MRT mit Kontrastmittel Gadolinium-DTPA

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    • MRT mit Kontrastmittel Gadolinium-DTPA

      Hallo,

      mir wurde von einem Arzt zu einer MRT-Untersuchung mit "Gadolinium-DTPA" als Kontrastmittel empfohlen. Diese Untersuchung soll im Rahmen einer Routineuntersuchung bei mir gemacht werden. Hat Jemand Erfahrung oder Wissen zum Einsatz dieses Kontrastmittels?

      PS: Ich hatte einen Knochenbruch, der noch nicht fertig verheilt ist.

      Viele Grüße,
      Sebastian

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    • RE: MRT mit Kontrastmittel Gadolinium-DTPA

      Sebastian wrote:

      mir wurde von einem Arzt zu einer MRT-Untersuchung mit "Gadolinium-DTPA" als Kontrastmittel empfohlen. Diese Untersuchung soll im Rahmen einer Routineuntersuchung bei mir gemacht werden. Hat Jemand Erfahrung oder Wissen zum Einsatz dieses Kontrastmittels?

      PS: Ich hatte einen Knochenbruch, der noch nicht fertig verheilt ist.
      Ich weiss, dass das eine ziemlich uebliche Untersuchung ist.
      Ob die fuer die Diagnostik von Knochenbruechen oder deren Verlauf geeignet ist, keine Ahnung, ist ein bissel sehr lange her.
      Allerdings ist das im Bereich MRT so haeufig, dass Dir vermutlich jeder MTA, der mit MRTs arbeitet, dazu was sagen kann.

      Gib mir eine Haushaltshilfe, und dann finde ich evtl. nen Beipackzettel, der seit ueber fuenf Jahren irgendwo in meiner Wohnung herumfliegt.
      Es hat sich relativ gut bewaehrt, deshalb wird das so haeufig genutzt.
      Was genau ist denn Deine Frage dazu?
      Oder was soll untersucht werden? Der Knochenbruch oder was anderes?


      Man liest sich ... Sascha
    • Der Kopf soll untersucht werden. Den Knochenbruch habe ich nur erwähnt, falls es im Hinblick zum Kontrastmittel wichtig wäre, falls z.B. in der Bruchstelle sich etwas vom Kontrastmittel anlagern könnte. Außerdem habe ich eine Behandlung wegen Vitamin B12 Mangel, und ich habe Kribbeln in den Fingerspitzen und Fußzehen, und frage mich ob das für das Kontrastmittel relevant sein kann. Außerdem bin ich für manche Pflanzenschutzmittel empfindlich, und habe eine Allergie-Geschichte.

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    • Sebastian wrote:

      [ ... ], und frage mich ob das für das Kontrastmittel relevant sein kann.
      Klar kann alles davon einzeln oder als komplexe Situation fuer das Kontrastmittel relevant sein, wenn ich stochastisch praezise bin. Ausschliessen laesst sich in der Medizin gar nichts.
      Aber ich bezweifle dass in all den Jahrzehnten der Anwendung Deine Konstellation jemals zu Problemen gefuehrt hat.

      Und falls doch einer Deiner Punkte zu relevanten Problemen gefuehrt hat, dann werden das die MTAs wissen, die das Geraet fuer Dich bedienen.
      Was die Gefahren der Untersuchung betrifft, so sehe ich bei Dir keine gesteigerten Risikofaktoren.
      Sofern Du noch nie mit Gadolinium-DTPA zu tun hattest, wirst Du auch nicht wissen, ob Du darauf allergisch reagierst.
      Ist unwahrscheinlich, passiert nur unglaublich selten - Du kannst ja mal fragen, wann sie das letzte mal eine allergische Reaktion hatten, bzw. ob ueberhaupt mal.

      Du hast nur gesagt, dass der Kopf untersucht werden soll.
      Sofern Du Sinn und Unsinn einer Untersuchung erfahren willst, ist die Fragestellung der Untersuchung noch sinnvoll.
      MRT ist allgemein geeignet fuer Weichteiluntersuchungen, wie Gehirn, andere Organe, Muskeln, Knorpel und so.



