Do You Have Aphantasia?

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    • Do You Have Aphantasia?

      Do You Have Aphantasia?

      Picture a sandy beach, waves lapping at the shore, and the Sun setting on the horizon. For most people this is an easy task, but for a small proportion, it’s impossible. Known as “aphantasia,” doctors have described for the first time a condition where people can’t form mental images in their “mind’s eye.”

      It’s thought that as many as one in fifty people might have aphantasia. Some report that it makes them feel “alone” or “isolated,” knowing that they can’t see things that most people can, and that they feel distressed they can’t picture friends or deceased relatives. But others have learnt to live with it, and simply think that they experience life in a different way. One such person is Niel Kenmuir from Lancaster, England.

      [...]



      Quelle:
      iflscience.com/brain/cant-imag…you-might-have-aphantasia
      Diagnose: Mensch
    • Sowas habe ich zum Glück nicht. Im Gegenteil, ich seh vor meinem geistigen Auge nicht nur einen Strand, Wellen und die Sonne, sondern auch noch Palmen, ein Segelboot, einen Einsiedlerkrebs und einen Felsen, auf dem drei Möwen sitzen. Bei mir schäumt die Fantasie dann jedesmal über. Aber ich stell es mir schrecklich vor, wenn da plötzlich gar keine Bilder mehr vor meinem geistigen Auge wären. Das muss doch gruselig sein. 8o
    • Picture This? Just Some Can't

      Certain people, researchers have discovered, can’t summon up mental images — it’s as if their mind’s eye is blind. This month in the journal Cortex, the condition received a name: aphantasia, based on the Greek word phantasia, which Aristotle used to describe the power that presents visual imagery to our minds.

      [...]

      Paradoxically, though, MX could answer questions that would seem to require a working mind’s eye. He could tell the scientists the color of Tony Blair’s eyes, for example, and name the letters of the alphabet that have low-hanging tails, like g and j. These tests suggested his brain used some alternate strategy to solve visual problems.

      [...]

      Quelle:
      nytimes.com/2015/06/23/science…minds-eye-blind.html?_r=0
      Diagnose: Mensch
    • Dass man sich visuell nichts vorstellen kann.
      Hier ein Artikel auf deutsch dazu:

      Aphantasie – ein Leben ohne Vorstellungskraft
      Schäfchen zählen, sich die Handlung eines Romans oder das Gesicht eines Freundes vorstellen: Für einige Menschen ist das nicht möglich. Britische Wissenschaftler haben diesem Phänomen jetzt erstmals einen Namen gegeben.
      Niel Kenmuir aus dem britischen Lancaster merkte schon als Kind, dass er anders war als andere Kinder. „Als ich nicht einschlafen konnte, riet mir mein Stiefvater, Schäfchen zu zählen. Er erklärte, wie er das meinte, ich versuchte es – aber ich konnte nicht. Ich konnte keine Schafe sehen, die über Zäune sprangen – es gab nichts zu zählen.“

      Quelle:
      praxisvita.de/aphantasie-ein-leben-ohne-vorstellungskraft
      Diagnose: Mensch

      The post was edited 1 time, last by Lukas ().

    • Vielleicht können diese Menschen dann geschriebene Wörter besser oder schneller umsetzen.
      Ich muß Texte immer erstmal im Kopf in Bilder verwandeln, dann kapiere ich die meisten Dinge auch recht schnell. Aber Fachbücher mit endlosen Texten voller Fakten lassen sich manchmal schwer in Bilder packen und da muß ich dann passen.

      Meine Programmier-Aktivitäten scheitern kurioserweise regelmäßig daran, dass ich bei Programmen nur dann durchsehe, wenn ich den ganzen Quelltext auf einen Blick sehen kann. Selbst die größten Monitore reichen da irgendwann leider nicht mehr aus.

