Autismus und Hochsensibilität (HSP)

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    • Kendra wrote:

      Vor allem als Kind konnte ich es überhaupt nicht ertragen, im Fernsehen eine Szene zu sehe, in der sich jemand blamiert. Oder wenn ich ein Buch gelesen habe und die betreffende Person ist in eine missliche Lage geraten, das habe ich jeweils kaum ausehalten. Oft habe ich auch geweint,
      Wir sollen ja hier keine Ferndiagnosen geben oder wegnehmen, also bitte interpretiere das nicht so, aber das klingt für mich absolut nicht wie ein autistisches Phänomen. Wenn du schon als Kind dazu fähig warst dich in Buchcharaktere oder TV-Szenen hineinzuversetzen, hast du schon als Kind eine ausgeprägte kognitive Empathie gehabt. Und wie es scheint, eine ebenso hohe affektive. Menschen, die so empfindlich sind, wie du es hier beschreibst, ziehen sich nicht selten zurück und werden für einige Zeit unerreichbar, das ist oft Folge von Tramata oder Selbstschutz.
    • Silena wrote:

      Ja, klar für eine individuelle Person freilich. Mir ist nicht ganz klar, ob Du jetzt gegen mich argumentieren wolltest. Ich wollte Deine Aussage bestätigen und ergänzen mit dem Trauma-Beispiel (Blickkontakt-Problem). Deswegen aber ist mir nun auch nicht so ganz klar, was genau Du damit meinst
      [...]
      Da verstehe ich gerade nicht so ganz, worauf Du das beziehst -- auf den Blickkontakt noch oder auf die emotionale Sachlichkeit? Und meinst Du, spricht das gegen meine Differenzierung oder was genau? Tut mir leid, vielleicht liegt es auch an der Uhrzeit, dass ich es nicht so ganz erfasse.

      Ich habe mich auch schlecht ausgedrueckt.
      Beim ersteren dachte ich, du meinst, dass man immer schauen muss, ob mangelnder Blickkontakt als Traumafolge oder aufgrund erhoehter Sensibilitaet o.ae. erfolgt. Prinzipiell richtig, wenn aber kein Trauma vorliegt, muss auf keine Differenzierung mehr erfolgen.
      Was ich mit Sola und Lex Beispiel meinte, war die emotionale Sachlichkeit.
      Am Anfang einer Diagnostik sollten die Existenz moeglichene Traumata ueberprueft werden, s.d. man, wenn man bei der Interpretation und Beobachtung des Blickkontaktes angelangt ist, schon weiss, ob man da genauer differenzieren muss oder nicht.
      Wenn ich jedoch von einem traumatischen Erlebnis erzaehle, dann muss man de facto davon ausgehen, dass mich dieses Erlebnis traumatisiert hat.
      So kommt es halt, dass beim Beispiel mit dem Blickkontakt nur in ausgewaehlten Situationen eine Differenzierung notwendig ist, bei den Beispieln von Lex&Sola hingegen ist sie immer notwendig. Somit ist diese Situation meist komplexer fuer Aussenstehende (Psychiater, Psychologen) zu beurteilen,

      Mark_Twain wrote:


      Wir sollen ja hier keine Ferndiagnosen geben oder wegnehmen, also bitte interpretiere das nicht so, aber das klingt für mich absolut nicht wie ein autistisches Phänomen. Wenn du schon als Kind dazu fähig warst dich in Buchcharaktere oder TV-Szenen hineinzuversetzen, hast du schon als Kind eine ausgeprägte kognitive Empathie gehabt. Und wie es scheint, eine ebenso hohe affektive. Menschen, die so empfindlich sind, wie du es hier beschreibst, ziehen sich nicht selten zurück und werden für einige Zeit unerreichbar, das ist oft Folge von Tramata oder Selbstschutz.
      Wenn jemand losweint, ist es selbst fuer ein autistisches Kind nicht so schwer zu erkennen, dass die Person moeglicherweise traurig ist.
      Peinliche Situationen in Film&Fernsehen sind oftmals sehr viel extremer als im wahren Leben. Sonst waeren sie ja langweilig ;) Und gerade Kinderbuecher schildern Situationen oftmals sehr deutlich, so dass "missliche Lagen" meist eindeutig sind.
      Ich finde also nicht, dass das zwangslaeufig fuer eine "ausgepraegte" kognitive Empathie spricht, was Kendra berichtet (zumal sie wohl kein kleines Kind mehr war, da sie offensichtlich schon lesen konnte). Und eine hohe affektive Empathie spricht in keinster Weise gegen Autismus.
      Wenn meine Eltern sich frueher gestritten haben, habe ich auch immens gelitten. Vor kurzem las ich einen Blogeintrag eines (erwachsenen) fruehkindlichen Autisten, welcher schrieb, dass er ueberhaupt nicht ertragen kann, wenn sich Leute in Fernsehdiskussionen streiten.

      @Lex: Kognitive Empathie bedeutet nicht, dass man ueber analysieren und bewusste kognitive Prozesse die Gefuehle einer Person erkennt. Das erkennen (daher "kognitiv") des Gefuehls geschieht eigentlich unbewusst, also eben nicht durch bewusstes Analysieren.
      Wenn ich darin gut bin, habe ich noch lange keine hohe kognitive Empathie, eher gute analytische Faehigkeiten + ein ausgepraegtes psychologisches Wissen (z.B. angeeignet ueber Literatur), aber das zusammen ergibt keine hohe empathischen Faehigkeiten.
      Spaetestens in Situationen, in denen entweder die Zeit fehlt oder man keine Kapazitaeten fuer weitegehende Analysen frei hat, wird die Schwaeche offenbar.
    • Mark_Twain wrote:

      Kendra wrote:

      Vor allem als Kind konnte ich es überhaupt nicht ertragen, im Fernsehen eine Szene zu sehe, in der sich jemand blamiert. Oder wenn ich ein Buch gelesen habe und die betreffende Person ist in eine missliche Lage geraten, das habe ich jeweils kaum ausehalten. Oft habe ich auch geweint,
      Wir sollen ja hier keine Ferndiagnosen geben oder wegnehmen, also bitte interpretiere das nicht so, aber das klingt für mich absolut nicht wie ein autistisches Phänomen. Wenn du schon als Kind dazu fähig warst dich in Buchcharaktere oder TV-Szenen hineinzuversetzen, hast du schon als Kind eine ausgeprägte kognitive Empathie gehabt. Und wie es scheint, eine ebenso hohe affektive. Menschen, die so empfindlich sind, wie du es hier beschreibst, ziehen sich nicht selten zurück und werden für einige Zeit unerreichbar, das ist oft Folge von Tramata oder Selbstschutz.
      Hm, keine Angst, ich lasse mir meine Diagnose nicht von Forenteilnehmern absprechen.
      Danke jedoch für deine Einschätzung. Ich glaube, die Spannung enstand aber nicht dadurch, dass ich mit der Person mitgefühlt hätte ("oh nein, der Arme, wenn er das nicht schafft, dann ist sein Lebenswerk kaputt...", sondern dass ich mehr auf den Ausgang gespannt war. Ich schaue gerne Ski Alpin, da schaue ich auch immer weg, wenn die Fahrer, die ich unterstütze, unterwegs sind, weil ich Angst habe, dass sie ausfallen. Das stört mich aber nicht wegen denen, sondern weil, ach, ich mag einfach keine Spannung und Ungewissheit aushalten. Das ist dasselbe, wie wenn man ein Experiment macht und nicht genau weiss, ob es funktoniert. Da tut einem ja nicht das Experiment leid, auch nicht der Durchführende, ich will einfach sofort wissen, wie es ausgeht.

      Wegen dem Blamieren: Dies ist etwas, was ich von mir selbst sehr gut kenne und immer schon kannte und man hat mir beigebracht, man soll sich möglichst nicht blamieren. Sehe ich also im Fernsehen eine Person, die sich blamiert, verstösst das gegen die Regeln ("du sollst dich nicht so aufführen, dass du dich blamierst") und die durch den Regelverstoss resultierende Spannung halte ich wiederum kaum aus.
      Weint jemand in einem Film oder ähnliches, lässt mich das sehr kalt.

      Was meint ihr zu dem?
    • Kendra wrote:

      Weint jemand in einem Film oder ähnliches, lässt mich das sehr kalt.

      Was meint ihr zu dem?
      Das finde ich wiederum ungewoehnlich, wobei es auch ein Schutzmechanismus sein kann. Das man eigentlich stark mitfuehlt und deswegen lieber gar nicht fuehlt.
      Aber eigentlich ist die affektive Empathie beim Autismus nicht beeintraechtigt.

      Ich kenne es aber auch, in manchen Situationen nicht mitzufuehlen. Entweder weil es irgendwie nicht bei mir "ankommt" (schwer zu erklaeren) oder weil ich die Ursache der Gefuehle gar nicht nachvollziehen kann.
    • Hypatia wrote:

      Das finde ich wiederum ungewoehnlich, wobei es auch ein Schutzmechanismus sein kann. Das man eigentlich stark mitfuehlt und deswegen lieber gar nicht fuehlt.
      Aber eigentlich ist die affektive Empathie beim Autismus nicht beeintraechtigt.

      Ich kenne es aber auch, in manchen Situationen nicht mitzufuehlen. Entweder weil es irgendwie nicht bei mir "ankommt" (schwer zu erklaeren) oder weil ich die Ursache der Gefuehle gar nicht nachvollziehen kann.
      Langsam komme ich dem ganzen auf die Spur, danke für eure Imputs: Ich glaube, ich fühle immer dann in Filmen nicht mit, wenn nicht nachvollziehen kann, wieso die Person sich so fühlt. Oftmals finde ich Filme "unverständlich" und wenn dann plötzlich jemand weint, bin ich erst mal verwirrt und vor lauter überlegen, was jetzt los ist, kann ich nicht auch noch Gefühle gleichzeitig haben.
      Ist es aber klar, wieso eine Person weint und ich kenne diese Situation auch von mir selbst, dann bin ich sehr mitfühlend.
      Wie schon geschreiben wurde: Kinderbücher sind oft "deppensicher" was die Gefühlslage der Protagonisten angeht, daher kann man da besser mitfühlen als Autist, "Erwachsenenbücher- filme" sind da viel komplizierter und ich kann ja nichts mitfühlen, was ich a) als solches nicht erkenne und/oder b) nicht zu dem passt, wie sich die Person meines Erachtens fühlen solte.

      Zurück zum HSP. Ich habe eben das Gefühl, dass wenn ich mitfühle, fühle ich sehr stark mit, meines Erachtens zum Teil stärker als andere und irgendwie störend, weil ich zum Teil Mühe habe, aus Büchern und Filmen wieder "herauszukommen".

      The post was edited 1 time, last by Kendra: vergessen etwas zu erwähnen ().

    • opensiuc.lib.siu.edu/cgi/viewc…?article=1031&context=tpr
      the empathy imbalance hypothesis of autism
      Was haltet ihr denn hiervon?
      In dem Text wird nochmal der Unterschied zwischen kognitiver und affektiver Empathie erklärt, und wenn ich es richtig verstanden habe, wird der Standpunkt vertreten, dass Autisten einen Mangel an kognitiver Empathie haben, aber eher ein Zuviel an affektiver Empathie. Leider ist der ganze Text auf englisch, relativ lang und ich habe daher nicht alles gelesen bzw. verstanden.

      Evidence for the EI H will include the following: (a) Children with autism show more facial affect than typically developing children in an empathy paradigm study, (b) the faces of adults with autism show heightened electromyographic responsiveness to other Correspondence concerning this article should be addressed to people’s expressions of happiness and fear, (c) children with autism show appropriate electrodermal responses to images of distressed people and sometimes refuse to look at such images, (d) adults with Asperger Syndrome report high levels of personal distress in response to others’ suffering, (e)results from eye-tracking and physiological studies are consistent with the claim by people with autism that it is painful for them to make eye contact with others, and
      (f) practitioners and caregivers perceive some People with autism as being highly sensitive to the emotions of others.


      Zu dem was Kendra schrieb: ich finde mich da auch wieder, denn ich konnte als Kind z.B. nie "Verstehen Sie Spaß" anschauen (kann ich heute noch nicht), weil ich mich innerlich krümme vor Schmerzen, wenn ich sehe, wie die Leute dort vor laufender Kamera hinters Licht geführt und blamiert werden. Es ist ja so, dass diese Situationen klar sind, man weiß was passiert und muss nichts interpretieren. Ob mein Gefühl was mit Empathie zu tun hat, weiß ich aber gar nicht. Vielleicht sind auch einfach die Lügen unerträglich, die da erzählt werden.
      Allerdings empfinde ich auch innerliche Pein beim Anschauen von Talkshows, bei denen sich Leute blamieren, oder wenn Nachrichtensprecher sich versprechen oder im Text "hängen" (peinlicher Moment). Für all dies braucht man keine kognitive Empathie, nur affektive.
      Alles wird galaktisch gut.
    • Vor allem als Kind konnte ich es überhaupt nicht ertragen, im Fernsehen eine Szene zu sehe, in der sich jemand blamiert. Oder wenn ich ein Buch gelesen habe und die betreffende Person ist in eine missliche Lage geraten, das habe ich jeweils kaum ausehalten. Oft habe ich auch geweint,
      Wir sollen ja hier keine Ferndiagnosen geben oder wegnehmen, also bitte interpretiere das nicht so, aber das klingt für mich absolut nicht wie ein autistisches Phänomen. Wenn du schon als Kind dazu fähig warst dich in Buchcharaktere oder TV-Szenen hineinzuversetzen, hast du schon als Kind eine ausgeprägte kognitive Empathie gehabt. Und wie es scheint, eine ebenso hohe affektive.


      Natürlich ist das kein "autistisches Phänomen"! Nur weil jemand Autist ist, heißt das ja nicht, dass ALLES, was er tut, fühlt und erlebt "autistische Phänomene" sind. Immerhin geht es in diesem Thread ja nicht um autistische Phänomene sondern um HSP. Und wenn jemand tatsächlich beides hat, so denke ich dies ist durchaus möglich, nur macht es den Autismus schwerer zu erkennen und zu diagnostizieren, da das HSP sich eben teils in ne andere Richtung auswirkt als as, was man als klassische typische Autismusanzeichen kennt.

      Was mich betrifft, so war ich auch schon als Kind manchmal sehr mitfühlend. Zum Beispiel immer wenn ich auf einer Hörspielkasette in einer Geschichte hörte von jemandem, der lange Zeit eingesperrt/gefangen war und hungern und leiden musste, hat mich das sehr bewegt und ich war froh, wenn derjenige dann befreit wurde und Gelegenheit bekam, wieder zu Kräften zu kommen. Und das obwohl ich nicht behaupten kann, genau das selbst schonmal erlebt zu haben.
      I could work hard to be normal, but I prefer to hold myself a higher standard. Ego lex sum.
    • Lex wrote:

      Und wenn jemand tatsächlich beides hat, so denke ich dies ist durchaus möglich, nur macht es den Autismus schwerer zu erkennen und zu diagnostizieren, da das HSP sich eben teils in ne andere Richtung auswirkt als as, was man als klassische typische Autismusanzeichen kennt.


      Ich habe lange Zeit gebraucht , mich der Idee zu nähern selber autistisch wahrnehmend sein zu können.
      Eben weil ich auf meine Art viel mitbekomme in mir, aus meiner Umgebung und bei anderen Menschen, auf Kanälen, die nicht jedem gleich bewusst zugänglich zu sein scheinen.
      Aber ich bekomme all diese Eindrücke auch nicht einfach so sortiert , muss mir eigene Strukturen entwickeln, mit all dem meine Spur im Leben zu finden.
      Ich war schon erstaunt, daß mir bei Diagnosegesprächen rückgemeldet wurde, daß das Autistische bei mir wohl eindeutig ist, für einen Laien evtl. nicht gleich erkennbar, aber bei geschultem Blick wohl doch.
      Wenn wir den Kirschbaum spalten, finden wir dort keine Blüte.
      Es ist der Frühling, der die Blüten hervorbringt.

      Ama Samy

      The post was edited 1 time, last by ifi ().

    • Hier ein Bericht auf der zartbesaitet Seite über HSP und AS.

      Hauptunterschiede werden hier darin vermutet, daß das Fremdheitsgefühl gegenüber den Mitmenschen und der Gesellschaft durch Autismus wohl sehr zentral wahrnehmbar ist und HSP Grenzüberschreitungen eher tolerieren können und damit umgehen dann.

      Für mich macht das gerade irgendwie auch Sinn, denn wenn reine HSP sich im Inneren wirklich gesellschaftzugehörig fühlen ist das sich dort weiterhin eingebunden zu fühlen wohl auch wichtig denke ich, koste es was es wolle quasi.
      Wenn wir den Kirschbaum spalten, finden wir dort keine Blüte.
      Es ist der Frühling, der die Blüten hervorbringt.

      Ama Samy
    • Einige Wesenszüge hochsensibler Menschen, die wir meist als Stärken empfinden:



      sind oft sehr einfühlsam

      arbeiten gerne detailgenau und perfektionistisch

      denken ganzheitlich und vernetzt

      können sehr kreativ, künstlerisch begabt und/oder ideenreich sein

      sind gewissenhaft und verantwortungsvoll

      haben einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn

      erfassen schnell Stimmungen anderer Menschen

      suchen immer einen Sinn im Leben, im Handeln

      ...



      Einige Wesenszüge hochsensibler Menschen, die wir zuweilen als Schwächen empfinden:



      ziehen sich schnell zurück, auch als Schüchternheit beschrieben

      sind scheinbar geringer belastbar, weniger stressresistent

      neigen schneller zu Erschöpfung

      erschrecken leicht

      mögen keine Veränderungen

      sind schneller von äußeren Einflüssen (grelles Licht, Lärm, Gestank, grobe Stoffe, Menschenmassen etc.) überreizt

      neigen zu hoher Empfindlichkeit gegen Medikamente, oder neigen zu Allergien

      lassen sich schnell von den Stimmungen anderer beeinflussen

      ...



      Dies sind nur einige Wesenszüge und nicht jeder dieser "Charakterzüge" trifft auch auf jeden Hochsensiblen zu. So unterschiedlich Nicht-Hochsensible voneinander sind, so unterschiedlich sind auch Hochsensible voneinander.

      I could work hard to be normal, but I prefer to hold myself a higher standard. Ego lex sum.
    • suchen immer einen Sinn im Leben, im Handeln
      Tue ich nicht.

      Rest stimme ich ausnahmslos zu :nod:
      "They say humans are social animals, they can't live alone. But you can live pretty well by yourself. I tell ya...instead of feeling alone in a group, It's better to have real solitude all by yourself."―Faye Valentine

      The post was edited 1 time, last by Tabantus ().

    • Ihr könnte schnell die Stimmung anderer Menschen erfassen? Das kann ich leider nicht gut (geht nur bei meiner Mutter und meiner Oma gut) und deswegen lasse ich mich auch nicht großartig von der Stimmung anderer Leute beeinflussen. Aber abgesehen davon und von der Suche nach dem Sinn des Lebens passt der Rest sehr gut zu mir. :nod:
    • Das was unter den Schwächen steht, trifft fast alles auf mich zu, nur bin ich mir nicht sicher, ob ich mich von Stimmungen anderer beeinflussen lasse. Sie beeinflussen mich schon, aber nicht so, dass ich sie übernehmen würde. Es kann aber z.B. sein, wenn ich merke, dass jemand schlecht gelaunt ist, dass ich mich dann unwohl fühle oder verärgert bin. Insofern bleibe ich nicht unbeeinflusst. Wenn ich merke, dass jemand gut gelaunt ist, dann kann es sein, dass ich mich für ihn freue und meine Laune ebenfalls besser wird. Aber nicht immer.

      Das was bei den Stärken steht, trifft nur eingeschränkt auf mich zu.

      sind oft sehr einfühlsam

      manchmal, nicht immer, kommt drauf an

      arbeiten gerne detailgenau und perfektionistisch

      gerne ja, aber nicht immer erfolgreich, d.h. manchmal passieren mir trotzdem Schludrigkeitsfehler

      denken ganzheitlich und vernetzt

      versuche ich zwar, habe aber eher eine Tendenz, isoliert zu denken, also nur bestimmte Punkte zu beachten, andere nicht. Versuche oft bewusst, auf der übergeordneten Ebene zu denken, um Regeln und Gemeinsamkeiten aufzuspüren.

      können sehr kreativ, künstlerisch begabt und/oder ideenreich sein

      öhm, naja, eher nicht so... vielleicht wenn ich mehr Muße hätte...

      sind gewissenhaft und verantwortungsvoll

      meistens schon

      haben einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn

      meistens schon

      erfassen schnell Stimmungen anderer Menschen

      manchmal, vor allem habe ich einen Sensor für "dicke Luft", andere Stimmungen erfasse ich eher weniger gut
      (da achte ich einfach auf Veränderungen: ist etwas anders als sonst? Leute weniger gesprächig, ist es merkwürdig ruhig? Lachen die Leute weniger als normal? Sind sie kurz angebunden?)

      suchen immer einen Sinn im Leben, im Handeln

      ja, schon, aber auch nicht immer erfolgreich.
      Alles wird galaktisch gut.
    • Guten Tag,



      heute wende ich mich an alle Leser dieses Forums.

      Mein HSP Testergebnis lag weit über der maximalen Punktzahl.

      Es wäre schön, wenn mir jemand behilflich sein könnte.

      Gibt es Fachliteratur oder gar einen Leitfaden?

      Das Leben ist kein Ponyhof! Je sensibler umso anstrengender ..........

      Sonnige Grüße an Euch
    • Augen_zu_und_durch wrote:

      Gibt es Fachliteratur oder gar einen Leitfaden?

      Es gibt Bücher über HSP und auch onlineseiten.
      Dort werden auch Tips gegeben für den Umgang mit HSP - aber ob es "einen Leitfaden" gibt?
      Ich habe für mich dort keinen finden können.
      Aber vielleicht wirst Du ja für Dich fündig :roll: .
      Wenn wir den Kirschbaum spalten, finden wir dort keine Blüte.
      Es ist der Frühling, der die Blüten hervorbringt.

      Ama Samy

      The post was edited 1 time, last by ifi ().

    • Vielen Dank für eure Antworten.

      Bereits als Kind fühlte ich mich anders und nicht dazugehörig.
      Ein langer Leidensweg und einige Schicksalsschläge liegen hinter mir.

      Die außergewöhnliche strenge, disziplinierte elitäre Erziehung & Ausbildung, die ich genießen durfte,
      ließen mich zu einer selbstbewußten außergewöhnlichen Frau heranwachsen.

      Verbunden mit einer ausgeprägten Resilienz konnte ich Schicksalsschläge überwinden,
      die so manch einen an den Rand der Verzweifelung gebracht hätten.
      Weder Depressionen noch andere psychische Krankheiten begleiteten mich .........
      nur ein fortwährendes Gefühl der Langeweile, der Einsamkeit unter vielen Menschen, einer permanenten Überforderung und fehlende Sozialkontakte

      Jetzt gilt es dem Leben etwas Fahrt zu nehmen und mich meinen Bedürfnissen anzupassen.

      Wir sind alle eine Summe unserer Gene, Erziehung und Erfahrungen.
      Manches ist Segen und Fluch zugleich :)

      Jetzt hat es einige Namen bekommen!


      @ifi
      Deine Links werde ich mir in Ruhe zu Gemüte führen.
      Zugegebenerweise erhoffte ich mir neben Literaturtipps einige Erfahrungswerte :)

      @lex
      Dann geht es dir genauso wie mir.


      Worte in den Wind

      Du zahlst für jedes kleine Wort auf Erden,
      für jedes Mal, da du das Schweigen brichst.
      So tief du liebst, wirst du verwundet werden
      und missverstanden, fast so oft du sprichst.

      Mascha Kaleko