Gefühle besser ausdrücken können durch Musik

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    • Gefühle besser ausdrücken können durch Musik

      Ich habe große Probleme damit Gefühle anderer oder meine eigenen zu erkennen. Komischerweise kann ich meine Gefühle zu Musik sehr gut beschreiben ob sie mich zb traurig oder glücklich macht. Wie ist es bei euch macht euch Musik auch einfacher Gefühle zu beschreiben ?
    • Für mich ist Musik = Gefühl. Meine stärksten Gefühle empfinde ich durch Musik :nod: .
      Wenn ich allein bin und meine Lieblingsmusik (in einer entsprechenden Qualität natürlich) höre, kann ich mich regelrecht in einer Art "Gefühls-/Glücksrausch" versetzen. Wenn ich dabei nicht gestört werde, dann kann es passieren, dass ich dann schon für 1 Stunde in "meiner Welt" verweile. Dabei bin ich entweder glücklich (wenn ich an etwas schönes Denke) oder traurig (wenn ich in "meiner Welt" etwas trauriges "durchspiele").
      In der realen Welt erreichen meine Gefühle bei Weitem nicht diese Intensität.
      2 + 2 = 4
    • ich liebe Musik, ohne Musik wäre mein Leben sinnlos. Als ich zb am Keyboard saß kam es auch schon vor das in mir Gefühle ausgebrochen sind. Ich merkte plötzlich das ich eigentlich traurig bin, obwohl ich es vorher nicht merkte. Erst durch das Spiel, was anscheinend für mich traurig klang kamen Erinnerungen hoch. Wenn ich an der Gitarre sitze und spielen übe und singe, oder ich einfach nur singe zu Karaoke dann lass ich etwas raus, was ich sonst nie rauslasse. Ich fühle mich danach immer so anders. Als wenn ich etwas losgeworden bin.

      Musik ist sehr wichtig für mich. Auch wenn ich in meiner Wohnung putze möchte und merke, ich fühle mich leicht überfordert. Dann stecke ich mir Musik ins Ohr und schon ist alles anders. Da lebe ich in einer ganz anderen Welt irgendwie. Ich saß schon mal, den halben Tag also mehr als 4 h vor dem Laptop und hörte meine Lieblingsgruppe an. Es kam mir so vor als müsse ich was nachholen nach meinem Krankenhausaufenthalt. Ich war dabei richtig apathisch. Ich saß aber auch schon so mal aus purer Laune 1-2 Stunden vorm PC und hörte meine Musik.

      ich kann nur keine Musik hören wenn jemand dabei ist. Denn ich wollte mal unbedingt ein schönes Lied anhören, da quatsche jemand dazwischen, was mich innerlich so wütend machte. Ich fühlte mich gestört, aber ich unterdrückte es etwas. Und kam sicher nur als gereizt herüber. Denn ich wollte ja nicht so komisch wirken. Also ich höre Musik nur alleine an, da werde ich nie gestört und es ist eben meine Welt. :)

      The post was edited 1 time, last by Lemon83 ().

    • mir hilft musik auch öfter, an meine gefühle zu kommen. zumindest kann ich sie für mich in mir besser sortieren. aber oft halte ich musik auch garnicht aus. egal, ob ich sie zu anderen zeiten sogar mag. sie ist mir zu laut und oft auch "unordentlich"! (ich glaube, dass es vielleicht die verschiedenen instrumente sind. "nur klavier" oder "nur cello" oder "nur trompete" kann ich dann manchmal schon hören bei dem unordentlichgefühl, so ganz habe ich das aber noch nicht verstanden)

      ich benutze sie auch manchmal, nur um andere reize auszublenden (z b in der bahn), oder um in bewegung zu sein (beim sport, oder tanzen zuhause, letzteres hat dann eher was mit gefühl zu tun. sport nur für den rhythmus beim spinning z.b.)

      ausdrücken im sinne von mitteilen, als kommunikationsmittel, mache ich garnicht. wenns keine musik auf der welt mehr gäbe, würde es (außer beim sport vielleicht) kein problem für mich darstellen.
    • Ich habe Musik zu meinem Beruf gemacht.
      Musik intensiviert alle Gefühle.
      Mit gemeinsam gemachter Musik habe ich Gemeinschaftserlebnisse mit anderen, wie sonst nie. Ich gehöre wirklich dazu. Bin Teil des Ganzen.
      Wenn ich nur für mich spiele, kann ich dabei in Ruhe träumen, ohne dass es negativ auffällt, dass ich 'nichts' mache.
      Für mich Musik hören mache ich nur relativ selten. Ich höre durch meinen Beruf so viel Musik, dass es mir dann irgendwann zu viel wird, wenn das in der Freizeit noch weiter geht.
    • Wenn ich fröhlich bin, singe ich schon mal. Am liebsten den Paul-Gerhardt-Klassiker "Geh aus, mein Herz, und suche Freud". Oder je nach Stimmung auch andere Lieder. Ich benutze Musik, um mich auszudrücken. Aber das braucht nicht notwendigerweise ein unmittelbares Gegenüber - außer vielleicht Gott, dem es ja doch öfters gilt. Oder ich nutze sie, um aus einer total miesen Stimmung rauszukommen.

