N#MMER und Buch - Anregungen und Kritik

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    • Andreas K. wrote:

      In der N#mmer 3 soll es um Autismus und Arbeit gehen.
      Was bislang an Artikeln vorgesehen ist, wieß ich logischerweise nicht.

      In vielen Veröffentlichungen zu diesem Thema ist mir aufgefallen, dass Arbeitgeber oder Agenturen, die vorrangig AutistInnen vermitteln, als positive Ausnahme dargestellt werden, ohne ihr Engagement zu hinterfragen. Sicher, wer nach langer Erwerbslosigkeit einen Job bekommt, der noch dazu eigenen Spezialinzeressen nahe ist und wo von Arbeitgeberseite Rücksicht auf Defizite genommen wird, ist erst einmal froh darüber.

      Da wir in einer Gesellschaft leben, wo die Wirtschaft letztendlich an der Erstrebung eines größtmöglichen Gewinns orientiert ist, und nicht an den Bedürfnissen der Beschäftigten oder dem Gebrauchswert der geschaffenen Produkte und Dienstleistungen, solllte dies meiner Meinung nach durch eine gewerkschaftliche Sicht ergänzt werden.

      Es ist zu fragen, ob auticon und co nicht lediglich spezialisierte Leiharbeitsvermittler sind mit den damit verbundenen Problematiken, diie Lohnkosten in den betroffenen Betrieben und Bereichen zu senken und feste Arbeitsverhältnisse durch befristete zu verdrängen.
      Findet wirklich Inklusion statt, wird gleicher Lohn für gleiche Arbeit (das heisst auch : hoher Lohn für spezifisch hochwertige Arbeit) bezahlt, egal ob mit oder ohne Autismus ?

      Soweit mir bekannt, ist die Frage der Überausbeutung von AutistInnen in Gewerkschaften bislang leider unbeackertes Gelände, bildlich gesprochen. Aber das muss ja nicht so bleiben...

      Auch könnten Behindertenbeauftragte verschiedener Unternehmen und Behörden zur Frage Autismus und Arbeitswelt befragt werden.

      Des weiteren stellt sich die schwierige Problematik der Integration in den KollegInnenkries auf informeller Ebene , also z.B. in den Pausen. Kollegialität ist erlernbar, kann auch politisch abgeleitet werden, aber meistens läuft das über Kumpelei und Smalltalk... was AutistInnen nicht gut können. Allzuviel Schauispielerei in den Pausen schwächt die Arbeitskraft. Also Unterstützung vom Chef holen ? Eigentlich wäre es doch besser, der Betriebsrat unterstützt auch AussenseiterInnen !

      Hier im Forum haben in diesen Fragen schon viele ihr Leid geklagt, aber es gibt bislang keine systematische Bearbeitung in gesellschaftlichen Gruppen.

      Das empfinde ich als eine sehr gute, wertvolle Anregung. Anstatt Ansätze im IT-Bereich als positive Ausnahmen mit Vorbildfunktion darzustellen, sollte zudem diskutiert werden, weshalb es gerade dort solche Ansätze gibt. Und ob ansonsten die "freie Wirtschaft" ohnehin der Bereich ist, in dem für "hochfunktionale" Autisten unter den heutigen Bedingungen wirklich passende Arbeitsplätze geschaffen werden können. Angesichts des Zeit- und Konkurrenzdrucks dort und demgegenüber der Tatsache, dass Autisten zwar oft qualitativ hochwertige Arbeit machen können, aber auch zu "guten Zeiten" in vielen Fällen langsam und wenig stressresistent sind, erscheint mir das nämlich fraglich. Insofern halte ich auch den momentanen Fokus auf die "freie Wirtschaft" als einzigen Ort "nachhaltiger" Arbeitsplätze für äußerst problematisch. Ebenso auch wie den Fokus auf den 1. Arbeitsmarkt. Der formale Status ist für Autisten meinem Eindruck nach oft gar nicht so wichtig, viel entscheidender ist eine "Nische", in der sie sich entfalten und auch Austausch und Anerkennung erfahren können.
      From my youth upwards my spirit walk'd not with the souls of men. (...)
      My joys, my griefs, my passions, and my powers, made me a stranger.