      Edit: Noch schlimmer ist es, wenn Irgendjemand alles nur erzählt, ich also nicht mal mehr mein Tempo beim Erstellen der geistigen Bilder selbst bestimmen kann, sondern dieses Tempo von dem mehr oder weniger begabten Redner vorgegeben wird.
      Darum hasse ich die immer mehr um sich greifenden Youtube-Videos, wo irgendwelche Leute stundenlang etwas labern, anstatt es kurz und knapp aufzuschreiben, damit man selbst aus dem Text was machen kann. Anscheinend werden die Leute allgemein immer fantasieloser und greifen darum auf die fertigen Bilder zurück.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
      ...denn Tiere tun mir leid. Lieber Akazien statt nem dicken fetten Schinken!

      The post was edited 1 time, last by Garfield ().

    • Schön zu sehen, dass mein Problem doch einen Namen hat... - Allerdings gefällt mir der Name nicht. Ist irreführend. Phantasie habe ich schon - nur auf andere Art halt...
      I could work hard to be normal, but I prefer to hold myself a higher standard. Ego lex sum.

      The post was edited 1 time, last by Lex ().

    • Interessant, dass das Phänomen einen Namen hat!

      Bei mir ist es genau umgekehrt, also wie bei Windtänzerin. Die Bilder im Kopf werden sofort lebendig. Wirklich verstanden habe ich einen Text erst, wenn ich ihn als visuelle Szene sehe.

      Aber ich kannte mal jemanden, der sich Dinge nicht vorstellen konnte. Dem musste man alles aufmalen oder in Zahlen+Formeln erklären. Mit "Stell dir mal vor ..." redete man bei ihm wie gegen eine Wand. Ich hatte das als Verbaldenken abgetan. Das heißt, ich ging davon aus, dass er nur in Sprache und gar nicht in Bildern denkt. Vielleicht ist er in echt aphantastisch.

      Das Wort ist im ursprünglichen Sinne schon richtig, wenn man unter Phantasie das Visualisieren von Ideen versteht. Im heutigen Sinne, wo Phantasie eher die wilde Kreativität bezeichnet, kann es tatsächlich etwas in die Irre führen.
    • Ich habe die nicht 100 % ausgeprägte Variante davon, habe vor einer Weile schon darüber gelesen und mir gedacht- das beschreibt es prima. Im Prinzip kann ich keine inneren Bilder erzeugen, die über einfache, einfarbige geometrische Strukturen hinausgehen und auch bei denen bin ich mir nicht sicher, ob ich sie mir wirklich bildlich vorstelle und nicht eigentlich verbal drüber nachdenke, wie sowas aussähe. Ein besonders verbaler Denker bin ich aber auch nicht, ich denke mehr in Strukturen und Zusammenhängen.
      Nichts ist, wie es scheint...
    • Nerdy by Nature wrote:

      Mit "Stell dir mal vor ..." redete man bei ihm wie gegen eine Wand. Ich hatte das als Verbaldenken abgetan.

      Kommt mir bekannt vor. :lol:

      Aldaris-Adun wrote:

      Ein besonders verbaler Denker bin ich aber auch nicht, ich denke mehr in Strukturen und Zusammenhängen.

      Ich denke auch viel in Strukturen und Zusammenhängen würde ich sagen. Ich kann mich auch gut daran erinnern was gesagt wurde, also wie eine Tonaufnahme und auch an Gerüche.
      Ich kann mir inzwischen in Erinnerung rufen wie meine Familie aussieht, weil ich irgendwann dahinter kam, dass ich mir eine begrenzte Anzahl von Photos merken kann, wenn ich sie mir lange genug angesehen habe. Also wenn ich bspw. an meinen Bruder denke, wie er aussieht, denke ich an ein Photo dass ich von ihm gesehen habe. Wie er aber das letzte Mal aussah oder was er anhatte kann ich hingegen nicht sagen. So geht es mir mit anderen Sachen auch. Also zu 100% habe ich das auch nicht. Ich hätte auch nicht gedacht dass es dafür einen Namen gibt. Kreativ bin ich dennoch.
      Diagnose: Mensch
    • Ich denke da eher in übereinanderliegenden Schichten, dazu gehört die verbale und visuelle Denkweise gleichermaßen, wie meine Erinnerungen zur Sensorik. Alles zusammen ergibt dann eine kreative Grundlage mit der ich arbeiten kann. Dabei kann ein einzelner, bestimmter Sinnesreiz ausreichen, um den "Rest" der Komposition zu komplettieren. Das Bild fügt sich zu einem Ganzen.
      Ein Leben ohne Bilder im Kopf? Undenkbar für mich! Ich könnte dann nicht mehr aus meiner Kreativität schöpfen.