      Aufgrund des technischen Aufwandes nutzen Aerzte lieber Ultraschall, wenn der was bringt,
      und fuer Knochen oder andere Fragestellungen ist Roentgen/CT einfacher.
      Allerdings hat MRT ganz allgemein den immensen Vorteil gegenueber Roentgenstrahlung, dass da keine Strahlenbelastung auftritt - der Laerm ist natuerlich offensichtlich.
      Die Vorbereitungen sind beim MRT wichtiger - wenn man beim CT ein Kettchen vergisst, ist die Aufnahme beeintraechtigt, und noetigenfalls wiederholt man die Aufnahme.
      Beim MRT achten die MTA erheblich gewissenhafter drauf. Da bedeutet ein vergessenes Kettchen im schlimmsten Fall, dass das Magnetfeld das Kettchen einfaengt, das Kettchen am Geraet "klebt", und das gesamte Magnetfeld heruntergefahren werden muss. Da koennen mal die naechsten Untersuchungen storniert werden, das ist ein Heidengeld, das da drauf geht. Deshalb achten die da ganz genau drauf, was fuer Metall man evtl. noch irgendwo am Koerper hat.
      Vorsichtsmassnahmen wg. Metall und Laermbelastung, das sind die groessten Einschraenkungen.
      Dafuer sind keine Spaetfolgen bekannt. Wie beim Ultraschall geht man davon aus, dass MRT keine Spaetfolgen hat.
      Im Gegenteil zum Roentgen, wo die Strahlenbelastung und die Spaetfolgen gut bekannt und kalkuliert sind, in Abwaegung mit den Vorteilen.

      Aber das sind eher allgemeine Punkte bzgl. MRT, und weniger Gadolinium betreffend.
      Deine geplante Untersuchung zu kommentieren macht nur Sinn, wenn Du die Fragestellung bei Dir etwas ausfuehrst.
      Allerdings gehe ich davon aus, dass Du genauere Antworten hier nur erfaehrst, wenn hier zufaellig jemand Gadolinium als SI hat.
      Das ist so ein spezifisches Wissen, dass das vermutlich nur bei MTAs, Radiologen und entsprechenden Ausbildern vorliegt.


      Man liest sich ... Sascha
    • Hallo Sebastian,

      vielleicht kann ich dir ein bisschen weiterhelfen.
      ich hatte vor vier Wochen ein Kopf-MRT mit Gadolinium-Kontrastmittel zur Gefäßdarstellung. Grund der Untersuchung war ein schwerer Migräneanfall mit Seh- und Sprachstörungen.
      Zum Ausschluss anderer Ursachen wie Hirnschlag oder Tumor, ist das MRT eine Standarduntersuchung bei neu aufgetretener Migräne.
      Ziemlich nervös und aufgelöst bin ich hingegangen, nicht wegen des Kontrastmittels sondern wegen meiner Angst vor Krankheiten...
      Meine Angst war glücklicherweise unbegründet, es ist alles OK da oben und das Kontrastmittel habe ich problemlos vertragen!
      Außer einem kleinen Pieks von der Spritze habe ich nichts davon gemerkt.

      Wichtig ist es, vor dem MRT eine Laboruntersuchung der Nierenwerte (Kreatinin etc) machen zu lassen (Blutentnahme beim Hausarzt), da das Gadolinium bei Nierenschwäche evtl. zu lange im Körper bleibt. Darauf wird aber bei der Anmeldung/Terminvergabe deutlich hingewiesen.
      Bei normaler Nierenfunktion wird das Gadolinium, welches in gebundener Form als so genannter Chelat-Komplex verabreicht wird, sehr schnell wieder ausgeschieden. Unbedingt genug trinken nach der Untersuchung

      Das MRT ist für den Kopf die beste Untersuchungsmethode, weil auch zarte Gewebestrukturen und Flüssigkeiten dargestellt werden. Ultraschall geht am Kopf nicht, weil der Schädelknochen alles abblocken würde. CT (Röntgen) zeigt nicht alle Details und belastet durch die Strahlen den Körper.

      Viele Grüße

      bayman67
      Diagnosen: ADHS 2006, Asperger 4.6.2015, frühkindl./HFA 11.1.2016
      Aspie-Quiz: Aspie-Wert: 154 von 200, NT-Wert: 70 von 200
      AS-Test von Carl Irjala: 127 Punkte
    • Hallo,

      vielen Dank für Eure Antworten.

      Hier habe ich drei Informationsquellen zu dem Thema gefunden:

      Nephrogene Fibrose durch Gd-hältige Kontrastmittel
      von Arbeitsgruppe (in alphabetischer Reihenfolge): G. Heinz, Ch. Loewe, S. Metz-Schimmerl, W. Schima, S. Trattnig, B. Watschinger
      aerztezeitung.at/archiv/oeaez-…ltige-kontrastmittel.html

      Kontrastmittelzusatz Gadolinium und die Nephrogene Systemische Fibrose
      von Eleonore Blaurock-Busch
      microtrace.de/fileadmin/uploads/pdf/de/Gadolinium_AZN.pdf

      Noch nicht gelesen - die amerikanische FDA über Gadolinium als Kontrastmittel (auf Englisch):
      fda.gov/drugs/drugsafety/postm…ndproviders/ucm142882.htm

      Viele Grüße,
      Sebastian

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