      The post was edited 1 time, last by Leonora ().

    • wall-of-text incoming...

      Ok, nachdem ja im ABA-Thread neben an ("Nicht über uns ohne uns. Oder doch lieber nicht?") so viel über diesen Thread hier geschrieben wurde, und es da auch Beschwerden gab wie es hier abging tonfall-mäßig und so (keine wörtliche Wiedergabe) hab ich mir den Thread jetzt halt echt mal ganz durch gelesen. Hatte irgendwie mehr erwartet, also ich hatte es mir doch kontroverser vorgestellt als ich es jetzt hier vorfinde (=subjektiv).
      Ginome ist halt am Anfang des Threads sehr direkt. Sie ist so, und sie hat eine sehr strikte Vorstellung von Wahrheit und Lüge, das wird nebenan in dem Thread deutlicher. Vielleicht kann man das was sie zu Beginn des Threads hier schrieb jetzt besser einschätzen.
      Mnesis hat wegen dieser Sache BDSM plus Autismus in der Zeitung und Hinweis auf Studien... persönlich negative Konsequenzen gehabt in der Arbeit. Die können sicher mit eingeflossen sein in ihrer Formulierung hier betreffs des (auch) von ihr genutzten Wortes "Lüge" (was nebenan kritisch angesprochen wurde).

      Was nun denn richtig ist, Lüge ja nein warum wieso wer wann was wo etc: nunja. Da warte ich einfach mal noch auf Infos von Denise ob sie sich eventuell in der Studie geirrt hat...

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      @Sonja danke dass du das mit dem Twitter-Sachen erklärt hast, hier (und dem folgendem Beitrag)
      N#MMER und Buch - Anregungen und Kritik

      Ich hab das vorher nicht kapiert wie ich das verstehen soll. Da wird sich also lustig gemacht dass Leute keinen Sex haben?
      Ich kenn mich mit dem ganzen Twitter-Kram aber auch nicht aus.

      Der vollständige Wortwechsel war also so?

      -- pollys_pocket: Ich habe gerade am zweiten Teil der Studie zu Autismus und Sexualität teilgenommen, die es laut Menschen im Aspie-Forum nicht gibt.
      -- QuerDenker: die Sexualität oder die Studie?
      -- pollys_pocket: Vermutlich beides, aber angezweifelt wurde nur die Studie. ;)
      -- QuerDenker: wahrscheinlich exklusiv in deiner eigenen Welt ;)
      -- pollys_pocket: Wenn es Sexualität und Studien nur in meiner eigenen Welt gibt, bleib ich da gern. ;)


      @Pollys Pocket

      pollys_pocket wrote:

      CoBHC wrote:

      Ok du kannst sie gerne haben. Mal ein Beispiel: Du kommst hier ins Forum und möchtest konstruktive Kritik. Aber hinter dem Rücken der Leute hier schreibst du sowas:
      twitter.com/pollys_pocket/status/636855483144511488
      Ist ja auch wahr. Das hat in meinen Augen nichts mit "fertig machen" zu tun. Der alte Thread aus dem alten Forum, in dem ich beschimpft wurde, man meinen Instagram-Account thematisiert und meine Haarfarbe und Kleidung belächelt hat, DAS war "fertig machen". Und deswegen bin ich damals auch gegangen. Ich habe keine Lust, dass sich hier wieder an meiner Person aufgerieben wird. Ich habe hier nach ernsthaften Anregungen und Kritik gefragt. Wüstenblume hat das zum Beispiel ganz großartig umgesetzt.

