Berufspsychologischer Dienst

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    • Berufspsychologischer Dienst

      Ich glaube nicht dass ich hier jetzt großartig Hilfe brauche aber ich mach trotzdem mal nen Thread auf um meine Verwunderung loszuwerden und vielleicht andere Erfahrungen zu hören.

      Eigentlich hatte ich dem Jobcenter ja mündlich zugesagt einen Termin beim berufspsychologischen Dienst mitzumachen obwohl sich mir der Sinn nicht wirklich erschließt, weil ich dachte lässt du dich halt mal ne Stunde ausfragen und dann ist gut, hab genug Fachkompetenz dass das kein Problem sein wird und wenn die dafür vielleicht kooperativer sind wenn ich mal deren Unterstützung brauche mach halt. Jetzt habe ich aber einen Brief zur Terminbestätigung bekommen in dem steht dass das Ganze voraussichtlich 5 Stunden dauert und in ner anderen Stadt ist, sprich ich mir einen kompletten Arbeitstag dafür freinehmen muss und Fahrtkosten und Stress habe. Ich finde das ehrlich gesagt einen ziemlich großen Aufwand dafür dass man mir nicht einmal wirklich erklären konnte was für einen Sinn die ganze Aktion hat und ob ich mir dadurch überhaupt als Ergebnis irgendeine Unterstützung erhoffen kann.

      Sie hatte mir als Beispiel für den Sinn einer solchen Begutachtung eine Person mit Förderschulabschluss genannt die gerne Tischler lernen wollte und dafür Unterstützung brauchte wo dann aber rauskam dass sie vermutlich den berufsschulischen Teil nicht schaffen wird. Das hat mir als Erklärung nur nicht wirklich weitergeholfen da meine Situation eine völlig andere ist. Zum einen habe ich eine gute FH-Reife, hab den gleichen Bereich in dem die Ausbildung stattfinden soll studiert, wenn auch nicht zu Ende und habe positive Arbeitszeugnisse in dem Bereich, zum anderen ist mir auch nicht wirklich klar über welche eventuelle finanzielle Unterstützung da überhaupt entschieden werden soll. Ein Tischler wird ja trotz Ausbildungsvergütung noch Unterstützung brauchen aber ich würde wenn ich einen praxisintegrierten Ausbildungsplatz finde im ersten Lehrjahr schon genug bekommen dass ich vom Jobcenter vermutlich eh nichts mehr bekomme und einen schulischen Ausbildungsplatz wo ich drei Jahre gar nichts verdiene würden sie eh nicht unterstützen egal was bei irgendeinem Eignungstest rauskommt, weil laut denen "Ausbildung Privatsache ist". Ich meine ich kann schon verstehen dass das für die nicht in Frage kommt mich drei Jahre einfach durchzufüttern, ich fand das aber schon irgendwie lustig ne Ausbildung als Privatsache abzuhaken mit der ein Jobcenter nichts zu tun hat, würde ja schon helfen wenn ich nicht den kompletten Teil durch einen Kredit abdecken müsste sondern die mir weiterhin zumindest nen Bruchteil vom ALG2 zahlen.

      Ich möchte jetzt nicht faul wirken und weiß auch ehrlich gesagt nicht wirklich was ich von diesem Thread möchte außer ein wenig Frust abzulassen aber ich bin gerade etwas genervt davon was für ein großer Aufwand da von mir erwartet wird ohne irgendeine wirkliche Erklärung was ich da überhaupt machen soll, denn ich kann mir etwas schwer vorstellen was da 5 Stunden in Anspruch nehmen könnte und nicht im örtlichen Jobcenter durchgeführt werden kann und ohne dass mir irgendein potentieller Nutzen dieser Aktion, weder fürs Jobcenter noch für mich genannt werden kann.
    • Ich verstehe gerade deine Situation nicht.

      Also ich lese daraus, dass du dir eigentlich eh nichts vom Jobcenter erwartest. - Warum hast du dann zu denen überhaupt Kontakt?

      Sisyphus wrote:

      ich würde wenn ich einen praxisintegrierten Ausbildungsplatz finde im ersten Lehrjahr schon genug bekommen dass ich vom Jobcenter vermutlich eh nichts mehr bekomme

      Sisyphus wrote:

      würde ja schon helfen wenn ich nicht den kompletten Teil durch einen Kredit abdecken müsste sondern die mir weiterhin zumindest nen Bruchteil vom ALG2 zahlen
      Wenn du unter ALG2 liegst müsstest du m.W. die Differenz erhalten, wenn die sich entscheiden deine Ausbildung zu fördern. Allerdings sei angemerkt, dass ich mich mit den aktuellen Regelungen nicht ganz so gut auskenne.

      Betreffs Fahrtkosten: Frag doch mal nach, ob sie dir die ersetzen. Meist kriegt man die ja wieder.

      Edit:
      Vor dem Hintergrund

      Sisyphus wrote:

      Ich glaube nicht dass ich hier jetzt großartig Hilfe brauche aber ich mach trotzdem mal nen Thread auf um meine Verwunderung loszuwerden und vielleicht andere Erfahrungen zu hören.
      passt mein Fragen vielleicht nicht so gut. Dann überlese es einfach. Sorry.
      Surprised by the joy of life.

      The post was edited 1 time, last by Surprised ().

    • Ich bekomme jetzt gerade Geld vom Jobcenter, ich erwarte bloß nichts mehr von ihnen sobald ich die Ausbildung antrete. Im ersten Fall weil ich dann sowieso wahrscheinlich genug verdiene dass ich sie nicht brauche und im zweiten Fall weil ich dann sowieso nichts bekomme und mich während der Zeit ohne ALG2 selbst finanzieren muss was nur über einen Kredit gehen würde, ich habe während ner überwiegend schulischen Ausbildung grundsätzlich keinen Anspruch auf ALG2 auch wenn ich keine andere Möglichkeit habe mich währenddessen zu finanzieren ohne Schulden aufzunehmen. Insofern ist mir unklar über was da überhaupt mit einem Gutachten entschieden werden soll wenn eine Förderung in beiden Szenarien unabhängig davon wie das Gutachten aussieht eigentlich nicht in Frage kommt.


      Surprised wrote:

      Vor dem Hintergrund
      passt mein Fragen vielleicht nicht so gut. Dann überlese es einfach. Sorry.
      Ist vielleicht auch ein unnötiger Thread und weiß nicht ob sowas hier eher nicht gewollt ist. Ging mir jetzt tatsächlich weniger um konkrete Hilfe als dass mich die Situation gerade ein wenig frustet und ich das loswerden musste weil ich eigentlich gerade auch noch genug anderen Kram im Kopf habe, meine ganze Situation etwas unsicher ist und jetzt gerade erfahren habe dass etwas dessen Sinn ich nicht verstehe noch einmal so einen Aufwand in Anspruch nimmt. Bin froh wieder nen Arbeitsalltag zu haben und das hinzukriegen und recht zufrieden zu sein aber ich hasse es neben arbeiten und Bewerbungen schreiben immer noch behördlichen Kram im Kopf haben zu müssen, ich kann mich schlecht auf meinen Alltag einlassen wenn ich dauernd das Gefühl habe noch irgendwas im Hinterkopf haben zu müssen. Ich verstehe nicht wie andere Menschen das so leicht schaffen sich um hundert Dinge zu kümmern die nicht direkt etwas miteinander zu tun haben ohne permanent nervös zu sein.

      The post was edited 1 time, last by Sisyphus ().

    • Hm, mir wurde gesagt, das der Berufspsychologische Dienst eine Ergänzung zu den Gesprächen mit dem Arbeitsvermittler sein soll, und zwar an den Stellen, wo für eine erfolgreiche Unterstützung bei der Arbeitssuche auch psychologische Aspekte berücksichtigt werden müssen. Der konkrete Inhalte würde dann in Abhängigkeit von der individuellen Problemstellung festgelegt. In meinem Fall musste mein Vermittler schon bei der Auftragsauslösung an den Berufspsychologischen Dienst ein konkrete Fragestellung angeben, die wir vorher im Vermittlungsgespräch gemeinsam formuliert hatten. In Anspruch genommen hab ich es letztendlich nicht, weil ich einen Job fand bevor ich dort einen Termin bekam, sodass ich nichts zum tatsächlichen Ablauf sagen kann.
      Allerdings war ich der AfA und dort einer Vermittlungsgruppe speziell für Leute mit Integrationsbedarf zugeordet (wohl wegen meinem laufenden Antrag auf Gleichstellung), möglicherweise handhaben die das anders als das Jobcenter. Die Teilnahme wäre bei mir jedenfalls auf freiwilliger Basis gewesen und wäre als Fördermaßnahme im Rahmen meines persönlichen Vermittlungsbudgets gelaufen. Mir wurde auch gesagt, dass zunächst bis zu 3 Beratungstermine bewilligt werden, die dann wohl jeweils 1-2h gehen. Vielleicht wurde das bei dir zu einem Termin zusammengefasst, eben weil es in einer anderen Stadt ist? Die Fahrtkosten sollte eigentlich auch das Jobcenter übernehmen (zumindest die AfA macht das bei Teilnahme an Fördermaßnahmen und auch ohne jegliche Bedüftigkeitsprüfung), eventuell musst du das nur nochmal explizit beantragen.
      Du schreibst, dass du dir einen Arbeitstag freinehmen müßtest. Heißt das, du arbeitest an dem Tag? Weil dann kannst du den Termin ja genau mit dieser Begründung ohne jegliche negative Folgen absagen.
    • Aldana wrote:

      Du schreibst, dass du dir einen Arbeitstag freinehmen müßtest. Heißt das, du arbeitest an dem Tag? Weil dann kannst du den Termin ja genau mit dieser Begründung ohne jegliche negative Folgen absagen.
      Ja, ich arbeite aber wenn ich nicht gerade Urlaub habe Mo-Fr jeden Tag und die Anfahrt dauert etwas länger da ich keinen Führerschein habe, Termin verschieben wäre da nicht sinnvoll weil ich mir bei 5 Stunden in einer anderen Stadt eigentlich immer freinehmen müsste.

      @Shino Me Danke, das ist hilfreich. Wobei da davon ausgegangen wird dass der Sinn des Termins vorher schon besprochen wurde was nicht so wirklich der Fall war, das werde ich dann aber so wies sich liest ja auch da ansprechen können. Test soll auch enthalten sein kann mir das nur so ein wenig schwer vorstellen was man da 5 Stunden testet aber Beispielaufgaben sind schon hilfreich, wobei die jetzt nicht wirklich was mit dem angestrebten Beruf zu tun haben sondern eher allgemein auf logisches Denken abzuzielen scheinen.
    • Sisyphus wrote:

      Termin verschieben wäre da nicht sinnvoll weil ich mir bei 5 Stunden in einer anderen Stadt eigentlich immer freinehmen müsste.
      Na dann sag komplett ab, mit der Begründung, dass du arbeitsbedingt eine ganztägige, auswärtige Beratung grundsätzlich nicht wahrnehmen kannst. Wenn du dir eh keine Hilfe davon erhoffst, noch nicht mal einen wirklichen Sinn darin erkennen kannst, sollte das doch kein Problem für dich sein?!

      Die auf der Infoseite zum BPS angesprochenen Test scheinen nichts wirklich anderes als die Selbsttest zur Berufsberatung/-neuorientierung sein, die man im Portal der AfA findet (arbeitsagentur.de/bildung/welc…ung-welches-studium-passt und web.arbeitsagentur.de/sete/testuebersicht/), was nicht weiter verwundert, wenn der BPS anscheinend in den meisten Fällen für genau diese beiden Zwecke in Anspruch genommen wird. Letzteres kann man sich aber absolut schenken, wenn man halbwegs selbstreflektiert ist und seine Stärken und Schwächen kennt. Die Berufsberatungsangebote der AfA sind auf Leute konzipiert, die null Plan von nichts haben.
    • Wie den Jobcenter damals von Asperger Diagnose erzählte und kein Schwerbehinderung Status hatte musste ich auch dorthin. Sowie medizinischer Dienst von der Argentur für Arbeit.

      Ich habe ja Realschulabschluss und vorher eine abgeschlossene Ausbildung zur Köchin. Diesen Beruf kann seit der Diagnose nicht mehr ausüben.

      Mein Gutachten war echt merkwürdig. Keine komplexen Aufgaben sowie eigenverantwortlich und keine Maschinen bedienen. Hätte ich das Gutachten früher bekommen wäre mein Grad der Behinderung warscheinlich höher. Bin danach in der Reha Abteilung gelandet. Wodurch ich in die Maßnahme unterstützte Beschäftigung gekommen bin endlich meine Ausbildung zur Gärtnerin in kooperative Betrieb absolvieren kann. Erst wollte man ins Bildungswerk nach Nürnberg schicken.

      Ja diese Termine sind echt Stress und nervig musste damals Ewigkeiten auf End Gespräch warten.
      Das Do ist der Weg. :prof:
    • Sisyphus wrote:

      Zum einen habe ich eine gute FH-Reife, hab den gleichen Bereich in dem die Ausbildung stattfinden soll studiert,

      Im Zusammenhang mit dem Beispiel das die genannt haben, kommt mir persönlich das eher vor als hat das keinen wirklichen Sinn oder Nutzen. Irgendwelche wenig durchdachten oder unverständlich wirkenden Maßnahmen sind für das Jobcenter ja leider auch keine generelle Seltenheit. Sonst hätte man dir das ja zumindest irgendwie halbwegs für deine Situation passend begründen können, denke ich mir.

      Sisyphus wrote:

      dass das Ganze voraussichtlich 5 Stunden dauert und in ner anderen Stadt ist, sprich ich mir einen kompletten Arbeitstag dafür freinehmen muss und Fahrtkosten und Stress habe.

      Deine Zusage war wohl bevor du das wusstest, dann würde ich das unter den neu erfahrenen Umständen absagen weil du das unter den Umständen nicht kannst. Bzw nicht zumutbar.