Quietapin

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    • Hallo,
      Heute Abend werde ich das dritte mal Quietapin nehmen.
      Beim ersten Mal waren es 12,5mg.
      Am folgenden Tag lief ich wie ein Zombie rum.
      Deswegen den nächsten Abend nur 6,25mg. Auch dieser Tag war sauanstrengend.
      Den Arzt konnte ich nicht mehr erreichen,
      deswegen wird es jetzt abends noch mal 6,25mg geben.
      Am liebsten würde ich gleich abbrechen, denn funktionieren tue ich garnicht mehr.
      Diagnose ADS vor 2 Jahren. (Selbst Verdacht auf Asperger)
      Seitdem Medikinet, dann Ritalin und zuletzt Methylphenidat unretardiert.
      Zusätzlich jahrelang Sertralin wegen jaaaaaahrelaaaanger Depression.
      Und jetzt eben Quietapin wegen Reizen und Depression.
      Hat jemand Erfahrung mit dieser Medi-Kombi?
      :nerved:
    • Also Sertralin hat wie alle Antidepressiva, die ich bisher getestet habe, keinerlei positive Wirkung.

      Quetiapin aber durchaus. Ich habe da zeitweise 700 mg täglich von genommen. Davon 400 mg Filmtablette und den Rest retard. Ich variiere die Dosis eigenständig entsprechend des aktuellen Bedarfs. Der ist von der Situation abhängig. Also z.B. Stressniveau. Derzeit bin ich bei 200 mg Filmtablette. Ich brauche das, um einschlafen zu können und manchmal auch, um durchschlafen zu können.

      Da ich bipolar bin, bräuchte ich eigentlich einen Stimmungsstabilisierer. Quetiapin ist geeignet dafür. Dafür nehme ich es aber nicht. Ich gehe das Risiko ein, dass meine Stimmung schwankt. Ich erkenne das und handle dann entsprechend. Ich bin übrigens bipolar ii. Da gibt es keine richtigen manischen Phasen. Daher sehe ich auch kein Problem darin, dieses Risiko einzugehen. Und depressive Symptome werde ich schnell los, wenn ich frühzeitig handle.
    • @Nicoleee: Ähnlich wie @Thimor bräuchte ich Quetiapin, um regelmäßig und zuverlässig einzuschlafen. Dann nehme ich 200mg retardiert. Begonnen hat man bei mir auch mit deutlich geringeren Dosen, aber scheinbar "gewöhnt" sich der Körper recht schnell daran.
      Anders als die mir ansonsten bekannten Schlafmittel, kann ich mich gegen Quetiapin nicht wirkungsvoll wehren. Aber es hat einen Nachteil (weshalb ich es derzeit nicht nehme, da ich derzeit nicht auf einen zuverlässigen Tag-Nacht-Rythmus angewiesen bin): Es verlangsamt auch nach der Wirkzeit noch meine Gedanken. Nicht viel ... aber genügend, um mich zu irritieren: Ich brauche etwas länger/ muss mich etwas mehr konzentrieren, wenn ich einen Text lesen und erfassen will. Es ist einen Tick anstrengender (RW), gezielt eine Erinnerung hervorzurufen, etc. .
      Of course I talk to myself! :nod: Sometimes I need expert advice. :prof:
    • Ich nehme auch schon länger Quetiapin (früher eher retardiertes, derzeit aber unretardiertes) - zum Hauptzwecke eines besseren Ein- und Durchschlafens. Die Dosis bestimme ich selbst im Bereich zwischen 50 und 200mg. Ich betrachte es als ein relativ zu anderen Präparaten ganz gutes Medikament, denn es hat bei mir kaum Nebenwirkungen.

      Wenn ich immer wieder lese, was manche für eine Angst vor einer einzigen Tablette haben und daß sie nach einer einmaligen Einnahme wegen eines (vorübergehenden) Gefühls von "Matschigkeit" oder ähnlicher Beschwerden die ganze Aktion nur einen Tag durchhalten, dann muß ich mich doch immer sehr wundern! Wirksame Medikamente haben nun einmal zumeist Nebenwirkungen, da muß man (sofern es nicht extrem ist) einfach durch; die meisten anfänglichen Probleme oder Problemchen lassen sowieso nach recht kurzer Zeit nach oder verschwinden ganz.

