Artikel zur Forschung an genetischer Heilung von monogentischem Autismus

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    • Artikel zur Forschung an genetischer Heilung von monogentischem Autismus

      In der Forschung geht es um monogenetisch verursachten Autismus, der mittels Genveränderung geheilt werden soll. Wir sollten jedoch bedenken, dass Autismus keine tödliche Krankheit ist. An Autismus leiden vor allem die intoleranten, salutonormativen Eltern. Eine ärztliche Behandlung ist immer ein Eingriff in die körperliche Unversehrtheit und muss vom Patienten gewollt sein.

      Was mich besonders traurig macht, ist die Dummheit der Wissenschaft. Darwin erkannte, dass Evolution Vielfalt produziert, welche zum Überleben der Art wichtig ist. Ist das so schwer zu verstehen? Wenn ich Forschungsgelder verteilen dürfte, würde ich die genetische Eleminierung der Dummheit fördern. Welche Gesellschaft hat denn die Menschheit und fast alle Arten an den Rand der Auslöschung gebracht? Warum sollten alle Menschen ein Teil dieser Gesellschaft sein wollen?
    • Illi wrote:

      An Autismus leiden vor allem die intoleranten, salutonormativen Eltern.
      Das ist zu kurz gedacht.
      Viele Autisten leiden unter Autismus, und vor allem die monogenetisch verursachten Formen sind meistens mit weiteren schweren Einschränkungen verbunden. Darüber kannst du gar nicht urteilen, wer daran leidet und ob er zu Recht daran leidet.
      Sei doch froh, wenn es eine Heilung gibt oder irgendwann geben sollte. Bei jeder anderen Krankheit wäre man froh.
      Historisch gesehen waren die schrecklichsten Dinge wie Krieg, Genozid oder Sklaverei nicht das Ergebnis von Ungehorsam, sondern von Gehorsam.
      (Howard Zinn)
    • Was man auch bedenken sollte ist, dass monogentischer Austismus oft nicht nur Austismus ist. Epilepsien und viele andere körperliche Begleiterscheinungen, je nach dem welche monogentische Veränderung vorliegt, welche daraus resultieren können durchaus sehr belastend sein.

      Schwerhörigkeit, Sehbehinderungen, Koordinationsstörungen usw.

      Selbst wenn man da Autismus nicht als primären Behandlungsgrund sieht, finde ich da Forschung sinnvoll.
    • Shenya wrote:

      Sei doch froh, wenn es eine Heilung gibt oder irgendwann geben sollte. Bei jeder anderen Krankheit wäre man froh.
      Heilung von Epilepsie und ähnlichem, für die, die das wollen, und empfinden zu wissen, was bei der Behandlung mit ihnen geschieht, ja. Aber das ist ja nicht ausschließlich mit Autismus in Verbindung. Man weiß ja gar nicht mal, ob Autismus dazu was beisteuert. Nur weil es häufiger in Kombination vorkommt. Oder ob man das vielleicht voneinander trennen könnte.

