kurzfristige Umfrage für Bachelorarbeit - räumliche Bedürfnisse für private Rückzugsorte

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    • Lea Dignat wrote:

      Hallo,

      mein Name ist Lea Dignat und schreibe derzeit meine Bachelorarbeit im Fach Innenarchitektur an der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe.

      Die Bachelorarbeit widmet sich dem Thema „Vergleich räumlicher Bedürfnisse von neurotypischen und autistischen Personen mit dem Fokus auf Rückzugsorten im privaten Umfeld“.

      Hierfür habe ich eine Online-Umfrage erstellt. [...]
      Hallo an alle,

      danke für die zahlreichen Teilnahmen! Das hat mir wirklich sehr geholfen. Die Umfrage ist vollständig, und nun beendet.

      Anhand der Kommentare und auch meinen eigenen Eindrücken weiß ich, dass es hier und da Verbesserungspotential gibt. Ein paar Fragen haben wohl zu wenig Antwortmöglichkeiten geboten und die Reihenfolge der Abschnitte hätte besser von mir gewählt werden müssen, etc. Eine nachträgliche Änderung hätte aber das Ergebnis der anfänglichen Teilnahmen relativiert.

      Ich habe in meinem Leben noch nicht viele Umfragen erstellen müssen und es war ein heikles Thema gleich zwei unterschiedliche Zielgruppen zu addressieren. Doch ich habe mich getraut, denn schließlich will ich mein Wissen erweitern.

      Wer keine Fehler macht, kann auch nicht aus ihnen lernen.

      Deswegen bedanke ich mich auch an diejenigen, die mitgemacht haben, auch wenn sie Probleme hatten. Die Kritik werde ich in meine Arbeit einfließen lassen und freue mich natürlich auch über positives Feedback. ;)
      Ich bin kein Experte, und maße mir nicht an zu wissen, was für Autisten und Autistinnen gut ist, das könnt ihr nur selbst entscheiden. Doch ein respektvolles Miteinander kann man bestimmt erreichen.

      Liebe Grüße
      Lea Dignat
    • DerBastian wrote:

      Manche Antwortmöglichkeiten konnte ich nicht lesen, da ich Gendersprache nicht lesen kann. Es wäre sinnvoller eine solche Umfrage barrierefrei zu formulieren.
      Gender und barrierefrei haben doch nichts miteinander zu tun.
      Die wenigen neuen Wortendungen kann man lernen zu lesen. Oder einfach zu überlesen.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
    • @Garfield offensichtlich kann ich das nicht. Und was ist das für eine Begründung? Rollstuhlfahrer können auch lernen eine Treppe hochzukrabbeln, also sind Treppen ohne Rampe nicht mehr nicht barrierefrei, oder? Nur weil du etwas kannst, heißt es nicht, dass es jeder Andere auch kann.
    • Ich verstehe das Problem, glaube ich ein bisschen. Durch die Nutzung von Gründersternchen etc können die Worte evtl nicht mehr als zusammengehörend und im Kontext erfasst werden, weil sie Störfaktoren werden, weil sie den Textfluss stören. Ich persönlich lese Texte auch lieber, die Gendersonderzeichen durch geschickte Formulierung umgehen, weil es flüssiger ist. Grammatikalisch sauber fühlt es sich dennoch oft nicht an. Am liebsten sind mir Formulierungen, in denen der Text ziemlich konsistent im Passiv gehalten ist, bei Bedarf Formulierungen mit -schaft (zb Hörerschaft) statt zwanghafter Partizipien (die auch nicht 100% genderneutral sind). Bei Gendersonderzeichen sind mir deshalb Formulierungen mit Doppelpunkt (Autist:innen) lieber, da es den Textfluss weniger irritiert. Aber: ich benötige keine genderinklusive Sprache, da es mir egal ist, ob ich als Autist oder Autistin bezeichnet werde, deshalb kann ich nicht darüber urteilen, wie wichtig es für andere ist. Aber je mehr Sonderzeichen, desto schwieriger wird es zb auch für blinde Personen, da Schrift-nach-Sprache-Programme sowas scheinbar nicht immer verarbeitet bekommen. Inklusion ist schwierig, man kann wohl immer nur bemüht sein, die Gruppe zu verkleinern, die letztlich doch ausgeschlossen wird...
      Ich schreibe in der Regel vom mobilen Endgerät aus - merkwürdige Wortkonstrukte sind ggf. der Autokorrektur geschuldet
    • OK, da fehlt mir das Verständnis. Du bist der erste Mensch mit dieser Behinderung, den ich kennenlernen darf.
      Aber Kommas, Punke und Fragezeichen hindern die Worte nicht daran, gelesen zu werden?
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
    • Mandelkern wrote:

