Kostet es euch Überwindung, aus dem Haus zu gehen, z.B. zum Einkaufen?

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    • Capricorn wrote:

      @Lefty Das stimmt, außerdem kommt es bei einer Depression vor, und wer weiß wo es noch in Erscheinung tritt ...
      Ja gut, da gibt es sicher noch mehr. Das muss jeder für sich abklären, ob er eine Depression oder andere psychische oder neurologische Erkrankung hat. Allerdings, wenn man weiß, dass man AS oder AD(H)S hat, dann braucht man nicht noch weitere Ursachen für die Exekutive Dysfunktion zu suchen.
    • Lefty wrote:

      Lachatte wrote:

      (Um genau zu sein war das bei einer sog. Influencerin, die in ihrer "Story" eben immer zeigt/sagt, was sie so alles macht, und sie sagte dann auch, es dauert oft ne Stunde, bis sie mal loskommt; und später erzählte sie ganz erleichtert, dass ihr viele geschrieben hätten, dass es ihnen auch so geht).
      Die Frage ist, warum kommen diese Beeinflusserin und ihre Fans oder worum es auch immer geht lange nicht los? Wahrscheinlich eher wegen aufwändigem Schminken, Haare "stylen" und so'n Kram, aber das hat nichts zu tun mit dieser inneren Sperre.Ich richte mich auch etwas her, bevor ich rausgehe und ziehe ordentliche Sachen an, aber das ist nicht das Problem.

      Nachtrag: für Probleme mit dem Anfangen/Aufhören braucht es kein extra AD(H)S, das kommt bei AS genauso vor.
      Hm, ich denke sich zurecht machen hat auf jeden Fall mitrein gespielt, aber ob das alles war? Sie wollte einkaufen fahren, und hat z.B. eine Einkaufstasche gesucht, und nachgeschaut, was sie kaufen muss. Gekämmt und umgezogen hat sie sich auch, und ich denke schon auch, dass das Aussehen mit allem was dazugehört bei ihr mehr Raum einnimmt als beim Durchschnitt, einfach weil den meisten Influencern ihr Aussehen ja besonders wichtig / Teil des Geschäfts ist.
      Aber ich kann andersum auch nicht sagen, dass mir das völlig egal ist. Schon dass man sich überhaupt umzieht und nicht in "Gammelklamotten" rausgeht, gehört finde ich dazu (ich sehe draußen nämlich auch Leute, die durchaus in Jogging-oder Pyjamalook und ungekämmt einkaufen und spazieren gehen).

      Ich vermute, da ist auch vieles unbewusst. Z.B. welche Klamotten oder auch welche Tasche/Rucksack nehme ich jetzt? Ich denke, dass ich das nur für mich entscheide, aber woher will man wissen, dass das wirklich der Fall ist? Als Beispiel nehme ich mal das Thema Rasieren (bei Frauen): Da sagen die meisten, dass sie das nur für sich machen, weil sie sich dann einfach besser fühlen, und nicht wegen den evtl. negativen Reaktionen des Umfelds und/oder um Männern zu gefallen. Ich kann jetzt natürlich nicht das Gegenteil beweisen bzw. fühlt es sich für manche vielleicht wirklich so an, als würden sie es nur für sich selbst machen. Aber wie können sie sich da sicher sein, sie leben ja seit langer Zeit im sozialen Umfeld und sind davon beeinflusst...

      Aber genau, es ist auf jeden Fall mehr als Aussehen/Styling der Grund, weshalb man nicht loskommt und da so Probleme hat. Wollte damit nur sagen, dass der Punkt bei mir trotzdem auch mit reinspielt.
    • Lefty wrote:

      @seven_of_nine Aus deinem ursprünglichen Text über's Umpacken hatte ich nicht heraus gelesen, dass es da auch um Reisen geht.
      Ich selbst bin schon lange nicht mehr für eine Woche oder so verreist, aber wenn, dann würde ich einen Koffer mitnehmen.
      Ja, ich hab wohl etwas den Fokus verloren grad. Es geht aber auch alles so ineinander üben, dass es sich schwer trennen lässt. Im Grunde gibt es ständig andere Anforderungen. Ich war dieses Jahr 2 mal auf einem Konzert bzw. Festival, wo ich ca. 4 Tage weg war, jetzt dann 4 Tage mit der Familie in Italien (wieder völlig andere Anforderungen), dann muss man z.B. Tasche packen für einen Grillabend oder ein Picknick am See oder einen Tagesausflug oder letztens für meine Geburtstagsfeier, es muss Badezeug eingepackt und ausgepackt werden, manchmal muss der Laptop für die Arbeit mitgenommen werden. Und für morgen muss ich schon wieder packen (verreisen, zwar in der Umgebung, aber trotzdem). Sorry, falls ich grad etwas den Fokus verliere, es liegt daran, dass diese Dinge in meinem Kopf auch nicht geordnet sind. Ich komme eigentlich überhaupt nicht hinterher. Mein Partner ist ja auch permanent überlastet, ich denke, es geht schon in Richtung Burnout, aber er will permanent etwas unternehmen, weil er meint, er lässt sich von der Arbeit nicht alles kaputt machen und den Sommer stehlen. Manchmal frag ich mich, ob wir zu viel machen... :roll: Im Sommer ist ja auch jeden Tag was, Freiluftkino, private Feiern, Filmfeste, Familie will in den Urlaub, Badeseen, Biergärten, kostenlose Konzerte...