      Und schließlich hat man ja auch ohne Medikament Beschwerden und Probleme, sonst würde man ja erst gar kein Medikament in Erwägung ziehen. Es kommt eben darauf an, ob der Nutzen die Nachteile überwiegt oder nicht. Es sollte natürlich jedem freistehen, ob er medikamentöse Unterstützung in Anspruch nehmen will oder nicht.
    • sempron wrote:

      Wirksame Medikamente haben nun einmal zumeist Nebenwirkungen, da muß man (sofern es nicht extrem ist) einfach durch; die meisten anfänglichen Probleme oder Problemchen lassen sowieso nach recht kurzer Zeit nach oder verschwinden ganz.
      über 8 Jahre lang 800mg täglich ,
      ich war nur noch sediert und habe 12 - 16 Stunden geschlafen, manchmal konnte ich nur zum Duschen und Essen aufstehen.
      Gewichtszunahme ca. 50 Kilo.
      Und nein, diese Nebenwirkungen wurden nicht weniger.


      sempron wrote:

      Und schließlich hat man ja auch ohne Medikament Beschwerden und Probleme, sonst würde man ja erst gar kein Medikament in Erwägung ziehen.
      Offen gesagt hatte ich mich durch einen Psychiater überreden lassen. Er hat mir vorgeschwärmt, wie fokusiert und konzentriert ich durch die Tabletten werden würde., und dass ich sie jederzeit wieder weglassen könne, wenn ich wolle.
      Nun , beides war nicht richtig.

      Nie wieder!
      Bin jeden Tag froh, dass ich Quetiapin los bin.



      Es ist allerdings so, dass ab 25mg vielen Leuten beim Schlafen helfen und das das Abhängigkeitspotential geringer ist als bei den Z- drugs.
      Frage an @alle : Sind Schlafprobleme aspie- typisch?
      Ich habe keine.

      Ich spreche anderen Menschen keine Medikamente ab, doch für mich sind Psychopharmaka defintiv nichts.
      Es gibt kein Medikament, was mich in eine NT verwandelt. Punkt.
      "Asperger ist eine unsichtbare Behinderung." "Oh, sieht man dir gar nicht an." "Ähhh....genau" :irony:
    • So hohe Dosierungen sind ja auch nur bei bipolarer Störung, schizoaffektiver Störung und Schizophrenie üblich.

      Wer sich im Niedrigdosisbereich bewegt, hat gewiß wesentlich weniger Probleme mit Nebenwirkungen.

      Und selbst wenn es jemand nicht verträgt, so finde ich ein Aufgeben wegen z.B. "Matschigkeit" schon nach einem Tag überzogen; mehr Geduld sollte man meines Erachtens schon aufbringen.

      Wenn es wie bei Dir aber über Jahre und in hoher Dosierung genommen wird und nichts bringen sollte, dann liegt ja ein anderer Fall vor. Um jeden Preis sollte man es sicher nicht oder nicht sehr lange einnehmen.
    • Ich habe auch mit 700 oder 800 mg kurzfristig keine Nebenwirkungen. Langfristig muss ich da aufpassen. Zähneknirschen, steife Muskeln, ... Daher jetzt nur noch eine auf die aktuelle Situation passende Dosis. So niedrig wie möglich, so hoch wie nötig. Ich habe das jetzt im Gefühl. Bei schlimmen Zuständen nehme ich Benzodiazepine. Die machen gar keine Nebenwirkungen. Darf man nur nicht so oft und so viel von nehmen. Suchtgefährdete sollten sowas gar nicht nehmen.
    • Ich nehme seit Jahren Quetiapin retard. Derzeit 200 - 250 mg. An sehr aufregenden, anstrengenden Tagen will sich der erlösende Schlaf nicht einstellen, aber ansonsten holt mich das gut runter. Dennoch wache ich öfters oder früher auf. Damit ich morgens wieder in die Hufe (RW) komme, brauche ich Elontril 300 ( Bupropionhydrochlorid).
      Habe diese für/gegen Depression, Erregungszustände und kombinierte Persönlichkeitsstörung bekommen. Letzteres ist seit 1 Woche mit Brief und Siegel Asperger. Die Medikation soll aber so bleiben...
      Und ja, man muss sich ein paar Tage an das Zeugs gewöhnen...
    • Dankeschön für die vielen Antworten...

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      Hallo an alle, weil ich noch nicht gecheckt habe wie ich jeden einzeln antworte. Sorry, meine Nerven. Egal.
      Also, ja ich habe es geschafft es weiter zu nehmen. Klar weiß ich dass die Mittel ihre Zeit brauchen um zu wirken aber ich war eben sehr sehr sehr k.o. die Tage. Nehme weiterhin nur 1/4 der Tablette, meine Ärztin meinte ich sollte erst mal so weiter machen.
      Ansonsten möchte ich euch noch schreiben, dass ich Mutter von 2 Kindern bin und besonders deshalb so Panik hatte nicht zu funktionieren.
      Geht ja garnicht, wenn garnichts mehr geht...
      Was ich gemerkt habe, ist, dass ich leicht aggressiv werde und kaum noch Nerven habe für meine Family. Alle nerven irgendwie und ich finde ich bin zwar ruhiger im Kopf aber auch depressiver.
      Tja, werde es beobachten...
      und weiter machen.
      Habt Ihr sowas gemerkt?
      wie; schneller als sonst genervt sein / Agression.
      Schöne Grüße, Nicoleee
    • @Rhianonn
      Ich habe keine Schlafprobleme. Trotz Müdigkeit bleibe ich meist recht lange auf. Sobald ich mich ins Bett lege und das Licht ausmache, bin ich innerhalb von 1-5 Minuten eingeschlafen. Bei extremen Ängsten, z. B. vor Terminen am nächsten Tag oder ungelösten Problemen hatte ich anlassbezogen auch schon Schlafstörungen und konnte dann mehrere Stunden nicht einschlafen abends.
    • Nicoleee wrote:

      Habt Ihr sowas gemerkt?
      wie; schneller als sonst genervt sein / Agression.
      In der Anfangszeit der erstmaligen Einnahme von Quetiapin hatte ich das auch - ich war ca. 1-2 Wochen stärker genervt, gereizt und insgesamt "nicht gut drauf". Das hat sich danach aber deutlich gebessert bzw. ins Gegenteil verkehrt.

      Du nimmst es ja, wie ich hier lese, erst wenige Tage - da kann sich sicher noch einiges wandeln, aber eine Garantie gibt es natürlich nicht dafür.
    • Außer dass es mich sehr müde macht, hat Quetiapin auf mich keine Wirkung.

      Mich sediert irgendwie alles , aber positiv finde ich diesen Effekt nicht, daher halte ich mich für einen Non- Responder..

      Da aber doch viele hier Quetiapin oder anderes nehmen, scheint Non- Response nichts aspie-typisches zu sein.
      "Asperger ist eine unsichtbare Behinderung." "Oh, sieht man dir gar nicht an." "Ähhh....genau" :irony:
    • Ich erlebte bisher auch nie "großartige" Wirkungen bei Psychopharmaka. Was überhaupt erreicht wird, sind kleine, subtile Veränderungen, z.B. besserer Schlaf, ggf. auch ein paar (eher geringfügige) Effekte, die vielleicht Außenstehende bemerken.
    • sempron wrote:

      Was überhaupt erreicht wird, sind kleine, subtile Veränderungen, z.B. besserer Schlaf, ggf. auch ein paar (eher geringfügige) Effekte, die vielleicht Außenstehende bemerken.

      Mein Mann hatte allerdings kritisiert, dass ich unter Quetiapin überhaupt keine Witze mehr verstand und auch nicht lachte . Außenstehende sahen also auch eine Veränderung zum Negativen. ( plus 60 Kilo Gewichtszunahme. Das war enorm sichtbar. Diese häufige Nebenwirkung darf nicht unter den Tisch fallen, wenn man über Quetiapin spricht. Ab 5 Kilo Zunahme würde ich heutzutage damit raus gehen.)
      "Asperger ist eine unsichtbare Behinderung." "Oh, sieht man dir gar nicht an." "Ähhh....genau" :irony:
    • @Rhianonn

      Ja, Du hattest eine wirklich hohe Dosis (wenngleich ich auch schon von noch deutlich höheren las). Und bei so einer Gewichtszunahme ist es natürlich klar, daß man versuchen sollte, etwas anderes zu finden.

      Quetiapin kann auch das sogenannte "metabolische Syndrom" auslösen - damit ist dann nicht zu spaßen, und Quetiapin verbietet sich somit.
    • sempron wrote:

      Nicoleee wrote:

      Habt Ihr sowas gemerkt?
      wie; schneller als sonst genervt sein / Agression.
      In der Anfangszeit der erstmaligen Einnahme von Quetiapin hatte ich das auch - ich war ca. 1-2 Wochen stärker genervt, gereizt und insgesamt "nicht gut drauf". Das hat sich danach aber deutlich gebessert
      hoffe dass sich das bei mir auch noch einspielt. Bisher bin ich immer noch ziemlich schlapp.

      Rhianonn wrote:


      sempron wrote:

      Was überhaupt erreicht wird, sind kleine, subtile Veränderungen, z.B. besserer Schlaf, ggf. auch ein paar (eher geringfügige) Effekte, die vielleicht Außenstehende bemerken.
      Mein Mann hatte allerdings kritisiert, dass ich unter Quetiapin überhaupt keine Witze mehr verstand und auch nicht lachte . Außenstehende sahen also auch eine Veränderung zum Negativen. ( plus 60 Kilo Gewichtszunahme.

      Puh das hört sich ja heftig an.
      Vor dem Zunehmen hab ich schon ziemlich Schiss.
      Das bräuchte ich dann nicht auch noch!
      Witze nicht verstehen...kommt mir bekannt vor.
      Mich nerven nur noch dumme Witze und ich denk mir immer nur ; was soll das eigentlich?
      Und dieses “zu“-sein-Gefühl ist schon sehr gewöhnungsbedürftig. Vor 20 Jahren hätte ich das bestimmt genossen, aber jetzt mit den Alltagsanforderungen als Mama und Hausfrau...
      Schon heftig.
      Ich bin allerdings wohl sehr empfindlich, weil ich ja schon bei so einer kleinen Dosis reagiere. :nerved: