Nicht über uns ohne uns. Oder doch lieber nicht?

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    • Rechercheur wrote:

      Vor allem hätte sie dann die konkrete Nachfrage, wie sie zu ABA steht, in irgendeiner Form beantworten müssen, statt ihr auszuweichen.

      Wieso? Gibt es einen Positionierungszwang? Und jeder wird gesteinigt, der sich nicht vehement gegen ABA ausspricht? Hexenverfolgung und Inquisition?
      Ich finde, es steht jedem zu, sich aus einem kontroversen Thema lieber rauszuhalten.
      Historisch gesehen waren die schrecklichsten Dinge wie Krieg, Genozid oder Sklaverei nicht das Ergebnis von Ungehorsam, sondern von Gehorsam.
      (Howard Zinn)
    • Shenya wrote:

      Man könnte es ja auch so sehen, dass ihr Anliegen ist, über Autismus aufzuklären, und das kann sie doch bei solchen Stellen, die es am nötigsten haben, am besten, oder nicht?

      Shenya wrote:

      Wieso? Gibt es einen Positionierungszwang?

      Und jetzt selbst noch mal nachdenken, Shenya, immer bedenkend, dass es bei besagter Veranstaltung nahezu ausschließlich um die positive Darstellung von ABA ging, quasi eine Werbeveranstaltung für ABA.

      Merkst du selbst, oder?
    • Shenya wrote:

      Rechercheur wrote:

      Vor allem hätte sie dann die konkrete Nachfrage, wie sie zu ABA steht, in irgendeiner Form beantworten müssen, statt ihr auszuweichen.
      Wieso? Gibt es einen Positionierungszwang? Und jeder wird gesteinigt, der sich nicht vehement gegen ABA ausspricht?
      Viele virulenten Missbraeuche basieren darauf, dass nur wenige Menschen sich dagegen engagieren.

      Gerade bei solch heissen Eisen heisst dann: wer sich raushaelt, und weiss, worum es geht, der duldet und laesst es zu.
      Sie ist einer verantwortlichen Position, da ist raushalten gleichbedeutend mit dulden und unterstuetzen.

      Deshalb, ja, wer etwas dagegen unternehmen koennte, und dies bewusst nicht macht, der hat daran eine Teilschuld.


      Man liest sich ... Sascha
    • galli wrote:

      man sollte Distanz dazu halten weil es sich bei ABA um eine Form von Kindesmissbrauch handelt.

      Meinst du, dass man sich auf keinen Fall mit ABA-Befürwortern an einem Tisch setzen sollte? Ich befasse mich nicht mit ABA und mir ist auch Christiane P. ziemlich egal, ich kenne sie nicht (allenfalls vom Namen her), ich beschäftige mich nicht mit ihr - aber auf Gebieten, die mich interessieren und wo ich eine Message habe, da würde ich mich mit Gegnern an einen Tisch setzen. Ich fand es in der Politik nicht immer gerade effektiv, wenn irgendwelche Leute einen Dialog mit Leuten ablehnten, so nach dem Motto "Mit solchen Leuten diskutieren wir nicht". Ich fürchte dann sprechen eben andere mit ihnen und die Politik findet ohne einem statt. Vermissen wird man diejenigen, die den Dialog ablehnen vermutlich nicht und ihre Meinung/Sichtweise wird dann halt auch nicht vertreten. Gerade, wenn ich eine (andere) Meinung, eine Message habe, die ich auch erklären und begründen kann, dann möchte ich diese verbreiten. Distanz erscheint mir nicht als eine effektive und gute Politik. Denn über die Deutlichkeit der Ablehnung hinaus hat das keinen Inhalt. Dann doch lieber Dialog, Kontroverse, scharfe aber sachlich und angemessene Politik auf einer Ebene auf der man sich verständigen kann... so dass man "am Ball" bleibt und es einem gelingt einen Dialog aufrecht zu erhalten. Wie sollte man sonst etwas bewegen und erreichen? Ist es nicht auch in der Politik oft so gewesen, dass sich am Ende auch Todfeinde an einem Tisch setzen (müssen)?

      Das nur mal so ganz allgemein. Was, wann, wo genau besprochen wurde, was diese diskutierte Person genau gesagt hat, das weiss ich nicht.
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    • Rechercheur wrote:

      Shenya wrote:

      Man könnte es ja auch so sehen, dass ihr Anliegen ist, über Autismus aufzuklären, und das kann sie doch bei solchen Stellen, die es am nötigsten haben, am besten, oder nicht?

      Shenya wrote:

      Wieso? Gibt es einen Positionierungszwang?

      Und jetzt selbst noch mal nachdenken, Shenya, immer bedenkend, dass es bei besagter Veranstaltung nahezu ausschließlich um die positive Darstellung von ABA ging, quasi eine Werbeveranstaltung für ABA.

      Merkst du selbst, oder?

      In deinem Link (Beitrag #20) steht: "Mit der am 27. Oktober 2014 veranstalteten Anhörung machte es sich die CDU im Stuttgarter Landtag zur Aufgabe, über die Autismus-Spektrum-Störung zu informieren und Betroffenen ein Gehör zu verschaffen."

      Ich würde das jetzt nicht gerade "Werbeveranstaltung für ABA" nennen. Ich glaube auch nicht, dass im Stuttgarter Landtag so eine Werbeveranstaltung sattfinden würde.


      ---
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      Allgemein:

      Doch nicht wirklich: "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns, und muss vernichtet werden", oder?

      Ich finde C.P. sollte sich auf die Art für autistische Menschen engagieren dürfen, in welchen Themenbereichen sie stark ist, in welchen Themenbereichen sie "Herzblut" hat. Wenn dies nun gerade nicht der Bereich ABA ist... und? Vielleicht hat sie auch keine Kraft (und Lust) dafür, sich in diesen "Kampf" hinein ziehen zu lassen. Soll sie deswegen aufhören müssen etwas für autistische Menschen zu tun?
      Auf der Anhörung in Stuttgart ging ihr Vortrag über den Alltag mit Autismus, sowie Arbeit (so steht es in Rechercheurs Link Beitrag #20), nicht um ABA.

      The post was edited 1 time, last by Neoni ().

    • Ja, genau, diskutier du mal mit sektenartig Agierenden, Hyperakusis, die schon vor einem Gespräch quasi sagen, dass sie dich schon umgedreht kriegen. Viel Spaß.
      Das jetzt bezogen auf ABA-Anbieter, wie konkret das IfA, das so ziemlich genau das mit Aleksander Knauerhase tun wollte. Wortlaut war hier:
      "vielleicht werden Sie danach auch ein Befürworter?"
      Und ja, da steckt genau das drin auf manipulative Weise.

      Ja, von solchen Leuten hält man sich fern, da redet man nicht mit, da informiert man drüber, damit möglichst wenige drauf reinfallen.

      So leid es mir tut, aber eine Nähe zu so einem Institut/Anbieter IST eine Befürwortung, ob euch das nun gefällt oder nicht.
      Solche Leute, die da Nähe in der Form haben, wie Frau Preißmann, zu decken, ist schlicht naiv oder ... keine Ahnung, evtl. selbst so nah dran, dass man irgendwas bezweckt damit? Das wissen mnesis und Shenya selbst besser, woher ihre Haltung in dieser hier im Thread gezeigten Form nun kommt.

      Neoni wrote:

      Ich würde das jetzt nicht gerade "Werbeveranstaltung für ABA" nennen.
      Dazu gibt der Thread hier wohl mehr her:
      27.10.2014 - Landtag Stuttgart - Anhörung zum Thema Autismus

      Ich sag vorsichtshalber mal bye. Die Letzten, die in ihren Worten hier im Board so klar wurden, wurden hier ja schnell gegangen.
    • Rechercheur wrote:

      Ich sag vorsichtshalber mal bye. Die Letzten, die in ihren Worten hier im Board so klar wurden, wurden hier ja schnell gegangen.

      Ich habe nie mit bekommen, dass hier jmd wegen seiner Meinung gesperrt wurde. Es wird wohl ein Verstoß gegen die Regeln vorgelegen haben.
      Aber ok: Bye
    • Ja, genau, diskutier du mal mit sektenartig Agierenden, Hyperakusis, die schon vor einem Gespräch quasi sagen, dass sie dich schon umgedreht kriegen. Viel Spaß.
      Das jetzt bezogen auf ABA-Anbieter, wie konkret das IfA, das so ziemlich genau das mit Aleksander Knauerhase tun wollte. Wortlaut war hier:
      "vielleicht werden Sie danach auch ein Befürworter?"
      Und ja, da steckt genau das drin auf manipulative Weise.

      Die vollständige Passage die in Aleksander Krauerhases Blog veröffentlicht wurde war:

      „Ich bin optimistisch, dass wir in einem solchen Gespräch Missverständnisse aufklären können -vielleicht werden Sie danach auch ein Befürworter ? Aber selbst wenn Sie das nicht werden: wenn Sie sehen […] dann werden Sie zumindest ein Gefühl dafür bekommen, dass unsere Projekte nicht nur Gutes wollen, sondern auch bewirken können.“

      Vielleicht ist es "NT-isch", Aleksander schrieb ja auch selbst: "Hier war dann meine persönliche Ansicht von „Ergebnisoffen“ am Boden. Was ich hier festgestellt habe, und das hat mich zusätzlich verwirrt, ist die Reaktion von Nichtautisten auf diesen Abschnitt. Sie sahen ihn durchweg für positiv."

      Was mangelnde Ergebnisoffenheit angeht, was Aleksander bei der "Gegenseite" kritisierte: Ich finde sein Verhalten diesem Röttgers (und den anderen da) auch nicht ergebnisoffen, und bevor jmd Prostest anbringt: ich meine es so, dass er sich die Infos über dieses Projekt nicht mal anhören möchte (was natürlich seine eigene freie Entscheidung ist).

      Was "manipulativ" angeht, gutes Stichwort: die Art und Weise, in der manche (nicht alle) der mir bisher aufgefallenen Anti-ABA-Aktivisten informieren und auch diskutieren, finde ich streckenweise schon mal etwas grenzwertig (die zum Einsatz kommenden rhetorischen Techniken betreffend, bewusst oder auch unbewusst genutzt). Auf einer anderen Plattform hatte ich nicht viel Freude mit ihnen zu diskutieren, sag ich mal so... und das Problem war für mich nicht das Streit-Thema, sondern einfach der Diskussionsstil. Aber da kann sich selbstverständlich jeder seine eigene Meinung dazu bilden. Und wenn sie nun sagen, sie mochten/möchten ja auch gar nicht mit mir diskutieren: d'accord ;)
    • Neoni wrote:

      „Ich bin optimistisch, dass wir in einem solchen Gespräch Missverständnisse aufklären können -vielleicht werden Sie danach auch ein Befürworter ? Aber selbst wenn Sie das nicht werden: wenn Sie sehen […] dann werden Sie zumindest ein Gefühl dafür bekommen, dass unsere Projekte nicht nur Gutes wollen, sondern auch bewirken können.“

      Vielleicht ist es "NT-isch", Aleksander schrieb ja auch selbst: "Hier war dann meine persönliche Ansicht von „Ergebnisoffen“ am Boden. Was ich hier festgestellt habe, und das hat mich zusätzlich verwirrt, ist die Reaktion von Nichtautisten auf diesen Abschnitt. Sie sahen ihn durchweg für positiv."

      Was mangelnde Ergebnisoffenheit angeht, was Aleksander bei der "Gegenseite" kritisierte: Ich finde sein Verhalten diesem Röttgers (und den anderen da) auch nicht ergebnisoffen, und bevor jmd Prostest anbringt: ich meine es so, dass er sich die Infos über dieses Projekt nicht mal anhören möchte (was natürlich seine eigene freie Entscheidung ist).
      Finde ich voellig nachvollziehbar.

      Wenn ich bei jemandem den Eindruck habe, dass diese Person zu fanatisch ist (nicht ergebnisoffen), dann koennte ich bestenfalls noch Informationen gewinnen, aber meistens ist es nur noch verschwendete Energie.
      Das lohnt den Aufwand einfach nicht.

      Menschen, mit denen ein Gespraech fruchtbar und eintraeglich ist, die haben eine andere Einstellung, die nutzen andere Formulierungen und Vorgehensweisen.


      Man liest sich ... Sascha
    • Rechercheur wrote:

      Ja, genau, diskutier du mal mit sektenartig Agierenden, Hyperakusis, die schon vor einem Gespräch quasi sagen, dass sie dich schon umgedreht kriegen. Viel Spaß.
      Das jetzt bezogen auf ABA-Anbieter, wie konkret das IfA, das so ziemlich genau das mit Aleksander Knauerhase tun wollte. Wortlaut war hier:
      "vielleicht werden Sie danach auch ein Befürworter?"
      Und ja, da steckt genau das drin auf manipulative Weise.

      Ich weiss es vorab nicht. Es ist so, angenommen ABA wäre mein Gebiet (im Sinne von Wissen, nicht Befürwortung), dass ich meine eigenen Erfahrungen machen wollen würde - gerade weil ich Meinungen von Gruppierungen und Sekten nicht folgen mag. Ich meine gegen Gehirnwäsche und Manipulation immun zu sein und ich bin es gewohnt einen sehr eigenen Weg zu gehen. Auf eine Frage wie "Vielleicht werden Sie danach ein Befürworter?" könnte man antworten: "Dann müssten Sie mich überzeugen - vielleicht aber überzeuge ich Sie ja und Sie sind danach kein Befürworter mehr?". Ich würde schon vorab erwarten, dass jede "Front" (Seite) ihre Sichtweise eben auch hartnäckig vertritt. Manchmal ein Duell bis zum Verrecken. Aber vielleicht stelle ich mir das auch zu einfach vor. :roll:

      Ich habe mich nie mit ABA beschäftigt aber 2007 bin ich erstmals über ABA gestolpert und zwar im Artikel "Das Asperger-Syndrom - Eine Autismus-Spektrum-Störung" in einem Artikel des Ärzteblatt. Dort stand dies:

      Quelle: aerzteblatt.de/archiv/55038/Da…utismus-Spektrum-Stoerung

      Ich weiss nicht wie aktuell das heutzutage in Dunstkreisen des Ärzteblattes etc. wäre, aber diesem grossen Kaliber stehen Sichtweisen gegenüber wie "sektenartig" und "Kindesmissbrauch" (das hatte hier jemand im Thread geschrieben). Ich frage mich, ob sich ohne Dialog überhaupt etwas realistisch erreichen liesse? Weil ich habe immer den Eindruck, dass die Autisten weltweit in winzige Gruppen zersplittert sind, also stets für sich eher klein sind, während diejenigen, die am Tisch sitzen eben sehr grosses Kaliber sind. Oder ist meine Einschätzung falsch? Was meint ihr dazu?

      Ja, von solchen Leuten hält man sich fern, da redet man nicht mit, da informiert man drüber, damit möglichst wenige drauf reinfallen.

      So leid es mir tut, aber eine Nähe zu so einem Institut/Anbieter IST eine Befürwortung, ob euch das nun gefällt oder nicht.

      Und das meine ich eben auch. Für mich gäbe es da keinen Weg, den man als Autist gehen müsste, so nach dem Motto "Wenn du akzeptiert werden möchtest von den Autisten, die gegen ABA sind, dann musst du dies und das tun". Wenn ich Umweltschützer wäre, dann wäre ich kein Handlanger der Umweltverschmutzer, weil ich öfters mit den Gurus der Industrie an einem Tisch sitze. Also für mich wäre dieser Aleks auch keine negative Person, nur weil er versucht hat oder es öfters versucht hätte, dort seine Message/Absicht einzubringen. Entscheidend wäre für mich für welche Politik eine Person ganz konkret steht. Also was diesen Thread angeht, da ist mir diese Christiane P. ziemlich egal und ich habe als neutraler Leser kein Interesse an einer bestimmten Wahrheit. Soll heissen, mir ist egal wer hier nun letztendlich recht hat. Wenn ich mich irre oder meine Gedanken/überlegungen nicht gut waren, dann kann ich damit leben, es ist dann nun mal so. Die Argumente zählen denke ich. :roll:
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    • Hyperakusis wrote:

