Diskussion zur Löschungsetikette

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    • Dr. L84 wrote:

      Dann bitte ich darum, den Beitrag zu löschen. Mit der Spielwiese möchte ich nichts zu tun haben.
      Oha! Na dann mach ich mich Mal an die Arbeit. Nachtrag: Sorry, nicht möglich, den mit diesem Beitrag fängt der Faden dort an - allerdings ist vermerkt, dass er verschoben wurde, es entsteht also nicht der Eindruck, Du hättest den Faden eröffnet. -

      Im Übrigen, @Lex und @Alle:
      Fröhlich weiter diskutieren, dabei aber bitte zur Kenntnis nehmen, dass in dieser Angelegenheit das letzte moderative Wort bereits gesprochen wurde. Danke. :)
      Achtung, eigene Sprache!

      The post was edited 2 times, last by Gerit ().

    • zaph wrote:

      Grubber wrote:

      Vivisektion am lebenden Objekt
      Geht gar nicht anders, an einem toten Objekt wäre es ja keine Vivisektion.
      @Grubber Du hast noch knapp 20 Minuten.
      Wenn Du "Vivisektion, am lebenden Objekt" schreibst, kannst Du durch das Komma kennzeichnen, dass Du mit "am lebenden Objekt" nur die Erklärung für die NL (Nicht-Lateiner) mitgeliefert hast und damit rücksichtsvollerweise einen Beitrag geschrieben, der ohne Fremdwörterbuch lesbar ist, also sozusagen "wissenstechnisch barrierefrei*" ;)

      * womit ich in alles anderer als barrierefreier Weise geschrieben habe: "so, dass es jeder versteht"
      (Selbst- :irony: )

      The post was edited 5 times, last by Stefunie ().

    • Stefunie wrote:

      also sozusagen "bildungstechnisch barrierefrei"
      Um nicht als extrakleinkarierter Privatforist zu sagen "wissenstechnisch barrierefrei". Wobei solche Wortschusterei für Sprachempfindsame auch alles andere als barrierefrei ist... Himmel, ist mein Leben anstrengend!
      Achtung, eigene Sprache!

      The post was edited 2 times, last by Gerit ().

    • Zurück zum Thema.

      In den letzten Jahren ist ja "digitales Erbe" mehr ein Ding. Die aktuelle rechtliche Lage weiß ich nicht, aber der Wunsch von Angehörigen, Einsicht in den digitalen Nachlass des Verstorbenen zu haben wird versucht, nachzukommen.

      Nun weiß ich nicht, ob die Administration hier in meinem Todesfall dazu gezwungen werden kann, einen Zugang zu meinen privaten Konversationen zu ermöglichen.

      Aber wenn ich das nicht wollte, könnte das vielleicht der entscheidende Unterschied zwischen Löschung und einfach nicht mehr einloggen sein.

      Wenn ich dann auch noch öffentlich im Löschungsthread bekunde, gelöscht werden zu wollen kann es keinen Zweifel daran geben, dass ich nicht möchte, dass irgendwann irgendjemand nochmal darauf zugreifen kann. Andernfalls wäre es für das Gericht vielleicht auch nicht nachvollziehbar, wie es zur Löschung gekommen ist. Ein Anwalt könnte argumentieren, dass ein Mod. möglicherweise bloß mit der Maus ausgerutscht ist.
    • Dr. L84 wrote:

      Zurück zum Thema.

      In den letzten Jahren ist ja "digitales Erbe" mehr ein Ding. Die aktuelle rechtliche Lage weiß ich nicht, aber der Wunsch von Angehörigen, Einsicht in den digitalen Nachlass des Verstorbenen zu haben wird versucht, nachzukommen.

      Nun weiß ich nicht, ob die Administration hier in meinem Todesfall dazu gezwungen werden kann, einen Zugang zu meinen privaten Konversationen zu ermöglichen.

      Aber wenn ich das nicht wollte, könnte das vielleicht der entscheidende Unterschied zwischen Löschung und einfach nicht mehr einloggen sein.

