Ablehnung gegenüber Grüßen, Floskeln usw.

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    • Ablehnung gegenüber Grüßen, Floskeln usw.

      Heyho!

      :question: Wie steht Ihr zu dem Gebrauch von Begrüßungen / Grüßen / Floskeln im Allgemeinen?
      :question: Lösen manche dieser ein Unbehagen bei Euch aus oder gar Ablehnung?
      :question: Denkt Ihr über deren Sinnhaftigkeit nach oder dichtet Ihr sie um, um sie passender zu machen?

      Grund meiner Nachfrage ist, dass ich die Problematik besitze, zwar grüßen zu können, doch bei Floskeln wie "gute Nacht" oder "gute Besserung" eine regelrechte Ablehnung empfinde, zumal die Person, die von diesen – für mich sind es Floskeln, da für mich leere Worte – Gebrauch macht, in der Regel nicht wissen kann, ob ich eine gute Nacht haben werde oder sich eine Erkrankung überhaupt bessert, und ich weiß es, würde ich diese Floskeln gegenüber einer Person gebrauchen und nicht diese mir gegenüber, eben auch nicht. Also lässt sich über deren Sinnhaftigkeit nachdenken. Erkenne ich keinen Sinn, dann gehe ich in eine Verweigerungshaltung über. Ich denke, ich würde lügen, wenn ich eine "gute Nacht" wünsche, da ich nicht weiß, wie die Schlafqualität der jeweiligen Person ist, und wenn diese schlecht ist, stellt sich diese Floskel als Lüge heraus, denn die Person hat schließlich keine guten Nacht gehabt. Nur widerwillig kann ich diese Worte aussprechen, es ist eine Art gesellschaftlicher Zwang. Früher waren es Worte wie "bitte" und "danke", mit denen ich zwar heute auch noch Probleme habe, doch im Normalfall bekomme ich das irgendwie hin – zumindest in der Öffentlichkeit.

      Die Thematik beschäftigt mich schon seit geraumer Zeit... Was Ihr dazu zu sagen habt, würde mich sehr interessieren...

      LG Eska
    • Hallo :)

      Eine Ablehnung gegenüber diesen Floskeln habe ich auch. Sehr sogar. Aber es hilft mir, in sozialen Situationen besser klarzukommen und dass mich nicht jeder für einen Arsch hält, nur weil ich ein anderes Verständnis für viele Sachen habe, was ich aber auch nicht jedem erklären oder aufzwingen will. Belegt ist bei mir eh noch nix und dass mein Verständnis der Welt eine bessere ist als die der "Normalos", meine ich auch nicht.
      Fazit: Ich mag es nicht, aber ich nutze es, um mitzuschwimmen und mich irgendwie einzufügen. Und (ein Vorteil): Ich muss nicht lange über solche Situationen im Nachhinein sinnieren. Wenn jemand krank ist, sage ich gute Besserung, dann ist das Thema abgehakt. Genauso bei "gute Nacht", "Schönes Wochenende" etc. Und letztendlich ist ja nur ein Wunsch, den man demjenigen mitgibt "ich wünsche dir eine Gute Nacht" und keine Prognose "du wirst heute eine gute Nacht haben".

      Anders ist das bei diesen Floskelfragen "Wie geht es dir?", "Hattest du ein schönes Wochenende?". Das ist mir zu viel und auch zu privat, ich will es weder von mir preisgeben, noch von anderen wissen, die ich nur oberflächlich kenne.
      "The universe is under no obligation to make sense to you" :prof: Neil DeGrasse Tyson
    • esketamin wrote:

      Grund meiner Nachfrage ist, dass ich die Problematik besitze, zwar grüßen zu können, doch bei Floskeln wie "gute Nacht" oder "gute Besserung" eine regelrechte Ablehnung empfinde,

      Hallo,

      bei Begegnungen mit Menschen sage ich pauschal immer "hallo" und anderes wie "guten Morgen" z.B. gar nicht. Hallo bei Begegnungen, und Tschüss bei Verabschiedungen. Dadurch wirke ich dann in zwischenmenschlichen Situationen (vermute ich) zumindest irgendwie angepasst und gesellschaftstauglich. Bitte und Danke mache ich auch vom Sinn bzw. der Situation abhängig. Ich sage das (oder auch so Floskeln wie von dir beschrieben) eben ehrlich, so wie ich es meine. Und nicht, weil es sich nett anhört oder weil es so üblich ist.

