"Bin ich ein Autist?" (Die Welt, 06.09.2015)

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    • Erst gibts einen Verdacht (Eigenverdacht, Therapeut, Psychiater, Eltern, etc.),
      dann ein Screening durch Checklisten (z.B. AQ) oder Videos der Eltern,
      dann klinische Untersuchungen mit ADI-R (Elternbefragung) bzw. ADOS (Modul-4: Verhaltensbeobachtung, wobei Stereotypien nicht zählen,
      weil der Beobachtungszeitraum nur 45-60 min umfasst).

      und eine Differentialdiagnose:
      • Persönlichkeitsstörung
      • Zwangsstörungen
      • ADHS
      • Geistige Behinderung (-> Chromosomenanalyse)
      • Soziale Phobie, Depressionen (situationsabhängige Symptome)
      • Mutismus
      • Sozialverhalten
      bei den meisten Differentialdiagnosen fehlen Stereotypien bzw. eng begrenzte Interessen.

      Quelle: Kamp-Becker, Autismus

      ***

      Wenn es *Möchtegern-Aspies* (ich habe noch keinen getroffen, schwer vorstellbar, wie so jemand tickt) schaffen, durch diesen ganzen Prozess zu laufen und eine Fehldiagnose bekommen (wer beurteilt das? Ein anderer Autist?),
      stellt sich die Frage, an welchem Punkt der Therapeut einen Fehler gemacht hat (auch hier: wer beurteilt das?). Wenn jemand klinisch nicht signifikant beeinträchtigt ist, weil er im Alltag gut zurecht kommt, spricht das
      nicht gegen Autismus, sondern *nur* gegen eine Diagnose. Echter Autismus ist für mich keine Frage, wie schwer jemand beeinträchtigt ist. Unterstützungsbedarf ist keine Eigenschaft einer Person. Wenn man alle diagnostizierten Autisten betrachtet,
      wird man auch bei den zertifizierten Autisten feststellen, dass es ein großes Spektrum gibt, dass Beeinträchtigung stark subjektiv ist und nicht bei jedem Autisten dieselben Bereiche betrifft. Der eine Autist tut sich z.B. wahnsinnig schwer, jemanden zu kritisieren,
      aus Angst vor Widerspruch, dafür aber leicht mit Telefonieren. Beim anderen ist es umgekehrt. Der eine hat kein Problem, alleine in den Urlaub zu fahren, kann dafür kaum mit den Öffis fahren. Beim anderen ist es umgekehrt. Je nach dem, wo die Schwierigkeiten liegen,
      macht sich das täglich im Alltag bemerkbar (z.B. Öffentliche Verkehrsmittel benutzen), oder nur selten (in Urlaub fahren). Der eine kann alleine einkaufen, der andere muss sich alles bestellen, weil er die flackernden Neonröhren nicht aushält. Es gibt so viele Dinge, wo
      jemand beeinträchtigt sein kann, und sich von einem selbst unterscheidet. Ist er deswegen kein echter Autist? Damit meine ich nicht die *echt* fehldiagnostizierten...., und auch bei denen ist es wichtig, dass man eine korrekte Diagnose stellt. Angesichts der Kosten für Diagnoseverfahren, der Wartezeit und der vielen Termine und Anfahrten dafür kann ich mir auch schwer vorstellen, wer sich das antut, nur um mit einem Sheldon-Cooper-Label angeben zu können.
    • Pompeji wrote:

      Damit meine ich nicht die *echt* fehldiagnostizierten...., und auch bei denen ist es wichtig, dass man eine korrekte Diagnose stellt.
      Das wiederum verstehe ich jetzt nicht. Ich spreche doch die ganze Zeit von echt Fehldiagnostizierten.

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    • @Pompeji: Hat man in deiner Diagnostik all die Untersuchungsschritte gemacht, die du aufgezählt hast?
      Bei vielen wird das nämlich nicht alles gemacht, obwohl es so überall zu lesen steht.
      Und genau da liegt vielleicht das Problem.

      The post was edited 2 times, last by CoBHC ().

