Bücherliste zum Thema Autismus

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    • :lol: stimmt...schmulen..hihi.

      ich stelle mir das Buch interessant vor, besonders.
      "Wie kann es sein, dass ein solch subjektives Element wie ein Beobachter (Mensch) die Wirklichkeit definiert?"
      (Schrödinger lässt grüßen :) )

      ‚Der häufigste Fehler liegt in der Annahme, dass die Grenzen unserer Wahrnehmung auch die Grenzen des Wahrzunehmenden sind.’
      C.W. Leadbeater
    • Ich lese jetzt Gunilla Gerland (eine Art Autobiographie). Sie hat eine völlig andere Wahrnehmung als ich und der Autismus scheint mir bei ihr doch recht stark ausgeprägt zu sein, und da frag ich mich, warum bei ihr erst im Erwachsenenalter jemand drauf gekommen ist 8o
      Aber vielleicht erfahre ich das noch.
      Sie fasst jedenfalls einiges in Worte, wo ich mich wiedererkenne - wie ich als Kind empfunden habe (und teilweise immer noch empfinde).
      (gerade am Durchlaufen einer zweiten, intensiven Diagnostik, daher Status zunächst auf VA "zurückgesetzt")
    • Das hängt unter anderem damit zusammen, dass sich das meiste in ihrem Inneren abspielte ohne dass sie jemandem davon erzählt hat. Und wenn sie doch mal was gesagt hat, wurde ihr nicht geglaubt. Also hat sie es erstrecht gelassen.
      I could work hard to be normal, but I prefer to hold myself a higher standard. Ego lex sum.
    • Danke @Lex! Das kann einen schon traurig machen, so mitzuverfolgen, wie die Außenwelt keine Ahnung von ihrer so völlig anderen Innenwelt hat und sie sich nicht mitteilen kann bzw. als Kind ja auch gar nicht weiß, dass man das tun kann und wozu es gut sein könnte.
      (gerade am Durchlaufen einer zweiten, intensiven Diagnostik, daher Status zunächst auf VA "zurückgesetzt")

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Kleine ()

    • Kleine schrieb:

      Ich hab jetzt auf der Vereins-Seite (Aspies e.V.) entdeckt, dass man als Vereins-Mitglied Bücher zum Thema ausleihen kann, man bezahlt dann nur das Porto. Die Bücherliste findet ihr

      HIER

      Der Bücherbestand ist von beachtlichem Umfang!

      Der Jahresbeitrag für die Mitgliedschaft ist auf der Homepage angegeben.
      Wenn Du in einer Stadtbibliothek angemeldet bist kannst Du auch jedes nicht dort verfügbare Buch über die Fernleihe bestellen. Das kostet auch nur 3 Euro oder so.
      Die Bibliothek leiht es sich dann in einer anderen Bücherei oder Unibibliothek aus. Habe ich schon genutzt und hatte nach 14 Tagen mein gewünschtes Buch.
    • Ja, ihr Verhalten wurde ständig fehlinterpretiert und die Menschen waren nicht bereit ihre Interpretation auch nur im geringsten Maße in Frage zu stellen.

      Hinzu kommt ja noch, dass früher Leute noch seltener als heute an Autismus dachten, wenn jemand sich seltsam verhielt.
      I could work hard to be normal, but I prefer to hold myself a higher standard. Ego lex sum.
    • Lex schrieb:

      ihr Verhalten wurde ständig fehlinterpretiert
      Das ist auch kein leichtes Leben. Die Frage ist eben, was die Alternative wäre. Sich ständig erklären und alles rechtfertigen? Erklärungen liest man ja mittlerweile in vielen Autismus Büchern und man müsste meinen, die Menschen verstehen durch die unzählige Literatur nun endlich mehr von Autismus. Die Realität sieht dann aber doch anders aus.
    • Naja man findet Ähnliches in vielen Biographien. Wenn schon dir Grundhaltung der Mitmenschen nicht stimmt und die immer von schlechtem Benehmen ausgehen statt von Fähigkeitsdefiziten, was soll man tun? Aber bei den Biographien ist die Kindheit ja oft schon sehr lange her.
      I could work hard to be normal, but I prefer to hold myself a higher standard. Ego lex sum.
    • Huhu,
      ja ich hab es am Kindle. Habs komplett gelesen und fand es sehr, sehr anstrengend. Ich fand den Stil nicht sehr berauschend und es war mir zu primitiv. Aber so als Basisliteratur vielleicht geeignet für wen, der sich nicht auskennt.
      Eventuell kann noch jemand anderer was dazu sagen, ich habs schon recht verdrängt, weil es mir so gar nicht gefallen hat.

      LG Veronika.
      Man sieht nur mit dem Herzen gut.
      Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.
      (Antoine de Saint-Exupéry)


      "Was ist falsch an sonderbar?"
    • Ich möchte euch hier einen Buchtipp geben:

      Barbara Bissonnette; Asperger's Syndrome Workplace Survival Guide - A neurotypical's secrets for success.

      Mir ist das Buch zufällig in der Uni-Bibliothek beim Ausleihen des Freiburger Therapiemanuals in die Hände gefallen und ich bin so begeistert davon, dass ich euch das Buch empfehlen möchte.

      Das ist das erste Buch, dem ich praktische Tipps bzw. Anleitungen entnehmen kann, wie man gewissen beruflichen Problemen umgehen kann bzw. das Buch ist so geschrieben, dass ich anhand der Beispiele meine Probleme im (vergangenen) Beruf besser verstehe.
      Obwohl das Buch auf englisch geschrieben ist (ich lese zwar ab und zu englische Fachbücher, aber meine Schulzeit ist nun auch schon etwas länger zurückliegend), sind die Sätze für mich total verständlich. Kein Wort oder Satz ist zu viel, alles ist genau auf den Punkt gebracht. Die Trainerin, die dieses Buch geschrieben hat, hat meiner Meinung nach ein unglaublich hohes Verständnis von Asperger, gepaart mit ihrer NT-Sicht, so dass sie wirklich wie eine "Übersetzerin" fungiert. So wie sie es erklärt, verstehe ich das NT-Denken etwas besser, weil es so dargelegt ist, dass ich es logisch nachvollziehen kann.

      Ich fühle mich durch das Lesen dieses Buches sehr verstanden und habe das erste Mal den Eindruck, dass es mir möglich sein könnte, trotz dieser Erkrankung ein angemessenes Berufsleben zu führen. Dort sind einfach so viele Dinge erklärt, z. B. wenn man an einer neuen Arbeitsstelle anfängt, dass es dann üblich ist, dass man zum Mittagessen eingeladen wird und man keinesfalls sagen sollte, dass man nicht mitkommt, weil man selbst Essen dabei hat. :m(: Genau das habe ich damals gemacht. Den NT signalisiert man dadurch, dass einem das Essen wichtiger ist, als der Kontakt zu den Kollegen. :m(: Mir ist mein Essen auch wichtiger gewesen, als die dämlichen Kollegen, aber mittlerweile ist mir auch bewusst, warum ich so viele Probleme auf der Arbeit hatte. :|
      Im Buch steht auch klipp und klar, dass Menschen einen oft weniger nach der Leistung und Kompetenz im Beruf bewerten, sondern danach, ob es angenehm ist, mit einem zusammenarbeiten. Am Ende wäre so etwas ausschlaggebend, wenn es um Beförderungen, Einstellungen etc geht. Menschen ist es offenbar wichtiger, dass sie sich gemocht fühlen, als ob der Kollege gute Arbeit macht.
      Ich denke, dass es hilfreich gewesen wäre, diplomatischer vorzugehen auf meinen Arbeitsstellen. Ich habe die Leute, die ich für unfähig, falsch, Schleimer etc. hielt, das oft sehr deutlich wissen lassen. Es ist logisch, dass ich mir damit Probleme machte. Es war jetzt so erklärt, dass man auch nett zu Menschen sein kann, wenn man die nicht mag. Das ist jetzt natürlich keine besondere Erkenntnis und ich kann das auch nicht erklären, warum ich diese Argumente plötzlich nachvollziehen und teilweise sogar annehmen kann. Ich glaube, es liegt einfach an der Art, wie dieses Buch geschrieben ist. Es drängt sich nicht auf, aber ich spüre irgendwie, dass ich sehr viel weniger Probleme haben könnte, wenn ich mich nach dem richte, was diese Frau schreibt.

      Es tut mir leid, dass ich das gerade alles nicht versierter zusammenfassen kann. Evtl. könnt ihr irgendwo online ins Inhaltsverzeichnis schauen? Jeder einzelne Unterpunkt ist so wichtig für mich "Dealing with authority", "Dealing with change", "conflict... or missunderstanding?", "how to be a team player", "working memory and multitasking", "beeing flexibel and seeing options", "planning projects", "how to change distorted thinking patterns", "managing anxiety", "accept your limitations", "what to do if you are fired"
      Das sind nur einige wenige der Themen und auch etwas durcheinander. ICh bin einfach so vollkommen begeistert von diesem Buch, dass ich euch den Tipp geben will, damit vielleicht noch andere Menschen davon profitieren können.

      P. S.: Was mich auch überzeugt hat, war die Aussage der Autorin, dass es Aspergern nicht unbedingt hilft, Gesichtsausdrücke von Menschen zu deuten (das wird ja in den deutschen Gruppentherapieprogrammen in Freiburg und Köln gelehrt anhand von Fotos), sondern dass es viel wichtiger ist, zu lernen, Aussagen und Gesichtsausdrücke im Kontext (!) zu sehen. Deshalb wird geraten, Filme ohne Ton anzusehen, um sich dann zu überlegen, was in diesem speziellen Kontext gemeint sein könnte.
      Ich denke, dass das ein sehr großes Problem von mir ist. Wenn jemand etwas erzählt und die Person lässt auch nur einen Teil davon vage, verstehe ich oft nicht, auf was sich dieser Teil nun bezieht. Dann durchdenke ich in meinem Kopf alle Möglichkeiten, die gemeint sein könnten und verzettele mich dadurch total. Offenbar ist es so, dass NT diesen Kontext dabei sehen und ganz automatisch verstehen, was genau die Person gemeint hat, weil es ihnen direkt ins Auge springt. Meistens ist es auch so, dass es ganz klar ist, was eigentlich nur gemeint sein kann, aber ich fange nicht einmal an, darüber nachzudenken, weil es mir zu kompliziert ist, das herauszufinden.


      Das Buch müsste es über die Fernleihe geben oder an wissenschaftlichen Bibliotheken.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von FruchtigBunt ()