      Ich verstehe das Problem, glaube ich ein bisschen. Durch die Nutzung von Gründersternchen etc können die Worte evtl nicht mehr als zusammengehörend und im Kontext erfasst werden, weil sie Störfaktoren werden, weil sie den Textfluss stören. Ich persönlich lese Texte auch lieber, die Gendersonderzeichen durch geschickte Formulierung umgehen, weil es flüssiger ist. Grammatikalisch sauber fühlt es sich dennoch oft nicht an. Am liebsten sind mir Formulierungen, in denen der Text ziemlich konsistent im Passiv gehalten ist, bei Bedarf Formulierungen mit -schaft (zb Hörerschaft) statt zwanghafter Partizipien (die auch nicht 100% genderneutral sind). Bei Gendersonderzeichen sind mir deshalb Formulierungen mit Doppelpunkt (Autist:innen) lieber, da es den Textfluss weniger irritiert. Aber: ich benötige keine genderinklusive Sprache, da es mir egal ist, ob ich als Autist oder Autistin bezeichnet werde, deshalb kann ich nicht darüber urteilen, wie wichtig es für andere ist. Aber je mehr Sonderzeichen, desto schwieriger wird es zb auch für blinde Personen, da Schrift-nach-Sprache-Programme sowas scheinbar nicht immer verarbeitet bekommen. Inklusion ist schwierig, man kann wohl immer nur bemüht sein, die Gruppe zu verkleinern, die letztlich doch ausgeschlossen wird...
      Ja genau. Es blockiert sofort und ich kriege Kopfschmerzen wenn ich versuche weiterzulesen. Die Doppelpunkte sind tatsächlich weniger schlimm. Die Endung -schaft hatte ich noch gar nicht bedacht. Ich kannte nur Mitarbeitende, Studierende, etc. Aber -schaft würde auch für Worte wie Kunde passen. Kundende ist ja kein Wort aber Kundschaft wäre dann möglich. Ich persönlich sehe auch keine Notwendigkeit da überhaupt etwas zu ändern aber solang ich es lesen kann, kann ich damit leben. ich verstehe einfach nicht, wie man bei Mitarbeiter nur an Männer denken kann. Ich finde da sollte man eher sein Denken statt der Sprache ändern. Wenn Mitarbeiter ausschließlich männlich wären, würde man nicht männliche Mitarbeiter schreiben um sicherzustellen, dass sich nur männliche Mitarbeiter angesprochen fühlen. Aber gut, wenn sie das nicht können, wäre dein Vorschlag ein guter Kompromiss. Das wäre nicht nur für Menschen wie mich einfacher, sondern auch für Blinde, wie du sagst oder auch Migranten.

      Ich tu mir allgemein schwer, wenn jemand eine schlechte Grammatik oder Rechtschreibung hat. Wenn jemand keine Satzzeichen benutzt oder einen komischen Satzbau hat, dann verstehe ich kein Wort.
    • Garfield wrote:

      OK, da fehlt mir das Verständnis. Du bist der erste Mensch mit dieser Behinderung, den ich kennenlernen darf.
      Aber Kommas, Punke und Fragezeichen hindern die Worte nicht daran, gelesen zu werden?

      So ungewöhnlich ist es nun nicht, dass Gendern mit Asterix oder auch als substantiviertes Partizip Präsens die Lesbarkeit nicht erhöht.

      Einfache Sprache ist es dadurch nicht. Weder wenn die Texte dann für Sehbehinderte vorgelesen werden, wobei das imho eher ein technisches Problem ist, noch für Menschen deren Deutschkenntnisse nicht die Besten sind, noch für Analphabeten. Gendern macht die Sprache komplizierter, insbesondere da nicht geregelt.

      genderleicht.de/gendern-in-leichter-sprache-anleitung/

      dbsv.org/gendern.html

      bfit-bund.de/DE/Publikation/em…-studie-koehler-wahl.html

      Das Bundesamt für Barrierefreiheit hat - mit der Vorgabe gegendert werden muss - sich fürs * als kleinstes Übel entschieden.

