Interview: Neuerscheinung Christine Preißmann

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    • Habe das gelesen und kam unten dann noch auf dieses Thema

      Psychische Erkrankungen haben gemeinsamen genetischen Ursprung
      gesundheitsstadt-berlin.de/psy…enetischen-ursprung-1597/

      "In einer groß angelegten Untersuchung fand das Forscherteam um Jordan Smoller vom Massachusetts General Hospital in Boston heraus, dass Depression, Schizophrenie, bipolare Störung, Autismus und Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) eine gemeinsame genetische Auffälligkeit zeigen, obwohl die Erkrankungen in der Diagnose und Behandlung klar voneinander abgegrenzt sind."

      ((Wurde das hier schonmal besprochen? Ich weiß aber nicht ob das hier schon mal erwähnt wurde weshalb ich jetzt dafür kein neues Thema aufgemacht habe))
    • Auf der einen Seite erscheint mir das durchaus plausibel, denn möglicherweise liegt allen psychiatrischen Erkrankungen die gleiche Vulnerabilität = verminderte Stressbelastbarkeit zugrunde, die dann nur, je nach Biografie, Umwelt, sonstigem Naturell, eine anders geartete Symptomatik hervorbringt. Andererseits frage ich mich, wie man wohl in fünfzig Jahren den Gen-Hype des frühen 21. Jahrhunderts bewerten wird ...
      "Ich würde nie einem Club beitreten, der bereit wäre, jemanden wie mich als Mitglied aufzunehmen" (Groucho Marx) “Sich zu akzeptieren als den, der man ist, ohne etwas anderes sein zu wollen - das ist Freiheit“ (Ramesh Balsekar)
    • Ja wirklich, "alles" liegt an den Genen.
      Das ist eigentlich eine ziemlich kalte Sichtweise bei psych. Erkrankungen / Behinderungen. Wo ist da noch Platz dafür eine "Seele" zu haben... alles eh genetisch...
      Ich dachte mir schon, also nur mal angenommen, es gäbe eine Wiedergeburt. Nimmt man dann seine "autistische Seele" mit in einen nicht-autistisches Gehirn oder zieht eine "nicht-autistische Seele" in ein autistisches Gehirn...?
      Aber ok führt hier vielleicht zu weit :)
    • @neoni,

      Es heißt, die Eindrücke, die du in deinem Geist gespeichert hast, materialisieren sich als ein bestimmter Körper in bestimmten Umständen.
      Eine menschliche Wiedergeburt ist schon etwas extrem seltenes und gutes.
      Eine Wiedergeburt in Europa, wo man nicht verhungert, eine Ausbildung, bzw. ärztliche Betreung bekommt, ist überhaupt ein Lotto Sechser.
      Also haben wir einiges richtig gemacht im letzten Leben (trotz AS, AV, ADS, wie auch immer)!
      Es geht uns gut. Das vergessen wir gelegentlich :) .
      AmA
    • Neoni wrote:

      Psychische Erkrankungen haben gemeinsamen genetischen Ursprung
      gesundheitsstadt-berlin.de/ps…-ursprung-1597/


      Ob "Ursprung", das steht nirgends, wird lediglich suggeriert!


      Eine aktuelle Studie hat nun nachgewiesen, dass fünf häufige psychische Erkrankungen gemeinsame genetische Risikofaktoren aufweisen. In einer groß angelegten Untersuchung fand das Forscherteam um Jordan Smoller vom Massachusetts General Hospital in Boston heraus, dass Depression, Schizophrenie, bipolare Störung, Autismus und Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) eine gemeinsame genetische Auffälligkeit zeigen, obwohl die Erkrankungen in der Diagnose und Behandlung klar voneinander abgegrenzt sind.


      Wieder einmal scheint von Forschern vergessen worden zu sein, dass die Genexpression sich im Laufe des Lebens verändert, was im Bereich der "Epigenetik" erforscht wird. Hier ein Aritkel eines bekannten deutschen "Epigenetikers", Joachim Bauer: psychotherapie-prof-bauer.de/weltbauerinterviewdarwin.pdf)

      Es ist also in der o.g. Studie -- soweit ich sehen kann -- keineswegs geklärt, ob die gemeinsamen genetischen Veränderungen der genannten Störungen bereits von Geburt an bestanden oder ob diese sich bei den betroffenen Personen erst im Laufe ihres Lebens entwickelten!
      Die Sprache ist das Haus des Seins.

