ASS + PS - Warum wird es kategorisch ausgeschlossen?

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    • Ich denke, dass sich eine Persönlichkeitsstörung durchaus auf eine autistische Persönlichkeitsstruktur "draufsetzen" kann. Das wird sogar häufig der Fall sein, da viele Autisten im Kontakt negative Erfahrungen machen und das natürlich prägt. Beispielsweise gibt es sicher einige, die ursprünglich recht kommunikativ und nicht ängstlich oder zurückhaltend waren, durch Ausgrenzungserfahrungen aber eine Sozialphobie oder eine ängstlich-vermeidende Persönlichkeit entwickeln.

      Bei einem Vortrag von Prof. Vogeley kam dieses Thema in der anschließenden Diskussion mal auf. Er hielt "Persönlichkeitsstörung" dann für einen unpassenden Begriff, weil die gesamte Persönlichkeitsentwicklung ohnehin anders als bei der Mehrheit laufen würde und viele Verhaltensweisen wie Ausdruck einer Persönlichkeitsstörung aussehen, für einen autistischen Menschen aber "normal" seien. Dem stimme ich zu, denke aber wie gesagt, dass es bei Autisten durchaus gewissermaßen "Folgeschäden" schlechter Erfahrungen gibt, für die der Begriff passt. Beides voneinander abzugrenzen, sowohl in der Diagnostik wie einer Therapie, ist bestimmt nicht einfach, vielleicht sogar gar nicht immer möglich.
      From my youth upwards my spirit walk'd not with the souls of men. (...)
      My joys, my griefs, my passions, and my powers, made me a stranger.

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    • Nicht unbedingt. Dass das Profil von Autisten ohne das Wissen um Autismus eher wie bei Menschen mit Persönlichkeitsstörungen wirkt, meinte auch Prof. Vogeley.
      From my youth upwards my spirit walk'd not with the souls of men. (...)
      My joys, my griefs, my passions, and my powers, made me a stranger.