dann würde ich sofort auf das Land ziehen.
      Da wäre ich vorsichtig. Schließlich sollten gerade im Alter Ärzte und Einkaufsmöglichkeiten gut erreichbar sein. Im Falle einer Pflege ist man auf dem Land aufgeschmissen, es sei denn, eine Pflegekraft lebt da mit einem. Das habe ich bei meinem Großvater gesehen.

      Blöde Vorschriften gibt es bei uns in der Reihenhaussiedlung auch. Alle Vorgärten müssen den gleichen Zaun haben, die Fassaden gleich aussehen, nirgends darf eine Satschüssel zu sehen sein, die Hecke muss ... Zentimeter von der Grundstücksgrenze weg sein ...
      Im Laufe der Jahre aber pfeifen die Hausbesitzer darauf. Mein Vater hat unser Haus letztes Jahr rot anstreichen lassen. Sieht nun skandinavisch aus. :d
      Und unser türkischer Nachbar hat sein Dach mit Satschüsseln gepflastert. :lol: Muss der Schornsteinfeger jedes Mal drumherum tänzeln.

      Im Falle einer auf Parzellen angelegten Wohnanlage für Autisten und Leute, die Ruhe lieben, müsste es natürlich jedem selbst überlassen sein, was er auf seinem Grundstück anbaut. Solange das Unkraut nicht über den Zaun quillt, wäre es mir egal, was sich auf der Parzelle nebenan tut.
    • Ich habe nicht alles gelesen.
      Lediglich die Diskussion um die "unsoziale Kommune", um die Diskussion mal weiterzuführen, keine Ahnung, ob das realistisch ist.
      Ich bin öfters in Thüringen (Altenburger Land), die Gegend dort ist eher strukturschwach, dennoch gibt es Bus-Verbindungen z.B. nach Altenburg und damit z.B. auch eine S-Bahn nach Leipzig, viele Dörfer (Gehöfte) haben keine Einkaufsmöglichkeiten mehr (aber es gibt eben Altenburg, dort auch eine medizinische Versorgung oder eben 1 h entfernt Leipzig). Häuser sind im Altenburger Land recht günstig, es wäre also durchaus vorstellbar, dass man zu mehreren ein Dorf "kapert", also mehrere Immoblien unabhängig voneinander erwirbt und dann versucht dort wieder Infrastruktur zu schaffen, wenn es mehrere Menschen gibt, die Pflege brauchen, kommt auch ein Pflegedienst, Lebensmittelversorgung meinerwegen einmal monatlich mit Taxi oder Lieferdienst, Internet wird auch da verfügbar sein. Eventuell ließe sich sogar eine feste Pflegestelle dort einrichten (im Dorf lebend und als Ansprechpartner und Koordinator vor Ort), ich kenne die Fördermöglichkeiten und finanziellen Möglichkeiten zur Realisierung nicht (Spenden, Verein, Stiftung ...).
      Für mich wäre das eine deutliche Alternative zum Leben in Berlin, problematisch ist für mich eben die Versorgung (kein Führerschein) und momentan die Arbeit in Dresden. (Ein Bekannter hat z.B. schon angedeutet, dass er sein Erbe in einem Dorf ablehnen wird, momentan lebt dort noch sein Vater, dann stünde das Gefhöft leer, derartigen Leerstand gibt es öfters, die alten Menschen sterben, es gibt keinen Nachzug).
      diagn.

      The post was edited 1 time, last by xyberlin ().

    • Das klingt gut, ist nur für mich nicht die richtige Region, ich würde lieber im Süden bleiben, aber da gibt's nicht so viele Leerstände.

      Aber ich denke schon, dass man so etwas machen könnte im Osten oder in anderen strukturschwachen Gebieten. Was Betreuung/Pflege angeht, könnte man sich da vielleicht schon in jüngeren Jahren etwas aufbauen: einige brauchen ja bereits jetzt Unterstützung in Form von betreutem Wohnen. Wenn das mehrere bräuchten, könnte man in Kooperation gehen mit einem Anbieter vor Ort und irgendwas regeln, wie die Betreuung aussehen könnte. Das würde über die Eingliederungshilfe finanziert werden. Mit dem neuen Bundesteilhabegesetz düfte man dann sogar etwas (wenn auch nicht viel) Einkommen und Vermögen haben. Wird man älter, läuft die Eingliederungshilfe weiter, und nur wenn sie allein irgendwann den Bedarf nicht mehr decken kann, kommt Hilfe zur Pflege dazu. Aber ambulante Pflegedienste dürfte es eigentlich überall geben, vor allem da, wo die Bevölkerung überaltert ist, weil die Jungen alle wegziehen... außerdem denke ich mir, wenn man 20 Jahre gemeinsam an so einem Ort gelebt hat, hilft man sich, trotz autistischer Eigenbrötlerei, ja vielleicht doch auch gegenseitig, so gut man kann.
      Historisch gesehen waren die schrecklichsten Dinge wie Krieg, Genozid oder Sklaverei nicht das Ergebnis von Ungehorsam, sondern von Gehorsam.
      (Howard Zinn)
    • Wort-Spinner wrote:

      Da wäre ich vorsichtig. Schließlich sollten gerade im Alter Ärzte und Einkaufsmöglichkeiten gut erreichbar sein. Im Falle einer Pflege ist man auf dem Land aufgeschmissen, es sei denn, eine Pflegekraft lebt da mit einem. Das habe ich bei meinem Großvater gesehen.
      Stimmt schon. Das blendet man gerne aus.
      Aber damit ich mein Leben heute leichter in den Griff bekommen kann, setze ich mir halt immer gerne das Ziel von einem schönen und ruhigen Leben auf dem Land. Was tatsächlich in ein paar Jahren sein wird, ist in Wahrheit natürlich höchst ungewiß.
    • Shenya wrote:

      @Bhai: wäre das nichts für dich? ;)
      wunschimmo.de/expose/g506528?l
      Leider darf man da vermutlich auch nicht dauerhaft wohnen. Aber wenn man irgendwo noch eine Möglichkeit hätte, sich mit Hauptwohnsitz zu melden und seine Post hinschicken zu lassen (z.B. bei Eltern, Geschwister o.ä.), dann würde es wahrscheinlich keiner merken, wenn man sich dauerhaft in diesem Wochenendhaus aufhält.
      Genau so was wäre in der Tat genial. Allerdings wollte ich nicht unbedingt in den Großraum Stuttgart, weil ich da niemanden kenne (und die Region auch extrem teuer ist). Ich hatte eher an den norddeutschen Raum gedacht, oder andernfalls den Südschwarzwald, wo aber auch alles, was eine brauchbare Verkehrsanbindung hat, unbezahlbar ist.
      "Ich würde nie einem Club beitreten, der bereit wäre, jemanden wie mich als Mitglied aufzunehmen" (Groucho Marx) “Sich zu akzeptieren als den, der man ist, ohne etwas anderes sein zu wollen - das ist Freiheit“ (Ramesh Balsekar)