Sprache verstehen/Interpretation von Sprache

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    • Sprache verstehen/Interpretation von Sprache

      Hey, habe mit jemandem heute geredet und ich sagte, dass ich mir gerade Auszeit nehmen, da ich daheim verletzt wurde und ich hier weniger Probleme mit dem angenommen sein habe, womit ich mich wegen meinem Autismus schwer tue'.
      Dazu, bald kommen auch meine Eltern zu ihnen.

      Da viel mir auf, dass der Begriff daheim, mehrfach interpretiert werden könnte

      Daheim, in Sinne, bei mir in meiner Wohnung,
      daheim in meinem Wohnort, daheim bei/von meinen Eltern, da ich auch über sie sprach.

      Bei einem neurotypischen Menschen könnte man an der Betonung raushoeren was gemeint ist,wenn man kein Autist wie ich ist, glaube ich..

      Kennt ihr Bücher, wo man das passende Wortverstaendnis nachträglich erlernen kann?

      Neurotypische Menschen welche miteinander kommunizieren erfassen gegenseitig intuitiv was gemeint ist .
      Was ist wenn ein Autist mit einem neurotypischen Mensch kommuniziert?

      Herzlichen Dank.
      Alles Gute.
      L.G. Daniel :thumbup: :thumbup:
    • Daniel1 wrote:

      Bei einem neurotypischen Menschen könnte man an der Betonung raushoeren was gemeint ist,wenn man kein Autist wie ich ist, glaube ich..
      Das glaube ich nicht. Zum einen ist Sprache (oft) arbiträr und zum anderen denke ich, dass du da Nicht-Autisten überschätzt. Wäre das anders gäbe es nicht so viele Missverständnisse und so viele Debatten über die Verwendung von Begriffen selbst.


      Daniel1 wrote:

      Kennt ihr Bücher, wo man das passende Wortverstaendnis nachträglich erlernen kann?
      Den Duden. Er gibt dir die Defintion(en) und auch Informationen darüber, wie ein Begriff meistens benutzt wird.

      Aber: Sprache unterliegt auch einen ständigen Wandel und was heute positiv konnotiert ist, kann morgen (Übertreibung) negativ konnotiert sein und vice versa. Beispiel: Es gab Zeiten, da wurde das Wort "gefälligst" als besonders höflich verstanden. Heute wird es eher als unverschämt wahrgenommenen. Eine Sprachschülerin legte mir mal ein altes Deutschlernbuch, Deutsch-Arabisch vor. Sämtliche Fragen enthielten das Wort "gefälligst" als Höflichkeitsform. Für mich war es unfreiwillig komisch. Tatsächlich angewandt hätte das Ganze riesen Konfliktpotential.

      Im Gespräch ist es daher oft ratsam deutlich zu machen, was man meint, wenn man X sagt. Also z. B. statt nur "daheim" zu sagen "Daheim, in der WG in der ich lebe". Auch Nicht-Autisten können keine Gedanken lesen und je weniger vage man sich ausdrückt, desto weniger Interpretationsspielraum gibt es. Das gilt auch anders rum. Nachfragen, um ein klareres Bild vom Gegenüber zu erhalten. Also z. B. "Was genau verstehst du unter X?" oder "Was bedeutet es für dich, wenn...?"
      "Auf der Metaebene lässt sich Abstand gewinnen zum Geschehen. [...] Und dabei zeigt sich, dass es andere Perspektiven, andere Erlebensweisen und viel mehr Möglichkeiten für Lösungen gibt, als sich der Mensch in seiner alten kleinen Welt hatte träumen lassen." (Brit Wilczek)
    • Daniel1 wrote:

      Neurotypische Menschen welche miteinander kommunizieren erfassen gegenseitig intuitiv was gemeint ist .
      Schön wäre es, das ist aber eine Legende.

