Asperger und AD(H)S

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    • Ja. Das geht ja oft auch Menschen, die schwer erkrankt waren oder Nahtoderlebnisse hatten, so. Manche sind dann schon weiter weg vom Ego, nehmen sich selbst nicht mehr wichtig, hängen sich nicht mehr an Lebenssituationen, Menschen, Träume, Hoffnungen etc. Nähern sich vielleicht einem Zustand an, wie er im Buddhismus angestrebt wird. Mir persönlich fällt gerade das schwer, und ich finde es für mich gar nicht erstrebenswert. Ironischerweise habe ich wohl gerade zuviel Hoffnung. Und gerade das macht depressiv, wenn sie sich auf nichts für einen selbst Glaubhaftes mehr gründet.
      From my youth upwards my spirit walk'd not with the souls of men. (...)
      My joys, my griefs, my passions, and my powers, made me a stranger.
    • hundefreund wrote:

      Ich habe auch etwas gebraucht, bis ich über mich selbst und meine dusseligkeit lachen konnte.
      Mir ist mit der Zeit das Lachen darüber vergangen.... wenn man vergisst Herdplatten auszuschalten, Brandschäden entstehen, man sich selbst aus der Wohnung aussperrt,
      mit Hausschuhen spazieren geht, gehetzt durch die Wohnung rennt und nichts auf die Reihe bekommt, 30km mit dem Zug von A nach B fährt und dann draufkommen man
      hat die Geldtasche zuhause liegen gelassen, impulsiv auf andere reagieren. Das ist nichts zum Lachen sondern auf Dauer sehr anstrengend.
    • :d ja, gelle?

      Ich stelle es mir gerade als (Puppen-) theaterszene vor.
      Ich bin dann mal das fiese Hirn. :lol:
      Das kenne ich zu gut. :evil:
      “The mind is like tofu. It tastes like whatever you marinate it in.”

      (Sylvia Boorstein)

      The post was edited 1 time, last by Linnea ().

    • Tab. 1 Differenzialdiagnostische Unterschiede zwischen ADHS und ASS

      thieme-connect.com/products/ej…/html/10.1055/a-0959-2034

      das würde doch bedeuten, Detailverliebte sind eher AS als Adhs?
      (und Flüchtigkeitsfehler kann man dennoch machen wegen der Detailfokussierung (Wald vor Bäumen nicht sehen) oder zu großer Schnelligkeit?)

      und wo läge da der Unterschied:

      Adhs:
      "Aufgenommene Information löst Assoziationen aus, die innerlich ablenken."

      As:
      "Haften an Gesprächsdetails, häufig auch an inneren Assoziationen."
      ?

      und dies:
      "Häufig abgelenkt durch nebensächliche Informationen oder Nebenreize" ...ist doch auch bei beiden so. ?

      ..

      und wenn sowohl:
      "
      • Uninteressante, jedoch notwendige zu bearbeitende Aufgaben können nur mit hohem Aufwand erledigt werden
      • Fängt vieles an und verliert dann schnell das Interesse
      als auch:
      • Anweisungen werden befolgt, jedoch nur wenn diese klar und sehr deutlich ausgesprochen wurden, implizierte oder indirekte Aufforderungen werden als solche nicht verstanden oder „konkretistisch“ umgesetzt
      • Projekte werden bevorzugt beendet, fehlender Abschluss erzeugt Unwohlsein
      • Da häufig äußerst penibel und detailliert können Zeitvorgaben schlecht eingehalten werden
      zutrifft,
      hat man dann beides???

      Immer noch nicht einfach.
      Und die jeweiligen Theras, mit denen ich das bespreche , haben jeweils ihren Schwerpunkt und schreiben je alles da hinein, auch wenn es etwas widersprüchlich scheint.
      “The mind is like tofu. It tastes like whatever you marinate it in.”

      (Sylvia Boorstein)
    • Linnea wrote:

      das würde doch bedeuten, Detailverliebte sind eher AS als Adhs?
      (und Flüchtigkeitsfehler kann man dennoch machen wegen der Detailfokussierung (Wald vor Bäumen nicht sehen) oder zu großer Schnelligkeit?)
      Ich habe viel Erfahrung mit reinen ADHSlern und kenne auch die Autistensicht und habe mich auch anhand von Texten über ADHS und Autismus viel mit dem Thema beschäftigt, daher antworte ich dir mal, ohne dem Link zu folgen.