      Deswegen auch nur Hallo/Tschüss, das finde ich neutral und zwingt mich nicht dazu irgendwas vorzuspielen. Bei Mails schreibe ich auch "hallo" Ich weiß das "sehr geehrte..." einfach üblich ist, aber ich verehre die Person nicht und für mich wäre das als würde ich etwas vortäuschen. Auch "mit freundlichen Grüßen" schreibe ich nicht, meistens "vielen Dank für Ihre Hilfe/Geduld/..." oder ähnliches, wenn es wirklich wahr ist.

      Mein "LG IceQueen" hier im Forum ist auch eher aus dem Grund, weil ich gelernt habe das es sich eben so gehört irgendwas zum Abschluss drunter zu schreiben. Es zu schreiben fällt mir aber einfacher, wie solche Floskeln zu sagen.

      LG IceQueen.
      Ich bin zur Zeit vorübergehend nicht im Forum aktiv.
    • Geht mir ähnlich. Es kam auch schon mal vor, dass ich da was verwechselt habe. Ich habe zum Beispiel mal "Guten Tag" gesagt, als ich eigentlich "Danke" sagen wollte :m(:

      Eine Frage, gegen die ich auch eine Abneigung habe: "Hast du dich schon eingelebt?" Die habe ich oft gehört, als ich das erste Mal allein gelebt habe und in einen anderen Ort gezogen bin. Ich finde die sehr merkwürdig, denn ich weiß nicht, was genau "eingelebt" bedeuten soll.

      Und was mich auch stört: Dass bei vielen Fragen eine positive Antwort quasi erwartet wird.
      Wenn ich zum Beispiel nach meiner Wohnung gefragt werde, sage ich die Wahrheit: Dass sie nicht doll ist. Aber das kommt erfahrungsgemäß nicht gut an. Die meisten wollen, dass man sagt: "Sie ist sooo toll und ich fühl mich da sooo wohl!"
    • Alltägliche soziale Floskeln sind für mich zur totalen Routine geworden, sodass ich nicht bewusst darüber nachdenke, ob ich möglicherweise eine Abneigung dagegen habe. Die Anwendung sozialer Floskeln schadet mir nicht, im Gegenteil. Also wende ich sie an. Gerade im beruflichen Kontext kann ich es mir nicht erlauben bewusst auf soziale Floskeln zu verzichten. Wenn ich darauf verzichten würde, wäre ich in meinem Beruf fehl am Platz. Aber auch im privaten Bereich sehe ich es nicht ein auf Floskel zu verzichten. Soziale (Weiter-)entwicklung ist mir persönlich lieber als eine Liste von Merkmalen, die typisch für das Asperger-Syndrom sind, zu erfüllen. Ich habe eine AS-Diagnose, aber deswegen werde ich nicht auf soziale Konventionen "pfeifen". Andere Asperger-Autisten können das von mir aus gerne machen, das steht jedem völlig frei. Aber ich werde (soweit und solange es für mich im Bereich des Möglichen ist) meine sozialen Kompetenzen ausbauen.
    • esketamin wrote:

      bei Floskeln wie "gute Nacht" oder "gute Besserung" eine regelrechte Ablehnung empfinde, zumal die Person, die von diesen – für mich sind es Floskeln, da für mich leere Worte – Gebrauch macht, in der Regel nicht wissen kann, ob ich eine gute Nacht haben werde oder sich eine Erkrankung überhaupt bessert
      Es handelt sich dabei um einen Wunsch und nicht darum, die Zunkunft vorauszusagen. "Gute Nacht" steht kurz für "Ich wünsche dir eine Gute Nacht" und "Gute Besserung" steht für "Ich wünsche dir gute Besserung". Dieser Wunsch wird auch nicht dadurch zur Lüge, wenn er nicht eintritt.