      Ich beziehe mich jetzt rein auf das Unterstrichene (das nicht-Unterstrichene ist ein anderes Thema um das es mir hier gerade jetzt nicht geht):
      Ich verstehe nicht, was das eine mit dem anderen zu tun hat. Es gab hier im Thread Kritik, dass du gelogen hättest betreffs der Studie(n). Und darüber amüsierst du dich auf Twitter. So habe ich das jetzt verstanden. Aber wieso meinst du, dass du durch die Erwähnung der Studie und das Nachhaken der Leute hier was dies für eine Studie sei, jetzt keine Lust hast,"dass sich hier wieder an meiner Person aufgerieben wird."? Was hat das eine mit dem anderen zu tun?

      Und ich finde übrigens die Kritik und das Nachhaken nach der Studie sehr wohl "ernsthafte Anregungen und Kritik". Es besteht auch viel Bedarf dass du den Leuten das näher bringst, schon der Thread im alten Forum, bevor das Magazin überhaupt erschienen war, hatte ua diese Thematik zur Studie zum Thema, meine ich mich zu erinnern

      Du schöpfst also gern Ideen der Leute ab, die dir persönlich ganz praktisch für das Magazin weiterhelfen, aber Kritik die dir anscheinend weniger gefällt, möchtest du dann wohl lieber doch nicht?

      Ich komme mir jetzt ein bisschen dumm und naiv vor, ja. Als ich zu Beginn des Threads schrieb, ich finde es super dass du dich offen für Kritik zeigst, meinte ich das ehrlich, weil ich wirklich glaubte, du möchtest Dinge aus der Welt schaffen, erklären, auf Bedenken der Leute eingehen.


      pollys_pocket wrote:

      @Wolkenfrosch, mnesis hat Recht. Ich habe mich dazu bereit erklärt (sofern man das überhaupt so sagen kann, ich habe mich ja quasi selbst überredet), weil es mir wichtig war, dass die Beteiligten tatsächlich Autisten sind. Das ging auch nur, weil derjenige, der gefesselt hat, ein sehr guter Freund ist. Derjenige, der das Video gemacht hat, war damals mein Partner. Ich kannte bloß die Fotografin nicht, kam aber mit ihrer Art so gut klar, dass es nicht weiter problematisch war. Die ganze Situation, besonders die Dauer und die Schmerzen, haben dennoch dazu geführt, dass ich schon während der Fahrt nach Hause vollkommen dicht gemacht habe und eine Weile brauchte, bis ich wieder "funktionieren" konnte. Angezogen zu sein wäre in meinen Augen sinnlos gewesen, weil es um Detailaufnahmen von Haut ging. Man sieht auf dem Bildern, die im Magazin gelandet sind, eigentlich nichts. Die "Kleidung" am Ende ist Bondagetape.

      CoBHC wrote:

      Schau dir mal dein eigenes Video an. Du hattest unverkennbar sehr viel Spaß dabei. Es ist nicht zu übersehen. Ich mag es nicht dass du immer Sachen machst und dann sagst "Aber es ist ja so anstrengend."

      Das fiel mir aber auch schon auf.
      Du hast zB auch in dem Thread hier Mal wieder "N#mmer"
      vor kurzem geschrieben dass du einen "Overload" (das Wort mag ich nicht so, daher die Anführungszeichen) beim übervollen E-Mail-Postfach-lesen bekommst, als eine Erklärung dafür, warum kompetente Leute die ihre Arbeit als Autoren kostenlos dem Magazin anbieten wollten, ohne Antwort auf ihr Angebot blieben.

      Du hast auch hier zu diesem Tweet
      "Ich habe übrigens nichts gegen das Aspie-Forum per se. Da sind bestimmt viele nette Leute.", als es als schnippisch kritisiert wurde, angeführt, du meinst immer alles wörtlich (siehst aber ein dass der Tweet schnippisch wirken könnte). Da hast du also quasi als Entschuldigung/Erklärung auch ein Symptom angeführt, was Leute mit ASS häufig haben, alles (zu) wörtlich nehmen.