      Also Detailverliebte sind tatsächlich eher ASS als ADHS. ASS Leute fokussieren sich auf bestimmte Details und optische Details springen ihnen geradezu ins Auge.

      ADHSler haben oft das Problem, dass sie vor allem schnell fertig werden wollen, dadurch oberflächlich arbeiten und Flüchtigkeitsfehler machen (das schließt auch die Handschrift mit ein, da die Buchstaben oft nicht sorgfältig genug geformt wurden und dadurch unleserlich / verwechselbar mit anderen Buchstaben werden). Es fehlt ihnen hierbei und auch in diversen anderen Dingen an der nötigen Sorgfalt. Die gelingt ihnen nur mit sehr viel Mühe und oft geht dann doch die Konzentration zu schnell flöten, so dass sie z. B. sogar etwas falsch machen (z. B. Schreibfehler), von dem man ihnen noch ein paar Sekunden zuvor sagte, wie es richtig geht. Zudem kommt es vor, dass sie schon losarbeiten, bevor sie überhaupt die Aufgabenstellung gehört oder gelesen bzw. verinnerlicht haben und dadurch alles falsch machen.

      Linnea wrote:

      Adhs:
      "Aufgenommene Information löst Assoziationen aus, die innerlich ablenken."

      As:
      "Haften an Gesprächsdetails, häufig auch an inneren Assoziationen."
      ?

      und dies:
      "Häufig abgelenkt durch nebensächliche Informationen oder Nebenreize" ...ist doch auch bei beiden so. ?
      Nein, da ist schon noch ein Unterschied. Bei einem ADHSler ist es so, dass er ungern lange bei einer Sache bleibt, besonders wenn es eine an ihn gestellte Aufgabe ist, auf die er gerade nicht so hundertprozentig Lust hat. Da kann es dann sein, dass er sich ein einzelnes Stichwort aus der Aufgabe herausgreift (also z. B. "Weltraum" oder "Indianer") und daraus dann versucht ein Gespräch mit der anderen Person zu entwickeln, bei dem er vom Hundertsten ins Tausendste kommt (also z. B. über die Raumfahrt oder das Leben der Indianer spricht, daraus dann wieder ganz andere Fragen und Themen entwickelt und so weiter), was aber alles gar nichts mit der eigentlichen Aufgabe zu tun hat. Die eigentliche Aufgabe könnte z. B. gewesen sein, den Text abzuschreiben oder eine Rechen-Sachaufgabe zu lösen.

      Bei einem ASSler ist es eher so, dass jemand eine seltsame Formulierung macht in einer Aufgabe oder Rede und sie danach nur noch auf diese eine Formulierung fokussiert sind, sich z. B. fragen warum er das so seltsam ausgedrückt hat (könnte z. B. eine Redewendung oder ein Satz mit einem Fremdwort, das sie nicht kannten, oder auch einfach ein grammatisch falsch und dadurch sich seltsam anhörender Satz oder etwas Dialektisches gewesen sein) und das Nachdenken über dieses "unstimmige" Detail (und eventuell auch die bildlichen Vorstellungen oder die Assoziation im Sinne von z. B. die Wortbedeutung, die sie eigentlich für das Wort kennen, da es ein Teekesselchenwort ist aber das was sie kennen an der Stelle gar nicht passt) beschäftigt sie gedanklich so sehr, dass sie der weiteren Rede gedanklich gar nicht folgen können oder im Falle einer schriftlichen Aufgabe oder Lernaufgabe so gedanklich "festhängen", dass sie die eigentliche Aufgabe gar nicht in Angriff nehmen können sondern eigentlich erst eine Erklärung für das seltsame Detail bräuchten.

      Die häufige Ablenkung furch nebensächliche Informationen oder Nebenreize ist tatsächlich bei beiden gegeben, nur auf eben etwas unterschiedliche Art, siehe oben. Klassisch ordnet man es wohl eher dem ADHS zu. In der Tat können auch Autisten Nebenreize schwer ignorieren. Bei ADHSlern (besonders auch bei den jüngeren) werden sie oftmals sogar als willkommene Ablenkung betrachtet von dem langweiligen Schulstoff und sich gerne darauf fokussiert (zumindest temporär). Daher fällt es bei ihnen stärker auf.


      Linnea wrote:

      hat man dann beides???
      Natürlich kann man eine Kombination aus ADHS und ASS haben, auch wenn die Wissenschaft das lange Zeit abgestritten hat, aber inzwischen hat die Wissenschaft es eingesehen und es gibt innerhalb und außerhalb des Forums bereits viele Menschen mit entsprechender Doppeldiagnose.

      Ich persönlich glaube noch immer, dass ADHS und ASS nicht als klar abgegrenzte Einzelphänomene existieren sondern es ein gemeinsames Spektrum mit diversen Symptomen gibt, die zusammen oder auch unabhängig voneinander bei einer Person aus neurologischen Gründen vorhanden sein können, und lediglich quasi künstlich einige oftmals auftretende Symptomkombinationen als Cluster zusammengefasst und mit einem Namen versehen wurden. Somit sind ASS und ASHS zwei verschiedene Regenschirmdiagnosen mit gemeinsamer Schnittmenge bzw. man kann auch gleich beide Regenschirme haben. Da wird es dann nur etwas kompliziert mit der Diagnostik, da die Diagnose von beidem noch immer getrennt erfolgt und bestimmte definierte Symptome von ADHS und ASS ja quasi im Widerspruch zueinander stehen (z. B. Ordnung vs Chaos). Daher können diese Symptome bei Menschen, die beides haben, eventuell weniger stark oder wechselhafter ausgeprägt sein, was auf den jeweiligen Fragebögen Punkte kosten kann, so dass man wenn man Pech hat bei beiden Fragebögen knapp "durchfällt" und so ganz ohne Diagnose nach hause geht, obwohl man in Wahrheit sogar doppelt betroffen ist. Heißt also ein speziell auf die Kombi zugeschnittener Fragebogen oder zumindest ein hierauf zugeschnittener Auswertungsansatz ist längst überfällig.
      I could work hard to be normal, but I prefer to hold myself a higher standard. Ego lex sum.

      The post was edited 2 times, last by Lex ().

    • wow... Ich danke dir vor allem für die Ausführlichkeit. ... Ich muss es noch in mir überprüfen , was genau mich ablenkt.
      Detailverliebt bin ich sehr, das sieht man auch in der Fotografie oder weil ich Ganzes nicht immer erkenne.. Aber ich bin auch schusslig . Ungeduldig.
      Manchmal merke ich , weil es zu schnell abläuft...bzw innen und außen die Geschwindigkeiten nicht zusammen passen.....

      Dann wieder kann ich "zu ausdauernd" sein, mich festbeissen, unglaublich viele Fakten sammeln , um eine These oder Idee zu stützen.

      Da die jeweiligen Theras in ihren jeweiligen Schwerpunkten jeweils sicher sind , ich hätte AS oder eben Adhs..
      wirft mich das gerade durcheinander.

      Bei den üblichen umfangreichen onlinetests habe ich bei beiden hohe Punktzahlen aber auch immer einen kleinen Bereich, wo ich jeweils gegenteilig reagiere.

      Hmpf. :?
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      (Sylvia Boorstein)

      The post was edited 1 time, last by Linnea ().

    • Linnea wrote:

      Zitat aus anderer Quelle: "Iiiich? Ich hab doch keine ADH - o, guck mal, ein Eichhörnchen!"
      Ich bin gerade etwas irritiert. Was weißt denn auf ADH hin, wenn man ein Eichhörnchen in der Landschaft entdeckt und das kundtut? :roll: Ich mag z. B. Eichhörnchen sehr gerne und hatte mich auch mal darüber belesen und ein Eichhörnchen gefüttert. Wenn ich draußen bin, bin ich immer sehr angetan, wenn ich Eichhörnchen sehe. Neulich war ich auch draußen spazieren und ein kleines Eichhörnchen flitze über den Weg. Da sagte ich meiner Begleitung dann auch "ahhhhhhhh, ein EIchhörnchen!!!!!! :) :) :) ". Ich freue mich einfach immer so, wenn ich Eichhörnchen sehe und finde es jedesmal toll. Das hat doch nichts mit ADS zu tun, oder? Ich denke eher, dass ich auf Eichhörnchen programmiert bin und die auch an Baumstämmen sehe, wo sie sonst niemand sieht, weil sie farblich gut getarnt sind. Aber ich achte eben auf sowas. Dann unterbreche ich auch aktuelle Gespräche, denn das Eichhörnchen ist ja meist nur ein paar Sekunden zu sehen. Hat das etwas mit ADS zu tun? :roll:
      Ich schließe ADS bei mir eigentlich aus (vor allem, weil ich mich sehr gut konzentrieren kann auf die Sachen mit denen ich mich beschäftige und das allenfalls depressionsbedingt in der letzten Zeit etwas schwieriger ist. Ich bin zwar leicht durch Außenreize wie Gespräche etc. ablenkbar, aber aus mir selbst heraus und ohne Störfaktoren kann ich mich ziemlich gut mit einer Sache beschäftigen und habe dabei dann eine hohe Konzentration)

      The post was edited 1 time, last by FruchtigBunt ().

    • @FruchtigBunt Das Eichhörnchen ist ein klischeehaftes Beispiel für eine Ablenkung durch einen Außenreiz. Es wird das Gespräch oder die Handlung unterbrochen, um sich dem Eichhörnchen zuzuwenden.
      Es geht also nicht um das Eichhörnchen selbst, sondern um das sprunghafte Verändern des Aufmerksamkeitsfokus.
    • FruchtigBunt wrote:

      Ich schließe ADS bei mir eigentlich aus (vor allem, weil ich mich sehr gut konzentrieren kann auf die Sachen mit denen ich mich beschäftige
      Man muss da noch einen Aspekt berücksichtigen, der bei den ADHS-Tests leider meist unberücksichtigt bleibt:

      Es gibt auch noch den sogenannten Hyperfokus. Das haben auch Menschen ohne ADHS manchmal aber eben speziell auch Menschen mit ADHS. Anders gesagt: Wenn jemand sich in eine Tätigkeit komplett vertieft und dabei eine hohe intrinsische (also aus dem eigenen inneren heraus entstandene) Motivation entwickelt, dann ist die Person regelrecht "im Flow", bekommt kaum noch Außenreize mit, verliert jedes Zeitgefühl und arbeitet effektiv und durchgängig nahezu ununterbrochen über einen langen Zeitraum mit höchster Konzentration. Das ist etwas, was ADHSler auch können bzw. haben. Es ist nur nichts, was man auf Verlangen abrufen oder anknipsen kann. Es ist eher ein Glücksfall, wenn man in einen solchen Arbeitsmodus gerät. Und natürlich kann es auch sein, dass man bei zu massiven Ablenkungen von außen letztlich doch wieder rauskommt.

      Aber es ist schon faszinierend wie extrem das sein kann. Habe gehört da wurde z. B. mal ein (wohl neurotypisches, normales) kleines Kind beobachtet, das dabei war etwas zu bauen / spielen oder so, und das war so vertieft, das selbst als ein Erwachsener das gesamte Kind + dem Zeug, womit es sich beschäftigte, vom Boden aufhob und auf einen Tisch hob, es schien, als wenn das Kind davon gar nichts mitbekommen hat und es so einfach ununterbrochen weitermachte, ohne sich irgendwie irritieren zu lassen.
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    • Morrow wrote:

      @FruchtigBunt Das Eichhörnchen ist ein klischeehaftes Beispiel für eine Ablenkung durch einen Außenreiz. Es wird das Gespräch oder die Handlung unterbrochen, um sich dem Eichhörnchen zuzuwenden.
      Es geht also nicht um das Eichhörnchen selbst, sondern um das sprunghafte Verändern des Aufmerksamkeitsfokus.
      Ach so. Vielleicht auch, weil das mit dem Eichhörnchen irgendwie witzig klingt? :roll: Ich finde es aber nicht unbedingt außergewöhnlich, wenn man seine Begleitung mitten im Satz darauf hinweist, dass da ein Eichhörnchen läuft bzw. wenn man mittem im Satz eben etwas bemerkt, was nur kurzzeitig relevant ist. Wenn man wartet, bis die Person ausgeredet hat und dann sagt "vor 2 Minuten war da gerade ein Eichhörnchen" würde das ja überhaupt keinen Sinn ergeben. Ich vermute, dass das Beispiel ungünstig gewählt ist (weil das genannte Beispiel nicht nur Sprunghaftigkeit darstellt, sondern auch für ein aktuelles Ereignis stehen kann, das in dem Moment und nicht später, relevant ist) und habe eine Ahnung, dass es vielleicht die Sprunghaftigkeit illustrieren sollte. Bei normalen Gesprächen springe ich nicht hin- und her. Nur wenn eben anlassbezogen etwas auftaucht, nenne ich das. Wenn z. B. beim Spazieren von rechts ein Auto kommt, das die begleitende Person nicht sieht, würde ich auch direkt sagen "Achtung!!!", da nutzt es ja auch nichts, das erst später zu sagen. Das würde dann ja auch niemand als Sprunghaftigkeit auslegen.
      Dann trifft das auf mich jedenfalls nicht zu. Ich hatte nämlich kurzzeitig überlegt, ob das auf ADS bei mir hindeuten könnte. Bei Freude oder Erstaunen habe ich schon auch einen Impuls, das sofort kundzutun und wenn mir Dinge einfallen, sagte ich die früher auch immer mitten in den Satz des anderen rein. Das mache ich so aber nicht mehr. Mittlerweile halte ich mich zurück und bekomme eher Panik, dass ich die Sachen vergessen, die ich sagen wollte und vergesse sie dann meistens auch und klinke mich schon vorher aus Gesprächen aus. Aber jch wechsele nicht von mir aus sprunghaft die Themen. Das kenne ich von anderen Menschen. Die reden erst über Gartenpflege, um dann mitten im Satz zu erzählen, was sie heute gekocht haben (oder so ähnlich). So etwas ärgert mich unheimlich.
    • Linnea wrote:

      Genau.

      Es gibt auch ein Buch, was darauf aufbaut:

      bod.de/buchshop/eichhoernchen-…run-neldner-9783749430215
      8o Das ist ja krass.
      Ich wusste nicht, dass Eichhörnchen mit AD(H)S in Verbindung gebracht werden. Ich mag Eichhörnchen sehr gerne, aber das hat andere Gründe. Ich finde sie einfach sehr putzig und fazinierend, wie sie klettern können (stammabwärts, weil die Krallen irgendwie genau in die Richtung haken, dass das Eichhörnchen beim abwärts klettern nicht runterfällt, sondern eingehakt ist) und dass Eichhörnchen schwimmen können und so tolle Nester bauen und so flink sind und weit springen können. :) Nicht zu vergessen, dass sie ihre Vorräte verbuddeln und einen Großteil wiederfinden. Das fand ich schon als Kind toll. Da dachte ich immer "so schlaue Tiere!".

      Werden in dem Buch auch Bezüge zwischen ADS und Eichhörnchen genannt oder habe ich das jetzt doch falsch verstanden und das ist einfach nur ein Scherz? :roll: Irgendwoher muss ja die Idee kommen, dass Eichhörnchen symbolisch für AD(H)S stehen könnten. Den Satz "halten sich in der Nähe von Menschen mit ADHS auf" würde ich als Scherz einstufen, denn das ist sicher nicht wortwörtlich gemeint.

      The post was edited 1 time, last by FruchtigBunt ().

    • FruchtigBunt wrote:

      Ich finde es aber nicht unbedingt außergewöhnlich, wenn man seine Begleitung mitten im Satz darauf hinweist, dass da ein Eichhörnchen läuft bzw. wenn man mittem im Satz eben etwas bemerkt, was nur kurzzeitig relevant ist.
      Adhsler machen das eben gehäuft...reden etwas..werden abgelenkt..reden nicht zuende, sondern weisen sofort auf das Entdeckte...unterbrechen also ständig selber den Fluss eines Gespräches.
      Und vergessen dann auch oft, was eigentlich der Inhalt des Gespräches war. :d
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      (Sylvia Boorstein)
    • FruchtigBunt wrote:

      Mittlerweile halte ich mich zurück und bekomme eher Panik, dass ich die Sachen vergessen, die ich sagen wollte und vergesse sie dann meistens auch
      ich auch. Das finde ich nicht schön und daher rede ich sehr schnell und viel, um nichts zu vergessen z.B in einer Therapiesitzung.
      Meist nehme ich schon Zettel mit Stichpunkten mit.
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      (Sylvia Boorstein)
    • Die meisten Menschen würden das Eichhörnchen einfach ignorieren und sich auf wichtigeres konzentrieren. Wobei mir als großem Tierfreund das auch schwerfallen würde.

      Als ich fünf war, hatte ich Schwimmunterricht. Habe aber ständig vom Thema abgelenkt, sagte dann sowas wie: "Addi, guck mal, ein Blatt!" Habe dem ne Libelle, ein paar Wasserpflanzen oder sonstwas gezeigt, während er mir eigentlich schwimmen beibringen wollte. Am Ende war er so genervt, dass er weglief und erst wiederkam, als ich ein "Nagut" quer durch die Landschaft brüllte, um ihm auf Entfernung zu signalisieren, dass ich bereit bin wieder ordentlich mitzumachen.
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