    • Den Artikel kann man wohl als satirische Gesellschaftskritik deuten.

      Dadurch das die NTler in ihrem Wahn Autismus vom Leiden zu einer 'Auszeichnung' ummodeln, entsteht wahrlich das Problem, dass Leute, die wirklich darunter leiden Probleme haben ernst genommen zu werden, besonders halt jene Asperger-Autisten die trotz aller Widrigkeiten es geschafft haben, etwas zu erreichen.

      Da einzige positive daran ist wohl, weil es so 'In' ist, dürfte sich das Angebot für Diagnosen schneller bessern als es sonst täte, weil es so halt lukrativer wirkt auf die angehenden Ärzte.

      "Wissen ist auch nicht teurer als Ignoranz,
      und mindestens genauso befriedigend."

    • Hypatia wrote:

      Bhai wrote:

      Bei uns im Buchkaufhaus ist die 90er-Jahre-Modediagnose Borderline zu einer Handvoll Titel zusammengeschrumpft, eine Ecke eines langen Regals. Bücher zum Thema Autismus füllen hingegen ein ganzes Regal aus, wie ich neulich entdeckt habe, wie auch Bücher zu ADHS. Man muss nur in eine große Buchhandlung mit eigener Abteilung für Gesundheitsbücher gehen, um zu sehen, welche Diagnosen gerade der Renner sind und welche das Mauerblümchen.
      Echt? Ist hier ganz anders. Zum Thema Autismus findet man meist 2-3 Bücher (idR die Bücher von Daniel Tammet, Peter Schmidt und Axel Brauns), das wars. Erstaunlicherweise zumindest bei den Erwachsenen auch kaum oder gar nichts über ADHS. Das scheint es nach wie vor im Erwachsenenalter nicht zu geben.
      Jedoch findet man nach wie vor meterweise Bücher über Borderline. Auch Narzissmus ist weiterhin sehr beliebt und auch "einfachere" Sachen wie Angststörungen und derlei.
      Was bei uns ganz modern ist und ich jedes mal mehr zu finde, ist die Hochsensibilität, die Bücher dazu liegen auf den Tischen (dort wo die Beststeller u.ä. liegen) und in den ersten Reihen aus, so dass es jeder sehen kann.
      Dann ist das hier vielleicht ein regionales Phänomen. Hier gibt es eine große psychiatrische Klinik, die zu den "Vatikanen" der Autismus-Forschung zählt. Möglicherweise ist aus diesem Grund hier die Nachfrage nach Autismus-Büchern weitaus größer als die nach Borderline-Titeln.

      Kann mir schon vorstellen, dass es regionale Unterschiede in der Diagnosehäufigkeit gibt. Bei ADHS hat man ja festgestellt, dass der prozentual höchste Anteil im Raum Würzburg lebt. Die Psychiatrie Würzburg wiederum ist das Zentralheiligtum der AD(H)S-Forschung.
      "Ich würde nie einem Club beitreten, der bereit wäre, jemanden wie mich als Mitglied aufzunehmen" (Groucho Marx) “Sich zu akzeptieren als den, der man ist, ohne etwas anderes sein zu wollen - das ist Freiheit“ (Ramesh Balsekar)
    • Ich finde es erschreckend was LiveLoveHelp schreibt. Es muss verletzend sein, wenn man behandelt wird als habe man sich das alles nur ausgedacht um cool zu sein, und abgewiesen wird wenn man Hilfe sucht.
      Find ich nicht gut wenn das hier im Forum dann auch noch abgetan wird. Dass ein Autismus-Experte das weiß dass ein AS ernst zu nehmen ist, ist klar, aber in der Realität gibts nunmal nicht an jeder Ecke Autismus-erfahrene Therapeuten, ganz besonders nicht für Erwachsene.

      Kalrakh wrote:

      Dadurch das die NTler in ihrem Wahn Autismus vom Leiden zu einer 'Auszeichnung' ummodeln, entsteht wahrlich das Problem, dass Leute, die wirklich darunter leiden Probleme haben ernst genommen zu werden, besonders halt jene Asperger-Autisten die trotz aller Widrigkeiten es geschafft haben, etwas zu erreichen.