      Es gab in ner anderen Plattform auch mal den Fall, dass ich in einer Gruppe etwas schrieb über deine Aussage irgendwo, du habest die sozialen Defizite durch AS etcpp selbst therapiert indem du Kellnern gegangen bist. Ich habe dem meine eigenen ganz persönlichen Erfahrungen mit Kellnern gegenüber gestellt. Dies wurde dann von irgendwem (weiß nicht ob du selbst es warst, also kein Vorwurf) an anderer Stelle dieser Plattform (also außerhalb dieser Gruppe wo ich es schrieb) irgendwie aufgegriffen, und du hast irgendwann dort geäußert, wie schwer das in Wirklichkeit war für dich und dass das ja nur in dem Artikel so locker-flockig daherkam.
      Da fiel mir das halt auch auf, dass wenn Fragen aufkommen du dann im Nachhinein, wie CoBHC anmerkte, eben sagst "Aber es ist ja so anstrengend."

      Du brauchst nicht den Märtyrer spielen, wenn dich der Job mit dem Magazin überfordert.
      Vielleicht solltest du mal darüber nachdenken, kürzer zu treten, vielleicht jmd zusätzlich einzustellen, was weiß ich. Du könntest auch in einem Selbsthilfeforum Rat suchen, hier im Aspies-Forum zum Beispiel, du hast ja auch getweetet: "Da sind bestimmt viele nette Leute." (Oder doch nicht?)

      Und du könntest auch Aufgaben abgeben die du bisher selbst gemacht hast, zB das BDSM Fotoshooting.
      youtube.com/watch?v=HfmqBwNfdNQ

      Ich könnte das nicht machen, ob da nun ein sehr guter Freund fesselt (hab ich einen? nee) oder nicht. Überhaupt so ein Fotoshooting.
      Du wirkst da sehr extrovertiert finde ich. Bin ich nicht, heißt es.
      Ich könnte auch nicht so fröhlich dabei sein, wie du zB am Beginn (ich wäre viel zu nervös und aufgeregt und gestresst schon allein von der Anfahrt, um davor mit einer Freundin rumzualbern (mit welcher Freundin sollte ich das auch tun? hab ich eine RL-, also nicht Internet, Freundin? nee). Ich hätte, so schätze ich das ein, auch schon einiges vor der Heimfahrt "vollkommen dicht" gemacht. Ich kann da zwar noch länger trotzdem "funktionieren" aber ich bin dann wie weit entfernt "nicht ganz da", wie als seh ich mich von außen. Spaß macht das ganz sicher nicht.
      Und dann, ich könnte mich auch nicht filmen lassen bei der Arbeit (wenn ich noch eine Arbeit hätte). Das wäre mir unangenehm der Welt so viel zu zeigen von mir und dem was ich tue.
      Fazit: ich hätte das nicht gekonnt. Und zwar nicht weil ich etwa nicht hübsch genug wäre.
      Ich möchte diese Passage hier nun auch nicht missverstanden wissen als Zweifel an der Richtigkeit deiner AS-Diagnose etc. So meine ich es nicht. Also nicht dass du das jetzt (wieder?) "in den falschen Hals" kriegst.

      Mein Punkt auf den ich hinaus will: Wenn dir so was also zu viel ist, dann lass es, das kann denk ich jeder hier gut nachvollziehen.
      Selbst NAs können es bestimmt nachvollziehen, denn für dich war das ja quasi wie ein erster Arbeitstag in einem neuen Job (Nackt-Fotomodell statt Herausgeberin eines Magazins). Und du schreibst es dauerte lang und du hattest Schmerzen. Ich glaube auch NAs wären nach so einem Tag erstmal "platt" gewesen.
      Und jedes Teenie-Mädel weiß seit "Germanys next Topmodel", dass Fotoshootings anstrengend sind und Modeln allgemein "serious Business".

      ---> wird wohl jeder verstehen, wenn du solche Aufgaben andere machen lässt, oder die Fotos halt irgendwo kaufst, anstatt es höchstselbst zu machen.

      Mir erschließt sich da auch der Sinn nicht ganz... es soll ja deswegen sein "weil es mir wichtig war, dass die Beteiligten tatsächlich Autisten sind."
      Blöd gefragt: warum? BDSMler bist du ja auch nicht? Und außerdem, wen interessiert es denn, ob die nackte Haut auf den Bildern im Magazin denn nun autistische nackte Haut ist oder "neurotypische" nackte Haut?

      Also, es gäbe da schon Lösungen bei deinen arbeitsbedingten Problemen.

      Möcht aber auch noch anmerken: du tust das alles freiwillig und wenn du dich dazu entscheidest es aus freien Stücken zu tun (es zwingt dich ja keiner), musst du eben auch mit den Konsequenzen leben: die Arbeit leidet darunter, oder deine Kräfte. Da können aber andere Menschen nichts dafür, wenn Fehler passieren.
      Ich denke, du bist halt auch nicht die Person, wo die Leute eher mal denken "die arme Denise mit ihrer autistischen Behinderung"... du würdest das auch gar nicht wollen, dass die Leute so von dir denken, oder?


      bender wrote:

      Nur um eins klarzustellen: Ich würde, würde ich so ein Projekt machen, mir von niemanden erzählen lassen, wie es zu sein hat. Ich würde nicht nach Feedback fragen, wenn ich im tiefsten Inneren keinen Wert drauf legen würde. Nur würde ich mich auch nicht als 'Sprachrohr' verstehen.

      Seh ich auch so. Mach halt dein Ding Denise, gestalte das Magazin so wie du möchtest, trete in den Medien auf (Youtube-Videos etc), gebe Interviews (dies tust du ja auch freiwillig, muss man das ja nicht), wähle die Artikel wie du sie möchtest (Autismus & BDSM zum Beispiel)... bloß du wirst dann auch Gegenwind haben, wenn du nicht auf andere hörst. Und du hast diesen Gegenwind auch tatsächlich, und dass du den kriegst, war irgendwie auch vorab zu erahnen, nicht?

      Aber du kannst dir imho doch nicht "die Rosinen herauspicken": dein eigenes Ding machen, gleichzeitig aber als Sprachrohr für die Autisten gelten wollen und auch öffentlich so auftreten, sowie auch mal unangenehme Kritik von Autisten vermeiden wollen... wie passt das alles zusammen?

      bender wrote:

      Ja, habe ich schon. In der 10- bis 20- fachen Auflage. Ich glaube, ich wurde einmal dazu interviewed. Das ist eine Entscheidung, aber das ist jedem selbst überlassen. Ich sage nicht, dass es eine richtige gibt, mir geht es um Stringenz und Konsequenz im Handeln, aber 'lassen wir das'. Letzter Post dazu.

      Ja genau, Stringenz und Konsequenz im Handeln. Bender schafft das kürzer als ich auszudrücken ;) Darum gehts mir auch.

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      Übrigens schade @ Bender dass dies dein letzter Post dazu war (wozu? zum Thema Konsequenz oder letzter Post in dem Thread?). Ich hab deine Postings erstens gern gelesen, zweitens wollt ich doch noch wissen, wie das so ist im "Twitter-circle-jerk-Autisten-Lager", "die dich nur in ihren Zirkel lassen, wenn du mind. 90% Linientreu bist"
      Gibts da Aufnahmerituale wie bei diesen Studentenverbindungen in den amerikanischen Filmen? :)

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      Wüstenblume wrote:

      Ein Thema was ich bei der Autismusdiagnose meines Bruders mal angesprochen habe und wo es im deutschsprachigen Raum extrem wenig Materialien gibt (außer einem guten Blogeintrag) wäre:

      -Autismus und Stimming

      Versuchs mal mit "Stereotypie" statt "Stimming". Auf einmal jede Menge Material, massenweise! ;)

      The post was edited 1 time, last by Neoni ().

