Bücherliste zum Thema Autismus

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    • Chris36 wrote:

      Genau, einfach das Verhalten verstehen und reagieren lernen. Nicht mehr der immer wedelnde Dackel zu sein der irgendwann eingeht...
      Verhaltensmuster erkennen und Grenzen setzen lernen. Nein sagen lernen.
      Den Mut haben einzufordern was Dir zusteht auch gegen den Willen anderer Leute, es bringt nämlich gar nichts mit jedem zu kooperieren.
      Die Leute gehen so weit wie Du sie lässt, die wenigsten nehmen von sich aus Rücksicht.
      Ich hab mich jahrelang gefragt wieso ich eigentlich meist diejenige bin (war) die irgendwelche unangenehmen Aufgaben erledigt, die Verantwortung für Dinge übernimmt die in den Bereich anderer Leute fallen...beruflich und privat.

      Das hab ich selbst zu verantworten gehabt durch mein Verhalten. Ich kann nicht von anderen erwarten dass sie gut mit mir umgehen wenn ich es selbst nicht tue.

      Linnea wrote:

      Feindschaft und Verdammung bringen nichts
      Immer lieb und nett sein ebensowenig.
      Es gibt aber noch andere Möglichkeiten ausser diesen beiden extremen Positionen.
      Alles und jeden verstehen wollen bringt auch nichts, ich weiss dass die meisten Frauen das nicht hören wollen (oder dürfen? auf Grund sozialisationsbedingter Verhaltensmuster) aber sich durchsetzen und anderen Leuten seine Grenzen zeigen hat nichts mit Feindschaft zu tun und "Verdammung" sowieso nicht.

      Es hat etwas mit Autonomie und Eigenverantwortung zu tun.

      The post was edited 1 time, last by Kraehe ().

    • Das ist mir klar und gehe ich mit einher!

      .......es ging mir darum..dass, wenn man z.B. Bücher ..oder Berichte...explizit aussucht, um sich zu bestätigen, dass alle Nts doof sind..wie es bei Vereinzelten hier Tenor ist..
      fügt das eher im Miteinander Schaden zu und verhärtet das Zusammenleben/ die Fronten unnötig.
      “The mind is like tofu. It tastes like whatever you marinate it in.”

      (Sylvia Boorstein)
    • Kraehe wrote:

      aber sich durchsetzen und anderen Leuten seine Grenzen zeigen hat nichts mit Feindschaft zu tun und "Verdammung" sowieso nicht.
      finde ich auch, und wichtig. So war es auch nicht gemeint.
      “The mind is like tofu. It tastes like whatever you marinate it in.”

      (Sylvia Boorstein)
    • Ich fand dieses Buch gut, nein, sogar sehr gut:
      Ludger Tebartz van Elst: Das Asperger-Syndrom im Erwachsenenalter und andere hochfunktionale Autismus-Spektrum-Störungen (2. Auflage). ISBN 978-3-95466-220-3.

      Ganz schlecht hingegen:
      Vogeley: Anders sein (2. Auflage). Mag sein, dass nur die 2. Auflage so lieblos überarbeitet wurde, aber das Buch enthält viele Fehler (Schreibfehler, Grammatikfehler, strukturelle Fehler), die mich ärgern.
      Die Eulen sind nicht, was sie scheinen.
    • Das Buch ist nicht vergriffen. Das war schon immer so teuer. Ist aber auch ein dicker Wälzer von einer "wichtigen" Person. Gilt halt als Fachkoryphäe.
      I could work hard to be normal, but I prefer to hold myself a higher standard. Ego lex sum.
    • Meine Frau meinte, das Buch:

      "Ich liebe einen Asperger!: Unsere Ehe, unsere Kinder - und das Asperger-Syndrom" von Bob und Corinna Fischer hätte ihr sehr geholfen.

      Ich selbst habe es nur auszugsweise gelesen. Fand interessant, was alles "möglich ist".
    • Lex wrote:

      Das Buch ist nicht vergriffen. Das war schon immer so teuer. Ist aber auch ein dicker Wälzer von einer "wichtigen" Person. Gilt halt als Fachkoryphäe.
      Okay..wirkte bei amazon so auf mich.
      Leider haben wir es nicht in der Bücherei.
      “The mind is like tofu. It tastes like whatever you marinate it in.”

      (Sylvia Boorstein)
    • Chris36 wrote:

      Gibt es ein Buch wo das NT Benehmen erklärt wird? Ein Leben auf Berechnung und Vorteile gerichtet...mit lügen, manipulieren und die ganze Bandbreite eben...

