Eine Diagnose im Wandel...

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

    • Eine Diagnose im Wandel...

      Weil ich in der Vergangenheit aus diversen Gründen extrem häufig abgeklärt wurde, hier Lukas' kleine Diagnosegeschichte:


      - 1993 (9 Jahre) Legasthenie aufgrund einer ausgeprägten auditiven Wahrnehmungsstörung diagnostiziert vom Legasthenieinstitut
      - 1996 ausgeprägte Teilleistungsstörung (Legasthenie) von einem Experten auf dem Gebiet der Teilleistungsstörungen
      - Dann folgte 2006 glaub (ich bin nicht gut mit Zahlen) Asperger-Syndrom vom ATBZ
      - Kurz danach im Rahmen einer Studie wurde ich von Dr. Isabel Dziobek in Berlin auf HFA rediagnostiziet
      - rediagnostiziert ADHS Disposition mit autistoiden Tendenzen von einer ADHS-Expertin
      - wieder zurückdiagnostiziert auf HFA von einer schottischen Autismusexpertin
      - HFA bestätigt, Psychiatrie Heidelberg
      - HFA und rezidivierende Depressionen von einer niedergelassenen Psychiaterin, die diagnostizierte später auch V.a. Transsexualität (Frau-zu-Mann)
      - frühkindlicher Autismus (hochfunktional), rezidivierende Depressionen und später auch Transsexualität von einem anthroposophischen Krankenhaus (ich war zwei Mal stationär da und die Diagnosen wurden lediglich übernommen)
      - eine große deutsche Psychiatrie: (alles auf Verdacht) V.a. Rezidiverende depressive Störung, nicht sicher Wahnhaft, V.a. emotional-instabile Persönlichkeitsakzentuierung, V.a. Transsexualität, V.a. HFA
      Weil ich nach diesem diagnostischen Chaos mein Fall nochmal komplett neu aufgerollt wurde, habe ich jetzt offiziell nurnoch "autistische Tendenzen". Weil ich früher schon so oft abgeklärt wurde, ließ ich es dabei, auch weil mir es egal war. Das nicht sicher Wahnhaft und die Persönlichkeitsaktzenuierung wurde wieder komplett gestrichen. Inzwischen erkennt auch diese besagte große deutsche Psychiatrie von ganz oben (stellv. Ärztl. Direktor) meine Transsexualität an, die sie davor mit vorher genannten Diagnosen "rediagnostizieren" wollte...
      - Rezidivierende Depressive Störung und V.a. Transsexualität, Experte für Transsexualität
      - Transexualität via zweier unabhängiger gerichtlicher Gutachten 2012/2013 bestätigt von zwei Experten für Transsexualität. Gerichtlich bestätigt samt Personenstands- und Vornamensänderung.
      - Transsexualität und Rez. Depressive Störung, (erst auch ADS, dann wieder gestrichen) niedergelassener Psychiater (mein jetziger Psychiater)
      Diagnose: Mensch

      The post was edited 2 times, last by Lukas ().

    • Ich habe nochmals nachgeschaut...

      - diagnostiziert auf HFA von einer schottischen Autismusexpertin
      - HFA bestätigt, Psychiatrie Heidelberg


      Da ist mir ein Fehler unterlaufen:
      in Schottland war es einfach nur "autism" und in Heidelberg: "frühkindlicher Autismus (hochfunktional)".
      Es herrschte weitestgehend Einigkeit bei mir darüber, dass es bei mir Frühkindlicher Autismus ist und dort eben hochfunktional. Wehalb ich auch "ICD-10 F84.0" als Diagnoseziffer hatte. Meine Kindheit war einfach "zu klassisch". :roll:
      Diagnose: Mensch
    • Hallo Lukas,

      puh auch schon viel mitgemacht. Das kenne ich sehr gut. Ich habe auch schon eine ganze Diagnosekette. Bis ich im April diesen Jahres mit Asperger Syndrom diagnostiziert wurde.
      Ich bin sehr froh, endlich Klarheit zu haben.
      Aus persönlichen Gründen kann ich hier meine Geschichte nicht so ausführlich anführen wie du. Ich bewundere aber sehr deinen Weg.

      LG, Veronika. :nod:
      Man sieht nur mit dem Herzen gut.
      Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.
      (Antoine de Saint-Exupéry)

      "Was ist falsch an sonderbar?"