      In Wahrheit besteht Kommunikation überwiegend aus Missverständnissen und Kompromissen. Was meinst du, warum Menschen so oft nachfragen was gemeint ist, oder viele Dinge fünfmal erklären? Warum über 90 % des Gesprächsinhaltes "Kontakt-Füllstoff" ist?

      Kommunikation läuft vor allem auf der Beziehungsebene. Ist die Beziehung zueinander labil oder gestört, dann wird es auch die Kommunikation sein.

      Dazu kommen Faktoren wie absichtliches Missverstehen, oder so tun als ob man versteht. Auch zeitverzögertes Verstehen. Das ist alles nicht-linear und instabil. Also schlicht analog-lebendig. Dazu kommen sozio-kulturelle und Gender-Faktoren.

      Wünschenswert wäre (für dich/uns) vermutlich eine Art digitaler Informationsübertragung? O oder 1. Information ohne Emotion? (Zumindest wenn es schnell gehen muss oder wenn etwas sehr wichtig ist.) Oder wenn zur anderen Person keine Beziehungsebene besteht (was so ganz fast nie der Fall ist)


      oneman
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    • Ich kann man aufzählen, was mir hilft:

      - Auf Begegnungen und Gespräche wenn möglich vorbereiten (einen Plan haben)
      - sich klarmachen, was man will und wie man es (im Kontakt) erreichen kann
      - Konzentration auf auf das wesentliche, nicht ablenken lassen.
      - so effektiv wie möglich kommunizieren und handeln
      - im Kontakt mehr spüren, weniger denken
      - lebendige Spontanität zulassen ohne sich zu verlieren
      - jederzeit seine Ziele und sein Verhalten ändern können, wenn es erforderlich ist.
      - Selbstbewusst und offen auftreten, was auch den anderen Menschen öffnen kann, wenn er es zulässt.
      - eine Prise Humor kann nie schaden.
      -dem anderen Menschen im Kontakt Aufmerksamkeit und Wertschätzung mitteilen


      oneman
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    • @Daniel1
      Wegen der Frage nach dem Buch kann ich dazu sagen, ich nutze dazu immer Google. Da gebe das Wort ein und lass Google Kurtz suchen und schon werden mir verschiedene Auswahl Möglichkeiten angezeigt.
      ( Wenn ich erlich sein soll, mache ich das auch immer so wenn ich an meiner "Vampir" Geschichte hier schreibe ) :roll: :d
    • Was ich noch wichtig finde ist, dass man an seiner Körper Wahrnehmung arbeitet, also in Kontakt-Situationen immer gut geerdet ist. Die bewusste Körperwahrnehmung kann Stabilität und Kraft vermitteln, aber auch die körperliche Ausstrahlung verbessern.

      Man ist dann "mehr da", sowohl in der Selbst Wahrnehmung als auch in der Außenwirkung.

      Gut finde ich es auch, wenn man einfach nachfragt, ob der andere einen verstanden hat. Das wirkt auf Sender und Empfänger positiv. Letztlich kann es immer auch passieren, dass der andere nicht verstehen kann oder will. Mir ist das dann schlicht egal. Aber das musste ich auch erst lernen.


      oneman
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    • Daniel1 wrote:

      Kennt ihr Bücher, wo man das passende Wortverstaendnis nachträglich erlernen kann?
      Ähnlich wie Kayt bereits vorschlug, den Duden - aber nicht den einfachen gelben Duden für die Rechtschreibung: es gibt einen grünen Band "Das Bedeutungswörterbuch", in dem der "Gebrauch und die Bedeutung von Wörtern der deutschen Gegenwartssprache" aufgeführt sind. Mein Therapeut hat mir das Buch empfohlen, nachdem wir in den Sitzungen immer wieder aneinander vorbeigeredet hatten. Da ich mich manchmal einer relativ altmodischen und formalistischen Sprache befleißige, kann ich so bei Kollisionen mitunter nachlesen, wie sich die Bedeutung eines Wortes gewandelt hat.