      Umso mehr finde ich es merkwürdig, dass ich mir Gesichter so schlecht einprägen kann, da funktioniert das mit "dem Bild im Kopf" irgendwie nicht mehr. Aber eventuell liegt es auch daran, dass ich generell nicht viel Zeit aufwende, um anderen ins Gesicht zu sehen.
      ~ Erst wenn Du einen Anderen so annehmen kannst wie er von Natur aus ist, ist er frei geworden, sich von dort an aufzumachen, derjenige zu werden und zu sein, dessen er befähigt ist ~
    • lakritz wrote:

      Ein Leben ohne Bilder im Kopf? Undenkbar für mich! Ich könnte dann nicht mehr aus meiner Kreativität schöpfen.

      Man weiß nicht wie man denken würde wenn dies oder das anders wäre.
      So sind bspw. einige musikalische Savants blind, Beethoven am Ende seines Lebens taub und hat dennoch weiterkomponiert. Das Gehirn findet Kompensationsmechanismen für so vieles und hat dafür oft in anderen Bereichen Stärken die es sonst nicht hätte. Ich hatte bspw. immer einen Bezug zur Poetik und schrieb auch selbst poetische Texte, Metaphern aber... verstand ich meist einfach nicht. Ich denke aber inzwischen, man muss nicht immer alles verstehen. Auch NAs verstehen viel nicht und denken nicht groß drüber nach wieso das so ist.
      Fachausdrücke verstehe ich oftmals nur mit Mühe, sie sind mir oft zu abstrakt.

      Im Kindergarten dachte ich, ich hätte eine spezifische Form von Blindheit, bei der man sehen kann. Heute weiß ich, es war nichtnur eine verrückte Idee eines Kleinkindes, sondern visuelle Informationen sagen mir einfach nicht so viel. Aphantasie wurde in einem Artikel als "mentale Blindheit" bezeichnet. sprachlich begabt bin ich aber deshalb auch nicht. Es gibt so viele verschiedene Arten zu denken ist mir inzwischen klar.

      Ich habe lange an mir gehadert weil ich anders bin und denke als viele. Aber inzwischen weiß ich, eine "Norm" gibt es einfach nicht. So viel ist noch nicht bekannt über das menschliche Gehirn. Wieviele Normdifferenzen wie diese werden noch entdeckt? Viele denken fundamental anders als die Mehrheit und wissen es noch nichtmal.
      Diagnose: Mensch

      The post was edited 1 time, last by Lukas ().

    • Hm. Aphantasia habe ich glücklicherweise nicht: ich kann mir Bilder ohne weiteres vor meinem inneren Auge vorstellen.
      "Bildqualität" ist dabei als würde ich träumen: Einige Aspekte sind sehr plastisch, andere eher ephemär oder auch nicht vorhanden, aber beim "Hinzoomen" oder "Drehen" löst sich das Bild oft auf. Andere Dinge kann ich mir sehr gut sogar in "3D" vorstellen, z.b. kann ich in Gedanken durch mein Elternhaus gehen, oder die Wege von z.B. dort in die nächsten Ortschaften "abfliegen". Auch hier gibt es dann Passagen, die ich sehr genau im Kopf habe, und andere, die eher unvollständig sind oder ungenau.