      "Das Ende der Störung ist derzeit nicht absehbar."
    • Veronika wrote:

      Hallo Lukas,

      puh auch schon viel mitgemacht. Das kenne ich sehr gut. Ich habe auch schon eine ganze Diagnosekette. Bis ich im April diesen Jahres mit Asperger Syndrom diagnostiziert wurde.


      Bei mir haben die ganzen Abklärungen zumindest bei Autismus viel mit Umzügen und ähnlichem zu tun (die Uni wollte damals auch bezüglich Nachteilsausgleichs ne neue Abklärung, weil ich damals noch keinen SBA hatte und sie behaupteten, man könne ja nicht sicher sein, ob ich sonst vom Autismus doch geheilt sei... aha. Diese neue Abklärung bekamen sie auch ;) ). Bei Transsexualität verläuft es ja nochmals anders. Da waren die unzählig verschiedenen Meinungen wichtig um die ganzen OPs und so weiter in meinem Fall bewilligt zu bekommen.

      Defacto taucht ja Autismus bei mir schon an dritter Stelle auf. Die ersten beiden Diagnosen sind beide Legasthenie und als Kind war es durchaus korrekt. Ich wurde Jahrelang trainiert und wie man liest, sehr erfolgreich. ;)

      Wenn man diese große deutsche Psychiatrie mal außen vor lässt, die gefühlt einfach mal eine Palette von Diagnosen auf Verdacht diagnostiziert hat, finde ich es bei mir ein doch sehr einheitliches Bild muss ich sagen.

      Ich gehe mal die Diagnosen ansonsten durch:
      1) Legasthenie - wie schon gesagt, das stimmte als Kind
      2) ausgeprägte auditive Wahrnehmungsstörung - wie man schon 1993 richtig erkannte, beruhte meine Legasthenie darauf, da ich keine korrekte Lautdifferenzierung habe. Jedoch sind so Wahrnehmungssachen ja als Teil von Autismus anzusehen und würde so nichtmehr diagnostiziert, weil es sich überschneidet, ansonsten aber damalsch schon korrekt erkannt.
      3) Asperger-Syndrom - die stark ausgeprägte Entwicklungsverzögerung passte nicht (richtig zu sprechen begann ich erst mit so Ca. 5 Jahren) - aber ansonsten ist ja egal welche Autismusform. Man stieß ja schon bei der dritten diagnostischen Abklärung auf Autismus und wie gesagt, die anderen beiden Abklärungen waren ja auch korrekt.
      4) ADHS mit autistoiden Tendenzen - selbst da kam man nicht um das Wort "autist-" drum rum... Letztendlich wollte man damit aber so ziemlich die selben Symptome erklären. Beim Konzentrationstest schnitt ich überdurchschnittlich(!!) gut ab. Was die Diagnkstikerin schlicht als Überfokusierumg deutete, aber zugab davor noch nie einen Patienten zu haben, der noch vor der Zeit mit dem einen Konzentrationstest fertig zu werden. 8o
      5) HFA /frühkindlicher Autismus (hochfunktional)- ja, das blieb ja dann ne ganze Weile. Beides wurde in meinem Fall synonym verwendet.
      6) rez. depressive Störung - stimmt
      7) Transsexualität - stimmt
      8) ADS - ich bekam durch die Depressionen und Stress massive(!) Konzentrationsprobleme. Als das klar wurde, wurde die Diagnose deshalb wieder gestrichen.
      9) auch wenn meine neueren Psychiater keine Experten für sind, ließen sie ja den Autismus als Tendenzen oder whatever stehen. Es hat auch rein praktische Gründe da eben nicht das Hauptqugenmerk von ärztlicher Seite drauf zu legen, weil ich es so mit den Anträgen usw. wegen der Transsexualität einfacher hatte. Dies war jedoch die Entscheidung meines Psychiaters, aber auch seine Überzeugung das es so besser passte. Deshalb ließ ich es jedoch nicht noch,al abklären a) weil es wirklich egal war und bei mir das autistische sonst extrem eindeutig war, egal an welche Stelle des Spektrums man mich nun setzte und b) hatte ich mit meinen Abklärungen wegen Transsexualität schon genug zu tun und c) würde ich mir so bezüglich meiner Transsexualität das Leben nur noch schwerer machen wenn es blöd lief.

      Also kann man komplett alle Berichte (wenn man diese große deutsche Psychiatrie außen vorlässt), auf 4 Diagnosen reduzieren:
      - Legasthenie in der Kindheit
      - was autistischem (egal an welcher Stelle des Spektrums nun)
      - Rez. Depressionen
      - Transsexualität
      Diagnose: Mensch

      The post was edited 3 times, last by Lukas ().