      Danke im Voraus.
      Spontan fält mir da ein "Fegefeuer der Eitelkeiten" von Tom Wolfe - da hättest du eine Milieustudie ;)
      Jedes isolierte Bewusstsein macht sich auf den Weg - wie die Kraft des Wassers V_V
    • Um es mal böse auszudrücken, Autisten sind nicht weniger egoistisch oder manipulativ als andere, aber sie haben durch ihre Behinderungen im kommuniikativen Bereich weniger Mittel zur Verfügung. Und man darf auch nicht vergessen, daß Autisten zwar weniger "negative/schädliche" Verhaltensweisen wie Intriganz, Heuchelei o.ä. zur Verfügung stehen, aber dafür auch weniger "positive" wie Fürsorglichkeit, Taktgefühl o.ä. Also insgesamt hält es sich die Waage, ich würde nur sagen, daß Autisten und NTs untereinander jeweils unkomplizierter im Umgang sind. Anstatt Bücher zu lesen, hat es mir gerade früher geholfen, ganz einfach nachzufragen. Am bestne lernt man doch am lebenden Anschauungsobjekt.
      Wegen günstiger Bücher könnt ihr auch bei booklooker.de oder abebooks.com schauen. Oder ganz normal bei Ebay benachrichtigen lassen, falls etwas reingestellt wird, das den Suchkriterien entspricht. Oder, wenn auch das zu teuer ist, in der Bücherei ausleihen, das mache ich manchmal, wenn mir das Geld zu schade ist, mich der Titel aber dennoch lockt. Und wenn es wirklich toll ist, kann man es sich dann immer noch kaufen.

      @Kraehe
      Ja genau, das Abgrenzen ist wichtig, und da bin ich immer noch am Lernen. Normale Leute neigen dazu zu denken, daß alles, was von allein angeboten wird und worum kein Gewese gemacht wird, den Gebenden nicht viel Aufwand oder Mühe kosten würde. Das ist kein Ausnutzen oder Boshaftigkeit, sondern von sich auf andere schließen. Sie selbst würden ja auch erst mal nur anbieten, was ihnen nicht schwerfällt oder ihnen auch etwas bringt. Das Problem liegt also wieder nicht darin, daß normale Leute so ausnutzend, bösartig oder berechnend wären, sondern in der Kommunikation selbst.

      @Chris36
      Wie wäre es, wenn du anstelle oder zusätzlich zum Bücherwälzen die Leute, die dich emotional verletzt haben, einmal direkt ansprichst oder ihnen schreibst (das fällt oft leichter)? Dann stellt sich vielleicht heraus, daß Vieles geklärt werden kann, denn die wenigsten wollen einem absichtlich Böses und wissen oftmals gar nicht, wie ihr Verhalten wirkt. Solange sich jemand nicht beschwert, nehmen sie oft an, alles sei in Ordnung, weil sie sich eben selbst beschweren würden. Oder du ziehst dich einfach zurück und suchst dir Menschen, die besser zu dir passen und mit dir harmonieren, bei denen du ein gutes Gefühl hast.
      Wenn einem die Bezüge verlorengehen, wird das "All" zum "Nichts".
    • Kraehe wrote:

      Chris36 wrote:

      Genau, einfach das Verhalten verstehen und reagieren lernen. Nicht mehr der immer wedelnde Dackel zu sein der irgendwann eingeht...
      Verhaltensmuster erkennen und Grenzen setzen lernen. Nein sagen lernen.Den Mut haben einzufordern was Dir zusteht auch gegen den Willen anderer Leute, es bringt nämlich gar nichts mit jedem zu kooperieren.
      Die Leute gehen so weit wie Du sie lässt, die wenigsten nehmen von sich aus Rücksicht.
      Ich hab mich jahrelang gefragt wieso ich eigentlich meist diejenige bin (war) die irgendwelche unangenehmen Aufgaben erledigt, die Verantwortung für Dinge übernimmt die in den Bereich anderer Leute fallen...beruflich und privat.

      Das hab ich selbst zu verantworten gehabt durch mein Verhalten. Ich kann nicht von anderen erwarten dass sie gut mit mir umgehen wenn ich es selbst nicht tue.

      Linnea wrote:

      Feindschaft und Verdammung bringen nichts
      Immer lieb und nett sein ebensowenig.Es gibt aber noch andere Möglichkeiten ausser diesen beiden extremen Positionen.
      Alles und jeden verstehen wollen bringt auch nichts, ich weiss dass die meisten Frauen das nicht hören wollen (oder dürfen? auf Grund sozialisationsbedingter Verhaltensmuster) aber sich durchsetzen und anderen Leuten seine Grenzen zeigen hat nichts mit Feindschaft zu tun und "Verdammung" sowieso nicht.

      Es hat etwas mit Autonomie und Eigenverantwortung zu tun.
      Ja genau. Danke!

      Es laufen viele Muster vermutlich bei jedem Menschen ab. Es ist so verdammt schwer die zu erkennen, wenn man mitten drin ist. Ich bin nun mal mitten drin von NTs. Wie AS sind weiß ich doch gar nicht. Woher auch. Sind die Minderheit. Hoffe das kapieren alle ohne wider sinnlose Grundsatzdiskussionen zu starten.