      Für Tagesausflüge reicht dann Rucksack aber gut? Oder wenn man mal ein paar Tage einen Freund besucht oder Verwandte oder sowas?
    • Lefty wrote:

      Ja gut, da gibt es sicher noch mehr. Das muss jeder für sich abklären, ob er eine Depression oder andere psychische oder neurologische Erkrankung hat. Allerdings, wenn man weiß, dass man AS oder AD(H)S hat, dann braucht man nicht noch weitere Ursachen für die Exekutive Dysfunktion zu suchen.
      Ich kenne die Kriterien für Depression und kann sie größtenteils nicht bei mir wiederfinden. Ich habe zwar teilweise so Dinge wie Grübeln oder Selbstzweifel, aber das ist wohl eher Teil der generalisierte Angststörung bzw. Ausdruck einer Überforderung.

      Einmal hat ein Arzt behauptet, ich müsse eine Depression gehabt haben, weil es nicht möglich sei, so starke Spannungskopfschmerzen zu haben, dass man wochenlang im Bett liegen möchte. Ansonsten hat nie jemand solche Anzeichen bei mir gefunden.

      Ich habe einmal Lyrica bekommen gegen Schmerzen. Da habe ich mich dann jeden Tag gefragt, welchen Sinn hat mein Leben noch? und konnte an nichts mehr Freude empfinden, zudem musste ich ständig weinen. Diese Effekte traten ab einer bestimmten Dosis ein. Ich vermute, dass sich Depressionen ungefähr so anfühlen. Ich habe das Medikament dann abgesetzt, weil es auch keinerlei Nutzen hatte.

      • gedrückte, depressive Stimmung; Nein, bin ein sehr fröhlicher Mensch. Ich empfinde häufig Angst/Überforderung, aber selten Trauer oder eine bedrückte Stimmung.
      • Interessenverlust und Freudlosigkeit; Überhaupt nicht, ich kann mich über vieles freuen und interessiere mich für viel.
      • Antriebsmangel und Ermüdbarkeit. Das würde ich nicht sagen, ich habe regelmäßig einen großen Antrieb, alle möglichen Dinge zu tun.


      • verminderte Konzentration und Aufmerksamkeit;Ich konnte mich schon immer extrem gut konzentrieren bei Aufgaben, die keinen Kontextwechsel erfordern. Ich kann mich z.B. sehr lange auf Rätsel oder Programmieraufgaben konzentrieren. Nur beim Aufräumen schaffe ich das nicht.
      • vermindertes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen; Hab eher ein schwankendes Selbstwertgefühl, was sicher oft irritierend wirkt. In manchen Dingen halt ich mich für toll und in anderen gar nicht :d Aber das IST halt auch so.
      • Gefühle von Schuld und Wertlosigkeit; Teilweise hatte ich so eine Art von Zwangsstörung/Angststörung, dass ich mich für alles mögliche verantwortlich gefühlt habe. Sowas ist bei mir Ausdruck von Stress. Schuld: Nein.
      • übertriebene Zukunftsängste oder "Schwarzsehen";Im Sinne der generalisierten Angststörung gibt es Themen, über die ich ewig grüble. Aber eigentlich bin ich eher ziemlich optimitisch, glaub ich :d
      • Suizidgedanken oder -versuche, Selbstverletzungen; Nein, absolut null.
      • Schlafstörungen; Die hab ich, seit ich auf der Welt bin.
      • verminderter Appetit.Mein Appetit ist völlig normal, ich habe Idealgewicht und esse gern und gesund und in normalen Mengen. Ich habe auch keine ES.