    • Ich gehe stark davon aus, dass dieses Magazin in erster Linie dazu da ist, bekannt zu werden und nicht wirklich um Autisten zu helfen. Viele Autisten können mit den Themen nichts anfangen, das Magazin ist auf einem ganz anderen Level als ihre täglichen Probleme. Sie kämpfen mit viel grundlegenderen Dingen als dort beschrieben.
      Ist das zu verstehen?
    • Also zu der Twitter-Unterhaltung:
      Es wurde hier ja schon wiederholt darauf hingewiesen, dass man angeblich die "Ergebnisse" einer Studie hat einfließen lassen, die damals noch nichtmal veröffentlicht waren...
      Finde den Fehler. :roll:
      :m(:
      Diagnose: Mensch

      The post was edited 2 times, last by Lukas ().

    • Viele Autisten können damit nix anfangen? Bitte sprich für dich selbst!! Ich hab 15 Exemplare verteilt und nur positives feedback bekommen, u.a. von Therapeuten, ADHSlern, Verdachtsautisten. Dass sich nicht jeder in jedem Text wiederfindet ist normal.
    • Pompeji wrote:

      Viele Autisten können damit nix anfangen? Bitte sprich für dich selbst!! Ich hab 15 Exemplare verteilt und nur positives feedback bekommen, u.a. von Therapeuten, ADHSlern, Verdachtsautisten. Dass sich nicht jeder in jedem Text wiederfindet ist normal.


      Kannst du bitte die Zitierfunktion benutzen wenn du ein bestimmtes Zitat meinst oder wenigsten den Nicknamen des Forenusers?
      Ich habe ne ganze Weile gebraucht um zu kapieren dass ich damit vermutlich nicht gemeint war, obwohl du direkt unter mir postest. :?
      Sowas sorgt einfach nur für Verwirrung.
      Diagnose: Mensch
    • Pompeji wrote:

      Viele Autisten können damit nix anfangen? Bitte sprich für dich selbst!! Ich hab 15 Exemplare verteilt und nur positives feedback bekommen, u.a. von Therapeuten, ADHSlern, Verdachtsautisten. Dass sich nicht jeder in jedem Text wiederfindet ist normal.
      Lies doch einfach mal genau. Ich sprach von Autisten. Du sprichst von Therapeuten, ADHSlern und Verdachtsautisten.
      Ich meine Menschen mit Autismus mit einer fundierten Diagnose und nachweisbaren Einschränkungen.
      Somit erklärt sich der Unterschied des Feedbacks, nämlich daran, wie man Autismus definiert.
    • Was kostet das nochmal? Weiß das nicht mehr so genau... es bewegte sich in einem Preisniveau wo ich dachte "geht nich weil is nich".
      Was kostet die elektronische Version? Und wie bezahlt man das? Hab kein Tablet-Dingens, Smartphone und was es da so gibt.
    • Neoni wrote:

      Was kostet das nochmal? Weiß das nicht mehr so genau... es bewegte sich in einem Preisniveau wo ich dachte "geht nich weil is nich".
      Was kostet die elektronische Version? Und wie bezahlt man das? Hab kein Tablet-Dingens, Smartphone und was es da so gibt.
      Erst musst du dich dort Registrieren, danach kannst du die Zeitschrift bestellen. Hier besteht auch die Möglichkeit das alles mit einer Überweisung zu bezahlen. Für die eAusgabe reicht meiner Meinung nach der Adobe PDF Reader vollkommen aus um die Zeitschrift zulesen.

      The post was edited 1 time, last by pads25 ().

    • Neoni wrote:

      Was kostet das nochmal? Weiß das nicht mehr so genau... es bewegte sich in einem Preisniveau wo ich dachte "geht nich weil is nich".
      Was kostet die elektronische Version? Und wie bezahlt man das? Hab kein Tablet-Dingens, Smartphone und was es da so gibt.