      Wenn ich dann auch noch öffentlich im Löschungsthread bekunde, gelöscht werden zu wollen kann es keinen Zweifel daran geben, dass ich nicht möchte, dass irgendwann irgendjemand nochmal darauf zugreifen kann. Andernfalls wäre es für das Gericht vielleicht auch nicht nachvollziehbar, wie es zur Löschung gekommen ist. Ein Anwalt könnte argumentieren, dass ein Mod. möglicherweise bloß mit der Maus ausgerutscht ist.
      Sehr interessante Vorstellung. Ein "digitales Erbe". Na besser als gar kein Erbe zu hinterlassen.
      Also wenn jemand gestorben ist,d ann können seine Angehörigen ja auch seine Briefe und seine Tagebücher usw lesen. Würde derjenige nicht wollen, müsste er diese Dinge entsorgen bevor er stirbt. Äquivalent; wenn er nicht möchte, dass seine Angehörigen mal seine PNs lesen nach seinem Tod, müsste er die PNs löschen bzw verlassen (dann können die Angehörigen sie ja auch nicht mehr lesen).
      Aber wenn man sich hier "löscht" was passiert dann eigentlich ganz konkret? Die Beiträge bleiben ja bestehen.
    • Neoni wrote:

      Also wenn jemand gestorben ist,d ann können seine Angehörigen ja auch seine Briefe und seine Tagebücher usw lesen. Würde derjenige nicht wollen, müsste er diese Dinge entsorgen bevor er stirbt. Äquivalent; wenn er nicht möchte, dass seine Angehörigen mal seine PNs lesen nach seinem Tod, müsste er die PNs löschen bzw verlassen (dann können die Angehörigen sie ja auch nicht mehr lesen).
      Aber das würde ja bedeuten, dass man so etwas zu keiner Zeit machen kann, da man nie wissen kann, wann man stirbt. (Sorry für's Off-Topic.)
      "Auf der Metaebene lässt sich Abstand gewinnen zum Geschehen. [...] Und dabei zeigt sich, dass es andere Perspektiven, andere Erlebensweisen und viel mehr Möglichkeiten für Lösungen gibt, als sich der Mensch in seiner alten kleinen Welt hatte träumen lassen." (Brit Wilczek)
    • Kayt wrote:

      Aber das würde ja bedeuten, dass man so etwas zu keiner Zeit machen kann, da man nie wissen kann, wann man stirbt. (Sorry für's Off-Topic.)
      Ich verstehe den Kommentar nicht. Natürlich kannst du diese Sachen machen, du kannst einen alten Liebesbrief aufheben, ein Bild malen oder eine Decke häkeln, und irgendein Mensch (der Nachlassverwalter oder ein Erbe) wird diese Dinge dann in die Hand nehmen (um sie zu behalten, zu verkaufen, zu verschenken oder wegzuschmeißen). Aber das heißt ja nicht, dass du diese Sachen nicht machen kannst... oder willst du wie ein Geist leben, der keinerlei Spuren hinterlässt, dass er gelebt hat?
    • Neoni wrote:

      Also wenn jemand gestorben ist,d ann können seine Angehörigen ja auch seine Briefe und seine Tagebücher usw lesen. Würde derjenige nicht wollen, müsste er diese Dinge entsorgen bevor er stirbt. Äquivalent; wenn er nicht möchte, dass seine Angehörigen mal seine PNs lesen nach seinem Tod, müsste er die PNs löschen bzw verlassen (dann können die Angehörigen sie ja auch nicht mehr lesen).

      Der Unterschied ist, dass man nach dem Tod nicht weiterhin Tagebuch schreiben, sehr wohl aber weiterhin Nachrichten bekommen kann.

      Wenn ich nun alle PNs löschen und mich einfach nicht mehr einloggen und in 42 Monaten sterben würde, könnte es ja sein, dass mein Konto bis dahin dutzende private PNs erhalten hat, die sogar Teile meiner verschickten (später gelöschten) PNs zitieren.

      Dann könnten meine Angehörigen sich an die Moderation wenden und, wenn sie nicht Zugriff auf mein Konto gewährt, das Forum solange verklagen, bis sie Zugriff bekommen.

      Meine Idee war, dass man dem mit einer öffentlichen Bitte um Löschung zuvorkommen könnte.

      The post was edited 1 time, last by Dr. L84 ().