      Ich habe mich nie mit ABA beschäftigt
      Solltest du als Admin des vermutlich bekanntesten Boards zum Thema Autismus vielleicht so langsam mal tun. Immerhin sollst du hier moderieren können. Das Thema kommt ja nicht zum ersten Mal kontrovers auf den Tisch. Rumgehampel im unbekannten Nebel hilft da nicht sonderlich.

      Joa, damit werben sie, empirisch abgesichert, evidenzbasiert. Alles BlaBla.
      Die hochgerühmte Wissenschaftlichkeit von ABA wurde hier beleuchtet:
      blog.realitaetsfilter.com/2015…die-wissenschaft-von-aba/

      Hyperakusis wrote:

      Also für mich wäre dieser Aleks auch keine negative Person, nur weil er versucht hat oder es öfters versucht hätte, dort seine Message/Absicht einzubringen.
      Er ist für mich keine negative Person, denn er spricht sich klar gegen ABA aus, auch gegenüber den Anbietern. Ganz im Gegensatz zu Frau Preißmann, die halt geflissentlich so ziemlich nichts dazu sagt, selbst auf konkrete Anfrage, aber wohl in min. einem ihrer Bücher Dressur über verstehendes Lernen stellt.

      Wer ABA ablehnt, wie ich, kann ja noch hier mitzeichnen:
      quergedachtes.wordpress.com/20…ief-an-die-aktion-mensch/
    • Ich denke in der Tat, dass Herr Knauerhase sich in erster Linie nicht für voll genommen gefühlt hat. Er hat sie angeschrieben nach dem Motto: "Ich bin ein Experte und möchte euch über etwas informieren." Sie haben aber auf ihn so geantwortet als sei er beispielsweise so etwas wie der Sprecher einer besorgten Elternschaft. Dadurch passte die Antwort einfach nicht zu seinem Anliegen und seiner Eigensicht.

      So könnte beispielsweise ein Gespräch mit einem besorgten Vater ablaufen: Frage: "Ist das und das nicht gefährlich?" Antwort: "Neeeein... *erläuter erläuter*" Frage: "Tut das und das den Kindern nicht weh?" Antwort: "Neeeeein...! *erläuter erläuter*" Vater: "Achsoo, dann bin ich ja beruhigt!"

      Herr Knauerhase hingegen hat sich das Gespräch eher in etwa so vorgestellt: "Guten Tag, mein Name ist Knauerhase und ich bin gekommen, um sie über die Gefahren und Risiken von ABA zu informieren. Wie durch viele Erfahrungsberichte bestätigt wurden, lösen die Methoden von Aba in Kindern die und die Empfindungen aus und führen zu den und den negativen Resultaten *erläuter erläuter*"

      Ich halte es durchaus für denkbar, dass Herr Knauerhase vollkommen Recht hat damit, wie er die Sache sieht, dass das ganze eine riesen Sauerei ist. Ganz theoretisch wäre es aber auch möglich, dass die dort geförderten Methoden doch kein ganz so negatives Hardcore-ABA sind und das Gespräch, zu dem er eingeladen wurde, dazu dienen sollte, eben dies zu erläutern und somit tatsächlich Missverständnisse auszuräumen. Das werden wir allerdings nie erfahren, da er a) die Einladung ausgeschlagen hat (zumal er weder die Waffen noch den Ort des Duells auswählen durfte) und b) selbst wenn er hingegangen wäre, er (und ebenso andere, die von dem Gespräch und dessen Inhalten erfahren) vermutlich zu dem Schluss gelangt wäre, dass man denen ohnehin nichts glauben kann und sie nur das sagen, was man hören will. Sprich: Dass sie z. B. ihre Methoden bewusst harmloser dargestellt hätten als das, was letztlich wirklich praktiziert wird. Aber wie soll man es auch wissen? Wie soll man beispielsweise über ein Projekt urteilen, das noch gar nicht angelaufen ist? Natürlich sind schlimme Befürchtungen aufgrund gewisser Vorerfahrungen berechtigt, aber da besagte Projekte offenbar eh nicht mehr aufzuhalten sind, bleibt nur zu hoffen, dass die schlimmsten Befürchtungen sich nicht bestätigen...