      Printversion 7€
      eMagazin 4,50€

      Mir persönlich ist das aber auch zu teuer, obwohl ich den Preis bei einer so kleinen Auflage durchaus nachvollziehen kann. Von dem Geld kaufe ich mir jedoch lieber ein gebrauchtes Fachbuch über Autismus, das ist mir dann in aller Regel auch besser regergiert.
      Diagnose: Mensch
    • mnesis wrote:

      pollys_pocket wrote:

      Die Ergebnisse der Studie sind, soweit ich weiß, noch nicht öffentlich. Wir Teilnehmer hatten damals eine E-Mail bekommen, in der schon einige Ergebnisse standen. Es handelt sich um die Women's Sexuality Study an der UMass Boston. Durchgeführt wird sie von Hillary Hurst Bush. Da läuft gerade die zweite Phase. Ich vermute die Ergebnisse werden nach Ende und Auswertung der zweiten Phase veröffentlicht. In der selben Studie kam übrigens auch heraus, dass Autistinnen generell weniger gemeinsame Sexualität leben ("gemeinsam" sei hier hinzugefügt, weil sie wohl nicht seltener Masturbieren als NTs).

      Ich habe jetzt übrigens bereits die Info, dass die Studie von H.B. Bush erst nach dem Interview mit Dir im tagesspiegel (16.06.2014 veröffentlicht) gestartet wurde (Werbung wurde aber evtl. bereits davor gemacht). D.h. ich verstehe jetzt nicht ganz, wie Du damals schon Ergebnisse aus dieser Studie haben konntest, die Du jetzt als Referenz für Deine damalige Aussage angibst. Ich würde mich freuen, wenn Du das erklären könntest. Vielleicht meinst Du ja eine andere Studie?

      Ich habe inzwischen eine Antwort auf meine Mail an Hillary Hurst Bush bekommen.
      Ich muss noch rückfragen, ob ich den genauen Wortlaut ihrer Mail hier veröffentlichen kann, aber vorerst fasse ich es mal in meinen eigenen Worten zusammen:

      Ich schrieb ihr, dass jemand ihre Studie als Referenz dafür verwenden würde, dass BDSM bei autistischen Menschen häufiger vorkomme als in der Allgemeinbevölkerung.
      Ihre Antwort: Die Ergebnisse ihrer Studie bestätigen dies NICHT. (BDSM ist in beiden Gruppen gleich häufig.)

      Desweiteren sprach ich sie auf "limitations" ihrer Studie an, z.B. wollte ich wissen, wie die Autismus-Diagnosen bestätigt wurden und ob auch Selbstdiagnosen zugelassen wurden.
      Ihre Antwort: Die Zuordnung zur Gruppe der Autisten erfolgte durch einen kurzen Fragebogen (Autism Quotient, 10-item version). Das war alles. Eine offizielle Diagnose wurde nicht verlangt.

      Ich schrieb ihr, dass ich die Verallgemeinerbarkeit ihrer Ergebnisse auf alle autistischen Frauen anzweifle, da sie sich auf die Altergruppe 18 bis 30 beschränkt hat und auf Frauen, die in der Lage waren, ihre Studie über das Internet zu finden und online daran teilzunehmen.
      Ihre Antwort: Das sehe sie auch so; sie habe in ihrer Studie das Funktionsniveau/den Unterstützungsbedarf nicht erfragt, um den Fragebogen möglichst kurz zu halten, aber sie sehe selber auch das Problem, dass die Ergebnisse nicht für alle autistischen Frauen repräsentativ seien. Solche Daten zu erheben (bevölkerungsrepräsentativ) sei jedoch auch nicht Ziel ihrer Studie gewesen.

      Fazit:
      Wenn Denise Linke die Studie von Bush als Quelle für ihre Tatsachenbehauptung angibt, dass BDSM bei autistischen Menschen laut Studien häufiger vorkomme als in der Normalbevölkerung, dann ist das nicht die Wahrheit.
      Zudem erschienen die beiden Interviews mit Denise Linke, in denen sie diese Behauptung macht, bereits bevor diese Studie überhaupt gestartet wurde, d.h. zum damaligen Zeitpunkt konnte noch gar keine Ergebnisse und auch keine Zwischenauswertung vorliegen.
    • Vielen Dank dass du dir diese Mühe gemacht hast mnesis. :nod:

      Es hätte mich auch stark gewundert wenn jetzt gegenteiliges rausgekommen wäre, man hätte doch meinen können dass es sonst irgendeinem Autismusexperten mal aufgefallen wäre... :roll:
      Diagnose: Mensch
    • War zu der Zeit, als besagte N#mmer-Nr. herauskam, BDSM nicht gerade so eine Art Hype, wegen irgendeines Kinofilms?
      "Ich würde nie einem Club beitreten, der bereit wäre, jemanden wie mich als Mitglied aufzunehmen" (Groucho Marx) “Sich zu akzeptieren als den, der man ist, ohne etwas anderes sein zu wollen - das ist Freiheit“ (Ramesh Balsekar)
    • Bhai wrote:

      War zu der Zeit, als besagte N#mmer-Nr. herauskam, BDSM nicht gerade so eine Art Hype, wegen irgendeines Kinofilms?

      Ja, wegen "Fifty Shades of Grey".
      Möglicherweise wollte man auf diesen Zug mitaufspringen.
      "sex sells" und "BDSM hype" plus Studien-Lüge = gute Verkaufszahlen oder so.
    • Seit ihr dann jetzt fertig mit dem Rumgehacke?
      Jemand noch was Konstruktives?

      Würdet ihr euch nur ein Mal bei wichtigen Themen so reinhängen wie bei diesem Pisselskram, könnte sowas wie ABA, MMS etc. deutlich schneller von dieser Welt verschwinden.
      Ihr seid Energienbinder. Aber vielleicht wisst ihr das ja längst.
    • Es ist ja nicht dumm es so zu machen. Das Magazin "groß" kriegen. Damit es überhaupt erstmal jemand liest. Gefallen tut der gewählte Weg halt nicht jedem, muss er auch nicht.

      Rechercheur wrote:

      Würdet ihr euch nur ein Mal bei wichtigen Themen so reinhängen wie bei diesem Pisselskram, könnte sowas wie ABA, MMS etc. deutlich schneller von dieser Welt verschwinden.
      Ihr seid Energienbinder. Aber vielleicht wisst ihr das ja längst.

      Autisten möchten nicht, dass durch die Medien falsche oder halbfalsche Eindrücke von Autismus in den Köpfen der Leute entstehen. Das ist kein "Pisselskram".
    • Auch ich bedanke mich. Habe damals viel gegoogelt und nichts zu solchen Studien gefunden, noch hat hier je eine(r) davon berichtet, kontaktiert wurden zu sein und dass er da über seine Sexualpraktiken befragt wurde.

      Schade dass die Presse da nicht "nachgehakt" hat.

      Ich finde, man kann bei dem Thema ruhig auch erwähnen, dass nicht alle Autisten keinen Sex mögen oder alle Autisten nur "Blümchensex" (Redewednung) betreiben, man soll es aber nicht so darstellen, dass man den Eindruck gewinnt, dass bei den wenigen Autisten auf der Welt im Bezug zur Restvevölkerung häufiger SM praktizieren.
      Zumal bei der Studie ja jeder hätte mitmachen können und da nicht mal eine Diagnosebestätigung braucht, ist sie für mich eh nicht ernst zu nehmen. Sowas als Beweis/Untermauerung für seine Aussagen herzunehmen finde ich falsch und traurig.
      Ich bin verantwortlich für das, was ich schreibe und nicht für das, was Du verstehst und darin zu lesen meinst.