      (Martin Heidegger)
    • Silena wrote:


      Psychische Erkrankungen haben gemeinsamen genetischen Ursprung

      Ob "Ursprung", das steht nirgends, wird lediglich suggeriert!

      Ich kann die Seite (momentan?) nicht aufrufen, aber es war, wenn ich mich recht erinnere, die Überschrift, was du da bemängelst.

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      Eine menschliche Wiedergeburt ist schon etwas extrem seltenes und gutes.
      Eine Wiedergeburt in Europa, wo man nicht verhungert, eine Ausbildung, bzw. ärztliche Betreung bekommt, ist überhaupt ein Lotto Sechser.
      Also haben wir einiges richtig gemacht im letzten Leben (trotz AS, AV, ADS, wie auch immer)!

      Ist doch unlogisch, dafür bestraft zu werden (ewiger Tod), dass man was richtig gemacht hat.
    • Kannvorigen Beitrag nicht mehr editieren, daher neues Posting...

      Silena wrote:

      Psychische Erkrankungen haben gemeinsamen genetischen Ursprung


      Ob "Ursprung", das steht nirgends, wird lediglich suggeriert!

      Kann den Artikel inzwischen wieder aufrufen.
      Das wird nicht nur suggeriert, das wird in der Überschrift schon so genannt ;)
      gesundheitsstadt-berlin.de/psy…enetischen-ursprung-1597/

      The post was edited 1 time, last by Neoni ().

    • Neoni wrote:

      Kannvorigen Beitrag nicht mehr editieren, daher neues Posting...

      Silena wrote:

      Psychische Erkrankungen haben gemeinsamen genetischen Ursprung


      Ob "Ursprung", das steht nirgends, wird lediglich suggeriert!
      Lies die letzten beiden Absätze, dann merkst Du, dass sie den Begriff "der Ursprung" falsch verwenden.

      "Auch wenn bestimmte Gene an der Entstehung verschiedener Erkrankungen
      beteiligt sind, ist es immer ein Zusammenspiel verschiedener
      Faktoren, welche die Krankheit auslösen. So haben Studien gezeigt, dass
      bei eineiigen Zwillingen nicht einmal bei 50 Prozent der Zwillinge die
      gleiche psychische Erkrankung entsteht. Und obwohl gerade die
      Schizophrenie als in besonderem Maße genetisch bestimmt gilt, entwickeln
      etwa 80 Prozent der schizophrenen Patienten die Krankheit, ohne dass
      einer ihrer Vorfahren davon betroffen gewesen wäre.

      Es gibt also
      noch viele weitere Faktoren, die an der Entstehung psychischer
      Erkrankungen beteiligt sind. Neben biologischen Schädigungen haben
      Umweltfaktoren eine große Bedeutung. Prägungen in der Kindheit,
      traumatische Erlebnisse, aber auch aktuelle Ereignisse oder
      Alltagsstress tragen nachweislich zur Entstehung psychischer
      Erkrankungen bei."

      Es gibt also nicht DIE Ursache bzw. DEN Ursprung.
      Jedes mal, wenn man mir sagt, ich wäre nicht gesellschaftsfähig,
      werfe ich einen Blick auf die Gesellschaft und bin überaus erleichtert.
    • Silena wrote:

      Wieder einmal scheint von Forschern vergessen worden zu sein, dass die Genexpression sich im Laufe des Lebens verändert, was im Bereich der "Epigenetik" erforscht wird. Hier ein Aritkel eines bekannten deutschen "Epigenetikers", Joachim Bauer: psychotherapie-prof-bauer.de/…rviewdarwin.pdf)

      Es ist also in der o.g. Studie -- soweit ich sehen kann -- keineswegs geklärt, ob die gemeinsamen genetischen Veränderungen der genannten Störungen bereits von Geburt an bestanden oder ob diese sich bei den betroffenen Personen erst im Laufe ihres Lebens entwickelten!
      Ich habe den Eindruck, du missverstehst und überschätzt die Epigenetik, oder es liegt ein Missverständnis bei den Begrifflichkeiten vor. Epigenetik heißt nicht, dass sich die Gene an sich verändern. Epigenetische Faktoren können die Aktivität eines Gens verändern, nicht aber die Gensequenz. Mit "genetischen Veränderungen" sind Veränderungen in den Gensequenzen gemeint.