      Ich sage auch "gute Nacht" und "gute Besserung" und sehe es nicht als Floskeln an. Ich meine das auch so, wenn ich es sage. Ich wünsche dann demjenigen eben eine gute Nacht oder dass es ihm besser gehen möge.
      "Auf der Metaebene lässt sich Abstand gewinnen zum Geschehen. [...] Und dabei zeigt sich, dass es andere Perspektiven, andere Erlebensweisen und viel mehr Möglichkeiten für Lösungen gibt, als sich der Mensch in seiner alten kleinen Welt hatte träumen lassen." (Brit Wilczek)
    • Ich tue mir schon mein ganzes Leben schwer mit sowas. Ich würde sagen, ich habe es mir irgendwann mal antrainiert, weil man mir eingetrichtert hat, dass mich die Leute sonst für unhöflich halten. Wäre mir zwar auch egal, aber gut, ich machs halt, wenn auch nicht immer und bei jedem.

      Das Schöne hier im Norden ist, dass man nicht drüber nachdenken muss, ob jetzt "Guten Morgen", "Guten Tag", oder "Guten Abend" passend wäre, hier ist einfach durchgehend "Moin". Ich sage also "Moin" zur Begrüssung und "Tschüss" zum Abschied.

      "Gute Nacht", oder auch "Gute Besserung" sind in meinen Augen auch Dinge, die man demjenigen wünscht.

      Mit Floskeln wie " Wie gehts" tu ich mir dagegen schwer, weil das sind so Fragen, auf die scheinbar niemand eine Antwort erwartet, oder hören möchte. Das musste ich leider schon oft selbst feststellen, wenn ich das gefragt wurde, und derjenige, der fragte, nicht mal meine Antwort abwartete, sondern gleich weiterredete, oder gar ein Gespräch mit jemand anderem anfing. Und ich selber finde es blöd, jemanden das zu fragen, nur um etwas gesagt zu haben. Oder warum fragen die das sonst, wenn sie keine Antwort wollen? Das Ding ist halt, wenn ich das frage, dann weil es mich wirklich interessiert, wie es demjenigen geht, nur meist kriege ich nie eine Antwort.
    • Sakura wrote:

      Eine Frage, gegen die ich auch eine Abneigung habe: "Hast du dich schon eingelebt?" Die habe ich oft gehört, als ich das erste Mal allein gelebt habe und in einen anderen Ort gezogen bin. Ich finde die sehr merkwürdig, denn ich weiß nicht, was genau "eingelebt" bedeuten soll.
      Es bedeutet, dass man sich in der neuen Umgebung wohl fühlt und nicht mehr alles fremd ist.

      Sakura wrote:

      Wenn ich zum Beispiel nach meiner Wohnung gefragt werde, sage ich die Wahrheit: Dass sie nicht doll ist. Aber das kommt erfahrungsgemäß nicht gut an. Die meisten wollen, dass man sagt: "Sie ist sooo toll und ich fühl mich da sooo wohl!"
      Vielleicht wollen die Leute nur ausdrücken, dass es schade ist, dass die Wohnung nicht so toll ist. Schade für dich. So kenne ich das eher. Warum sollte den Leuten etwas daran liegen, dass die Wohnung unbedingt gut sein soll?

      between both spectra wrote:

      Alltägliche soziale Floskeln sind für mich zur totalen Routine geworden
      Bei mir auch. Ich kann mich erinnern, dass es mir als Kind/Jugendliche schwer fiel, Floskeln zu verwenden, selbst sowas wie Bitte und Danke. Aber inzwischen macht es mir nichts mehr aus. Manchmal finde ich Floskeln sogar hilfreich, weil man weiß, was man sagen kann und damit oft Situationen leichter bewältigen kann. Es ist wie eine Art Textbaustein.
      Historisch gesehen waren die schrecklichsten Dinge wie Krieg, Genozid oder Sklaverei nicht das Ergebnis von Ungehorsam, sondern von Gehorsam.
      (Howard Zinn)
    • @Shenya
      Diese Frage mit der Wohnung war auf einem Familientreffen. Als ich gesagt habe, dass ich meine Wohnung nicht doll finde und dies auch begründet habe, waren die Reaktionen darauf nicht allzu gut. Es kamen so Sprüche wie: "Musst du immer alles negativ sehen?" Dabei waren meiner Meinung nach meine Gründe durchaus nachvollziehbar (sehr hellhörig, es ist in der Wohnung oft entweder extrem warm oder extrem kalt).