    • @Neoni Was ich damit meinte ist, dass man z. B. Tagebüch nicht nicht entsorgen kann und trotzdem nicht wollen, dass es nach seinem Tod gelesen wird. Dass man darüber dann keine / kaum Kontrolle mehr hat, ist klar, aber die Existenz dieser Gegenstände allein beinhaltet ja noch keine Zustimmung zum Lesen. Ich hatte deinen Kommentar so verstanden, dass man eine stillschweigende Zustimmung allein dadurch gäbe, dass man seine Sache nicht zu Lebzeiten entsorgt. Dazu meinte ich dann, dass man dann ja immer alles "entsorgt halten" müsste. Ich denke schon, dass man ein Nicht-Wollen auch anders als durch Entsorgung äußern kann, z. B. in einem Brief oder Testament. Aber vielleicht habe ich dich auch falsch verstanden.
      "Auf der Metaebene lässt sich Abstand gewinnen zum Geschehen. [...] Und dabei zeigt sich, dass es andere Perspektiven, andere Erlebensweisen und viel mehr Möglichkeiten für Lösungen gibt, als sich der Mensch in seiner alten kleinen Welt hatte träumen lassen." (Brit Wilczek)
    • Dr. L84 wrote:

      Meine Idee war, dass man dem mit einer öffentlichen Bitte um Löschung zuvorkommen könnte.
      Dazu müssten wir halt wissen, was bei "Löschung" des Accounts technisch wirklich geschieht, was wirklich gelöscht wird.

      Früher im alten Forum (mit anderer Sofrware/Technik betrieben) war das zum Beispiel nicht so, dass unter dem Avatar dieser Stempel "gelöscht" erschien. Man wusste also gar nicht, wer nun noch aktueller User ist und wer nicht. Und in vielen anderen Foren weiß man das auch heute ja auch nicht. Les ich zum Beispiel in einer Kommentarspalte den Kommentar eines Users names "grünerGummibär" unter einem Artikel von Mai 2020, dann weiß ich doch nicht, ob dieser "grünerGumminbar" noch immer dieses Medium konsumiert, ob er noch immer Kommentare schreibt, ob er noch immer diese Meinung hat... und hier weiß ich auch nicht, ob ein User noch aktiv ist, ob seine Diagnose noch stimmt, ob er noch lebt... (es sei denn, die Moderation "löscht" ihn und der Stempel erscheint daraufhin unter seinem Avatar, aber das ging früher auch ohne; und da diese Option auch heute ja nur ein Bruchteil nutzt, bedeutet 'kein gelöscht-Stempel vorhanden' auch nicht gleich 'ist derzeit noch aktiv'


      Kayt wrote:

      Aber vielleicht habe ich dich auch falsch verstanden.
      Ja ich glaube schon.

      Aber ich schätze auch, dass das was dir vorschwebt, praktisch gar nicht durchzusetzen wäre. (Also wenn du in dein Testament schreibst, dass deine Tagebücher nicht gelesen werden dürfen). Finde die Vorstellung, dass man das NICHT will, aber auch schon irgendwie ziemlich befremdlich, weil das menschliche Wesen hat doch "normalerweise" den Drang danach, irgendetwas zu hinterlassen (zum Beispiel jemand möchte in den Geschichtsbüchern stehen weil er eine tolle Erfindung gemacht hat, ein super Künstler wurde oder ein großer Philosoph war... oder Menschen möchten ihre Gene hinterlassen (Kinder)... oder sie möchten dass ihre Freunde und Liebsten sich an sie positiv erinnern)
    • Neoni wrote:

      Dazu müssten wir halt wissen, was bei "Löschung" des Accounts technisch wirklich geschieht, was wirklich gelöscht wird.
      Interessant fände ich es auch, aber den technischen Aspekt habe ich in dem Gedankenexperiment irrelevant gestaltet.

      Wenn ich öffentlich um Löschung gebeten hätte, könnte die Moderation das als Begründung dafür nehmen, keinen Zugriff zu gestatten. "Tut uns leid, aber der User ist gelöscht, da können wir nix machen - und selbst wenn wir es könnten sollte respektiert werden, dass der User öffentlich kundgetan hat, einen Zugang zum Konto unwiderruflich zu löschen".

      Neoni wrote:

      oder sie möchten dass ihre Freunde und Liebsten sich an sie positiv erinnern)
      Genau das könnte bei manchen ja der Grund dafür sein, dass die Leute nicht die Tagebücher lesen sollen ;)
      Warum soviele Autos.
      Warum soviele Hunde.
      Brumm, brumm, kläff, kläff, wau, wau, wau!