      Und wann wurde je schon Mal irgendwas gefunden, oder zugelassen, was groß hilft. Krebs und AIDS sind immer noch unheilbar. Der Weil können wir Mirko-Dronen erstellen, Super-Computer. Sämtliches. Nur gegen Krebs, und AIDS gibt es immer noch nichts. Auch bei Depressionen heißt es, sie kehren immer wieder, man hätte eine Veranlagung dafür. In dem Sinne hat man da auch noch nichts gefunden. Masern konnte man eindämmen. Nur gibt es das auch immer noch. Und manchmal auch trotz Impfung. Also irgendwas anderes beeinflusst das auch. MS, ALS. Suchterkrankungen. Nun kommt eine weitere Forschung auf den Tisch.
      Obwohl die anderen eigentlich viel krasser sind? Nun Drogen können auch genommen werden, wenn man schwerkrank ist. Aber die werden nicht nur dann genommen. Und können auch erst schwer krank machen. u. A. auch "leichte Drogen", wie in manchen Lebensmitteln giftes Zeugs.
      Nun geht es aber ja auch um Gleichberechtigung. Nun, so lange man transparent mit der Forschung umgeht *hust*, und jeder frei entscheiden kann und alles nachverfolgen kann und am besten noch die Forschung live verfolgen kann, - und sie sicher ist. Weil Mäuse uns ja so ähnlich sind. Und ein Bahnhof voll Testpersonen sicher alle auch. Dann kann das ja tun, wer der Sache vertraut. Und die anderen sollen bitte in Ruhe weiterleben dürfen. Nun ich würde so was vielleicht auch probieren, wenn ich ständig umfiele und mir bewusst darüber wäre, wie schrecklich das ist. - Geistig mehr retadierte, nehmen dann aber auch vielleicht eher den Stress darin war, dass andere sie aus ihrer SI-Welt rausholen, und merken das Umfallen vielleicht ähnlich nicht so stark dadurch. Woher soll man das wissen? Und wie sollen die verstehen, was da mit ihnen passiert? Klar, ist es schlecht, wenn jemand immer Gefahr läuft, sich beispielsweise den Kopf zu zerschlagen. Oder im Schlaf zu sterben. Aber es bleibt dabei, dass man als Außenstehender dann manchen Menschen Eingriffe verpasst, ohne zu wissen, wie sie fühlen, und ob sie das verstehen.

      Und dann ist das Gras always greener on the other side. Und niemand hat sie gefragt, ob sie die Probleme eines neurotypischen fühlen möchten, die sie dann vielleicht fühlen können.
      Genetik ist vielleicht lebenslänglich variabel- Und nicht ohne Grund so gekommen, wie sie ist. Und wenn nur Symptome geändert werden, dann kommen die wieder. Irgendwann baut sich jeder Körper auch Resistenzen. Aber dafür gibt es dann ja wieder eine neue Behandlung.. Wenn es sie denn dann gäbe.

      - Ich mein, wer trotzdem noch Hoffnung in die Forschung hat, dem will ich das auch nicht nehmen! Denn ich selbst sage immer, alles kann möglich sein, so lange es nicht bis in alle Ewigkeit sicher wiederlegt ist. Und für mich ist nichts universell sicher beleg- oder wiederlegbar. Und leichte Verkennbarkeit bei starker Epilepsie dürfte schwer sein. Zu dem muss sich ja auch was ändern können.
      Aber die politische Situation ist ja (jetzt schon) absurd. Und es gibt ja auch nicht nur Idioten in der Forschung. Dann wieder die Intransparenz. Aber das sieht ja jeder anders.

      Koordinationsprobleme bis zu einem gewissen Grad würde ich z. B. lieber behalten wollen, als dafür beispielsweise meine Synästhesie zu verlieren. Und auch gehe ich lieber meinen aktuellen SI's nach, als z. B. nachher noch Jägerei oder was weiß ich, toll finden zu würden. Außerdem haben ähnlich gesinnte Menschen ähnliche Interessen. Was machen die Jäger dann, wenn es keine ausreichend erlaubten Jagdtiere mehr gibt? Neue züchten?


      Es ist nun Mal so bzw. wahrscheinlich, dass sich die Sinne dann auch ändern, es sei denn die Forschung will und schafft es Epilepsie von Autismus abzutrennen, ohne den Autismus abzutrennen oder die Eigenschaften davon, die man behalten will. Wer keinerlei Stress im Kopf hat, ist wenig aktiv. Meine Meinung. Schaut weniger umher, ist weniger schmerzempfindlich (man kann aber auch durch andere Gründe hyposensibel sein). Sondern offener entspannt mit quasi einer Art "Kiffer"-Blick, in den Tag hineinlebend, wenn man das noch als Leben bezeichnen kann. Nur braucht der Kiffer auch wieder Gras. Und wer auch nur ein bisschen Stress im Kopf hat, dessen Stress bewegt sich dadrin. Und das je nach Umständen. Wer nicht voll homogen ist, ist individuell.

