Therapieform

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      Welche Therapien macht ihr oder habt ihr schon versucht?
      Bin gegenwärtig bei jemanden, der personenzentrierte Therapie nach Carl Rogers macht (kennt sich sehr gut mit Autismus aus).
      Ich bin mir nicht sicher, ob die Methode passt.
      Mein Partner meint auch, dass eine Methode bei der mal einfach so geplaudert wird, vielleicht nicht das richtige ist.
      Nicht dass ich es nicht kann (oder will), aber ich hätte eher das Bedürfnis mal Dinge zu ordnen, als zum 300sten Mal zu reflektieren.
      Ich brauch auch grad niemanden der mir Lösungen anbieten will.
      Pretending to be .... normal (Liane Holliday)
      or
      Pretending to be .... listening/ interested in this conversation/ understanding jokes/ happy/ enjoing the party/.....
    • pretendingtobe... wrote:

      Ich brauch auch grad niemanden der mir Lösungen anbieten will.
      Und wofür dann eine Therapie? Was erhoffst du dir von einer Therapie? Ich würde sowas nur machen, wenn ich Probleme hätte, die ich allein nicht mehr lösen kann bzw. für die ich keine Lösung finde; da ist es mir schon recht, wenn der Therapeut Lösungen anbietet.

      Ich hatte bislang nur Gesprächstherapien und keine Ahnung, wessen Schüler der Therapeut gerade war, mir ging es nur um das Reden und das Finden von Lösungen. Das hat mir gut getan und tut es gerade auch wieder (ich bin nicht in Therapie, gehe aber regelmäßig zu einer Psychotherapeutin in einer psychiatrischen Ambulanz, die ich von einer früheren stationären Therapie her kenne).

      Das Wichtigste bei einer Therapie ist meiner Meinung nach, dass man gut mit dem Therapeuten auskommt und sich ihm öffnet. Das Stimmen der Chemie ist das A und O, dann kann man auch Nutzen aus einer Therapie ziehen. Welcher Nutzen das allerdings ist, hängt vom Patienten ab, jeder hat seine eigenen subjektiven Prioritäten.

      Na egal, ich wünsche dir trotzdem alles Gute! :)
      Keiner ist so verrückt, dass er nicht einen noch Verrückteren findet, der ihn versteht.
      (Friedrich Nietzsche)
    • Palinurus wrote:

      mir ging es nur um das Reden und das Finden von Lösungen

      ersteres ist mir auch gerade am wichtigsten, und das zweite ergibt sich daraus dann wahrscheinlich von selber.
      Ich mache aber keine richtige Therapie, ich habe nur begonnen, regelmäßige Termine bei einer Psychiaterin wahrzunehmen. Sie nimmt sich für jeden Termin ca. 50 Minuten Zeit, und ich kann über ein Thema meiner Wahl reden, und sie stellt viele Fragen, was für mich gut ist, damit ich besser ins Reden komme, und dann sagt sie ihre Gedanken dazu und schlägt Lösungen vor. Wir haben damit gerade erst begonnen, ob es sich langfristig bewährt, wird man sehen. Im Moment freue ich mich aber mehr auf die Termine als dass ich Angst davor habe. Das ist ja immerhin ein gutes Zeichen.
      Alles wird galaktisch gut.
    • Bei Carl Rogers hast du nur jemanden sitzen, der dir zuhört. Der dir reflektiert, ob bzw. dass er verstanden hat, was du erzählt hast. Und der tiefergehende Fragen stellt, ins Besondere was du gefühlt hast in der Situation. Wenn dir das was bringt, bitteschön...

      Ich persönlich mag es doch lieber, wenn die Leute auch kommentieren, was ich ihnen erzähle, und ihre Meinung dazu äußern. Sonst kann ich auch mit der Wand reden!

      Im Übrigen: Wenn die Rogers-Methode zu mechanisch streng nach Lehrbuch roboterhaft abgespult wird, kann es echt nervig sein. Dann hat man nicht mehr das Gefühl, mit einem echten Menschen zu reden sondern eher mit einer Art Papagei, der alles wiederholt, was man sagt.
      I could work hard to be normal, but I prefer to hold myself a higher standard. Ego lex sum.
    • Lex wrote:

      Bei Carl Rogers hast du nur jemanden sitzen, der dir zuhört. Der dir reflektiert, ob bzw. dass er verstanden hat, was du erzählt hast. Und der tiefergehende Fragen stellt, ins Besondere was du gefühlt hast in der Situation. Wenn dir das was bringt, bitteschön...
      Gute Frage. Habe schon einige Therapien gemacht, weil ich mir bei so manchem schwer getan hab (...warum wohl?) War immer ok und hat mir auch gut getan....generell ist aber nichts weitergegangen, weil ich nie verstanden habe, was los ist und wieso manche Dinge einfach nicht gehen.