      Das denke ich auch.

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      Pompeji was du beschreibst in Beitrag #22 ist eine Diagnostik für Kinder/Jugendliche. Bei Erwachsenen ist das so oft gar nicht möglich. Eltern sind nicht immer verfügbar, entweder schon tot oder so alt dass sie sich nicht mehr genug erinnern können. Manche Eltern wollen es auch nicht wahrhaben dass der Sohn / die Tochter behindert sein könnte und stellen es so dar als sei er/sie normal gewesen. (Manchmal ist das vielelicht auch mit einem Schuldgefühl verbunden, dem Kind früher nicht genug Unterstützung gegeben zu haben, also wird es geleugnet.)
      Und was noch dazu kommt, viele Leute mit ASS (oder Verdacht auf ASS) leben isoliert und haben evtl keinen Kontakt mehr zu den Eltern.
      Wenn das ADI-R Elterninterview gemacht wird, dann also mit dem Patienten selber, oder der Psychiater stellt die Fragen frei (ohne strukturiertes Interview) um herauszufinden, wie derjenige als Kind war.

      Was den ADOS angeht so ist er für Erwachsene mit hochfunktionaler ASS nicht geeignet und wird in Deutschland kaum für die Erwachsenenpsychiatrie eingesetzt. Zum Beispiel in einer Studie die die letzten zwei Jahre in Freiburg lief kam heraus, dass der Test bei Erwachsenen nur eine Sensitivität von 60,5% hat (Sensitivität: auffälliges Ergebnis bei vorliegender klinischer ASS-Diagnose), und eine Spezifität von 73,3% (Spezifität: unauffälliges Ergebnis bei nicht-Vorliegen von ASS-Diagnose). Es kann als nur Ergänzung bei der Diagnostik verwendet werden, dem sollte aber nicht zuviel Gewicht beigemessen werden.
      Auch kam es schon hier im Forum heraus, dass der test, trotz aller Durchstrukturiertheit, in der Praxis oft anders angewendet wird als es im Manual steht. Die Ergebnisse von Stelle zu Stelle (und evtl sogar von Beobachter zu Beobachter) sind also auch oft nicht untereinander vergleichbar.

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      Bhai wrote:

      Kann mir schon vorstellen, dass es regionale Unterschiede in der Diagnosehäufigkeit gibt. Bei ADHS hat man ja festgestellt, dass der prozentual höchste Anteil im Raum Würzburg lebt. Die Psychiatrie Würzburg wiederum ist das Zentralheiligtum der AD(H)S-Forschung.

      Denke ich auch. Und dazu kommt vielleicht auch noch, dass es regionale Unterschiede geben könnte, wann sich Leute zum Psychiater trauen oder geschickt werden?

      The post was edited 2 times, last by Neoni ().

    • Neoni wrote:

      Ich finde es erschreckend was LiveLoveHelp schreibt. Es muss verletzend sein, wenn man behandelt wird als habe man sich das alles nur ausgedacht um cool zu sein, und abgewiesen wird wenn man Hilfe sucht.
      Find ich nicht gut wenn das hier im Forum dann auch noch abgetan wird. Dass ein Autismus-Experte das weiß dass ein AS ernst zu nehmen ist, ist klar, aber in der Realität gibts nunmal nicht an jeder Ecke Autismus-erfahrene Therapeuten, ganz besonders nicht für Erwachsene.


      Ich finde es auch erschreckend, aber "Es muss verletzend sein, wenn man behandelt wird als habe man sich das alles nur ausgedacht um cool zu sein, und abgewiesen wird wenn man Hilfe sucht." das erlebe ich auch im Alltag immer wieder, dass man sich doch bloß zusammenreißen solle,
      und ein bisschen an seiner Einstellung ändern, und nicht gleich so schwere Geschütze wie Autismus aufzufahren (RW). Das zeigt doch auch, dass es ein gravierendes Unwissen in der Bevölkerung, egal ob Mitmensch oder "Experte" bezgl. Autismus gibt.