      aber auf Gebieten, die mich interessieren und wo ich eine Message habe, da würde ich mich mit Gegnern an einen Tisch setzen. Ich fand es in der Politik nicht immer gerade effektiv, wenn irgendwelche Leute einen Dialog mit Leuten ablehnten, so nach dem Motto "Mit solchen Leuten diskutieren wir nicht".

      Da gab es doch vor nicht all zu langer Zeit einen Fall, wo eine hohe Politikerin verbal gesteinigt wurde, nur weil sie neben vielen anderen Parteien unter anderem auch eine Rede vor Angehörigen einer Partei hielt, deren politische Einstellung höchst fragwürdig ist. Man überlegte sogar sie ihres Amtes zu entheben, und das nur, weil sie mit ihnen gesprochen und ihnen etwas von ihren eigenen politischen Einstellungen und Plänen erzählt hat... Dabei macht sie das doch noch lange nicht zu einer Symphatisantin jener Partei!
      I could work hard to be normal, but I prefer to hold myself a higher standard. Ego lex sum.
    • Lex wrote:

      Ganz theoretisch wäre es aber auch möglich, dass die dort geförderten Methoden doch kein ganz so negatives Hardcore-ABA sind
      In Anbetracht der Tatsache, das ABA in der Regel ein Stundenpensum von 20 - 40 Stunden/Woche umfasst und das hier geförderte Projekt "möglichst die gesamte Wachzeit nach einem Gesamtkonzept strukturieren (Lernen soll den ganzen Tag stattfinden)" soll (Quelle ifa-bremen.de/bet-info2011_1.pdf Seite 3 oben), befürchte ich eher das Gegenteil.
    • Hyperakusis wrote:

      Ich fürchte dann sprechen eben andere mit ihnen und die Politik findet ohne einem statt. Vermissen wird man diejenigen, die den Dialog ablehnen vermutlich nicht und ihre Meinung/Sichtweise wird dann halt auch nicht vertreten.

      genauso ist es. Die radikalen ABA-Gegner laufen Gefahr, sich für Gespräche zu disqualifizieren und so ihrem Anliegen zu schaden.
      Jeder, der sich vernünftig verhält und gesprächsbereit bleibt, kann garantiert mehr erreichen.

      C.P. tut sehr viel für Autisten. Sie klärt auf, tingelt von Vortrag zu Vortrag, versucht etwas zu erreichen, reißt sich den Arsch auf - für Autisten.

      Wenn man fragen würde, was denn diejenigen, die hier so mosern, Vergleichbares für Autisten tun, dann wäre die Antwort wohl in vielen Fällen: Nichts.
      Historisch gesehen waren die schrecklichsten Dinge wie Krieg, Genozid oder Sklaverei nicht das Ergebnis von Ungehorsam, sondern von Gehorsam.
      (Howard Zinn)

      The post was edited 1 time, last by Shenya ().

    • Neoni wrote:

      Ich finde C.P. sollte sich auf die Art für autistische Menschen engagieren dürfen, in welchen Themenbereichen sie stark ist, in welchen Themenbereichen sie "Herzblut" hat. Wenn dies nun gerade nicht der Bereich ABA ist... und? Vielleicht hat sie auch keine Kraft (und Lust) dafür, sich in diesen "Kampf" hinein ziehen zu lassen. Soll sie deswegen aufhören müssen etwas für autistische Menschen zu tun?

      Das sehe ich auch so.