      Im Moment hilft mit eigentlich schon die persönliche Auseinandersetzung mit dem Thema und dieses Forum mehr als jede Therapie.

      Diese Gedanken würde ich einfach nur gerne mit einer Person ordnen, weil ich sonst kaum mit jemanden drüber spreche und auch meinen Partner nicht überstrapazieren will. ....vielleicht wirklich mit bunten Kärtchen und Mindmap ;)

      Ich weiß, dass klingt jetzt wahrscheinlich naiv, weil man nicht so einfach sagen kann, das gehört dort hin und das wo anders. Aber es gibt ja doch einige Merkmale der Kompetenzen und Schwierigkeiten von Menschen mit ASS. Ich denke, ich würde gerne die Themen, der vorigen Therapien (und meines Lebens) unter dem Blickwinkel betrachten und ordnen.....ordnen wäre schön :)
      Ich dachte vielleicht gibt es eine Therapieform zu der dieses Bedürfnis passt.

      Ich werde diesen Wunsch bei der nächsten Therapie ansprechen.
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    • Diese Gedanken würde ich einfach nur gerne mit einer Person ordnen [...] ...vielleicht wirklich mit bunten Kärtchen
      und Mindmap
      Vielleicht wäre Ergotherapie dann das Richtige für dich. Ich mache eine, hatte mir früher darunter aber vorgestellt, dass man nur (stumpfsinnig) töpfert usw. Sowas kann ich mit meiner Therapeutin zwar auch machen, wenn ich das möchte, die meiste Zeit reden wir aber (und zwar wechselseitig, nicht nur ich), und gerade solche Dinge wie Pläne machen, Sachen aufschreiben und ordnen usw., sowas machen wir oft.

      Vorteil ist auch, dass bei Ergotherapeuten oft die Warteliste nicht so lang ist. Nachteil ist, man muss erstmal einen Therapeuten finden, der vom Schwerpunkt her passt, ich glaube "psychisch-funktionell" ist da das Stichwort, denn z. B. die motorische Ergotherapie (Bewegungen neu erlernen nach Schlaganfall usw.) ist ja was ganz anderes.
      Aber nachdem ich da mal durchgeblickt hatte, war es nicht mehr so schwer, jemand Passendes zu finden. Hatte damals bei Kontaktaufnahme auch jeweils gefragt, ob sie mit Autismus Erfahrung haben, weil mir das wichtig war.

      EDIT: Tippfehler

      The post was edited 2 times, last by Silvi ().

    • pretendingtobe... wrote:

      Ich brauch auch grad niemanden der mir Lösungen anbieten will.
      Dann wäre eine Psychoanalyse genau das richtige für dich.

      pretendingtobe... wrote:

      Nicht dass ich es nicht kann (oder will), aber ich hätte eher das Bedürfnis mal Dinge zu ordnen, als zum 300sten Mal zu reflektieren.
      Dann wieder nicht.
      Der Therapeut würde dir in diesem Fall nur Ratschläge geben (aber keine Lösungen).
      „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“
      (Aristoteles, griechischer Philosoph, 384 - 322 v. Chr.)
    • Personenzentrierte Therapie nach Carl Rogers gibt es nicht. Es gibt nur Personenzentrierte Gesprächsführung nach Carl Rogers. Es handelt sich also um einen reinen Gesprächsführungsstil. Und das Wesen dessen ist es, nur verständnisvoll zuzuhören aber eben keine Ratschläge zu geben! Und auch keine eigenen Interpretationen beizusteuern. Das ist das Grundprinzip dieser Methode. Für einen Autisten somit auf lange Sicht vollkommen nutzlos! Besonders für einen, der im Kopf auch so sich schon alles stundenlang gut zurechtdenkt und reflektiert und das auch nicht effektiver kann, indem er es laut ausspricht. Da kann man ebensogut mit ner Wand reden. Aber wer es tatsächlich als Strukturierungshilfe für Gedanken oder zum besseren Erkennen eigener Gefühle braucht, dem kann es vielleicht helfen. Ansonsten nützt es nur in Abwandlung und Kombination mit anderen Methoden. Eiserne Rogers-Anhänger machen halt nicht viel anderes als das, was du ihnen erzählt hast, mit eigenen Worten zu wiederholen so lange bis du bestätigst, dass sie dich richtig verstanden haben, und dich darum zu bitten, mehr Details zu erzählen und vor allem auch zu erzählen, wie du dich in der Situation gefühlt hast. Aber irgendwann wirst du dich unweigerlich fragen, wozu du demjenigen das alles erzählt hast, wenn doch nichts weiter bei rumkommt. Da wirkt es dann so, als wenn du nur die Neugier des Gesprächspartners befriedigst aber letztlich mit dem Problem alleingelassen wirst, obwohl die Grundidee die ist, dass alleine das "darüber sprechen" als solches dir helfen soll.