      Gut, das war jetzt ein bisschen off-topic.
    • Team Ghostcat wrote:



      Mit Floskeln wie " Wie gehts" tu ich mir dagegen schwer, weil das sind so Fragen, auf die scheinbar niemand eine Antwort erwartet, oder hören möchte.
      An dieser Frage hab ich mich früher sehr gestört. Insbesondere, wenn Männer so auf einen zukamen, die man gar nicht kannte. Das war für mich immer ein Anzeichen ausgeprägter Oberflächlichkeit.
    • Ich habe auch schon lange Schwierigkeiten damit, wobei ich bis zu meinem 16. LJ noch jedem unbedacht hallo gesagt hab, der in meinem Reitstall auftauchte oder Bekannte von bekannten usw. Auch lernte ich bitte und Danke zu sagen. Sowie Gesundheit. Damals fand ich das normal und freundlich und ich bin gern freundlich, und war zuvor auch noch nicht so schüchtern.

      Und dann machte ich ab und zu Erfahrungen, wo ich zu dem Entschluss kam, dass bestimmte Personen das nervt. Auch von anderen. Und dass vertraute von denen zb auch nicht Gesundheit zu denen sagen.
      Und manche nicht immer nur Hallo hören wollen, sondern dann noch irgendwie mehr Austausch, aber ich hatte damals überhaupt keine Idee, wie ich das liefern könnte.
      Auch tangieren sich manche gar nicht, wieso soll ich zu jedem ne innige Beziehung aufbauen, so viel Zeit hab ich gar nicht.
      Und die anderen können ja auch mit Smalltalk beginnen, sagte ich mir.
      Vielleicht leiten manche das auch erst über Mimik ein oder so.

      Jedenfalls mit zunehmendem Bewusstsein über dieses Begrüßen und Verabschieden, Gesundheit, dass mancher sowas hören will, und mancher nicht, wo man rätseln muss, und zunehmend sozialer Scheu, wurd es mir überwiegend zunehmend unangenehmer, weil bewusster und dadurch unautomatischer, und unsicherer in der Stimme.

      Und irgendwann stellte ich fest, dass ich den Blickkontakt dabei auch meide (dran vorbei sehen). Weiß nicht, ob dass schon immer so war. Glaub nicht.

      Es gibt aber auch Personen, die lächeln auch immer beim auch noch 100sten Hallo ohne Smalltalk. Und da mache ich das gerne.

      Aber Gesundheit hat mich schon früh genervt, weil niesen etwas heftig ist (bei mir), und dann muss man noch reden direkt danach. Und Reden ist allgemein nicht mein Sinn.

      Ich sage aber manchmal aus dem Gefühl auch gern Gute Nacht.

      Aber was ich oft hasse ist von (manchen) Erwachsenen "Guten Morgen". Aber manchmal auch nicht, - zu manchen Kollegen sagte ich das gerne.
      Und hingegen liebe ich es zb, wenn ich mit zb meinem Mann morgens gar nichts sagen braucht, sondern wir uns nur angucken wie Esel und nur reden, wenn irgendwas relevant ist.

      Wenn etwas freiwillig sein kann mag ich Floskeln manchmal.
      Ansonsten finde ich es unnötig etwas das klar und leicht merkbar ist zu wiederholen. - Wenn mich jemand gern hat, ist klar, dass der mir n guten Morgen wünscht.

      Mir gefällt es auch zb wenn man erstmal nicht redet als Kollegen und erst wenn man miteinander redet, kurz hallo sagt. Aber ins Büro morgens mit Guten Morgen rein und Feierabends raus laut rufen habe ich gehasst.

      Oder wenn sich die Blicke kreuzen reicht mir auch ein nicken oder kurzes lächeln.

      The post was edited 1 time, last by Four: "oft", "(manche)" hinzugefügt bei Guten Morgen von Erwachsenen ().

    • @Abendrot

      Abendrot wrote:

      Das war für mich immer ein Anzeichen ausgeprägter Oberflächlichkeit.
      Du erinnerst mich an manche Nachrichten von Männern in einer damaligen Community. Da ging's mir genauso. Manche schrieben einfach nur "Hi, wie geht's", und ich ignorierte diese Nachrichten bald gezielt, weil ich fand, dass die sich gar nicht mit meinen Profilangaben beschäftigt haben, auch nur oberflächlich seien. Dabei hatten die sich vielleicht damit beschäftigt und wollten vielleicht nur nicht zu direkt sein.
      Wobei mir in ner single Börse später auch Männer öfters später fragen stellten, die schon im Profil beantwortet waren. Aber vielleicht wollen manche sowas lieber in einem Gespräch aufkommen lassen.

