Krämpfe, Kribbeln, Zuckungen, Nervenschmerzen- keine MS, keine Epilepsie- kennt das wer?

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    • Krämpfe, Kribbeln, Zuckungen, Nervenschmerzen- keine MS, keine Epilepsie- kennt das wer?

      Hallo zusammen,

      ich dachte, ich mache für dieses Thema mal einen eigenen Thread auf und vielleicht finde ich sogar Gleichgesinnte.

      Ich kämpfe seit einigen Jahren mit Nervenschmerzen und diversen anderen Problemen, die vor allem während depressiven Phasen und in Erschöpfungszuständen stark zunehmen.

      Es fühlt sich dann an, als würde der Körper gerade unter Strom stehen und/oder brennen, Arme, Beine u. Gesicht kribbeln, Augen und Kopf tun weh, Sehfeldausfälle, aus dem Kribbeln werden Nervenschmerzen, die sehr quälend sind, die aber auch irgendwann wieder verschwinden, meist bleibt dann das Kribbeln. Oft flimmert es vor den Augen, ähnlich wie bei Migräne. Hinter der Stirn baut sich eine Art Druckgefühl auf (und es kommt im Verlauf zu den erwähnten mäßigen bis starken Kopfschmerzen). Die Arme zittern teilweise und die Beine knicken beim Laufen ein wenig ein (wenn es gerade akut ist). Insgesamt fühl ich mich dann einfach nur schwach und müde. Manchmal zucken kurzfristig auch die Gliedmaßen (z.B. der Arm, oder auch nur der Zeigefinger).

      Man hat es auf der Neurologie damals gründlich durchgecheckt (Blut, EEG, MRT, Lumbalpunktion :( ), ohne Befund (bis auf Migräne, die hatte ich aber schon als Kind und ohne die meisten der oben erwähnten Symptome).

      Der Hausarzt hatte mal noch eine Idee bezüglich Polyneuropathie, hatte mich auch mal zwei Wochen krank geschrieben deswegen, aber das war´s dann auch schon.

      Ich schreibe das Problem (mittlerweile) einer generellen Überlastung oder Erschöpfung zu (und/oder Depressionen).

      Kennt das noch wer? :?
      Verdacht auf eine ASS laut meinem Psychiater.
      Status: Warte auf das Abschlussgespräch

      The post was edited 2 times, last by Schmetterling ().