      Bei Psychoanalyse wäre das Problem übrigens ähnlich, denn da soll man auch nur viel reden.
      I could work hard to be normal, but I prefer to hold myself a higher standard. Ego lex sum.

      The post was edited 2 times, last by Lex ().

    • Mit Personenzentrierter Gesprächsführung habe ich keine guten Erfahrung gemacht. In einer Krisensituation vor einigen Jahren brauchte ich dringend Rat und kam vor lauter Erzählerei und Selbstreflektiererei irgendwann zu einem Punkt, wo gar nichts mehr ging. Das passive Zuhören ohne Meinung fand ich damals bei den Therapiegesprächen am schlimmsten. Ich hab das nach einigen Wochen aufgegeben, für mich war das nichts.

      Mit Verhaltenstherapie habe ich hingegen sehr gute Erfahrungen gemacht. Das war vor 20 Jahren etwas, was mich wirklich weitergebracht hat.

      Tiefenpsychologisch mag ich nicht. Das ist ebenfalls nichts für mich.
    • Lex wrote:

      Personenzentrierte Therapie nach Carl Rogers gibt es nicht. Es gibt nur Personenzentrierte [b]Gesprächsführung nach Carl Rogers. Es handelt sich also um einen reinen Gesprächsführungsstil. Und das Wesen dessen ist es, nur verständnisvoll zuzuhören aber eben keine Ratschläge zu geben! Und auch keine eigenen Interpretationen beizusteuern. Das ist das Grundprinzip dieser Methode.[/b]
      Nein, die Klientzentrierte Gesprächspschotherapie IST die Therapie, die nach Rogers arbeitet.
      Und Rogers hat das ERST als Therapieform entwickelt und DANN wurde das auch für in anderen Zusammenhänge als personenzentrierte Gesprächführung "entdeckt".
      So entwickelte für die Pädagogik Gorden seine "Famiienkonferenz" aus diesem Ansatz.

      Die Therapie erwartet an Hintergrundwissen und innerer Haltung z.B. von TherapeutInnen wesentlich mehr als von jemanem, der das nur als Gesprächführungsstil betreibt.

      coaching-report.de/lexikon/kli…ierte-psychotherapie.html

      Gerade wenn es um "sortieren" und "klären" der eigenen Gedanken geht, ohne das jemand einem mit einen Ideen dazwischen"funkt", ist das ein guter Ansatz.
      Nur muss man sich bewusst machen, dass man dann auch wirklich ohne Tipps oder Interpretationen sortieren und für sich klären muss.
      Hier setzt nämlich nach einer Weile die Kritik mancher KlientInnen ein, heimich habens ie doch gehofft, dass der/die TherapeutIn was für sie klärt.
      "AS? Sie wirken gar nicht so" -"Danke für die Bestätigung und Anerkennung all der geleisteten Arbeit, die dahinter steckt :) ".
    • Dungeonmaster wrote:

      FruchtigBunt wrote:

      Darf ich fragen, wie der Therapeut heißt und in welcher Stadt er seine Praxis hat?
      Du holst ein mehr als 3 Jahre altes Thema hoch und richtest eine Frage an einen User, der zum letzten mal am 6. Dezember 2017 online war.
      Und?
      Vielleicht hat er eine Benachrichtung für neue Nachrichten eingestellt und ist so freundlich, einem hilfebedürftigen Menschen zu helfen.
      Aber danke dass du meine Frage nach oben bringst. :d

      The post was edited 1 time, last by FruchtigBunt ().