      Das mit dem Gemeinschaftserlebnis kann ich so unterschreiben. Das hat in meinem Fall die Gestalt eines Chores + ggf. Instrumentalisten (Profis oder unser Posaunenchor) und Gastsolisten. Da gehe ich drin auf. Die Stimmen mischen sich zu einem Akkord ...

      Ansonsten gehören für mich zu jeder Jahreszeit bestimmte Lieder. Von der Stimmung lasse ich mich stark beeinflussen. Da finde ich "Oh Haupt voll Blut und Wunden" und Konsorten schon ziemlich heftig. Die haben ihren Platz am Karfreitag. Sonst kann ich die nicht singen. Buchstäblich zum Heulen. Abstellen möchte ich das aber nicht. Sonst wäre die Welt für mich um so vieles ärmer.
    • Joe von S. wrote:

      Für mich ist Musik = Gefühl. Meine stärksten Gefühle empfinde ich durch Musik :nod: .
      Wenn ich allein bin und meine Lieblingsmusik (in einer entsprechenden Qualität natürlich) höre, kann ich mich regelrecht in einer Art "Gefühls-/Glücksrausch" versetzen. Wenn ich dabei nicht gestört werde, dann kann es passieren, dass ich dann schon für 1 Stunde in "meiner Welt" verweile. Dabei bin ich entweder glücklich (wenn ich an etwas schönes Denke) oder traurig (wenn ich in "meiner Welt" etwas trauriges "durchspiele").
      In der realen Welt erreichen meine Gefühle bei Weitem nicht diese Intensität.

      Sehr schön beschrieben, das geht mir genauso! :thumbup: :)
    • Ich kann..obwohl ich auch oft Stille um mich habe...Emotionen, Körperausdruck mit Musik , auch Rhythmik, viel besser verdeutlichen/zeigen..auch kann ich Texte mit Musik..also Songtexte, besser merken als normale Texte.
      “The mind is like tofu. It tastes like whatever you marinate it in.”

      (Sylvia Boorstein)
    • Hallo,

      für mich ist Musik eine nonverbale Art Gefühle auszudrücken und wahrzunehmen, das hilft mir sehr.

      So wie die meisten Menschen Musik hören, kann ich das aber nicht. Zum Beispiel nebenher beim Autofahren, oder im Hintergrund beim Essen kochen. Wenn ich Musik höre, dann nimmt das meine ganze Aufmerksamkeit ein, ich bin dann sehr darauf konzentriert und fokussiert. Würde ich nebenher was anderes machen, könnte ich mich nicht auf die Musik konzentrieren und dann würde sie mich als Reizbelastung nur stören.

      Die Musik hilft mir auch dabei, gefühlsmäßig wieder normal zu werden, wenn ich zB aufgewühlt bin. Weil ich dann die Gefühle übernehme, die von der Musik transportiert werden.
      Es sind die leisen Töne, die das Leben tragen.
    • ich hab in meinem Kopf sowieso meist Musikbegleitung laufen. Daran kann ich dann auch erkennen, wie es mir geht. Wenn Monster Magnet läuft, ist es wahrscheinlich Zeit, nach Hause zu gehen :) . Ansonsten kann ich mich auch mit (lauter) Musik auf Werkseinstellungen zurücksetzen.
    • Zwischenmensch wrote:

      für mich ist Musik eine nonverbale Art Gefühle auszudrücken und wahrzunehmen, das hilft mir sehr.
      Kenne ich auch, jedoch habe ich die Erfahrung gemacht, dass "normale" Menschen damit schlecht umgehen können. Was ich nicht ausdrücken kann (verbal/nonverbal), mache ich halt mit Musik. Es ist dann als wenn jemand anderes der meine Sprache sprach (RW) für mich die Kommunikation übernimmt. Man sollte aber nicht erwarten, dass das verstanden wird. (edit: man ist sozusagen immer in seiner eigenen Welt) Es ist ungefähr das gleiche als wenn NTs zu mir sprechen und ich das nicht verstehe. Also den Sinn hinter dem gesprochenen. Außerdem kann ich durch Musik ebenfalls Zugang zu meiner Emotionswelt (RW) bekommen. Wenn ich ein bestimmtes Lied mit einem bestimmten Text oder Melodie höre und für mich daraus ein Kontext entsteht, dann hilft mir das auch zu merken was ich gerade führe und warum.

      Zwischenmensch wrote:

      Die Musik hilft mir auch dabei, gefühlsmäßig wieder normal zu werden, wenn ich zB aufgewühlt bin. Weil ich dann die Gefühle übernehme, die von der Musik transportiert werden.
      Das ist eigentlich auch nichts ungewöhnliches. Mit Musik lässt sich gutes Stimming machen.

      The post was edited 1 time, last by platzhalter ().

    • Das geht mir definitiv auch so. Es gab Zeiten wo ich wirklich kaum Zugang hatte meine Gefühle raus zu lassen und (Rock)Musik war dann als Katalysator brauchbar, dass noch irgendwie hinzukriegen. Inzwischen nutze ich das auch mal bewusst um Gefühle nach Bedarf zu verstärken, zum rauslassen, aber manchmal auch in die Gegenrichtung auszugleichen, wenn zu stark
      Maybe you think I'm crazy. And maybe you're right

      If you knew me better - Head East