    • Irgendwie erinnert mich Deine Beschreibung stark an diesen Thread aus einem MS-Expertenforum:
      ms-life.de/ms-community/expert…e_brauche_dringend_hilfe/
      Dort melden sich ja im Threadverlauf noch einige andere mit ähnlichen Symptomen. Vielleicht kannst Du Dich ja in den Beschreibungen wiederfinden?
      Eine der Personen dort sprach übrigens auch das Thema ALS an. Das klingt zwar dramatisch, aber vielleicht lieber einmal mehr als zu wenig überprüft.
      - Allein unter Menschen -
    • Ja, ich kenne das.
      Ich habe eine neuromuskuläre Erkrankung, und es gibt sehr viele dieser Erkrankungen, manche bemerkt man erst im mittleren Alter.
      Wurde eine Messung der Nervenleitgeschwindigkeit gemacht? All diese Krankheiten die ich meine gehen mit Polneuropathie einher. Ich würde mich mal an die Spezialambulanz in Münster überweisen lassen, Dr Young, oder Dr. Schröter, Bad Sooden-Allendorf.
      Zu Deiner Beschreibung passen unter anderem HMSN/CMT oder auch FSHD und PROMM. Es gibt da auch entgegen der meisten Beschreibungen sehr atypisch verlaufende neurologische Erkrankungen, auch verschiedene Myopathien. Es würde sich in jeem Fall lohnen in so eine Zentrum für Muskelkrankheiten zu gehen.
      Alles Gute
      Viele Grüße von MissChili
    • Es kann auch psychosomatisch sein. Ich kenne eine Art Brennen in den Muskeln, Kribbeln auch. Ich vermute, das kommt daher, wenn man die ganze Zeit angespannt ist (richtig mit angespannten Muskeln), weil man zu viel Stress hat. Du könntest vielleicht mal versuchen, z.B. ein entspannendes Medikament zu nehmen, aber auch regelmäßig für Entspannung zu sorgen, z.B. durch fest eingeplante Zeiten zum Musik hören, baden, Spazieren gehen oder Entspannungsübungen (Jacobsen soll da ganz gut funktionieren), je nachdem, was du gerne machst.
      Alles wird galaktisch gut.
    • Schmetterling, ich bin gerade wegen fast genau gleichen Symptomen wie du im KH. :/ Bei mir ist insbesondere die linke Seite betroffen, ich kann kaum laufen. Das habe ich seit Jahren immer mal wieder.
      Jetzt werden nacheinander alle medizinischen Geräte an mir ausprobiert und jeder Arzt hat eine andere Idee, was es noch sein könnte. Montag wird wohl ein MRT gemacht, davon versprech ich mir noch am meisten.
    • Ich kenne das teilweise, weiß aber nicht genau, wie sich "Nervenschmerzen" anfühlen. Ich habe manchmal einfach Schmerzen im ganzen Körper, ich würde es am ehesten mit Muskelkater beschreiben. Tritt aber auch auf, wenn ich vorher nichts außergewöhnlich Anstrengendes gemacht habe. Dann krieche ich manchmal die Treppe hoch wie eine alte Frau.
      Nachts hab ich oft meine Beine und Arme weh und weiß nicht, wie ich mich hinlegen soll. Das ist oft der Hauptgrund für meine Einschlafprobleme. Ich zappel dann stundenlang rum, Beine ausstrecken, Beine anziehen, Arm auf den Körper, Arm vor den Körper, unter die Decke, über die Decke... alles stört mich dann. Normalerweise bin ich gar kein "Zappelphilipp" (RW), aber abends manchmal ganz extrem.

      Es kann aber am nächsten Tag auch schon wieder weg sein, dann tut mir nichts weh und ich kann mühelos den Garten umgraben. Es ist sehr wechselhaft, deswegen habe ich das bisher noch nie so richtig mit einem Arzt besprochen. Sollte ich vielleicht mal tun.

      Vor ein paar Monaten hatte ich für ca. 4 Wochen auch Sehstörungen ähnlich wie die, die du beschreibst. Mein Freund hat mich zu allen möglichen Ärzten geschickt, aber außer leicht erhöhten Entzündungswerten wurde nichts gefunden.
      Kurz danach hatte ich 5 Wochen Urlaub, da ging es mir dann nach einer Weile besser. Von daher könnte es vielleicht wirklich einfach nur Stress gewesen sein?

      Ausfälle wie wegknickende Beine habe ich allerdings nicht, auch das Zittern kenne ich nicht. Von daher bin ich nicht sicher, ob es in eine ähnliche Richtung geht wie bei dir.
    • Also so wie du das beschreibst, kann es durchaus mit der Migräne zusammenhängen, selbst wenn du früher solche Symptome nicht hattest. Ich hatte auch schon als Kind Migräne und so mit 16 hat sich die Aura bei mir etwas verändert. Seitdem habe ich während einem Migräneanfall auch häufiger mal ein Kribbeln in den Armen oder Sehfeldausfälle, was ich früher nie hatte. Und ich habe von anderen Betroffenen gehört, dass es bei ihnen ähnlich gewesen ist.

      Es ist auch nicht ungewöhnlich, dass man häufigere oder heftigere Migräneattacken bekommt, wenn man depressiv oder überlastet ist. In stressigen Zeiten habe ich auch immer viel stärkere Migräne.

      Vielleicht kannst du ja anhand von irgendwelchen Vorzeichen erkennen, ob es sich dabei um Migräne handelt. Zum Beispiel wenn du ganz viel gähnen musst, reizbar bist, lichtempfindlich wirst oder vor/während den Beschwerden starken Heißhunger bekommst, dann würde das auch für Migräne sprechen.

      Liebe Grüße,
      akfscb8
    • Bei deinen Symptomen fällt mir als Möglichkeit noch ein Vitamin B12-Mangel ein.