      Da gefragt wurde, warum ich diese Haltung habe: ich kenne C.P. weder persönlich, noch war ich bei einem Vortrag oder habe eins ihrer Bücher gelesen. Ich finde es nur sehr unfair, wie sie aufgrund von - gar nix eigentlich - abgeurteilt wird. Was soll das eigentlich? Autisten torpedieren sich gegenseitig? Meinungsfreiheit war mal? Ich mache bei solchen Hexenjagden jedenfalls nicht mit. Es widerspricht meinem Gerechtigkeitsempfinden. Wenn ich dafür nun auch auf irgendeiner schwarzen Liste lande, dann sei's drum. Deswegen werde ich meine Meinung nicht ändern.
      Historisch gesehen waren die schrecklichsten Dinge wie Krieg, Genozid oder Sklaverei nicht das Ergebnis von Ungehorsam, sondern von Gehorsam.
      (Howard Zinn)
    • Hyperakusis wrote:

      Ich fand es in der Politik nicht immer gerade effektiv, wenn irgendwelche Leute einen Dialog mit Leuten ablehnten, so nach dem Motto "Mit solchen Leuten diskutieren wir nicht". Ich fürchte dann sprechen eben andere mit ihnen und die Politik findet ohne einem statt.

      Es immer noch ein Unterschied, ob Parteien wegen ihrer Dauerinszenierung von Politik nicht miteinander reden (siehe das Theater nach Wahlen mit der Linkspartei z.B.), es ist aber meines Erachtens absolut legitim nicht mit radikalen Parteien reden zu wollen, welche ein menschenverachtendes, gewalttätiges Programm predigen.

      Neoni wrote:

      ... und das Problem war für mich nicht das Streit-Thema, sondern einfach der Diskussionsstil.

      Vielleicht waren eine Menge Betroffene dabei. Wenn ich Sachen zu ABA recherchiere fällt es mir auch schwer ruhig zu bleiben. Es stecken eine Menge an Emotionen da hinter, Erinnerungen an Gewalt, Ekel, Psychoterror. Mein Leben ist mitunter wegen so etwas ruiniert worden.
      Autisten vorzuwerfen, daß der "Stil" nicht passt (insbesondere wenn man vielleicht nicht ruhig bleiben kann) ist seltsam finde ich, Inhalte sollten schwerer wiegen.
      Zudem glaube ich kaum, daß jemand, der nicht in solch einem System drin war, sich die perfidität und den Psychoterror wahrheitsgemäss vorstellen kann. Es ist ein Trauma, mit allen Folgen.

      Hyperakusis wrote:

      Ich meine gegen Gehirnwäsche und Manipulation immun zu sein und ich bin es gewohnt einen sehr eigenen Weg zu gehen.

      Glaubst du als Kind auch so gehandelt haben zu können?

      Hyperakusis wrote:

      Ich habe mich nie mit ABA beschäftigt(...)

      ....

      Hyperakusis wrote:

      Weil ich habe immer den Eindruck, dass die Autisten weltweit in winzige Gruppen zersplittert sind, also stets für sich eher klein sind, während diejenigen, die am Tisch sitzen eben sehr grosses Kaliber sind. Oder ist meine Einschätzung falsch? Was meint ihr dazu?

      Die ABA Anbieter sind Organisationen und somit strukturiert. Aus den Berichten um die Aktion Mensch und anderen wird schon klar, dass diese Verbände Lobbyismus betreiben um ihr System weiter zu bewerben. Mich würde mal wirklich der Jahresumsatz auf diesem "Markt" interessieren.
      Betroffene hingegen haben, nach allem was ich gelesen habe, mit den Folgen der Misshandlung zu kämpfen (PTBS, Verhaltensstörungen, etc.), oder "haben es geschafft", sprich, sind so gut "angepasst", dass sie in die "normale" Welt passen und auch positiv über ihre "Lernerziehung" dann berichten.
      So oder so, die Anwender dieser "Lehrmethoden" sind auf der sicheren Seite.