      Man stelle sich vor, es gäbe hier 80 Millionen entspannte, ähnlich qualifizierte Arbeiter, aber es gibt jetzt schon keine Jobs + die KI wird vorenthalten, oder die Ressourcen dazu. Und Firmenleiter sind nun mal oft eben Freaks in aktueller Zeit. - Ein genormter maßt sich das entweder nicht an eine Firma aufzubauen, oder es machen dann alle, dass sie dann wieder keine Angstellten haben. Alle kaufen sich ähnliches oder nichts, schließlich sind sie dann ja Beschwerdefrei. Wirtschaftswachstum ist vorbei. Geld funktioniert nicht mehr, weil entweder alle nun zu schlau oder alle zu dumm dafür sind. Alle haben aber immer noch Hunger. Die KI muss geteilt werden. Ansonsten:
      System ändert sich. Nur wer macht das dann? Oder alle brauchen die Behandlung immer wieder kehrend. Also eigentlich auch die Betreiber. Da Stress nun Mal auch die Neurokognition wieder verändern kann. Und die Behandelnden müssen ja aktiv bleiben, um die Behandlung weiter ausführen zu können. Oder alle gleichzeitig gleichschalten. Dann exisitert die Menschheit entweder für immer in Frieden, oder sie verhungert gemeinsam. Oder wo Wettbewerb ist, wird gesäbelt. Da müssten die schon emotional resistent gegen werden. Alle gleichzeitig. Oder irgendwie bleiben.

      Nun, aber wir wollen ja nicht paranoid sein, und nicht gemein besserwisserisch Hoffnungsraubend.. Wobei ich halt auch wirklich leicht Reden habe, dass ich keine Epilepsie habe! (Wenn auch der Verdacht noch offen ist. Zumindest keine schwere) Aber ich weiß wie ich mich als Autist fühle. Und dass hier ein großer Teil im Forum sich als neurodivers sieht, statt als krank. Und das gehört genauso gewürdigt. Und es ist verständlich, dass Menschen Sorgen haben, sich nicht gegen etwas durchsetzen zu können, was sie nicht möchten / und Sorgen haben, nicht zu erhalten, was sie sich wünschen. Beide Seiten kann man verstehen.

      Letztlich sehe ich Autismus aber nicht automatisch mit Epilepsie verbunden.

      Und wenn die Forschung Autismus-Epilepsie-Kombi von einem abtrennen können sollte, dann müsste sie m. E. auch in der Lage sein, das von einander zu separieren und allein darstehend lassen zu können. Oder Autismus dann separat neu enstehen lassen zu können anders, oder zumindest dessen positive Eigenschaften mit die der Neurotypsischen.
      Ansonsten ist es m. E. kein sicheres Detailwissen.
      Und wahrscheinlich würde sich dann allgemein viel ändern. Und neue Probleme könnten entstehen, deren Schmerzen wir jetzt noch nicht kennen. Wenn es denn dann so käme.. Die Behandelnden würden sich ja auch regelmäßig ändern können untereinander. Es sei denn es bleibt nur einer übrig. Vorher streiten sich aber eher wieder welche von denen. Und dann macht irgendwer wieder irgendwas anders.

      Ich denke, alles muss so transparent und ehrlich wie möglich von statten gehen, damit Harmonie eine Chance hat. Auch für eine einzelne Person in sich selbst. Aber auch das ist Ansichtssache.

      The post was edited 2 times, last by Four ().

    • Four wrote:

      Aber das ist ja nicht ausschließlich mit Autismus in Verbindung. Man weiß ja gar nicht mal, ob Autismus dazu was beisteuert. Nur weil es häufiger in Kombination vorkommt.
      Da ist ein einzelnes Gen verändert/defekt, und das hat halt mehrere Auswirkungen, der Autismus ist eine davon. Ein Beispiel wäre die tuberöse Sklerose: dna-diagnostik.hamburg/analyse…roese-sklerose-tsc1-tsc2/
      Glaub nicht, dass sich der Autismus trennen ließe, und ich glaube auch nicht, dass Eltern sagen würden, sie lassen bei ihrem Kind die geistige Behinderung oder die Epilepsie heilen, aber der Autismus soll bleiben.

      Four wrote:

      für die, die das wollen, und empfinden zu wissen, was bei der Behandlung mit ihnen geschieht, ja.
      Die meisten mit so einem monogenetischen Autismus sind geistig behindert und könnten diese Entscheidung niemals selber treffen. Es ist das Recht der Eltern, diese Entscheidung für ihr Baby zu treffen, so wie sie das Kind auch zum Arzt nehmen würden, wenn es sonst mal krank wäre. Sie könnten sogar entscheiden, das Kind gar nicht zu bekommen/abzutreiben.
      Historisch gesehen waren die schrecklichsten Dinge wie Krieg, Genozid oder Sklaverei nicht das Ergebnis von Ungehorsam, sondern von Gehorsam.
      (Howard Zinn)
    • @Shenya wäre es nicht besser, die Eltern zu unterstützen, wenn sie sich entscheiden, ein behindertes Kind zu bekommen? Moralisch, weil unsere Gesellschaft es sich leisten kann, und aus Respekt vor der Evolution? Meine Position ist außerdem, dass Kinder Rechte haben, auch gegenüber den Eltern.
    • Four wrote:

      Man weiß ja gar nicht mal, ob Autismus dazu was beisteuert.
      Hier geht es um monogenetische Ursachen von Autismus.
      Also monogenetischen/bzw. Sekundären Autismus.

      Da weiß man ganz klar, dass das etwas zu den körperlichen Einschränkungen z.B. Epilepsie etc. beisteuert. Da weiß man, dass die genetische Veränderung ursächlich für Epilepsien z.B. ist.

      Da gehen in der Regel mehrere verschiedene Themen mit einher mit der einen Ursache. Und das kann man nicht trennen. Man kann eben nicht z.B. mit Therapie die auf die genetische Ursache abzielt nur die einen Veränderungen behandeln und den Autismus nicht.

      Shenya wrote:

      Da ist ein einzelnes Gen verändert/defekt, und das hat halt mehrere Auswirkungen, der Autismus ist eine davon. Ein Beispiel wäre die tuberöse Sklerose: dna-diagnostik.hamburg/analyse…roese-sklerose-tsc1-tsc2/
      Glaub nicht, dass sich der Autismus trennen ließe, und ich glaube auch nicht, dass Eltern sagen würden, sie lassen bei ihrem Kind die geistige Behinderung oder die Epilepsie heilen, aber der Autismus soll bleiben.
      genau so. Informiert euch am besten mal zu typischen monogenetischen Ursachen für Autismus und ihren Auswirkungen. Das betrifft nicht nur eine Neurodiversität/Autismus, sondern mehr.

      Und hier zu forschen und die Ursache behandeln zu wollen halte ich nicht für falsch.

      The post was edited 1 time, last by MangoMambo ().

    • Hier mal ein paar Beispiele für monogenetische Ursachen für Autismus:
      Ich kürze Autismus Spektrum Störung ab mit ASS.

      Fragiles-X-Syndrom:
      - FMR1 Gen
      - 2-5% der Personen mit ASS haben es
      - 30-60% der Betroffenen haben ASS
      - eine der häufigsten erblichen Ursachen für Intelligenzminderung
      - u.a. mögliche Folgen der Genveränderung: Lernschwäche, Störungen der Sprachentwicklung, ADHS-Symptomatik, Autismus, Aggressivität, Epilepsie, Verzögerung der motorischen Entwicklung, körperliche Auffälligkeiten z.B. im Gesicht

      Tuberöse Hirnsklerose:
      - TSC1/TSC2 Gen
      - 1-4% der Personen mit ASS haben es
      - 35-60% der Betroffenen haben ASS
      - Tumore auf der Haut, Epilepsie, Intelligenzminderung
      - außerdem mögliche Folgen der Genveränderung: Wucherungen im Gehirn, mögliche Tumore in anderen Organen, daraus folgende gesundheitliche Probleme