      Ich wurde auch mal wegen MS-Verdacht untersucht - hatte ähnliche, bzw. die gleichen Symptome wie du. Alle Untersuchungen waren negativ. Nachdem ich schon in der Psycho-Schiene gelandet bin, habe ich auf Eigeninitiative B12 testen lassen und der Wert war gerade noch so unterkantig in der Norm. Mit monatlichen Vitamin B12-Spritzen wurde es dann auch besser.

      Wurde das schon untersucht?
      Auch ein B12-Wert an der Norm-Unterkante kann schon heftige Symptome - auch neurologische - machen, auch wenn manche Ärzte meinen, alles was in der Norm ist, macht noch keine Symptome. Meine Hausärztin war damals eine Ausnahme - sie hat mir gleich B12 verordnet.

      Wurde Schilddrüse schon getestet, evtl. auf Autoimmungerkrankung?
    • Vielen Dank für eure Rückmeldungen :) da ist ja wirklich viel an möglichen Ursachen zusammen gekommen 8o :thumbup:


      AuM wrote:

      Irgendwie erinnert mich Deine Beschreibung stark an diesen Thread aus einem MS-Expertenforum:
      ms-life.de/ms-community/exper…dringend_hilfe/
      Dort melden sich ja im Threadverlauf noch einige andere mit ähnlichen Symptomen. Vielleicht kannst Du Dich ja in den Beschreibungen wiederfinden?
      Eine der Personen dort sprach übrigens auch das Thema ALS an. Das klingt zwar dramatisch, aber vielleicht lieber einmal mehr als zu wenig überprüft.

      Ja, man sagte mir damals auch, dass MS ausgeschlossen werden müsse. Es klang wohl Vieles danach, hat sich dann aber glücklicherweise nicht bestätigt.


      MissChili wrote:

      Ja, ich kenne das.
      Ich habe eine neuromuskuläre Erkrankung, und es gibt sehr viele dieser Erkrankungen, manche bemerkt man erst im mittleren Alter.
      Wurde eine Messung der Nervenleitgeschwindigkeit gemacht? All diese Krankheiten die ich meine gehen mit Polneuropathie einher. Ich würde mich mal an die Spezialambulanz in Münster überweisen lassen, Dr Young, oder Dr. Schröter, Bad Sooden-Allendorf.
      Zu Deiner Beschreibung passen unter anderem HMSN/CMT oder auch FSHD und PROMM. Es gibt da auch entgegen der meisten Beschreibungen sehr atypisch verlaufende neurologische Erkrankungen, auch verschiedene Myopathien. Es würde sich in jeem Fall lohnen in so eine Zentrum für Muskelkrankheiten zu gehen.
      Alles Gute


      MissChili, du trägst gesundheitlich wirklich ein großes Päckchen mit dir herum (RW) :(

      Danke für deine Ideen. Es macht mich (generell) traurig, dass Vieles ohne spezialisierte Zentren gar nicht entdeckt wird.

      Habe schon öfter gelesen, dass es nach Möglichkeit besser ist, in ein Zentrum zu gehen.

      Die Messung wurde gemacht glaube ich (das mit dem Strom) und war unauffällig.

      Shenya wrote:

      Es kann auch psychosomatisch sein. Ich kenne eine Art Brennen in den Muskeln, Kribbeln auch. Ich vermute, das kommt daher, wenn man die ganze Zeit angespannt ist (richtig mit angespannten Muskeln), weil man zu viel Stress hat. Du könntest vielleicht mal versuchen, z.B. ein entspannendes Medikament zu nehmen, aber auch regelmäßig für Entspannung zu sorgen, z.B. durch fest eingeplante Zeiten zum Musik hören, baden, Spazieren gehen oder Entspannungsübungen (Jacobsen soll da ganz gut funktionieren), je nachdem, was du gerne machst.

      Möglicherweise, ich bin oft angespannt, verspannt oder "verkrampft". Es beschränkt sich allerdings nicht auf die Muskeln, schwer zu beschreiben. Als hätte man unter der Haut Brandwunden.