    • Gerade wenn es um "sortieren" und "klären" der eigenen Gedanken geht, ohne das jemand einem mit einen Ideen dazwischen"funkt", ist das ein guter Ansatz.
      Nur muss man sich bewusst machen, dass man dann auch wirklich ohne Tipps oder Interpretationen sortieren und für sich klären muss.
      Ich empfinde es als lächerlich und anmaßend, sowas als Therapie zu bezeichnen. Dann würde ich ja gleichsam mich selbst therapieren, wenn ich ohne Anwesenheit einer anderen Person meine Gedanken sortiere und kläre.
      I could work hard to be normal, but I prefer to hold myself a higher standard. Ego lex sum.
    • Lex wrote:

      Gerade wenn es um "sortieren" und "klären" der eigenen Gedanken geht, ohne das jemand einem mit einen Ideen dazwischen"funkt", ist das ein guter Ansatz.
      Nur muss man sich bewusst machen, dass man dann auch wirklich ohne Tipps oder Interpretationen sortieren und für sich klären muss.
      Ich empfinde es als lächerlich und anmaßend, sowas als Therapie zu bezeichnen. Dann würde ich ja gleichsam mich selbst therapieren, wenn ich ohne Anwesenheit einer anderen Person meine Gedanken sortiere und kläre.
      Nun, es macht schon einen Unterschied, ob jemand die Gedanken, die man sagt, noch mal mit eigenen Worten wiedergibt, denn es ist etwas anders, Dinge zu sagen oder sie zu hören.
      Oder wenn jemand die Gefühle, die man dabei durch Stimme und Körpersprache zeigt, auch benennt, meist merkt man das ja nicht gleichzeitig, oder achtet aufgrund der Konzentration auf den Sach-Inhaltes des Gesagten nicht so darauf.

      Die Gesprächspsychotherapie ist "geduldig" und setzt darauf, dass der/die KlientIn selbst unbewusst am besten weiß, womit er/sie jetzt schon beschäftigen kann und das dann auch äußern wird - sie forciert nichts, zwingt keine Erkenntnisse hervor, die vllt viel zu früh wären für die aktuelle Seelenlage und dann "nach hinten losgehen" könnten.

      Hilfreich ist es auch, jemanden zu suchen, der/die mehrer Verfahren kennt und je nach Anlass und Bedarf "switchen" kann.
      Jemand mit systemischer Ausbildung z.B. hat auch einen "analytischen Blick", zusammen mit einer GT-Ausbildung wird das mit einfließen bei Bedarf.
      "AS? Sie wirken gar nicht so" -"Danke für die Bestätigung und Anerkennung all der geleisteten Arbeit, die dahinter steckt :) ".
    • Mir persönlich hat kognitive Verhaltenstherapie sehr geholfen. Die Methoden sind für mich sehr überzeugend und wenn jemand viel Commitment mitbringt, kann man sehr viel lernen und herausholen. VT ist sehr gegenwarts- und problemfokussiert und es wird zum Glück nicht nur geredet, sondern direkt am problematischen Verhalten/den problematischen Bewertungen angesetzt. Therapeut*in und Klient erarbeiten die Lösungen zusammen. Nachteil: Die meisten Verhaltenstherapeuten kennen sich weder mit ADS noch mit Autismus richtig aus. Mit erwas Glück findet sich jemand, der damit Erfahrung hat (ich weiß zumindest eine) oder einem zumindest die Diagnose glaubt und sich das erklären lässt. Mit weniger Glück denkt sich die Therapeut*in irgendwelchen Unsinn aus, um sich das "bizarre" Verhalten zu erklären und darunter leidet auch die Qualität der Therapiemethoden und der therapeutischen Beziehung. Vermutlich muss man einfach ein bisschen suchen.
      Mit dem Psychiater zu reden finde ich auch toll, weil er mich wirklich versteht, der hat nur sehr wenig Zeit und auch nicht die Energie, so super empathisch und mit voller Aufmerksamkeit zuzuhören wie ein Psychotherapeut (ist ja auch nicht primär sein Beruf).
      je länger ihr sie anseht, desto absurder erscheint die Welt... und jetzt erst... undjetzterst!