      Pompeji was du beschreibst in Beitrag #22 ist eine Diagnostik für Kinder/Jugendliche. Bei Erwachsenen ist das so oft gar nicht möglich. Eltern sind nicht immer verfügbar, entweder schon tot oder so alt dass sie sich nicht mehr genug erinnern können. Manche Eltern wollen es auch nicht wahrhaben dass der Sohn / die Tochter behindert sein könnte und stellen es so dar als sei er/sie normal gewesen. (Manchmal ist das vielelicht auch mit einem Schuldgefühl verbunden, dem Kind früher nicht genug Unterstützung gegeben zu haben, also wird es geleugnet.)
      Und was noch dazu kommt, viele Leute mit ASS (oder Verdacht auf ASS) leben isoliert und haben evtl keinen Kontakt mehr zu den Eltern.
      Wenn das ADI-R Elterninterview gemacht wird, dann also mit dem Patienten selber, oder der Psychiater stellt die Fragen frei (ohne strukturiertes Interview) um herauszufinden, wie derjenige als Kind war.

      Was den ADOS angeht so ist er für Erwachsene mit hochfunktionaler ASS nicht geeignet und wird in Deutschland kaum für die Erwachsenenpsychiatrie eingesetzt. Zum Beispiel in einer Studie die die letzten zwei Jahre in Freiburg lief kam heraus, dass der Test bei Erwachsenen nur eine Sensitivität von 60,5% hat (Sensitivität: auffälliges Ergebnis bei vorliegender klinischer ASS-Diagnose), und eine Spezifität von 73,3% (Spezifität: unauffälliges Ergebnis bei nicht-Vorliegen von ASS-Diagnose). Es kann als nur Ergänzung bei der Diagnostik verwendet werden, dem sollte aber nicht zuviel Gewicht beigemessen werden.
      Auch kam es schon hier im Forum heraus, dass der test, trotz aller Durchstrukturiertheit, in der Praxis oft anders angewendet wird als es im Manual steht. Die Ergebnisse von Stelle zu Stelle (und evtl sogar von Beobachter zu Beobachter) sind also auch oft nicht untereinander vergleichbar.


      Danke für die Aufklärung. Das Elterninterview fiel bei mir auch weg, aus vielen von den genannten Gründen, wenngleich ich den Attwood-Test für Kinder mit ihnen durchgegangen bin, um wenigstens ein paar Anhaltspunkte zu haben, wie ich als Kind war.

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      Denke ich auch. Und dazu kommt vielleicht auch noch, dass es regionale Unterschiede geben könnte, wann sich Leute zum Psychiater trauen oder geschickt werden?


      bzw. kulturelle/religiöse Gründe. In manchen ländlichen Regionen ist sowas immer noch absolut Tabu in der Familie/Verwandtschaft/Bekanntenkreis.
    • Pompeji wrote:

      Ich finde es auch erschreckend, aber "Es muss verletzend sein, wenn man behandelt wird als habe man sich das alles nur ausgedacht um cool zu sein, und abgewiesen wird wenn man Hilfe sucht." das erlebe ich auch im Alltag immer wieder, dass man sich doch bloß zusammenreißen solle,
      und ein bisschen an seiner Einstellung ändern, und nicht gleich so schwere Geschütze wie Autismus aufzufahren (RW). Das zeigt doch auch, dass es ein gravierendes Unwissen in der Bevölkerung, egal ob Mitmensch oder "Experte" bezgl. Autismus gibt.

      Das stimmt.
      Es sollte auch ein viel besseres Angebot an Diagnostik und Therapie geben. Leider ist das halt nicht der Fall. Wenn einem im Umfeld nicht geglaubt wird ist das ja schon schlimm, aber selbst Therapeuten die das so abtun... find ich schon krass, dass es so was gibt.
    • Kalrakh wrote:

      Da einzige positive daran ist wohl, weil es so 'In' ist, dürfte sich das Angebot für Diagnosen schneller bessern als es sonst täte, weil es so halt lukrativer wirkt auf die angehenden Ärzte.