      Jacobsen kenne ich, und baden war früher mal mein Ritual (jeden Abend), das habe ich mittlerweile aus Kostengründen eingestellt. Ich wickle mich aber abends in eine Decke, damit es überall warm wird. :)

      JuleJule wrote:

      Schmetterling, ich bin gerade wegen fast genau gleichen Symptomen wie du im KH. :/ Bei mir ist insbesondere die linke Seite betroffen, ich kann kaum laufen. Das habe ich seit Jahren immer mal wieder.
      Jetzt werden nacheinander alle medizinischen Geräte an mir ausprobiert und jeder Arzt hat eine andere Idee, was es noch sein könnte. Montag wird wohl ein MRT gemacht, davon versprech ich mir noch am meisten.

      Das tut mir leid :( ich weiß, wie es mir damals ging damit, ich möchte es nicht nochmal mitmachen müssen, wenn es nicht sein muss.

      Drücke die Daumen, dass der Aufenthalt schnell vorbei geht und nichts Schlimmes gefunden wird :(

      Silvi wrote:

      Ich kenne das teilweise, weiß aber nicht genau, wie sich "Nervenschmerzen" anfühlen. Ich habe manchmal einfach Schmerzen im ganzen Körper, ich würde es am ehesten mit Muskelkater beschreiben. Tritt aber auch auf, wenn ich vorher nichts außergewöhnlich Anstrengendes gemacht habe. Dann krieche ich manchmal die Treppe hoch wie eine alte Frau.
      Nachts hab ich oft meine Beine und Arme weh und weiß nicht, wie ich mich hinlegen soll. Das ist oft der Hauptgrund für meine Einschlafprobleme. Ich zappel dann stundenlang rum, Beine ausstrecken, Beine anziehen, Arm auf den Körper, Arm vor den Körper, unter die Decke, über die Decke... alles stört mich dann. Normalerweise bin ich gar kein "Zappelphilipp" (RW), aber abends manchmal ganz extrem.

      Es kann aber am nächsten Tag auch schon wieder weg sein, dann tut mir nichts weh und ich kann mühelos den Garten umgraben. Es ist sehr wechselhaft, deswegen habe ich das bisher noch nie so richtig mit einem Arzt besprochen. Sollte ich vielleicht mal tun.

      Vor ein paar Monaten hatte ich für ca. 4 Wochen auch Sehstörungen ähnlich wie die, die du beschreibst. Mein Freund hat mich zu allen möglichen Ärzten geschickt, aber außer leicht erhöhten Entzündungswerten wurde nichts gefunden.
      Kurz danach hatte ich 5 Wochen Urlaub, da ging es mir dann nach einer Weile besser. Von daher könnte es vielleicht wirklich einfach nur Stress gewesen sein?

      Ausfälle wie wegknickende Beine habe ich allerdings nicht, auch das Zittern kenne ich nicht. Von daher bin ich nicht sicher, ob es in eine ähnliche Richtung geht wie bei dir.

      Danke für deine Rückmeldung. Ich würde Nervenschmerzen beschreiben wie "innerliche" Brandwunden unter der Haut. So fühlt es sich zumindest bei mir an. Aber das Gefühl, wie eine alte Frau die Treppen hochzukriechen, kenne ich auch, auch die Wechselhaftigkeit der Beschwerden.

      Denke auch, dass Stress da eine ganz zentrale Rolle spielt bzw. Vieles bricht ja dann aus, wenn man eh schon geschwächt ist vom Stress.

      MissChili wrote:

      Ich geb noch mal Neuroboreliose als Tipp dazu, könnte auch sein, gerade bei schubhaften Krankheitssymptomen.

      Die Symptomliste liest sich wirklich so.. Hatte als Kind/Jugendliche auch ab und zu Zecken.

      Die Lumbalpunktion war damals unauffällig, allerdings weiß ich nicht, wie aussagekräftig das ist.

      akfscb8 wrote:

      Also so wie du das beschreibst, kann es durchaus mit der Migräne zusammenhängen, selbst wenn du früher solche Symptome nicht hattest. Ich hatte auch schon als Kind Migräne und so mit 16 hat sich die Aura bei mir etwas verändert. Seitdem habe ich während einem Migräneanfall auch häufiger mal ein Kribbeln in den Armen oder Sehfeldausfälle, was ich früher nie hatte. Und ich habe von anderen Betroffenen gehört, dass es bei ihnen ähnlich gewesen ist.