      Rett-Syndrom :
      - MECP2 Gen
      - 1% der Personen mit ASS haben es
      - 80-100% der Betroffenen haben ASS
      - Verlust bereits erworbener Fähigkeiten
      - stereotype, waschende Bewegungen mit den Händen
      - Störungen in Kommunikation und Sprache
      - Intelligenzminderung
      - außerdem mögliche Begleitsymptome u.a. Kleinwuchs, Schlafstörungen, Epilepsien, Skoliose, Gangstörungen

      Adenylosuccinatlyase Defizienz:
      - ADSL Gen
      - <1% der Personen mit ASS haben es
      - 80-100% der Betroffenen haben ASS
      - psychomotorische Entwicklungsstörung, Autismus, Epilepsien
      - außerdem mögliche Folgen der Genveränderung u.a. vermindertes Wachstum, Amyotrophie

      Cornelia de Lange Syndrom:
      - unbekanntes Gen
      - <1% der Personen mit ASS haben es
      - 45-70% der Betroffenen haben ASS
      - Veränderungen der Gesichtsanatomie, Intelligenzminderung, Kleinwuchs, Herz- und Nierenfehlbildungen, Fehlen von Fingern oder Zehen, manchmal ausgeprägtere Amputationen, Verkürzung eines Mittelhandknochens

      Cohen Syndrom:
      - unbekanntes Gen
      - <1% der Personen mit ASS haben es
      - 50% der Betroffenen haben ASS
      - u.a. Intelligenzminderung, Kurzsichtigkeit, Mikrozephalie (kleiner Schädel), muskuläre Hypotonie, Veränderungen der Gesichtsanatomie, Nystagmus, Epilepsien

      Quellen:
      awmf.org/uploads/tx_szleitlini…ik_2016-05_abgelaufen.pdf

      flexikon.doccheck.com/de/Fragiles-X-Syndrom
      msdmanuals.com/de-de/heim/gesu…rn/tuber%C3%B6se-sklerose
      rett.de/de/Rett_Syndrom
      orpha.net/consor/cgi-bin/OC_Exp.php?Expert=46&lng=DE
      orpha.net/consor/cgi-bin/OC_Exp.php?Lng=DE&Expert=199
      flexikon.doccheck.com/de/Cohen-Syndrom
    • Shenya wrote:

      Viele Autisten leiden unter Autismus, und vor allem die monogenetisch verursachten Formen sind meistens mit weiteren schweren Einschränkungen verbunden. Darüber kannst du gar nicht urteilen, wer daran leidet und ob er zu Recht daran leidet.
      Sei doch froh, wenn es eine Heilung gibt oder irgendwann geben sollte. Bei jeder anderen Krankheit wäre man froh.
      Laut einer Übersicht zur Forschung in den USA werden dort nur 7% der Forschungsgelder für Forschung zu Hilfen für Autist:innen aufgewendet, aber 47% für die Forschung zu Ursachen. Die Forschung bleibt in der Außenperspektive, und das kritisiere ich.

      Es macht mir extreme Angst, wenn ein monogenetischer Autist geheilt wird und ich gefragt werde, warum mein Kind immer noch Autist ist.

      Fast alle Autist:innen leiden unter der Ablehnung der Gesellschaft, und die wird durch solche Forschung nicht weniger.
    • Illi wrote:

      Es macht mir extreme Angst, wenn ein monogenetischer Autist geheilt wird und ich gefragt werde, warum mein Kind immer noch Autist ist.
      Bitte trenne hier monogenetischen/sekundären und primären Autismus.
      Bei primärem Autismus geht man von einer Vielzahl beteiligter Gene aus und da gehen bei weitem nicht so häufig oben genannte ernsthafte gesundheitliche Probleme im Alltag mit einher.

      Eine Therapie für eine monogenetische Ursache ist also bei weitem (noch) nicht anwendbar auf eine andere und erst Recht nicht auf primären Autismus.

      Lies oben mal meine Beispiele der monogenetischen Ursachen nach, denkst du wirklich man sollte diesbezüglich nicht forschen?

      Und das heißt nicht, dass man nicht weit mehr forschen sollte zu potenziellen Hilfen in Alltag und Gesellschaft für das Thema Autismus und besonders primärer Autismus.

      The post was edited 1 time, last by MangoMambo ().

    • @MangoMambo schon klar, du und ich wissen das. Aber mein " Bild Zeitung-lesender" Nachbar nicht. Die meisten Menschen haben keine Ahnung von Autismus generell, und deshalb meine ich eben, wenn dann eine Schlagzeile lauten sollte, "Autist geheilt", führt das zu Missverständnissen in der Gesellschaft.
    • Sollten diese Forschungen Erfolg haben, betrifft es sicher keinen von uns.
      Autismus ist zwar genetisch bedingt, aber ein Ändern der Gene macht nicht die Vergangenheit rückgängig.
      Das autistische Gehirn ist aufgrund der genetischen Vorgabe anders gewachsen. Nur weil man den Bauplan ändert, verändert sich das bereits gebaute nicht.

      Sollten diese Forschungen Erfolg haben, wann werden die Gene dann verändert? Bereits im Mutterleib entsteht das Gehirn. Demnach ist eine "Behandlung" wie auch bei anderen genetisch bedingten Erkrankungen nur bei "Katalogbabys", also bei im Labor gezüchteten Babys möglich.

      Oder ist hier eine so spezielle Behandlungsmethode vorgesehen, dass ich garnicht daran denke?
      Hier könnte ihre Werbung stehen!
    • @Padeiro, soweit ich gelesen habe soll mittels der sog. Genschere die „falschen „ also fehlerhaften Gensequenzen entfernt werden. Alternativ besteht wohl auch die Überlegungen diese Lücken dann mit gesunden Sequenzen zu ergänzen. Somit wäre dein Erbgut bereinigt. Aber ich habe den Eindruck dass das
      MangoMambo wohl besser erklären kann.
      Der Mensch soll lernen, nur die Ochsen büffeln.
      (Erich Kästner)
    • https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/gentherapie/27413 wrote:

      Man unterscheidet 2 Arten der Gentherapie. Somatische Gentherapie: Einschleusen von Genen in differenzierte Körperzellen (Somazellen) oder deren Vorläuferzellen; die Therapie bleibt auf den Empfänger beschränkt, und die übertragenen Gene können nicht weitervererbt werden; der Vorgang entspricht einer Gentransplantation. Keimbahn-Gentherapie (Keimbahntherapie): Einbringen von Genen in Keimzellen oder Embryonalzellen eines frühen Entwicklungsstadiums, was zur Folge hat, daß die eingebrachten Gene an die Nachfolgegenerationen weitervererbt werden. Die Keimbahn-Gentherapie am Menschen ist aus ethischen Gründen in Deutschland verboten (Bioethik) und birgt außerdem unabschätzbare Risiken für die kommenden Generationen in sich.
      Erklärt das ggf. die Frage?
    • Ginge da nicht auch irgendwann die "Genschere"?

      https://www.planet-wissen.de/natur/forschung/gentechnik/genschere-crispr-100.html#Dank wrote:

      Dank Crispr könnten bisher unheilbare Krankheiten heilbar werden

      Auch Mediziner setzen große Hoffnungen auf das Crispr-Verfahren. Es könnte genetisch bedingte Erkrankungen irgendwann heilen und Erbkrankheiten vielleicht sogar ausrotten. Der Molekularbiologe Frank Buchholz erforscht an der Universität Dresden den Einsatz von Crispr bei Krebs. Bei Krebserkrankungen können angeborene entartete Zellen der Grund für Mutationen in den Zellen sein. Crispr soll die Genmutation herausschneiden und damit den Krebszellen den Garaus machen. Das birgt allerdings auch Risiken. Bevor Crispr bei Menschen zum Einsatz kommt, muss ausgeschlossen sein, dass durch die Genschere neue Mutationen an den Zellen entstehen.
      planet-wissen.de/natur/forschu…here-crispr-100.html#Dank
      Es grüßt, LostOnEarth.