Was macht ihr mit der Wut

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    • TickleDrake wrote:

      Ich glaube was @oneman mit Diskriminierung meint ist noch etwas umfassender und vielleicht auch abstrakter als es hier bisher aufgefasst wurde, zumindest ist das mein Eindruck. Dass sich kaum jemand mit der genannten Wut identifizieren kann, verwundert mich gerade sehr.

      Aber vielleicht gilt das dann für Autisten, die das Glück hatten in sehr privilegierten Familienverhältnissen aufzuwachsen, sowohl emotional als auch materiell, und daher nicht diese Wut kennen da sie vielleicht besser "geschützt" oder abgekapselt waren von den alltäglichen, fast schon selbstverständlich erfolgenden Diskriminierungen (wenn auch oft auch im "kleinen", aber das hat ja meistens noch schwerere seelische Folgen) durch die neurotypische Dominanzgesellschaft? Die einem ja erst richtig bewusst wird wenn man im erwachsenen Alter erfährt/erkennt/vermutet, Autist zu sein und man dann erst die ganzen negativen Erlebnisse einordnen kann... vielleicht wäre das dann ein weiterer Faktor: Späte Diagnose im Erwachsenenalter, um diese Wut empfinden zu können.

      Zumindest kann ich mir die bisherigen Reaktionen grad nicht anders erklären, aber ich verfolge gespannt was noch so für Beiträge zu dem Thema folgen werden.
      Das mit diesem "privilegiert" nervt mich. Das ist mittlerweile ein Modeargument in einer Diskussion geworden, mit dem man dem anderen den Boden der Diskussionsebene wegnimmt. Wenn jemand nicht so reagiert, wie du das erwartest, dann muss er natürlich privilegiert gewesen sein und kann xyz nicht nachempfinden?

      Ich hatte tatsächlich das Gegenteil einer privilegierten Kindheit und ich habe viel Kraft investiert, meine Traumata zu verarbeiten. Und zu "Späte Diagnose im Erwachsenenalter, um diese Wut empfinden zu können." Nun ich bin spätdiagnostiziert und wurde auch direkt diskriminiert und zwar so, dass es mir - hätte ich mich nicht gewehrt - ernsthafte finanzielle und persönliche Verluste eingebracht hätte.

      Aber ich hatte keine Wut, sondern ich war ob der "Un-Logik" erstaunt, irritiert. Die Konsequenzen für mich beunruhigten mich. Also habe ich gehandelt, in dem ich einfach mit der Person gesprochen habe.

      Ich fände es gut, wenn du nicht direkt, nur weil jemand anderes eben anders reagiert als du es erwartest, ihm sein Leid ("Autisten, die das Glück hatten in sehr privilegierten Familienverhältnissen aufzuwachsen, sowohl emotional als auch materiell, und daher nicht diese Wut kennen da sie vielleicht besser "geschützt".) absprichst. Autismus sollte kein Wettbewerb sein, wer das meiste Leid zu tragen hatte. Und selbst wenn jemand eine "finanziell privilegierte Kindheit" hatte - vorher glaubst du, beurteilen zu können, welches Leid er hatte..

      Wie sagt der Kölner? Jeder Jeck ist anders.

      The post was edited 1 time, last by Shino Me ().

    • Ich bin erstaunt wie sehr das was ich geschrieben habe hier manche Leute zu triggern scheint. Das war absolut nicht meine Absicht.

      Ich habe in meinem Beitrag niemanden direkt angesprochen oder irgendjemandem was unterstellt, deshalb finde ich die Reaktionen gerade wenig nachvollziehbar und unverhältnismäßig.

      Ich habe eine Vermutung, eine Betrachtungsweise in den Raum gestellt. Mehr nicht. Wer genau gelesen hätte, dem wäre aufgefallen dass ich meine Sichtweise direkt damit relativiert habe, dass ich grad keine andere Erklärung für mich finde und gespannt auf weitere Antworten zu dem Thema bin.
    • TickleDrake wrote:

      Ich bin erstaunt wie sehr das was ich geschrieben habe hier manche Leute zu triggern scheint. Das war absolut nicht meine Absicht.

      Ich habe in meinem Beitrag niemanden direkt angesprochen oder irgendjemandem was unterstellt, deshalb finde ich die Reaktionen gerade wenig nachvollziehbar und unverhältnismäßig.

      Ich habe eine Vermutung, eine Betrachtungsweise in den Raum gestellt. Mehr nicht. Wer genau gelesen hätte, dem wäre aufgefallen dass ich meine Sichtweise direkt damit relativiert habe, dass ich grad keine andere Erklärung für mich finde und gespannt auf weitere Antworten zu dem Thema bin.
      privilegiert..triggern... schöne neue Sprachwelt.

      Du hast etwas in einem Board geschrieben und Menschen haben geantwortet - so wie üblich. Du nennst es "Vermutung, eine Betrachtungsweise".
      Einige Menschen haben eine andere Betrachtungsweise und haben diese erläutert. Genau so funktioniert ein Board. Was möchtest du denn? Dass nur Menschen dir antworten, wenn sie dir zustimmen und die anderen schweigen?

      Sollte ein Board nicht genau das Gegenteil sein? Ein Ort, an dem Menschen sich austauschen und miteinander diskutieren? Das ist hier kein Triggern, das ist eine Diskussion.

      Menschen sagen ihre Meinung und andere antworten und daraus ergeben sich Synergien.

      Dafür bin ich sehr dankbar. Ich habe hier schon sehr viel guten Input bekommen und neue Sichtweisen kennengelernt. Mir ist widersprochen worden, der ein oder andere hat meine Meinung widerlegt - und das ist gut so. So wachsen wir am Wissen der anderen. Löse dich mal von diesem trigger-Zeugs und genieße, dass du hier so viele und vielfältige Meinungen bekommst. Ich zumindest bin froh, dass hier so viel Sichtweisen zusammen kommen.
    • @Shino Me Leg mir gern immer mehr Dinge in den Mund die ich nicht geschrieben habe, sehr reifer und erwachsener Diskussionsstil ;)

      Ich glaube zu sagen dass man eine andere Sichtweise hat bzw. die Meinung von jemandem nicht teilt ist etwas anderes als jemandem Böswilligkeit zu unterstellen, oder nicht? Aber keine Ahnung, vielleicht täusche ich mich ja ;)
    • TickleDrake wrote:

      deshalb finde ich die Reaktionen gerade wenig nachvollziehbar und unverhältnismäßig
      Du verallgemeinerst "wer keine Wut kennt, muss privilegiert aufgewachsen sein" und die Reaktionen darauf nennst du dann unverhältnismäßig.

      Unverhältnismäßig inwiefern? Hat dich irgendwer persönlich angegriffen?

      Es passt dir eher nicht, wie oder dass dir widersprochen wird. So what, that's life.
      Glaub nicht alles, was du denkst.
    • kim wrote:

      Du verallgemeinerst "wer keine Wut kennt, muss privilegiert aufgewachsen sein" und die Reaktionen darauf nennst du dann unverhältnismäßig.
      Unverhältnismäßig inwiefern? Hat dich irgendwer persönlich angegriffen?

      Es passt dir eher nicht, wie oder dass dir widersprochen wird. So what, that's life.

      Oh je... Aber nun gut, wenn du mich bewusst missverstehen möchtest, ist das nun mal eben so :)
    • TickleDrake wrote:

      @Shino Me Leg mir gern immer mehr Dinge in den Mund die ich nicht geschrieben habe, sehr reifer und erwachsener Diskussionsstil ;)

      Ich glaube zu sagen dass man eine andere Sichtweise hat bzw. die Meinung von jemandem nicht teilt ist etwas anderes als jemandem Böswilligkeit zu unterstellen, oder nicht? Aber keine Ahnung, vielleicht täusche ich mich ja ;)
      Bitte betrachte deine Antwort nochmals in Ruhe an.
      Schau einmal, was du mir im ersten Satz sagst: erstens unterstellst du mir, dass ich dir Dinge in den Mund lege. Statt einfach zu sehen, dass wir anderer Meinung sind. Dann kommt ein polemisches "sehr reifer und erwachsener Diskussionsstil", mit dem du mir ja das Gegenteil unterstellen willst.

      Dann kommt ein zweiter Satz, in dem du davon ausgehst, dass ich dir Böswilligkeit unterstelle. Du fühlst dich angegriffen in deiner Person und denkst, dass Menschen, die einfach mit dir diskutieren möchten, dir etwas wollen. Das finde ich sehr bedauerlich. Warum empfindest du die Notwendigkeit, einer Person, die nicht deiner Meinung ist, zu "verkleinern"? Ihr Unlauteres zu unterstellen? Das ist doch hier im Board nicht nötig - wir wollen miteinander sprechen.

      Wenn du deinen Post liest, dann siehst du da ernsthafte Vorwürfe gegen mich, dich ich - ohne Wut, um zum Thema des Thread zurückzukommen - gerne besprechen möchte. Du hast übrigens bei anderen auch so reagiert. @kim als BSP.

      Es erscheint mir, dass da Ängste hinter stecken, nicht ernst genommen oder verletzt zu werden. Ich nehme dich und deine Einlassungen ernst. Aber ich bin anderer Meinung und da wir hier zusammengekommen sind, um miteinander zu sprechen, sollten wir das auf Augenhöhe tun. Dazu gehört, dass wir auf das eingehen, was der andere sagt und nicht polemisch reagieren und dem anderen sofort "unlautere" Absichten unterstellen. Jeder sollte das Recht haben, seine Meinung zu vertreten und ernst in seinen Argumenten genommen werden. Lass doch dieses persönlich werden weg. Lass uns auf der Sachebene bleiben.

      Bitte lass uns doch mal gemeinsam dem Weg der Argumente folgen: Gerne kannst du mich auch per PM anschreiben und wir diskutieren das ganze Sachthema auf Augenhöhe aus. Es ist mir gerade etwas unangenehm, dass wir hier im Thread uns vom Thema entfernen.
    • @Shino Me Meinst du ernsthaft, dass es hilfreich ist, das was ich schreibe so zu psychologisieren und meine Gefühlslage dahinter zu analysieren? Merkst du gar nicht wie übergriffig das eigentlich ist?

      Shino Me wrote:

      Dann kommt ein zweiter Satz, in dem du davon ausgehst, dass ich dir Böswilligkeit unterstelle. Du fühlst dich angegriffen in deiner Person und denkst, dass Menschen, die einfach mit dir diskutieren möchten, dir etwas wollen. Das finde ich sehr bedauerlich.
      Und gerade so eine Formulierung hat schon was sehr manipulatives. Ohne dir das als Absicht zu unterstellen, denn ich kenne dich nicht, ich spiegel dir nur wie deine Kommunikationsweise rüberkommt.

      Du hattest in diesem Post geschrieben, dass ich hier wem sein Leid absprechen würde, obwohl ich das gar nicht getan habe. Das hat meiner Ansicht nach nichts damit zu tun einfach nur anderer Meinung zu sein, sondern du unterstellst mir damit eine böswillige Absicht - oder findest du, dass jemandem sein Leid abzusprechen nichts böswilliges ist? - Jedenfalls: Solche Unterstellungen sind in Diskussionen oft ein Mittel der Diffamierung, und sowas finde ich schlicht unreif. Aber genauso wie du es ja schon an mich gerichtet hast: Akzeptiere doch einfach dass das meine Sichtweise ist, wo ist das Problem?

      Ansonsten kann ich nur sagen: Du schreibst dass du sachlich auf Augenhöhe diskutieren möchtest, aber tust dies selbst die ganze Zeit nicht. So eine Art zu diskutieren finde ich sehr destruktiv und darüberhinaus auch ziemlich unsympathisch. Daher kann ich dein Angebot, dir per PM zu schreiben, leider nur dankend ablehnen.
    • kim wrote:

      Du verallgemeinerst "wer keine Wut kennt, muss privilegiert aufgewachsen sein" und die Reaktionen darauf nennst du dann unverhältnismäßig.
      Nein. Das hat @TickleDrake nicht gemacht.

      Bei solchen Missverständnissen entsteht bei mir auch Wut.
      Sogar bei Beiträgen von @kim, die meiner Erfahrung nach gar nix Boshaftes an sich hat.

      Inzwischen weiß ich auch - leider-, dass dieses Erklären nicht viel bringt. Am besten ist tatsächlich - meiner Meinung nach - der Moderatorin-Vorschlag, ab jetzt strikt wieder zum Thema zurückzukehren.
      Das heißt in diesem Fall, dass man manchmal unnütze Debatten einfach abbricht. Auch wenn es dann erst recht Geschrei gibt.

      Eine Sozialtrainerin hat mal gesagt, dass man ja nicht jeden ollen, stinkenden Schuh, den man hin gehalten bekommt, annehmen muss.
      Das war bildlich gesprochen und gemeint war, dass man nicht auf jede Provokation eingehen muss.
      Macht ist das Spielzeug der Reichen, das sie mit niemandem teilen (Muriel Barbery, "Die Eleganz des Igels")
    • Es macht dich wütend, dass ein paar TickleDrakes Aussage als Verallgemeinerung auffassen? Und du das nicht so siehst? Die Reaktion finde ich hingegen krass. Ich würde sagen agree to disagree, diese Diskussion scheint ohnehin zu nichts zu führen. Ich hatte schon abgebrochen.

      Übrigens habe ich manchmal das Bedürfnis offensichtlichen Blödsinn nicht unkommentiert zu lassen. Aber nur ganz manchmal.
      Glaub nicht alles, was du denkst.

      The post was edited 2 times, last by kim ().

    • @kim Was "offensichtlicher Blödsinn" ist, ist denke ich auch immer eine Sache der Betrachtung. So wie von dir formuliert klingt es als sei es eine objektive Kategorie und ist zudem sehr abwertend. Weiß nicht ob sowas unbedingt sein muss im zwischenmenschlichen Umgang.

      Andererseits kann man so natürlich auch gut Distanz wahren zu seiner eigenen Wut, indem man im Vorhinein bestimmten Dingen abwertend gegenüber steht. Ob das langfristig so gesund ist, ist eine andere Frage.
    • @Gerit, vermutlich würde ich noch noch bei 1004 da stehen ohne das was passiert, aber der Reim ist echt gut.

      Ich erkenne Wut wenn sich z.b. zwei Streiten und sich sehr unfreundlich anschreien. Dann verlasse ich den Raum bis sich die Beteiligten beruhigt haben. Auslöser ist in diesen Fällen das Schreien.
      Richtet sich Wut und Aggression gegen Kinder, Wehrlose und Tiere, dann greife ich ein und das ohne vorher nachzudenken. Ein Affekt.
      (Da die Frage“ was macht ihr mit der Wut“ nicht weiter spezifiziert ist, also meine Wut oder die von Anderen)

      Ich habe gestern noch meinen Kumpel gefragt der dann meinte dass wenn man sich mit dem Hammer auf die Finger haut auch wütend sein kann, oder wenn man einen Unfall hatte entweder auf sich selbst oder den Verursacher. Auch wenn man unvorbereitet allein gelassen wird, jemand unpünktlich ist, Absprachen nicht einhält.

      Unpünktlichkeit ist für mich Chaos, macht mich im schlimmsten Fall immobil. Alles andere fällt unter die Aussage die ich noch immer nicht begreife: das ist menschlich. Diese Aussage ist irrational und für mich noch immer eine Ausrede um etwas zu verharmlosen.
      Es gibt Menschen die schon wütend werden wenn man sie nur anspricht. Somit ist Wut destruktiv.

      @Shino Me ich benutze -Triggern- wenn es etwas auslöst was ich eventuell nicht mehr beenden kann, oder Zeit braucht um wieder klar zu werden. Ich habe die Folgen eines Attentats erlebt als Ersthelfer. Es gibt Gerüche die mich noch heute in Schockstarre versetzen können, auch Geräusche, ich arbeite daran.
      Es gibt auch Filmszenen die so etwas auslösen können. Ich nutze meinen Fernseher nur für Dokus und Nachrichten. Inzwischen erweitere ich das was ich mir ansehe, so auch Filme Autismus. Ja und da kann es tatsächlich passieren das eine Fehlreaktion ausgelöst werden kann. Folglich bin ich noch nicht „fertig“ mit vielen Vorkommnissen. Über ein anderes Wort dafür würde ich mich freuen, aber auch die Ärzte verstehen eher was ich meine wenn ich dieses Wort benutze.
      Der Mensch soll lernen, nur die Ochsen büffeln.
      (Erich Kästner)
    • TickleDrake wrote:

      Dass sich kaum jemand mit der genannten Wut identifizieren kann, verwundert mich gerade sehr.

      Aber vielleicht gilt das dann für Autisten, die das Glück hatten in sehr privilegierten Familienverhältnissen aufzuwachsen, sowohl emotional als auch materiell, und daher nicht diese Wut kennen da sie vielleicht besser "geschützt" oder abgekapselt waren von den alltäglichen, fast schon selbstverständlich erfolgenden Diskriminierungen (wenn auch oft auch im "kleinen", aber das hat ja meistens noch schwerere seelische Folgen) durch die neurotypische Dominanzgesellschaft?
      Ja, dieses Annahme halte ich so für Blödsinn, weil auch jemand, der in privilegierten Verhältnissen aufgewachsen ist, viel mit Wut zu tun haben kann, einfach weil es seinem Temperament entspricht. Und Autisten, die nicht privilegiert aufgewachsen sind, haben nicht häufiger ein Wutproblem. Ich denke da besteht kein kausaler Zusammenhang.
      Glaub nicht alles, was du denkst.
    • kim wrote:

      Ich denke da besteht kein kausaler Zusammenhang.
      Erfreulicherweise hat das auch niemand behauptet.

      ----

      Ich betrachte meine eigene Wut als Ausdruck völliger Hilflosigkeit in unvorhergesehenen Konfliktsituationen. Ohne angemessene andere Handlungsmöglichkeit (z.B. weil ich sprachlos bin, perplex, orientierungslos,....).

      Erster Schritt hinaus ist das Erkennen und Benennen des Zustands hilfloser Wut.
      Dann, wie oben schon geschrieben, versuche ich eine "Umwandlung" in Energie für andere Aktionen (außer in Tränen auszubrechen).
      Macht ist das Spielzeug der Reichen, das sie mit niemandem teilen (Muriel Barbery, "Die Eleganz des Igels")
    • @Cordelia, ich frage nun doch nach. Du schreibst das du Baumstümpfe vertrimmst. Das hat schon mal etwas gedauert um das auf die Reihe zu bekommen, doch somit verstärkt sich auch mein Gedanke das du dir Schmerzen zufügst, wohl nicht unerhebliche. Hast du nicht jemanden der sich freuen würde wenn du Brennholz hacken würdest?
      Der Mensch soll lernen, nur die Ochsen büffeln.
      (Erich Kästner)
    • TickleDrake wrote:

      Aber vielleicht gilt das dann für Autisten, die das Glück hatten in sehr privilegierten Familienverhältnissen aufzuwachsen, sowohl emotional als auch materiell, und daher nicht diese Wut kennen da sie vielleicht besser "geschützt" oder abgekapselt waren von den alltäglichen, fast schon selbstverständlich erfolgenden Diskriminierungen (....)
      TickleDrake schreibt etwas von Autisten, die das Glück hatten, in materiell und emotional bevorzugten Familienverhältnissen aufzuwachsen. - (Nur diese imaginäre Truppe war gemeint) -
      Diese Verhältnisse könnten nützlich sein beim Ausblenden oder beim Schutz vor den alltäglichen Diskriminierungen.
      Das wäre möglicherweise eine Erklärung dafür, weshalb manche Aspies gar nicht erst diese extremen Wutgefühle kennenlernen (müssen).

      Und dann kam noch

      TickleDrake wrote:

      Zumindest kann ich mir die bisherigen Reaktionen grad nicht anders erklären, aber ich verfolge gespannt was noch so für Beiträge zu dem Thema folgen werden.
      - was eine ich-bezogene Aussage ist, die deutlich als solche gekennzeichnet wurde. Also genau das Gegenteil einer Verallgemeinerung oder Pauschalisierung. Und auch nicht beleidigend oder provokativ im Tonfall.

      Und dann kam das hier:

      kim wrote:

      Mich stören immer diese Verallgemeinerungen. Autisten müssten so und so sein, weil... Nein, wir sind nicht alle gleich.
      ...was auch niemand bestritten hatte.

      Es war lediglich ein gedankliches Weiterspinnen des ursprünglichen Frage-Fadens bei TickleDrake erkennbar.
      Leider ging danach das Hickhack los, wer was wie gemeint haben könnte und doch nicht sollte.

      Das hier :

      kim wrote:

      Du verallgemeinerst "wer keine Wut kennt, muss privilegiert aufgewachsen sein" und die Reaktionen darauf nennst du dann unverhältnismäßig.

      wurde jedenfalls so nie behauptet. Es wurde gerade nicht verallgemeinernd geschrieben, sondern als eines von mehreren Erklärmodellen vorgestellt.

      Die dann folgenden Über- Interpretationen sind möglicherweise unverhältnismaßig, aber das möchte ich jetzt nicht bewerten.
      Macht ist das Spielzeug der Reichen, das sie mit niemandem teilen (Muriel Barbery, "Die Eleganz des Igels")

      The post was edited 3 times, last by Capricorn ().