      Es ist auch nicht ungewöhnlich, dass man häufigere oder heftigere Migräneattacken bekommt, wenn man depressiv oder überlastet ist. In stressigen Zeiten habe ich auch immer viel stärkere Migräne.

      Vielleicht kannst du ja anhand von irgendwelchen Vorzeichen erkennen, ob es sich dabei um Migräne handelt. Zum Beispiel wenn du ganz viel gähnen musst, reizbar bist, lichtempfindlich wirst oder vor/während den Beschwerden starken Heißhunger bekommst, dann würde das auch für Migräne sprechen.

      Liebe Grüße,
      akfscb8

      Klingt auch plausibel.


      Lukas wrote:

      Bei mir hängt das immer mit den Elektrolyten zusammen.

      Noch eine Möglichkeit.. Danke für eure vielen Ideen :)


      Neytiri wrote:

      Bei deinen Symptomen fällt mir als Möglichkeit noch ein Vitamin B12-Mangel ein.

      Ich wurde auch mal wegen MS-Verdacht untersucht - hatte ähnliche, bzw. die gleichen Symptome wie du. Alle Untersuchungen waren negativ. Nachdem ich schon in der Psycho-Schiene gelandet bin, habe ich auf Eigeninitiative B12 testen lassen und der Wert war gerade noch so unterkantig in der Norm. Mit monatlichen Vitamin B12-Spritzen wurde es dann auch besser.

      Wurde das schon untersucht?
      Auch ein B12-Wert an der Norm-Unterkante kann schon heftige Symptome - auch neurologische - machen, auch wenn manche Ärzte meinen, alles was in der Norm ist, macht noch keine Symptome. Meine Hausärztin war damals eine Ausnahme - sie hat mir gleich B12 verordnet.

      Wurde Schilddrüse schon getestet, evtl. auf Autoimmungerkrankung?

      Und auch das wäre möglich.

      B12 wurde mal angesehen und war "ok", nicht der beste Wert auf der Liste, aber noch in der Norm

      (danke für die Erinnerung, wollte schon längst mal B-Vitamine besorgen, da ich wenig Tierisches esse)

      Schilddrüse wäre auch möglich (meine Mutter hat eine Unterfunktion), Hausarzt meinte, meine Blutwerte seien da auch noch in der Norm.

      Weiß nicht, wie aussagekräftig die sind, aber ich habe mal nicht weiter nachgefragt.

      ---

      Ich fürchte, ich werde nicht ganz heraus bekommen, woran es genau liegt, dafür scheint es zu viele Möglichkeiten zu geben.

      Zumindest wurde die wichtigsten neurologischen Untersuchungen mal gemacht und waren unauffällig.

      Danke nochmal an alle :)
      Verdacht auf eine ASS laut meinem Psychiater.
      Status: Warte auf das Abschlussgespräch
    • (danke für die Erinnerung, wollte schon längst mal B-Vitamine besorgen, da ich wenig Tierisches esse)


      Ich habe die Blutwerte in etwa die eines Vegetariers gehabt... War mir ein völliges Rätsel, weil ich relativ häufig Fleischprodukte und Milchprodukte zu der Zeit gegessen habe. Seitdem substituiere ich auch. Vitamin B-12 und Elektrolyte jedoch nur bei spezifischen Beschwerden. An meiner Ernährung lag das sicher nicht. Ich glaube einfach, weil mein Gehirn viel mit Reizüberflutung zu tun hat etc., habe ich von einigen Vitaminen und Mineralstoffen etc. einfach teils einen höheren Verbrauch als andere. Deshalb würde es schon Sinn machen danach zu gucken. Muss ja nicht so sein, aber möglich ist es ja.
      Mit der Psychoschiene solche Beschwerden zu erklären, da bin ich inzwischen vorsichtig. Ich denke einfach dass Menschen mit neurologischen und/oder psychiatrischen Problemen durch ihre veränderte Hirnchemie etc. bei manchen Vitaminen und Mineralien einfach dadurch einen anderen Verbrauch haben. Von dem her macht es für mich schon Sinn, dass bei Studien immer wieder rauskommt: "Autisten haben vom XYZ Vitamin einen Mangel". Jedoch wird dadurch meist gefolgert, dass dies den Autismus begünstigt hätte, den Kindern werden dann die Vitamine oder whatever verabreicht und es gibt eine leichte Verbesserung (was ja auch logisch ist wenn davor ein gravierender Mangel herrschte, Autismus oder nicht), aber mehr auch nicht. Den Autismus kann uns wird das natürlich nicht heilen. Ich halte das aber für einen gravierenden Denkfehler. Ich denke dass es anders rum ist und unser Autismus uns erst dazu begünstigt bei gewissen Vitaminen und Mineralstoffen etc. schneller einen Mangel zu bekommen, eben weil wir teils einen anderen Verbrauch haben, damit unser Körper die ganzen Sinneseindrücke und alles verarbeiten kann. Deshalb ist es schon interessant zu lesen, wo andere so ihre Mangel oftmals haben.
      Diagnose: Mensch

      The post was edited 5 times, last by Lukas ().

    • Lukas wrote:

      Von dem her macht es für mich schon Sinn, dass bei Studien immer wieder rauskommt: "Autisten haben vom XYZ Vitamin einen Mangel".

      Ich dachte, es kommt eher von den Einschränkungen beim Essen, also eintönig essen oder das Falsche essen.
    • Neoni wrote:

      Lukas wrote:

      Von dem her macht es für mich schon Sinn, dass bei Studien immer wieder rauskommt: "Autisten haben vom XYZ Vitamin einen Mangel".

      Ich dachte, es kommt eher von den Einschränkungen beim Essen, also eintönig essen oder das Falsche essen.


      Das spielt sicher mit rein, halte ich jedoch nicht für den einzigen Grund. Es kommen ja bei Studien bei Autisten immer spezifische Vitamine etc. raus, wie bspw. Vitamin B (welche ganzen B Vitamine bin ich mir nicht sicher) und wie gesagt, ich habe mich damals sehr proteinreich ernährt, mit vielen tierischen Produkten und hatte genau beim Vitamin B-12 bspw. auch meinen Mangel und anhand meines Blitbildes wurde ich dann wiederholt gefragt ob ich Vegetarier sei? :m(:
      Diagnose: Mensch
    • Der Vollständigkeit halber sei bei MS-Verdacht auch die Kontra-Indikation Metall-Vergiftung erwähnt, dabei gibt es Metalle, die in kaum nachweisbaren Mengen hochgiftig sind, z.B. Arsen. Eine Vergiftung kann über die Zeit durch Anreicherung kontaminierter Substanzen oder dem klassischen Gift-Anschlag geschehen (Chemiker in der Familie?) :twisted:
      (Ein langdauernde Arsenvergiftung erkennt man irgendwie an den Fingernägeln)
      Dafür gibt es eine Metall-Entgiftungs-Therapie, die bei einem Bekannten von mir gute Besserung erreicht hat.

      Ansonsten nehme ich regelmäßig Magnesium ein. Ein Mangel führt zu Wadenkrämpfen im Schlaf, Kribbeln in Füße und Hände, Mißbefinden.

      The post was edited 1 time, last by Buzzi ().

    • Die Symptomatik kann bei chron. Borreliose durchaus vorkommen. Ich und meine Frau haben chron. Borreliose, wobei meine Frau von der Symptomatik stärker betroffen ist. Sie hatte damals einen sehr hohen Titer und daraufhin sechs Wochen intravenöse Antibiotikatherapie - hat aber leider nix gebracht. Seither nimmt sie eine Tinktur der "wilden Karde" , das hilft ein wenig. Wenn die Borresliose erstmal chronisch ist, gibt es auch keine wirkliche Therapie, außer palliativ, dagegen. Leider.

      Kribbeln, Ameisenlaufen, Jucken, Hautrötungen, Kreislaufprobleme etc. kenne ich zudem von meiner familiären Polyzythämie (zuviele rote Blutkörperchen) , welche ich so als "Erbgeschenk" von meiner Familie mitbekommen habe. Polyzythämie ist aber eher selten und kann auch in der malignen Form Polyzythämie rubra vera vorkommen (da ist das Leukämierisiko groß) .

      Ich verbeisse mich aber nicht in meine Diagnosen, von daher tangiert mich mein Asperger also mehr als das Körperliche :)
      ~ Erst wenn Du einen Anderen so annehmen kannst wie er von Natur aus ist, ist er frei geworden, sich von dort an aufzumachen, derjenige zu werden und zu sein, dessen er befähigt ist ~
    • Lukas wrote:

      Ich habe die Blutwerte in etwa die eines Vegetariers gehabt... War mir ein völliges Rätsel, weil ich relativ häufig Fleischprodukte und Milchprodukte zu der Zeit gegessen habe. Seitdem substituiere ich auch. Vitamin B-12 und Elektrolyte jedoch nur bei spezifischen Beschwerden.
      Es könnte beim Vitamin B12 Mangel eine Magenschleimhautentzündung dahinter stecken, z.B. bei einen gastroduodenalem Reflux, wo Galle in den Magen zurückfließt und dort die Belegzellen des Magens schädigt. Diese Zellen produzieren nicht nur die Magensäure, sondern auch den Intrinsicfaktor, der essentiell für die Aufnahme von Vitamin B12 ist. Es gibt auch noch andere Gründe für eine Magenschleimhautentzündung, z.B. Alkohol, NSAR Einnahme, Autoimmung oder Helicobacter pylori.
      Neben einem Mehrbedarf an Vitaminen und Elektrolyten kann auch eine Resorptionsstörung vorliegen, z.B. bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen oder Malabsorptionssyndromen (z.B. bei "Sorbitintoleranz"). Bei mir liegen solche Probleme vor, und ich muß daher substiutuieren, obwohl ich eine normale Vollwertkost mit viel Fleisch und Fisch zu mir nehme.

      Also, auch von mir der Rat: Untersuchen lassen, Zuckermalabsorption kann mit einfachen Atemtests nachgewiesen werden, Magenschleimhautentzündung mit einer Magenspiegelung.
      "Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muß man vor allem ein Schaf sein."
      - Albert Einstein -
    • Ich kenne es aus eigener Erfahrung, bei mir kam alles von meinen Nerven. Dadurch das die Nerven angegriffen waren, musste ich erst ganz starke Tabletten zu mir nehmen, diese waren sogar gegen Epilepsie, Vitamin B und Magnesium kamen auch noch dazu. Die Tabletten musste ich einen Monat zu mir nehmen, dannach waren auch die meisten Schmerzen weg, aber damit die Nerven ganz geheilt werden, dass kann Jahre dauern, muss ich immer noch Vitamin B und Magnesium supplementieren, der Arzt konnte auch keinen genauen Zeitraum nennen, wann die Nerven wieder komplett gesund werden.
    • Kenne ich. Nur mit dem Unterschied, dass es hier keinen Zusammenhang mit dem Stresslevel gibt.

      Schmerzen, Zucken, wegknickende Beine, Hände, die plötzlich alles Fällen lassen - alles bekannt.

      Ich war deswegen ebenfalls schon in der Klinik (Neurologie, MS ausschließen...).
      Ergebnis: nichts!
      Das einzig messbare sind die stetig zu wenigen Leukozyten, die sich aber auch keiner erklären kann.
      Es läuft so nach dem System ich lebe noch, also kann es nichts schlimmes sein. Kurze Aufregung gibt es nur, wenn die Leukos noch weiter absinken. Allerdings wird das dann auch nur engmaschig beobachtet (um sicher zu gehen, dass das Knochenmark die Produktion nicht eingestellt hat) und abgewartet bis es von allein wieder steigt. Dieser Prozess ist für den Körper allerdings mega kräftezehrend, man nimmt in kürzester Zeit extrem ab, obwohl man doppelt soviel isst wie sonst und trotzdem immer Hunger hat.