Wie reagiert ihr wenn eine Person vor euch weint ?

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    • Ich habe dann das Bedürfnis zu helfen. Wobei ich dazu tendiere, dies eher durch ein Gespräch zu versuchen (wenig erfolgreich), als durch in-den-Arm-nehmen. Bei letzterem fühle ich mich recht unbeholfen und komisch.
    • Ich sehe, dass jemand weint und bin sofort überfordert. Wenn die Person nichts Erklärendes sagt, muss ich gehen und erkläre mein Verhalten im Nachhinein, versuche rational zu helfen und einfach zuzuhören.
      "Du willst doch nur nicht normal sein, damit du dich nicht anstrengen musst."
    • Bei mir ist es so das ich bei sowas immer recht schnell überfordert bin. (Für mich ist eine weinende Person schlimmer als wo ich mir einen Nerv durchgerissen habe.) Meistens schaue ich falls niemand anderes da ist das ich jemanden anderes hole, und mich zurückziehe.
      Wo es einigermaßen geht ist wenn eine Person traurig , aufgelöst usw. ist und jemanden zum Reden über ein Thema braucht. Das kann ich dann wieder recht gut, da ich das Problem komplett Sachlich betrachte, und die Emotionen die mit Übertragen werden ganz ausblende. Bei denen Situation wo ich das bis jetzt hatte, waren die Personen danach recht dankbar, da sie einfach sachlich ohne Verurteilung oder usw. mit mir über das Thema reden konnten. Dies geht aber auch nur, wenn die Person sich an mich wenden. Sonst entferne ich mich von der Person eher, da es zu viel für mich wird.
    • Ich fühle mich völlig überfordert, schweige und denke die ganze Zeit, dass ich mich gerade ganz fürchterlich anstelle. Wenn der zu Tröstende redet, höre ich zu, allerdings ohne jegliche Reaktionen (nicht mal ein eingestreutes "Oh" oder etwas in der Größenordnung).

      Und irgendwann später krieg ich dann manchmal sogar die Rückmeldung, dass das wohl gar nicht so schlecht war. Hm.
      "Das ganze Unglück der Menschen rührt allein daher, dass sie nicht ruhig in einem Zimmer zu bleiben vermögen." ~ Blaise Pascal
      Ich hab mehr Spielwiesenbeiträge als du!
    • Solche Situationen sind extrem unangenehm für mich, wenn es nicht jemand aus meinem engsten Familienkreis ist.

      Mir fallen in dem Moment hilfreiche Antworten ein. Die diese Personen aber nicht hören wollen.
      Da ich Körperlichkeit nicht mag, ist einfach mal in den Arm nehmen und mit belanglosen Phrasen trösten für mich nicht möglich.
    • Trost spenden mit hohlen, sozial kompatiblen Floskeln, mitheulen oder in den Arm nehmen. Alles schwierig..
      Zum Beispiel der Nachbarin wegen ihrer verstorbenen Tochter kondolieren war für mich eine Herausforderung.
      Man muss die Schuld auch mal bei den Anderen suchen
    • Src2K wrote:

      Ich habe dann das Bedürfnis zu helfen. Wobei ich dazu tendiere, dies eher durch ein Gespräch zu versuchen (wenig erfolgreich), als durch in-den-Arm-nehmen. Bei letzterem fühle ich mich recht unbeholfen und komisch.

      Randomaspie wrote:

      Da ich Körperlichkeit nicht mag, ist einfach mal in den Arm nehmen und mit belanglosen Phrasen trösten für mich nicht möglich.
      So ist bei mir auch. Ich möchte gerne helfen, brauche dafür aber Informationen. Ich frage also nach und höre zu. In den Arm nehmen geht nur bei meinem Sohn und bei meiner Frau. Konventionelle Floskeln fallen mir schwer.
      "Lebe im Verborgenen!"
      (Epikur)
    • Ich kann nicht trösten. Ich will es aber auch garnicht. Die weinende Person hat doch gerade ein begründetes Gefühl (gehe ich mal von aus). Welches Recht habe ich denn, in das Gefühlsleben anderer Menschen auf diese Weise einzugreifen. Manchmal fühlt sich Weinen eben auch befreiend an, weil Wut oder Trauer raus kann. Aber in den Köpfen der Menschen herrscht so eine merkwürdige Vorstellung, dass negative Gefühle und das Zeigen dieser ein Mangelzustand sind. Dabei gehört Trauer/Wut genauso zum Leben wie Freude. Das darf man doch einfach Mal anerkennen und so sein lassen.

      Ich frage die Person, ob sie konkrete Unterstützung oder Raum für sich benötigt. Ansonsten lasse ich die Menschen einfach in Ruhe.
      Ich schreibe in der Regel vom mobilen Endgerät aus - merkwürdige Wortkonstrukte sind ggf. der Autokorrektur geschuldet
    • Meine Erfahrung ist, dass man am besten tröstet, wenn man einfach da ist und die Traurigkeit der anderen Person aushält bzw. mit traurig ist. Oft hatte ich die Situation aber nicht, meistens bin ich die, die weint :nerved:
      Ich finde aber die Frage von @Pechblende wichtig zur Beantwortung der Frage - und auch der Grund des Weinens ist nicht unerheblich. Es ist ein Unterschied, ob meine Oma weint, weil mein Opa, ihr Ehemann, gestorben ist, oder ob mein kleiner Neffe weint, weil ihm das Eis runter gefallen ist. Im ersten Fall bin ich vollkommen hilflos, im zweiten kann ich durchaus versuchen, zu trösten und auch etwas tun (neues Eis kaufen).
    • Also wenn eine Person weint kommt es in erster Linie darauf an, wie stehen wir zu einander, können wir uns nicht leiden, dann ignoriere ich das Weinen.
      Ist mir die Person fremd, versuche ich sie durch freundliches zureden etwas zu trösten , mehr geht ja leider nicht da ich ja nicht's über diese Person weiß.
      Sind wir jedoch gute Bekannte, Freunde, so würde ich sie zunächst erst einmal in den Arm nehmen und dabei gut zureden. Dann können wir ja darüber reden was mein Freund / Bekannten so trauriges wider fahren ist, und eventuell Lösungen vorschlagen.

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