      Ich muß Dich in einem Punkt enttäuschen: mit dem Auswendiglernen des Bedeutungsdudens wird es dir vermutlich nicht gelingen, solche Verständnisprobleme zu beseitigen. Ich habe mich mit Sprache in dieser Form auch schon intensiv auseinandergesetzt mit dem Ziel, natürlichsprachige Texte durch Rechneranlagen verstehen zu lassen. Längeres Literaturstudium zeigte mir, daß dies allgemein ein hoffnungsloser Fall ist, weshalb es wohl auch Initiativen wie "leichte Sprache" gibt. Bei "schlimmer Sprache" muß ein Zuhörer teilweise ständig ein mentales Modell der besprochenen Situation im Kopf mitführen, weil die Bedeutung der gehörten Sätze aus den betreffenden Wörtern nicht eindeutig hervorgeht. Hubert Dreyfus zeigte einen Text, bei dem sämtliche zu dessen Verständnis nötigen Informationen nicht in diesem Text steckten, sondern aus der Alltagserfahrung zum "inneren Modell" hinzugefügt werden müssen, als Beispiel für die Unmöglichkeit künstlicher Intelligenz. Dein Eröffnungsbeitrag las sich für mich so, als ob er in dieselbe Richtung gehen wollte.
    • Kommunikation ist halt zu über 90 % nonverbal und findet gleichzeitig immer auf mehreren Ebenen statt. Die wichtigste ist die Beziehung ebene.

      Um Information gehts bei Kommunikation nur beiläufig.

      Zudem benutzen viele Menschen Sprache auch als Mittel zum Zweck, also taktisch strategisch. Nicht so einfach das alles. Sprache ist aber auch etwas sehr individuelles, denn jeder lernt Sprache zuhaue als kleine Kind in einem intimen persönliche Umfeld. Das ist Teil des innersten Selbst. Keine reine Funktion.

      Oneman
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    • oneman wrote:

      Kommunikation ist halt zu über 90 % nonverbal und findet gleichzeitig immer auf mehreren Ebenen statt. Die wichtigste ist die Beziehung ebene.
      Beim angeblichen Anteil der nonverbalen Kommunikation überbieten sich verschiedene Autoren geradezu inflationär.
      Belastbare Quellen, wie man denn diesen angeblichen Anteil eigentlich ermittelt haben will, habe ich noch nicht gefunden.
      Ich weiß nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll. (Georg Christoph Lichtenberg)
      Veränderungen führen deutlich öfter zu Einsichten, als dass Einsichten zu Veränderungen führen. (Milton H. Erickson)
      Morgen werde ich mich ändern, gestern wollte ich es heute schon. (Christine Busta)
    • Tuvok wrote:

      Belastbare Quellen, wie man denn diesen angeblichen Anteil eigentlich ermittelt haben will, habe ich noch nicht gefunden.
      Psychologie-Studium, Eigen - und Fremd Erfahrung.

      Was ist denn deine Meinung oder Erfahrung?


      oneman
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    • Tuvok wrote:

      Belastbare Quellen, wie man denn diesen angeblichen Anteil eigentlich ermittelt haben will, habe ich noch nicht gefunden.

      oneman wrote:

      Psychologie-Studium, Eigen - und Fremd Erfahrung.
      Was ist denn deine Meinung oder Erfahrung?
      Psychologie-Dozenten sollten eigentlich wissen, dass man Daten, die man in die Welt setzt, durch Studien belegen muss.

      Was mich wirklich interessiert, ist die Frage, wie man solche Prozentsätze überhaupt ermitteln könnte.
      Dazu müsste man ja zunächst mal in der Lage sein, das Ausmaß von Kommunikation irgendwie mit einem Zahlenwert zu erfassen. Wie soll das gehen?