      Erst hatte ich manchen noch geantwortet mit "Gut und dir". Aber wenn dann zb nur "Auch gut, Danke" zurück kam, dachte ich früher, was sind das für Vögel (RW), erwarten die, dass ich denen nun alles aus der Nase ziehen?". Wusste dann auch nicht was ich dazu sagen soll, weil das immer von denen kam, die selbst keine Profilangaben hatten. Stand eine da oder zwei ging ich dann darauf ein. Ansonsten antwortete ich nicht mehr. Manche schrieben dann meist noch Mal mit "Was machst du so" und ich dachte, was soll das, steht doch alles auf meinem Profil. Und antwortete meist dann was ich gerade mache. Fragte dann auch höflich "und du?" Und dann kam wieder nur ne Antwort ohne Frage. Und manche von denen schrieben dann manchmal nochmal, trotz erneutem auslaufen, noch Mal "hey, wie geht's" und ich nur gedanklich wtf??. Ich dachte damals, das wären voll die Langweiler.
    • Four wrote:

      Erst hatte ich manchen noch geantwortet mit "Gut und dir". Aber wenn dann zb nur "Auch gut, Danke" zurück kam, dachte ich früher, was sind das für Vögel (RW), erwarten die, dass ich denen nun alles aus der Nase ziehen?". Wusste dann auch nicht was ich dazu sagen soll, weil das immer von denen kam, die selbst keine Profilangaben hatten. Stand eine da oder zwei ging ich dann darauf ein. Ansonsten antwortete ich nicht mehr. Manche schrieben dann meist noch Mal mit "Was machst du so" und ich dachte, was soll das, steht doch alles auf meinem Profil. Und antwortete meist dann was ich gerade mache. Fragte dann auch höflich "und du?" Und dann kam wieder nur ne Antwort ohne Frage. Und manche von denen schrieben dann manchmal nochmal, trotz erneutem auslaufen, noch Mal "hey, wie geht's" und ich nur gedanklich wtf??. Ich dachte damals, das wären voll die Langweiler.
      Ja, genau so was mein ich :d Extem unangenehm. Was antwortet man da? Bzw., will man darauf überhaupt antworten?
    • esketamin wrote:

      Wie steht Ihr zu dem Gebrauch von Begrüßungen / Grüßen / Floskeln im Allgemeinen?
      Richtig abstoßend ist dieses Küßchen rechts und links.
      Wenn ich bemerken würde wenn da jemand näher kommt um dies zu tun, dann würde ich sofort ein Stück nach hinten gehen und dann immer weiter, bis die Person merkt (oder endlich kapiert), dass ich sowas hasse. :evil:
      Moderne linke Berichterstattung: weglassen, umdeuten, dämonisieren Andersdenkender.
      "Jesus? Ist das nicht dieser fiktive Kobold?"
    • prinzcharles wrote:

      Richtig abstoßend ist dieses Küßchen rechts und links.
      Ohja. Da ist es mir auch mal passiert, dass mich jemand damit überrascht hat, und ich mich im Impuls weggedreht und das Gesicht verzogen habe (im Sinne von "bäh!"). Würde ich normalerweise nicht so deutlich machen, aber er hat mich "kalt erwischt". Ich habe dann gesagt, dass ich das nicht so gerne mag. Eigentlich war es dann gut so, so war es wenigstens klar.
      Ich habe noch ein paar Bekannte, die mich seit Jahren zur Begrüßung umarmen. Während Corona war ich davon befreit, aber jetzt fangen sie wieder an. Nach Jahren zu sagen, dass man das eigentlich nicht mag, ist komisch. Habe mich noch nicht getraut. Ich denke dann, jetzt habe ich es so lange ertragen, dann kann ich es auch weiterhin aushalten.
      Historisch gesehen waren die schrecklichsten Dinge wie Krieg, Genozid oder Sklaverei nicht das Ergebnis von Ungehorsam, sondern von Gehorsam.
      (Howard Zinn)
    • Nee, Küsschen zur Begrüssung muss ich auch nicht haben. Umarmung, naja, kommt drauf an, wer es ist. Wenn ich die Person mag, ist es ok, aber es gibt ja Leute, die machen das scheinbar bei jedem, auch wenn sie denjenigen grade zum ersten Mal sehen. Finde, da muss das echt nicht sein. Mich hat einmal eine neue Kollegin so unvermittelt umarmt, dass ich auch nicht reagieren konnte. Die hatte einen riesigen Vorbau, und war auch sonst nicht sschlank. Das heisst,man ist regelrecht in ihrem Vorbau versunken. Das war mir echt unangenehm, weil ich asexuell bin, und das für mich schon was fast intimes war. Was ich nicht wollte. Sie hat das nicht gestört, die hat jeden, und jede an ihren Busen gedrückt. Ich sagte ihr dann, dass ich das nicht so mag, und sie hat es dann bei mir nicht mehr gemacht.
    • esketamin wrote:

      Wie steht Ihr zu dem Gebrauch von Begrüßungen / Grüßen / Floskeln im Allgemeinen?
      Begrüßungen und Grüßen ---> Ja, weil es für mich zum guten Ton gehört, jemanden zu grüßen. Sicher laufe ich nicht in der völlig überfüllten Stadt herum und grüße jede Person, die mir da begegnet, aber ein Grüß Gott auf einem Weg, auf dem jemand einem entgegen kommt oder Leute, die man kennt, gehört dazu.

      Umarmungen müssen nicht sein, aber bei manchem Menschen ertrage ich sie, dann eher die Hand reichen oder bleiben lassen.

      Floskeln, ich sag mal so, einerseits verwende ich selbst welche, andererseits hört man sie weil sie sich im Sprachgebrauch etabliert haben, da fallen sie nicht mehr so auf und stören auch nicht, aber man muss es nicht übertreiben.

      Es gibt so Floskeln, die sind so nichtssagend, da kann man auch gleich die Klappe halten, oder man hat nur was gesagt um was gesagt zu haben ohne das, was man sagen wollte anzusprechen, dann erwartet man immer, dass der Gesprächspartner erkennt, dass man nicht fertig ist und eigentlich auf was anderes hinaus will.

      Es gibt so Floskeln oder hohle Phrasen, die brauch ich gar nicht zu hören, da komm ich mir voll verarscht vor. Z.b.
      • Ich melde mich
      • Von mir aus / Mal sehen
      • Muss ja / Was muss, das muss / Passt schon
      • Gut, dass wir drüber gesprochen haben ---> das ist so was nichtssagendes, die Person findet es nicht gut, sie resigniert nur
      • Nicht wirklich ---> Vor allem, wenn man fragt, wie es einem geht
      • Ich hab da mal ne Frage
      • Das wird schon wieder
      • Stell dich nicht so an
      • So einfach ist das
      Ich hab die Gegoogelt geb ich zu, weil mir auf Anhieb nur 4 eingefallen sind, aber ich wollte meine Antwort richtig schreiben nicht halb.

      Das sind so die, da hake ich dann nach, weil ich kann mit nicht wirklich nichts anfangen, entweder es geht einem gut, schlecht man ist betrübt, etc, aber was heißt nicht wirklich, ist die Person totunglücklich, traurig, wütend.

      genauso Dinge wie Passt schon oder Okay auf eine frage zu antworten oder in einem Gespräch, das ist so abgehackt und so, flüchtend teils, man merkt häufig, dass da normal noch was kommt, aber nix. Einfach so aufgehört, passt schon.
      Manche Reise beginnt mit dem ersten Schritt und endet mit dem zweiten. ;)
    • prinzcharles wrote:

      esketamin wrote:

      Wie steht Ihr zu dem Gebrauch von Begrüßungen / Grüßen / Floskeln im Allgemeinen?
      Richtig abstoßend ist dieses Küßchen rechts und links.Wenn ich bemerken würde wenn da jemand näher kommt um dies zu tun, dann würde ich sofort ein Stück nach hinten gehen und dann immer weiter, bis die Person merkt (oder endlich kapiert), dass ich sowas hasse. :evil:
      Es geht doch nichts über den kommunistischen Bruderkuss von einem fetten, alten, nach Wodka stinkenden Apparatschik. :fun: