Ständige Missverständnisse

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    • Back wrote:

      Kann auch sein, dass ich unwirsch reagierend dem Gegenüber Unverständnis unterstelle.
      Empfehlung:

      Vor der unwirschen Unterstellung erst noch mal relativ neutral nachfragen!
      Macht ist das Spielzeug der Reichen, das sie mit niemandem teilen (Muriel Barbery, "Die Eleganz des Igels")
    • FrankMatz wrote:

      Achtung: Ich bestreite überhaupt nicht, dass Autisten anders kommunizieren als Nichtautisten, nur halte ich die Behauptung, in autistischer Kommunikation spiele nur die Sachebene eine Rolle, nicht für richtig.
      Das sehe ich ebenso: Wenn ich etwas zu jemandem sage, um sachliche Informationen auszutauschen, dann ist das auch ein Appell, eine Selbstoffenbarung und es gibt eine Beziehungsebene. Nur sind viele Menschen (NTs wohl mehr als andere) das nicht gewohnt, und interpretieren es dann auf eine andere Art. Oder gehen von anderen Vorstellungen aus, die halt weit verbreitet sind, aber in dem Fall nicht zutreffen.

      Beispiel: Ich hatte eine bestimmte Radtour an einem bestimmten Tag geplant und einer neuen Bekannten davon erzählt. Die wollte dann mit. Am Tag vorher kam sie dann wiederholt mit Ideen, dass wir doch das Ganze abkürzen könnten oder woanders hinfahren könnten, weil [unterschiedlichste Gründe]. Ich hatte ihr vorher erklärt, warum ich genau an dem Tag genau die Strecke fahren wollte und hab dann in der Diskussion immer wieder wiederholt, dass ich eben diesen Plan an dem Tag auch machen werde. Dass sie nicht mitkommen muss und wir an einem anderen Tag was anderes zusammen machen könnten. Sie antwortete jedes Mal mit "Ja, okay, aber ich will mit." Und kurze Zeit später kam der nächste Änderungsvorschlag.
      Mir war die Radtour wichtig, und ob sie mitkommt - ehrlich gesagt - einfach scheißegal. Das kam bei ihr nicht an. Ich vermute, sie ist so jemand der ganz dringend ständig Gesellschaft braucht und sich deswegen nicht vorstellen konnte, dass es mir tatsächlicher lieber ist, die Radtour alleine zu fahren.

      tip wrote:

      Beide Gesprächspartner müssen bereit sein, zu kommunizieren. Dazu gehört auch Nachfragen und auf Nachfragen geduldig und nicht genervt antworten.
      Ich merke mittlerweile (mit Ende Dreißig), dass es oft Kommunikationsprobleme gibt, weil meine Gesprächspartner von etwas völlig Anderem ausgehen als ich. (Leider oft erst rückblickend.) Ich hab leider noch kein Mittel gefunden, um dem Gegenüber dann klarzumachen, dass das so ist und den Fehler irgendwie zu korrigieren. Manche Sachen scheinen einfach so weit jenseits des Vorstellungsvermögens zu liegen, dass die einfach abgewehrt werden müssen und nicht mal als theoretische Möglichkeit existieren dürfen.
    • Schwarze Katze wrote:



      Ich merke mittlerweile (mit Ende Dreißig), dass es oft Kommunikationsprobleme gibt, weil meine Gesprächspartner von etwas völlig Anderem ausgehen als ich. (Leider oft erst rückblickend.) Ich hab leider noch kein Mittel gefunden, um dem Gegenüber dann klarzumachen, dass das so ist und den Fehler irgendwie zu korrigieren. Manche Sachen scheinen einfach so weit jenseits des Vorstellungsvermögens zu liegen, dass die einfach abgewehrt werden müssen und nicht mal als theoretische Möglichkeit existieren dürfen.
      Ja. Aber mir ist aufgefallen, wenn jemand wirklich will - also Interesse an mir bzw. unserer Unterhaltung hat, klappt es - mindestens besser.
    • @Schwarze Katze Nee, kann man nicht. Man kann nur für sich eine eigene Strategie entwickeln, damit umzugehen, wenn Gespräche "entgleisen" und wenn sie sich nicht "reparieren" lassen.

      Sehr schwer, wenn man mit Jemandem,- z. B. arbeitsmäßig - regelmäßig kommunizieren muss. Aber immerhin so machbar, dass man sich selbst davor schützt, sich dauernd zu ärgern oder zu verzweifeln.

      Ich sag immer: Wen der Dreck stört, der muss ihn selbst weg machen. Andere werden es nicht tun, so lange es sie nicht stört - und manche nicht einmal dann.