      Wenn ich einen Text schriftlich verfasse, besteht er aus lauter Buchstaben. Wenn ich ihn dann im ASCI-Format abspeichere, ist es vielleicht ein Kilobyte.
      Wenn ich ein schönes Layot und ein paar Bilder hinzufüge und ihn mit einer gängigen Textverabeitung abspeichere, sind es vielleicht 100 Kilobyte.
      Aber ist es deswegen 99% nonverbale Kommunikation?

      Ganz sicher gibt es in der Alltagskommunikation eine Menge nonverbale Anteile. Zu jedem gesprochenen Satz gehört eine Mimik, eine Prosodie und eine Körperhaltung
      Aber wie soll ich diese Informationen im Vergleich zur verbalen Kommunikation bewerten?
      Hinzu kommt, dass bei der nonverbalen Kommunikation sowohl beim Sender als auch beim Empfänger vieles gar nicht bewusst abläuft, so dass man letztlich gar nicht weiß, ob das, was beim Empfänger angekommen ist, wirklich auch so gesendet wurde oder nicht vielleicht doch nur hineininterpretiert wurde.

      Ich habe solche Aussagen über angebliche Prozentsätze der nonverbalen Kommunikation an der Gesamtkommunikation auch schon oft gehört. Mir hat aber noch niemand erklären können, wie er dabei genau die Kommunikation mathematisiert hat, was für die Angabe eines Prozentsatzes aber zwingend Voraussetzung wäre.

      Daher gehe ich davon aus, dass da einfach willkürlich Zahlen in die Welt gesetzt und von anderen nachgeplappert wurden. An so etwas werde ich mich nicht beteiligen und den willkürlichen Zahlen anderer keine ebenso willkürlichen Zahlen meinerseits entgegensetzen.

      Meiner Meinung nach sind nonverbale Kommunikation und verbale Kommunikation nicht mit einem gemeinsamen Maß zu erfassen. Man vergleicht hier gewissermaßen Äpfel mit Birnen (RW).
      Ich weiß nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll. (Georg Christoph Lichtenberg)
      Veränderungen führen deutlich öfter zu Einsichten, als dass Einsichten zu Veränderungen führen. (Milton H. Erickson)
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    • @Tuvok Ein genaues Konzept für diese Studie kann ich noch nicht vorlegen, aber ich denke gerade in grob an einen fiktiven Versuchsaufbau, in dem man digitale Personen mit a) unterschiedlichen Gesichts-/Gefühlsausdrücken den gleichen Satz sprechen lässt, b) unterschiedliche Sätze mit gleichen Gesichts/-Gefühlsausdrücken und die Reaktionen von Rezipienten wertet.

      Das ist aber nichts, wovon ich wirklich etwas gelesen hätte, es war nur meine Assoziation zur Fragestellung der Erhebung.
      "Auf der Metaebene lässt sich Abstand gewinnen zum Geschehen. [...] Und dabei zeigt sich, dass es andere Perspektiven, andere Erlebensweisen und viel mehr Möglichkeiten für Lösungen gibt, als sich der Mensch in seiner alten kleinen Welt hatte träumen lassen." (Brit Wilczek)
    • Kayt wrote:

      Ein genaues Konzept für diese Studie kann ich noch nicht vorlegen, aber ich denke gerade in grob an einen fiktiven Versuchsaufbau, in dem man digitale Personen mit a) unterschiedlichen Gesichts-/Gefühlsausdrücken den gleichen Satz sprechen lässt, b) unterschiedliche Sätze mit gleichen Gesichts/-Gefühlsausdrücken und die Reaktionen von Rezipienten wertet.
      Was ist denn eine "digitale Person"? Eine virtuelle, vom Computer animierte Person oder eine digitale Aufnahme von einer realen Person?

      Und dann hat eine Person beim Sprechen eines einzigen Satzes ja nicht nur einen Gesichtsausdruck, sondern eine zeitliche Entwicklung des Gesichtsausdruck. Und selbst eine Momentaufnahme des Gesichtsausdruckes enthält ganz viele Details, die sich nicht in einem einzigen Wort (z.B. Freude) zusammenfassen lassen. Und zu den ganz vielen Details beim Gesichtsausdruck kommen noch Gesten und Körperbewegungen hinzu. Und die Art und Weise des Sprechens enthält auch eine Fülle von Details: was wird betont, an welcher Stelle wird geatmet, wird laut oder leise gesprochen, ist die Stimme eher hoch oder tief, u.s.w. Auch die Kleidung könnte eine nonverbale Kommunikation enthalten: wenn ich zum Beispiel am Wahlabend eine rote Krawatte trage, kann das bedeuten, dass ich mit einer bestimmten Partei sympathisiere.

      Es steht für mich außer Zweifel, dass neben der verbalen Kommunikation auch ganz viel nonverbale Kommunikation stattfindet und dass es gut ist, diese auch zu beachten.
      Die Frage ist nur, wie ich diese ganzen Informationen aus der nonverbalen Kommunikation zählen und in Beziehung setzen soll zu den Informationen aus der verbalen Kommunikation.
      Und da hätte ich einfach gerne mal gewusst, wie die Leute, die sich dazu berufen fühlen, Prozentsätze in die Welt zu setzen, das eigentlich gezählt haben. Und da ist mein Verdacht: sie haben gar nicht gezählt, sondern willkürlich einen Zahlenwert in den Raum gestellt.
      Ich weiß nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll. (Georg Christoph Lichtenberg)
      Veränderungen führen deutlich öfter zu Einsichten, als dass Einsichten zu Veränderungen führen. (Milton H. Erickson)
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    • Tuvok wrote:

      Und da hätte ich einfach gerne mal gewusst, wie die Leute, die sich dazu berufen fühlen, Prozentsätze in die Welt zu setzen, das eigentlich gezählt haben. Und da ist mein Verdacht: sie haben gar nicht gezählt, sondern willkürlich einen Zahlenwert in den Raum gestellt.
      Ich denke, das könnte in etwa so gelaufen sein:

      Prof. X (das könnte Karl Grammer gewesen sein) macht eine Studie, in der er eine Datingsituation filmt, in der Probanden und ein weiblicher Lockvogel interagieren, wozu die Lockvogel-Dame vorher klare Anweisungen erhalten hat, wie sie sich verhalten soll. Sagen tut sie immer das gleiche.
      Daraus wird geschlossen, dass nicht wichtig ist, was die Lockvogeldame sagt, sondern wie sie guckt, lächelt, sich übers Haar streicht etc.
      Daraus wird gefolgert, dass der größte Teil der Kommunikation beim Kennenlernen von potenziellen Partnern nonverbal abläuft.
      Im Laufe der Jahre und beim immer wieder Zitieren und voneinander Abschreiben wird das ganze verallgemeinert von der ganz konkreten Datingsituation auf Kommunikation allgemein und "der größte Teil" in "über 90 %" übersetzt.

      In etwa so stelle ich mir die Historie dieser "über 90 %"-Aussage vor.

      Ich sehe es wie Du, @Tuvok: Nonverbale Kommunikation ist vorhanden, wichtig, kann entscheidend sein und zu jeder Menge Stress und Problemen führen.
      Aber ich sehe auch die Gefahr, die in dieser Verallgemeinerung beinhaltet ist:
      Menschen bekommen möglicherweise Angst, beim Metzger "200 g Fleischsalat bitte" zu ordern und sehen selbst in simplen Situationen dann Fallen ohne Ende.

      The post was edited 1 time, last by Stefunie ().

    • Tuvok wrote:

      Meiner Meinung nach sind nonverbale Kommunikation und verbale Kommunikation nicht mit einem gemeinsamen Maß zu erfassen. Man vergleicht hier gewissermaßen Äpfel mit Birnen (RW).
      Kommunikation wirkt als Gesamtheit und nur der Folg gibt Recht.

      Aber was ist denn deine konkrete Erfahrung? Sag doch mal.

      oneman
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