      Womit ich mich allerdings extrem schwer tue, das ist, mir Dinge vorzustellen, die ich noch nie gesehen habe. Ich würde sogar sagen: Beinahe unmöglich. "Neue" Bilder fabriziere ich, indem ich alte miteinander verbinde. So hat sich z.B. die ganze Handlung von Der Schatz im Silbersee in Umgebungen abgespielt, die ich gesehen hatte: Mein Garten, eine Wiese irgendwo anders, die Gleise hinter unserem Grundstück, ein kleiner Bergsee, an dem ich als Kind mal war. Die Leute sahen dann aus wie mein Onkel, oder wie halt in der Verfilmung, oder wie Lehrer oder so. Was halt nahe an den Beschreibungen dran war, oder wovon ich ein exaktes Bild aus den Filmen hatte.
      Aber ein eigenes, von meinem eigenen Gehirn erstelltes Gesicht? Kann ich mir bis heute nicht vorstellen. Das werden im besten Fall Collagen aus anderen Gesichtern, wie ein mentales Frankensteinsches Monster.
    • Muesli wrote:

      Aber ein eigenes, von meinem eigenen Gehirn erstelltes Gesicht? Kann ich mir bis heute nicht vorstellen. Das werden im besten Fall Collagen aus anderen Gesichtern, wie ein mentales Frankensteinsches Monster.

      Es gibt Leute die sowas können? :oops:
      Diagnose: Mensch
    • Sicher gibt es Leute, die sich Gesichter detailliert merken und vorstellen können. Sonst gäbe es ja nicht den Beruf des Phantombildzeichners, der teils überraschend detaillierte Bilder anfertigt anhand von Beschreibungen von Zeugen, die den Täter nur kurz gesehen haben...
      I could work hard to be normal, but I prefer to hold myself a higher standard. Ego lex sum.
    • Lex wrote:

      Sicher gibt es Leute, die sich Gesichter detailliert merken und vorstellen können. Sonst gäbe es ja nicht den Beruf des Phantombildzeichners, der teils überraschend detaillierte Bilder anfertigt anhand von Beschreibungen von Zeugen, die den Täter nur kurz gesehen haben...

      Sich ein Gesicht detailliert zu merken ist ja was völlig anderes, als wenn das Gehirn versucht ein Gesicht von sich aus zu generieren. Also sich ein Gesicht ausdenken dass es nicht gibt. So habe ich zumindest die Aussage von Muesli verstanden.
      Diagnose: Mensch
    • Ich dachte gemeint war, dass das Gehirn anhand von Erinnerungen das optische Bild eines (bekannten) Gesichtes herstellt statt nur Fakten zum Aussehen der Person - quasi als grobe Beschreibung in Worten, die man sich merkt - in Erinnerung zu behalten.
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    • Also, ja, ich hatte das schon so gemeint wie Lukas das verstanden hat: Sich ein ganz neues Bild vorstellen können. Ich weiß jetzt auch nicht letztendlich, wer alles diese Fähigkeit hat. Aber man liest/hört doch oft bei Literaturverfilmungen, dass eine Person ganz anders ausgesehen hätte als der Kommentator sie sich in seiner Fantasie vorgestellt hatte.
      Daraus habe ich eben rückgeschlossen, dass solche Leute diese Fähigkeit haben müssen. Denn wenn ich mir eine Figur vorstelle, dann geht das nur, indem ich eben bereits bekannte Bilder verwende, oder ich kann mir kein Bild von ihr machen. Und wenn ich ein Bild einer mir bekannten Person (oder einer Illustrierung) für meine Vorstellung verwende, dann ist es doch sonnenklar, dass die anders aussehen wird als der Schauspieler, der die gleiche Person dann in der Verfilmung darstellt. Dann muss ich das ja nicht extra erwähnen.Oder?

      edit: Das wäre für mich, als würde an der Theke jemand um eine "Wurst mit zwei Enden" fragen.