Lokalradio Leipzig: Sendereihe Autismus

    • Lokalradio Leipzig: Sendereihe Autismus

      "Ich würde nie einem Club beitreten, der bereit wäre, jemanden wie mich als Mitglied aufzunehmen" (Groucho Marx) “Sich zu akzeptieren als den, der man ist, ohne etwas anderes sein zu wollen - das ist Freiheit“ (Ramesh Balsekar)
    • ortx schrieb:

      Ich bin mir nicht mehr ganz sicher, glaube, ich habe das vor einiger Zeit so gemacht

      praxistipps.chip.de/mixcloud-a…unterladen-so-gehts_39043

      War mir auch etwas suspekt, wollte aber die Dateien unbedingt haben und es gab keine Probleme, außer dass es ewig gedauert hat und dass ich mp4 Dateien bekommen habe, die man für die meisten mp3Player nochmal irgendwie nach mp3 wandeln muss.
      Wer iTunes auf dem Rechner hat, kann das benutzen zum Umwandeln der Dateinen. So hab ich das gemacht und auch gleich bei iTunes in einen Podcast umwandel lassen! Grund: Hier wird wie bei einem Hörbuch die Position gespeichert, so dass man nicht wieder den ganzen Pdcast von vorne Hören muss.
    • Ja bei mir auch. Ab und zu kommt der Sound irgendwie nur aus der Linken oder rechten Box, den Intro-Sound überspringe ich außerdem immer, weil ich ihn nicht so toll finde. Aber inhaltlich habe jedenfalls ich bisher kaum so differenzierte Beschreibungen der ASS gehört, mindestens was die ersten beiden Sendungen betrifft. Ich finde, es werden auch viele Aspekte genannt, die man woanders noch nicht gehört hat. Nur als Beispiel: dass das ausführliche/detaireiche Reden/Antworten des Aspergers teilweise auch der Wunsch ist dem Zuhörer gerecht zu werden, weil man nicht intuitiv versteht was er hören möchte und den redlichen Wunsch hat, nichts falsches (oder durch Unterkomplexität unrichtiges) zu sagen (Aspekt Wahrheitsliebe/Ehrlichkeit).
    • ortx schrieb:

      Nur als Beispiel: dass das ausführliche/detaireiche Reden/Antworten des Aspergers teilweise auch der Wunsch ist dem Zuhörer gerecht zu werden,
      Das halte ich für eine Interpretation im Nachhinein.
      Jedenfalls für mich: wenn ich etwas "loswerden muss", geht es mir überhaupt nicht um die Person gegenüber. Ich habe dann sowas wie ein innerliches "Bild", und das muss raus.
      Ich finde die Beschreibung mit dem "Orm" bei Walter Moers da nicht schlecht.

      ETA: das heißt jetzt nichts Schlechtes über die Qualität der Sendung. Im Gegenteil, da kann man sich dann Gedanken drüber machen, ob das auf einen zutrifft oder nicht.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von shnoing ()

    • shnoing schrieb:

      Das halte ich für eine Interpretation im Nachhinein.
      Jedenfalls für mich: wenn ich etwas "loswerden muss", geht es mir überhaupt nicht um die Person gegenüber. Ich habe dann sowas wie ein innerliches "Bild", und das muss raus.
      Naja, aber wenn man etwas sagt, ist das immer noch Kommunikation, auch für einen Asperger und dann wünscht man sich doch in dem worum es einem geht verstanden zu werden. Sicher ist das nur ein möglicher und individueller Teilaspekt der Kommunikation.

      Ich kann deine Position insofern nachvollziehen, dass, wenn ich etwas nur für mich aufschreibe es auch sehr ausführlich und detailreich ist, auch ohne Gegenüber, aber halt um etwas für mich selbst überhaupt ganz erfassen zu können. Worin ich mich an der Stelle wiedererkannt habe ist nicht nur der Aspekt dem Gegenüber gerecht zu werden, sondern auch die gesagte/geschriebene Sache überhaupt umfangreich zu erfassen. Daher Ausführlichkeit/Detailreichtum. Dass man dem Gegegnüber gerecht werden möchte ist vielleicht auch eine Frage geringeren Selbstbewusstseins oder bedingt durch bestimmte zwischenmenschliche Situationen oder Erfahrungen.

      Ich persönlich kann mich damit was da gesagt wurde trotzdem sehr identifizieren.

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    • Neu

      DKJH schrieb:

      Das Intro (die Geräusche) hat mich abgeschreckt. Wie kann man Aspergern so etwas antun, echt jetzt. :frown:
      Ich glaube, dass die Zielgruppe Nichtautisten sind. Es gab (gibt?) einen experimentellen Videoclip auf youtube, mit dem sollte Nichtautisten deutlich gemacht werden, wie sich Reizüberflutung anfühlt. Ich denke, das Eingangsgeräuschszenario ist eine Reverenz dafür.
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      ortx schrieb:

      immer noch Kommunikation, auch für einen Asperger und dann wünscht man sich doch in dem worum es einem geht verstanden zu werden.
      Das ist einer der Punkte, an denen ich mich (entgegen meiner Diagnose) eher als HFA denn als Asperger identifiziere.
      Denn das Verstandenwerden als Prozess im Kopf des Gegenübers ist überhaupt kein selbstverständlicher Punkt in meinen Überlegungen. Nur wenn ich drüber nachdenke, nehme ich darauf Rücksicht. D.h. ich muss es mir vorher fest vornehmen, darauf zu achten.
    • Neu

      dass das ausführliche/detaireiche Reden/Antworten des Aspergers teilweise auch der Wunsch ist dem Zuhörer gerecht zu werden, weil man nicht intuitiv versteht was er hören möchte und den redlichen Wunsch hat, nichts falsches (oder durch Unterkomplexität unrichtiges) zu sagen (Aspekt Wahrheitsliebe/Ehrlichkeit).
      Das trifft auf mich auf jeden Fall zu!

      Allerdings trifft es auch ebenso zu, dass ich oft Dinge sagen möchte, weil ich geplant habe, sie zu sagen, und es mir wichtig ist, das zu tun bzw. meine Rede zu Ende zu führen, auch wenn der andere mir nicht zuhören will - was mich beleidigt und aufregt.
      I could work hard to be normal, but I prefer to hold myself a higher standard. Ego lex sum.