      Es müssten sich wahrscheinlich erst genug Geschädigte zusammen finden und sich zusammen organisieren, wie es ja schon öfter vorgekommen ist.
      Alternativ einen Beitrag bei Monitor, oder einem ähnlichen Format. Das Fazit nach einer investigativen Recherche von seriösen Journalisten über das Thema und die Zustände in diesem Bereich würden mich brennend interessieren, so nebenbei.

      Rechercheur wrote:

      Joa, damit werben sie, empirisch abgesichert, evidenzbasiert. Alles BlaBla.

      Traue keiner Studie, die du nicht selber gefälscht hast. Ich hatte im Medienbereich auch mit politischen und sonstigen Umfragen, bzw. Studien zu tun, sowie deren Analyse und was an "Gehalt" und Wahrheit da drin steckt. Jedes gewünschte Ergebnis kann produziert werden. Wird es auch.
      Am ehesten findet man die Wahrheit, indem man dem Strom des Geldes folgt.

      Noch zur Aktion Mensch:
      Zitat: "Wir beteiligen uns nicht an der Diskussion, ob die ABA-Therapie richtig ist oder falsch. "
      Damit disqualifiziert sich dieser Verein doch eigentlich selber. Nicht jede Behinderung ist so einfach zu erkennen, wie ein fehlender Arm.
      In dem Bereich outet sich die Aktion Mensch als hirnloser Geldverteiler. Soziallotterie passt.
      Naja, wahrscheinlich sollte man als "Bescheuerter" ja selber einfach nur froh sein, daß man heutzutage standardmässig nicht mehr ans Bett gefesselt wird.

      Zitat:"Wichtig ist uns die Wahlfreiheit, die jedem potenziellen Projektteilnehmer ermöglicht, sich für oder gegen ein Verfahren, eine Therapie, eine Teilnahme an einem Angebot zu entscheiden."
      Kinder können (oder dürfen) exakt das nicht.
    • Radik

      Shenya wrote:

      ich kenne C.P. weder persönlich, noch war ich bei einem Vortrag oder habe eins ihrer Bücher gelesen. Ich finde es nur sehr unfair, wie sie aufgrund von - gar nix eigentlich - abgeurteilt wird.

      Du kennst sie nicht, weisst nichts über ihre Positionen.....
      Ich vestehe nicht ganz warum du sie dann quasi "in Schutz" nimmst oder das Gefühl hast das machen zu müssen.
      Und "radikale Ansichten" die ABA Gegner haben sollen und sich dann für Gespräche mit wem disqualifizieren......? Hier ist langsam zu viel Theorie in dem Thema.

      Ich war ABA Massnahmen ausgesetzt. Shenya, ich weiss nicht, wie würde es dir gehen wenn dir jemand deine SI wegnimmt, und du darfst erst wieder was damit machen, wenn du dich artig so verhältst wie andere das möchten, egal, wie sehr es dir Angst macht und es dich ekelt. Und dann, wenn du das gelernt hast, dann lassen wir die SI ganz weg. Du brauchst das dann nicht mehr. Du bist dann "Normal".

      Dieser kurze Film bringt das ganze gut vom Gefühl her auf den Punkt, für mich zumindest.
      youtube.com/watch?v=DtzKNMcGcbo
    • Das hat aber alles damit nichts zu tun, dass man niemanden zwingen kann, sich für oder gegen etwas zu positionieren. Wenn sie sich zu diesem Thema nicht äußern mag, weil sie sich nicht in irgendeine Schußlinie begeben will, dann ist das ihre Sache. Jeder tut eben auf seine eigene Weise etwas.
      Man kann dann sowas sagen wie "ich hätte mir gewünscht, sie hätte...." aber alles weitere geht eben zu weit für mein Empfinden, vor allem, wenn man sie jetzt insgesamt schlecht macht, so als wäre alles, was sie bisher getan hat, nichts mehr wert.
      Historisch gesehen waren die schrecklichsten Dinge wie Krieg, Genozid oder Sklaverei nicht das Ergebnis von Ungehorsam, sondern von Gehorsam.
      (Howard Zinn)