      Angebot ist nicht gleich zu setzen mit Qualität. Wenn 20 weitere Ärzte "auf den Zug aufspringen" und nur wegen des Geldes inflationär Autismusdiagnosen "raushauen" ist niemandem geholfen.
      Gute Diagnostik müsste irgendwie attraktiv werden. Also die Quantität erhöhen bei guter, bzw zumindest gleichbleibender, Qualität.
      Massendiagnostik von der Qualität wie Massenwaren (Billig-China-Ware etc. ;)) braucht keiner!
      Hohe Zahlen bei der Editierungsanzeige zeigen nicht, dass ich permanent meine Meinung ändern würde. Ich habe nur Probleme Rechtschreib- und Grammatikfehler zu tolerieren und korrigiere diese daher, wenn ich sie sehe.
      Dennoch kann auch ich Tippfehler übersehen. In diesem Fall bitte ich um Nachsicht.
    • Ginome wrote:

      Massendiagnostik von der Qualität wie Massenwaren (Billig-China-Ware etc. ;)) braucht keiner!


      Erinnert mich an meine letzte diagnostische Abklärung.... :roll:
      Zu meiner Kindheit wurde ich garnicht befragt, diese wurde einfach aus Vorberichten abgeschrieben und dann behauptet ich hätte es da angegeben und meine Transsexualität wurde auch "wegdiagnostiziert"... nach meiner Vornamensänderung strebte ich dann dort ein Nachgespräch an, wo mir der Oberarzt persönlich sagte: "ja, irgendwas musste ich ja schließlich diagnostizieren. Ich hatte noch nie einen transsexuellen Patienten. Ist doch Ihre Schuld wenn Sie zu mir kamen."
      8o 8o 8o

      Das war in einer großen deutschen Psychiatrie, in der Autismusabteilung. Das nenne ich inflationär und zum Glück war ich sowieso schon davor zu genüge abgeklärt (ich war da nur im Rahmen einer Studie), so konnte ich deren Bericht einfach ad acta legen. :roll:
      Da ich schon öfter abgeklärt wurde, kann ich nur bestätigen dass es in der Qualität teils massive Unterschiede gibt und ich sehr wohl den Eindruck habe, dass inzwischen manche einfach nur auf den Zug aufgesprungen sind (RW) und jetzt denken genügend kompetent zu sein jetzt auch Autismusdiagnosen verteilen zu können.
      Diagnose: Mensch

      The post was edited 1 time, last by Lukas ().

    • Lukas wrote:

      Das war in einer großen deutschen Psychiatrie, in der Autismusabteilung. Das nenne ich inflationär und zum Glück war ich sowieso schon davor zu genüge abgeklärt (ich war da nur im Rahmen einer Studie), so konnte ich deren Bericht einfach ad acta legen. :roll:

      Betreffs Autismus-Studien weiß ich auch von einigen fragwürdigen "Diagnosen". Mich wundert es irgendwie auch gar nicht mehr, dass die in der Autismusforschung nicht wirklich weiter kommen...
    • Neoni wrote:

      Lukas wrote:

      Das war in einer großen deutschen Psychiatrie, in der Autismusabteilung. Das nenne ich inflationär und zum Glück war ich sowieso schon davor zu genüge abgeklärt (ich war da nur im Rahmen einer Studie), so konnte ich deren Bericht einfach ad acta legen. :roll:

      Betreffs Autismus-Studien weiß ich auch von einigen fragwürdigen "Diagnosen". Mich wundert es irgendwie auch gar nicht mehr, dass die in der Autismusforschung nicht wirklich weiter kommen...


      Das freche war ja, dass man die Diagnostik, die man nur für die Studie brauchte, noch über die KK abrechnete. Als dann noch meine Mutter zusammenschnauzt wurde, weil sie Fragen zum Elternfragebogen hatte (Aussage der Ärztin: "jeder normal intelligente Mensch kann so einen Fragebogen innerhalb von 20min ausfüllen, ich habe jetzt keine Zeit mehr dafür.", hätte ich garkein Interesse mehr an der Studie. :shake:

      Ich finde das so unverschämt was sich manche Ärzte erlauben... :m(:
      Diagnose: Mensch