      Einfach mal mehr Mühe geben im Verständnis Aufbringen. :)


      (Und da ich, siehe oben, keinen Zugriff auf die Studie erlangen konnte, weiß ich nicht, wie schlimm da nun gegendert wurde oder ob es dieser Punkt war, der maßgeblich die Lesbarkeit beeinträchtigt hat.)

      Ich persönlich habe anders herum Probleme mit Texten in leichter Sprache. Diese kurzen Sätze formen sich bei mir nur schwer zu einem Ganzen und mir fehlt dann meist Information.

      The post was edited 1 time, last by Incommunicado ().

    • Man mus jetzt aber auch in einem Selbsthilfeforum nicht alle Probleme verstehen . :prof:

      Und ich finde das mit dem ' Gendern ', trotz Lese-Rechtschreibschwäche einfach nur als etwas was mann/ sie eben nun auch einfach nur erlernen muss ,wie sie / er was im Schriftbild in der Zukunft zu nutzen hat.
      Kann wohl auch sein, das ich als Frau das eher gut finde, und das wie vieles andere , was die Schriftsprache betrifft ,bereit bin erlernen zu wollen.

      The post was edited 2 times, last by sydney ().

    • sydney wrote:

      Man mus jetzt aber auch in einem Selbsthilfeforum nicht alle Probleme verstehen .
      Verstehen nicht, das geht auch schlecht, wenn man keine vergleichbaren Wahrnehmungsschwierigkeiten hat. Aber als feststehenden Fakt akzeptieren sollte man es.

      @DerBastian
      Für bessere Lesbarkeit im Internet kann ich die Erweiterung Binnen-I be gone empfehlen, die filtert das meiste von dem Mist weg.
    • Incommunicado wrote:

      So ungewöhnlich ist es nun nicht, dass Gendern mit Asterix oder auch als substantiviertes Partizip Präsens die Lesbarkeit nicht erhöht.

      Einfache Sprache ist es dadurch nicht. Weder wenn die Texte dann für Sehbehinderte vorgelesen werden, wobei das imho eher ein technisches Problem ist, noch für Menschen deren Deutschkenntnisse nicht die Besten sind, noch für Analphabeten. Gendern macht die Sprache komplizierter, insbesondere da nicht geregelt.
      Natürlich nicht. Ich mag es auch nicht. Ich muss dann auch kurz anhalten und genauer hinschauen.
      Ich habe mich nur gewundert, wie das mit ansonsten perfekter Grammatik, Satzstellung etc. zusammenpasst.
      Für mich sind es nur Fremdwörter, die ich eben nach und nach lerne und an die ich mich gewöhne. Oder zumindest vesuche ich das Gewöhnen. Den inneren Widerstand dagegen habe ich auch.

      Generell ist natürlich auch immer eine Version in "einfacher Sprache" für Behinderte jeglicher Art wünschenswert. Aber nicht nur wegen des Genderns - unsere Sprache hat noch sehr viele andere Hürden.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
    • Eigentlich ist das Gendern so gesehen eine Diskriminierung von Personen mit schreib-/leseschwäche, sowie für Personen die die deutsche Sprache gerade lernen. Und das noch heutzutage!
      3 von 4 Kinder haben Spaß an Mobbing!
    • Warum? Gibt doch auch einfache Sprache, zumindest bei Behörden. Dort sogar oft übersetzt in die wichtigsten Fremdsprachen, Englisch, Türkisch und neuerdings Ukrainisch.
      Und was ich von nicht Muttersprachlern mitbekomme (und ich kenne viele), verzweifeln die viel mehr an all den zusammengesetzten Wörtern, wie Schlittschuhlaufen oder gar Streichholzschächtelchen.
    • Marnie wrote:

      Gibt doch auch einfache Sprache, zumindest bei Behörden.
      Ja, aber die Zeit, die man mit Behörden zu tun hat, sind im Vergleich zur restlichen Zeit gering. Wenn in Zeitungen, Fernsehen, Radio überall gegendert wird, dann baut man Barrieren auf. Das sollte klar sein.
      Deshalb gibt es in der einfachen Sprache auch kein Gendern.

      Da es für Frauen leichter ist, sich dazuzudenken, dass sie mitgemeint sind, sollten sie Rücksicht auf die Menschen nehmen, die auf einfache Sprache angewiesen sind und nicht einfach ihr Handicap ablegen können.
      Historisch gesehen waren die schrecklichsten Dinge wie Krieg, Genozid oder Sklaverei nicht das Ergebnis von Ungehorsam, sondern von Gehorsam.
      (Howard Zinn)