    • Lefty wrote:

      Sowas mache ich nicht.
      Ich fahre zu meinem Vater mehrmals pro Jahr, da bin ich dann so 2-3 Tage. Dann habe ich einen Freund in Holland, denn ich ab und zu besuche. Plane auch, eine Freundin in Dänemark zu besuchen, aber vermutlich erst, wenn der Sommertrubel etwas vorüber ist :d :m(:

      Familie fährt 1 mal pro Jahr nach Italien. Und ansonsten, was man halt so macht... Festivals, Konzertreisen, Badeurlaube.
    • @seven_of_nine Wegen deines Frage-Antworten-Katalogs zum Thema Depression: kann es sein, dass du meinen Satz "Das muss jeder für sich abklären,..." gleich als Aufforderung verstanden hast? Ich schrieb das nur als Antwort auf den Beitrag von @Capricorn und ich schrieb ja auch: "Allerdings, wenn man weiß, dass man AS oder AD(H)S hat, dann braucht man nicht noch weitere Ursachen für die Exekutive Dysfunktion zu suchen."
    • Lefty wrote:

      Nachtrag: ich würde für einen Urlaub/Reise keine Unterkunft wählen, für die ich Bettwäsche mitnehmen müsste. Ich lebe nicht mehr im 19. Jahrhundert oder so.
      Das ist ein kleines altes, sehr abgelegenes Ferienhaus in italien, das meine Mutter jedes Jahr mietet. Es ist auch echt wunderschön gelegen :) Da muss man tatsächlich Bettbezüge mitbringen. Decken sind da.

      [zu viel privates, daher gelöscht]

      Und dass man mal in nem Hostel ohne Bettwäsche ist, mei, nicht jeder ist so gut geplant, dass alles Jahre im Voraus gebucht wird, manchmal ist vielleicht nur ein Hostel ohne Bettzeug übrig oder das Hostel hat andere Vorteile, z.B. sehr nah an der Konzertlocation zu sein. Wenn du so viel Geld übrig hast, dass du sagst, hey, ich geh immer in ein Hotel statt ein Hostel, egal, wie viel es kostet, dann kannst du das machen. Ich bin nicht so reich, dass ich im Zweifel mehrere hundert Euro für ein paar Nächte im Hotel zahle, wo es ein Hostel auch tut. Von mir aus bin ich auch geizig. Oder beides ;)

      The post was edited 4 times, last by seven_of_nine ().

    • @seven_of_nine Es war und ist nicht meine Absicht, euer Ferienhaus abzuwerten, ich wusste ja nicht mal von dessen Existenz. Ich schrieb das so, weil für mich das Reisen schon anstrengend genug ist auch ohne, dass ich noch Bettwäsche anschleppen muss - das ist nicht nur Gewicht, sondern auch Volumen, ich fahre nicht Auto, wenn man mit dem Auto anreist, ist es ja nicht so ein Problem. Bei Ferienwohnungen und -häusern kann man oft Bettwäsche mit buchen, die man dann extra bezahlen muss. Manchmal ist sie auch im Preis schon enthalten.
    • Lefty wrote:

      Und die Vorstellung, dass ich jemals freiwillig "campe", ist für mich völlig absurd.
      Ich dachte auch, dass ich nie wieder campen würde, weil ich da nicht so gut schlafe und das für mich stressig ist. Dann haben wir aber dieses Jahr für die Entscheidung mit einem Festival zu lange gewartet (kann man kritisieren, klar), und so waren die Bungalows dort schon alle ausgebucht und Hotels (oder Hostels, Air BnBs, whatever) in der Umgebung schon ausgebucht, und bei nem Festival möchte man ja auch nicht super weit weg sein. Optionen wie Wohnwagen mieten (theoretisch müsste es dafür ja Stellplätze gegeben haben?) waren und dann auch zu teuer/umständlich.

      Letztlich waren wir der Ansicht, dass wir keine andere Wahl haben, als zu campen. Also haben wir es dann gemacht.

      Schlafsack ist auch teilweise nötig, wenn jemand jemand besuchen fährt, der in einer sehr kleinen Wohnung lebt, wo es kein Gästebett oder Schlafsofa so gibt. Da brauchst du dann Isomatte und Schlafsack.
    • Lefty wrote:

      dass ich noch Bettwäsche anschleppen muss - das ist nicht nur Gewicht, sondern auch Volumen
      Achso. War ok, ich hatte meine Reisetasche und bin nur mit dem Bus gefahren und wurde dann abgeholt. Gut, man muss das Zeug halt immer rauf-und runterschleppen ;) Das ist anstrengend. Laken und Bezüge gehen aber eigentlich noch, also eine Decke selbst mitzunehmen wäre wesentlich schlimmer.
    • Lefty wrote:

      ich fahre nicht Auto, wenn man mit dem Auto anreist,
      Ich hab auch keinen FS. Frage mich, wie ich es mit 18 oder so geschafft habe, alleine einen Rucksack mit Zelt, Campingkocher, Schlafsack, Kleidung und noch Topf und Pfanne nach Hamburg zu schleppen mit dem Zug. Ich war einfach verrückt damals :m(: Denn ich bin auch nicht sportlich und kann nicht viel tragen. Und die Leute auf dem Festival, mit denen ich da war, haben mich eigentlich gehasst, die hatten mich eigentlich aus dem Forum geworfen. Und dann hab ich noch direkt meinen Geldbeutel und mein Handy verloren. meine Fresse...Damals war ich aber auch komplett psychisch durch x(

      Mit Reisetasche zum Ziehen geht vieles einfacher, manchmal ist aber auch ein Rucksack praktischer. Es ist alles sehr kompliziert.

      The post was edited 1 time, last by seven_of_nine ().

    • Lefty wrote:

      Bei Ferienwohnungen und -häusern kann man oft Bettwäsche mit buchen, die man dann extra bezahlen muss. Manchmal ist sie auch im Preis schon enthalten.
      Da wohl nicht, aber das ist auch einfach nur eine Familie, die das vermieten. Zumindest denke ich, wir wüssten davon, wenn es ginge ;)

      Ich meine, dass es bei nem Hostel auch schon mal so war. Aber ich kann mich jetzt nicht mehr an alle Hostels so erinnern, hab keine Ortserinnerung leider, das ist wie mit meinem Orientierungssinn, ich verstehe nicht, wo Dinge sind, und ich weiß oft nicht, wo ich gewesen bin.
    • seven_of_nine wrote:

      (kann man kritisieren, klar)
      Muss man aber nicht! Gibt keinen Grund für Kritik oder Selbstkritik bei so etwas. Ich kenne das auch, dass ich mich selbst "anprangere", wenn ich mit etwas zu spät dran bin und dann drauf zahle oder etwas nicht mehr klappt, aber im Grunde tut man sich damit keinen Gefallen. Es ist ja dann schon blöd genug auch ohne, dass man sich noch Selbstvorwürfe macht.

      seven_of_nine wrote:

      also eine Decke selbst mitzunehmen wäre wesentlich schlimmer.
      Warum ich überhaupt auf das 19. Jahrhundert kam: Ich las mal in einem Buch von Elisabeth von Arnim, wie sie verreiste und, wenn ich mich recht erinnere, mit zwei Kutschen unterwegs war und da war ihr halber Hausstand drauf geladen :lol: Sicher auch Decken und Kissen. Deswegen vorhin meine Bemerkung.
    • Lefty wrote:

      @seven_of_nine Wegen deines Frage-Antworten-Katalogs zum Thema Depression: kann es sein, dass du meinen Satz "Das muss jeder für sich abklären,..." gleich als Aufforderung verstanden hast? Ich schrieb das nur als Antwort auf den Beitrag von @Capricorn und ich schrieb ja auch: "Allerdings, wenn man weiß, dass man AS oder AD(H)S hat, dann braucht man nicht noch weitere Ursachen für die Exekutive Dysfunktion zu suchen."
      Nee, ich hatte Bock, das einfach mal zu prüfen.
    • Lefty wrote:

      Muss man aber nicht! Gibt keinen Grund für Kritik oder Selbstkritik bei so etwas. Ich kenne das auch, dass ich mich selbst "anprangere", wenn ich mit etwas zu spät dran bin und dann drauf zahle oder etwas nicht mehr klappt, aber im Grunde tut man sich damit keinen Gefallen. Es ist ja dann schon blöd genug auch ohne, dass man sich noch Selbstvorwürfe macht.
      Man hat halt immer viel höhere Kosten, die schlechteren Unterkünfte usw. Es ist schon oft sehr ärgerlich. Ich glaube, ich fürchte mich oft dafür, früh zu buchen. Obwohl man doch heutzutage alles stornieren kann. Was ist das wieder für ne Störung?
    • Lefty wrote:

      Warum ich überhaupt auf das 19. Jahrhundert kam: Ich las mal in einem Buch von Elisabeth von Arnim, wie sie verreiste und, wenn ich mich recht erinnere, mit zwei Kutschen unterwegs war und da war ihr halber Hausstand drauf geladen Sicher auch Decken und Kissen. Deswegen vorhin meine Bemerkung.
      Also Decken sind schwer :d Dann doch eher Schlafsäcke.

      Das heutige Pendant wäre wohl der Wohnwagen. Vanlife und so ;)