      Status: Irgendwo zwischen Autistin und Nichtautistin. Ziemlich kontextblind, exzentrisch und reizverarbeitungsgestört.
    • Lex wrote:

      Gerade wenn es um "sortieren" und "klären" der eigenen Gedanken geht, ohne das jemand einem mit einen Ideen dazwischen"funkt", ist das ein guter Ansatz.
      Nur muss man sich bewusst machen, dass man dann auch wirklich ohne Tipps oder Interpretationen sortieren und für sich klären muss.
      Ich empfinde es als lächerlich und anmaßend, sowas als Therapie zu bezeichnen. Dann würde ich ja gleichsam mich selbst therapieren, wenn ich ohne Anwesenheit einer anderen Person meine Gedanken sortiere und kläre.
      Meine Rede. :d
      „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“
      (Aristoteles, griechischer Philosoph, 384 - 322 v. Chr.)
    • Happy to be wrote:

      Oder wenn jemand die Gefühle, die man dabei durch Stimme und Körpersprache zeigt, auch benennt
      Gerade bei Autisten bzw. Aspergern werden Stimmmodulation und Körpersprache doch eh meist fehlinterpretiert, weil sie nicht den üblichen Standards entsprechen. Das ist bei mir nicht anders!
      I could work hard to be normal, but I prefer to hold myself a higher standard. Ego lex sum.
    • Lex wrote:

      Happy to be wrote:

      Oder wenn jemand die Gefühle, die man dabei durch Stimme und Körpersprache zeigt, auch benennt
      Gerade bei Autisten bzw. Aspergern werden Stimmmodulation und Körpersprache doch eh meist fehlinterpretiert, weil sie nicht den üblichen Standards entsprechen. Das ist bei mir nicht anders!
      Nun, dann kann man ja antworten, was das wirklich Gefühl dahinter ist, oder erst mal versuchen zu erfasen, welche man da hat - eine/e GesprächspsychotherapeutIn wird da nicht "distkutieren", sondern das annehmen.

      Während des Studiums war ich mal eine Weile bei einer, und damals wirkte ich rückblickend betrachtet deutlich autistischer als heute, hatte so gut wie keine Mimik.
      Aber, selbst wenn sie NICHT "richtig lag" - ich hatte ja die Möglichkeit
      a) darüber nachzudenken, ob nicht doch etwas dran sein könnte - immerhin ist ja kontakt und auseinanderdividieren der eigenen Gefühle AUCH ein Problem vieler AutistInnen (Gefühlsbrei namens "total mies"),
      b) meine Erkenntnisse aus diesem Nachehen bei den Gefühlen zu formulieren (überhaupt erst mal Worte zu finden dafür)
      c) zu erleben, wie das, was ich jetzt sage "rüberkommt" (nicht gleich verstanen werden war nix neues, aber hier wurde dafür wenigstens nicht verurteilt, sondern nur mitttgeteilt, wie es "ankam".

      Es verstehen sich ja auch NTs nicht dauernd , da gibt es genauso viele Fehlinterpretationen, DAS ist nun wirklich nicht besonderes.

      Um verstanden zu werden, muss man sich
      a) selbst verstehen (darum geht ja letztendlich in jeder Therapie, mal mit mehr, mal mit weniger Einfluss auf die Handlungebene)
      b) sich dem/der anderen verständlich machen (= Worte finden, die DIESE/R versteht).

      Das ist ein zweiseitiger Prozess, in dem man sich im Alltag gegeseitig "Übersetzungshilfen" geben bzw diese erst mal erarbeiten muss (Hier ist man wieder bei diseen sozialen Intros und dem smalltalk zu "ungefährlichen". Themen)

      In der GT muss man wenigstens nicht auch noch den Therapeuten/die Therapeutin in seinen/ihren Gefühlen verstehen wollen, da gehts in Sachen Gefühle nur um einen selbst. Und soziale Intros und smalltalk sind auch nicht nötig.

      Btw, ich glaube, viiele sogenannte "glückliche Beziehugen" beruhen nur auf vielen gegenseitigen wohlwollenen Fehlinterpretationen und positiven Phantasien über den/die "Partnerin" :twisted:
      Na ja, und dann ist irgendwann die "Enttäuschung" groß, wenn die "platzen".
      "AS? Sie wirken gar nicht so" -"Danke für die Bestätigung und Anerkennung all der geleisteten Arbeit, die dahinter steckt :) ".