      Ich bin zB nicht berecbnend. Wie denkt ein berechnrnder Mensch? Denkt der Herr xy bringt mir Vorteile und deshalb kriech ich im in den A...? Anscheinend..in der Arbeit läuft das so..
    • Und noch danke für die Buchtipps.;) Nur Romane mag und kapier ich nicht. :oops:

      @ negro... Ich war ein Leben lang viel mit Menschen zussmmen und brauche einfach zu lange bis ich deren Spielchen und Berechnung kapier. Und glaube mir, wenn ich dann durchblicke ist das Kind länst in Brunnen gefsllen (rw).
      Menschen die falsch zu mir sind und mich ausbeutrn will ich nicht um mich haben.
    • Chris36 wrote:

      Gibt es ein Buch wo das NT Benehmen erklärt wird?
      Hilfreich, und bei allen Merkwürdigkeiten des neurotypischen Verhaltens trotzdem wertschätzend gegenüber Erdlingen NTs, fand ich:
      "A Field Guide to Earthlings: An autistic/Asperger view of neurotypical behavior" von Ian Ford

      shnoing wrote:

      "Spiele der Erwachsenen" (Games people play) von Eric Berne
      Kann ich auch empfehlen. Ich habe es mit Anfang 20 noch in Unkenntnis meiner grundlegenden Andersartigkeit gelesen. Heute würde ich wahrscheinlich noch mehr "rausziehen" können.
      “The amount of energy needed to refute bullshit is an order of magnitude bigger than to produce it.”
      ― Alberto Brandolini

      The post was edited 2 times, last by Turtle ().

    • Zum allervorletzten Mal: Kate Fox "Watching the English". Hat zwar nichts mit Neurotypus zu tun, aber der Vater der Autorin wirkt ziemlich autistisch (Robin Fox), und das wirkt sich glaube ich auf ihren Schreibstil aus. D.h. ich bilde mir ein, das Buch zu verstehen.
      Da geht es u.A. um die Funktion von Smalltalk, verständlich erklärt.
    • Es gibt ein neues Buch zum Thema Autismus.

      Titel: Der Autist (neobooks)

      Autor: Patrick Mangan

      Klappentext:
      Hagen Thien, ein junger Lehrer, wird auf den Schüler Julius Schleicher aufmerksam gemacht, der sich höchst sonderbar verhält. Doch in der Hektik des Schulalltags schiebt der Pädagoge die Konfrontation mit besagtem Schüler vor sich her und immer weiter auf. Als er schließlich doch auf ihn trifft, kommt es zur Katastrophe.

      Das Buch ist am 19.02.2018 erschienen und anscheinend kurz gehalten. Ich habe es nur zufällig entdeckt und dachte, ich füge es dieser Liste mal hinzu. Vielleicht interessiert sich der eine oder andere dafür. (Man kann es nur als eBook kaufen, glaube ich.)

      Ps: Ich habe es nicht gelesen und kann deshalb keine Meinung hinterlassen.
    • Neues(?) Buch von Denise Linke

      Titel:

      Nicht normal, aber das richtig gut
      Mein wunderbares Leben mit Autismus und ADHS

      Klappentext:

      Schwer zu sagen, wie viele der kuriosen und komischen Dinge, die ihr im Alltag widerfahren, im Zusammenhang mit ihrer Diagnose stehen - vermutlich viele. Warum Menschen auf sie anders reagieren, kann sich die Studentin und Journalistin erst erklären, als bei der damals 22-Jährigen Asperger diagnostiziert wird. Das Enttäuschendste: Sie kann keinen einzigen Rainman-Trick. Das Schönste: Fast alles andere. Ausser den Vorurteilen, gegen die sie angeht. Sie startet ein Crowd-Funding-Projekt und bringt 2014 die Zeitschrift »N#MMER. Magazin für Autisten, AD(H)Sler und Astronauten« heraus, die ein gewaltiges Echo erfährt. In ihrem Buch erzählt sie, wie es ist, sensorisch hochempfindlich durch die Welt zu gehen, und was es bedeutet, Freundschaften zu führen und zu lieben, wenn soziale Interaktionen wie Händeschütteln und das Halten von Blickkontakt Anstrengung kosten. Ihr Leben erscheint darin so reich, intensiv und vielschichtig, dass der Normalo zuweilen neidisch wird. Und begreift, warum sie sich ihre »Ticks« nicht einfach wegtherapieren lassen will. Und dass es gut ist, wenn manche Menschen anders sind.
      Hat das schon jemand gelesen?In den Bewertungen von Amazon kommt es in manchen Bewertungen nicht gut weg. Es gibt da sogar Aspies, die nicht richtig glauben wollen und können, dass die Autorin tatsächlich betroffen ist. Anscheinend ein Buch, über das man sich entweder ärgern oder das man über den Klee hinaus loben kann. Was sagt ihr? Lesenswert oder nicht?
    • Ja, das Buch habe ich gelesen. Ist ganz nett. Und eine der wenigen Biografien in denen Autismus+ADHS thematisiert wird.
      I could work hard to be normal, but I prefer to hold myself a higher standard. Ego lex sum.