Seltsamer Charakter bei einem Autisten

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    • Lex wrote:

      Stereotypes Verhalten war für ihn vielleicht auch befriedigend.
      Bei der Sache mit dem Mülleimer meinte er das er es absichtlich gemacht hat weil er sehen wollte ob es jemanden stört, er hatte es uns ja in der Arbeit erzählt wie es dazu gekommen ist.
      Das gespräch ging vorher auch um sowas und er kam dann halt mit seiner Geschichte die vom Thema her dazu passte.
      Er sagte das er es lustig fand wie der Typ im Zug reagiert hat.

      Bei den anderen Dingen die du angesprochen hast, hast du Recht, es sind auch Möglichkeiten es so zu sehen.
      Ich bin gerade am überlegen was er als Stimming zeigt, bislang ist mir da kein typisches autistisches Stimming aufgefallen bei ihm.
      Wir haben auch andere Autisten bei uns, zwei von denen zeigen gelegentlich Stimming.
      Eine andere spielt immer an ihrem Zauberwürfeln herum, vielleicht ist das auch eine art Stimming.
      Ich knibble immer an den Lippen herum was bei mir Stimming ist.
      Vielleicht macht er auch etwas was mir aber bislang unsichtbar blieb.
      Was ich bei ihm im Moment sehe ist, das er ziemlich viel umher wandert, regelrecht schleicht und dann aber wortlos wieder weggeht. Das macht er bei allen, bei mir eher weniger weil er ja jetzt angst vor mir hat.

      Heute hat er wieder sich irgendwie seltsam gezeigt.
      Eine von unseren Mitarbeitern war mit einer Plastikverpackungsfolie zugange die auf dem Boden rumlag und er hatte seine Saftflasche über ihren Kopf gehalten und gedroht sie auszukippen.
      Die Flasche war offen.
      Nachdem ich ja schon das mit dem Handy und der Wasserflasche erlebt habe, hab ich dieses mal was gesagt ehe er was verschütten konnte, da hat er dann auch kurz darauf aufgehört und sich entfernt, aber er scheint gerne sowas zu machen, vermutlich weil er halt die Aufmerksamkeit will.
      Wenn keiner reagiert, scheint es oft darauf hinaus zu laufen, das er seine Idee dann auch durchzieht und die Leute dann echt ärgert/mobbt.
      Ich finde heute nennt man solches Verhalten ja schon Mobbing.
      Mich erinnert es auch an kindisches Verhalten, Grenzen austesten, aber warum?
      Was hat man davon?
      Am ende sind alle nur sauer auf einen, reden schlecht über einen und wollen nichts mehr mit dir zutun haben, und die Gruppenleiter zitieren einen fast täglich ins Büro und man bekommt einen Anschiss oder noch andere Konsequenzen.
      Bei uns kann man auch positives Feedback bekommen, die Leute sind sehr freundlich und zugewannt, gerade die, wo er heute noch den Saft über den Kopf schütten wollte, darum verstehe ich nicht, wenn man doch so dringend Aufmerksamkeit will, warum man das sich so schwer macht.


      Lex wrote:

      Das ist ne Interpretation.
      Das Suchen nach Aufmerksamkeit habe ich vermutet, weil er sich sonst kein bischen für das was die anderen so machen interessiert.
      Er geht hier und da mal rum, aber die einzige Interaktion die ich von ihm sehe ist, das er anderen Leuten seltsame unlogische oder ironische Fragen stellt.
      Ich erkenne auch an seinen Reaktionen auf deren Antwort das er das selbst nicht ernst meint.
      Er muss dann ja oft selber lachen wenn die anderen auf seine Fragen genervt reagieren.
      Vielleicht gibt es noch Verhaltensweisen jenseits denen die ich so kenne, aber was ich so sehe ist, das er sich dumm stellt, aber nicht dumm ist, und die anderen merken das auch bzw wissen das weil sie ihn kennen.
      Die andere Situation wo ich ihn bei den anderen in Interaktion sehe ist, wenn er sie dazu bringen will was dummes zu machen.
      Gestern hatte er die neue Praktikantin dazu gebracht an einem Wecker rumzuspielen obwohl sie das eigentlich nicht wollte.
      Oder er bringt ständig die andere Autisten dazu an den Würfeln oder den Pi-zahlen was zu machen, obwohl die eigentlich mit was anderem beschäftigt ist. Er verstellt dann da was und sagt "Hier, du masst das noch lösen" oder so.
      Und sie macht das dann, egal ob die eigentlich gerade an einem Bild arbeitet oder was auch immer.
      Heute hat er auch den Essensplan ganz oben an ein Regal gehängt und sich darüber lustig gemacht das ein anderer Mitarbeiter der eh schon fast blind ist das nicht sehen kann, und auch keiner da dran kam um den wieder an seinen alten Platz zu hängen. Ich hab das gesehen, wie der Mitarbeiter ihn dann zurecht wies und sagte er soll den wieder zurückhängen. Er hat sich dann lang gemacht und so getan als wolle er ihn wieder abmachen, tat aber selber so als käme er nicht dran.
      Meiner meinung nach ist das respektloses Provuzieren. Ja es ist echt kindisch, ich kann nicht sagen in welche art von PS das geht oder was für eine Verhaltensstörung das sein kann.
      Ich bin dann hin und hab den abgemacht und wieder zurückgehängt.

      In den Autismus-kriterien wird sowas nicht beschrieben. Ich kannte auch noch keinen Autisten der so ist, aber ich vermute das einiges in seiner Kindheit schief gelaufen ist, vielleicht viel zu wenig Zuwendung und prositive Bestärkung von gutem Verhalten durch Eltern, Lehrer etc, vielleicht noch gepaart mit Mobbing anderer Mitschüler?
      Sicher können sich solche Situationen auch als Autist ergeben, wenn man Pech mit den Eltern hat (man muss bedenken das diese ja auch in einem ganz anderen Land leben und er sie nur hin und wieder sehen kann, was sicher auch nicht leicht ist wenn man sonst eigentlich gut mit denen klarkommt) und vielleicht auch genetische Veranlagung dazu da ist.
      Ich kann mir vorstellen das Autisten sogar häufiger von Mobbing oder negativer Zuwändung durch Eltern betroffen sind eben wegen ihrer Auffälligkeiten die sie durch den Autismus schon mitbringen.
    • @RegenbogenWusli
      Je mehr Beschreibungen über diese Person gepostet werden, desto weniger kann ich nachvollziehen, dass sie eine Autismus-Diagnose hat. So oder so ähnlich verhielten sich eher meine Mobber während der Schulzeit. Ich bin zwar kein Diagnostiker um sowas objektiv beurteilen zu können, aber mein "Bauchgefühl" sagt mir: Irgendetwas stimmt da nicht!
    • Sonnenseele wrote:

      Je mehr Beschreibungen über diese Person gepostet werden, desto weniger kann ich nachvollziehen, dass sie eine Autismus-Diagnose hat. So oder so ähnlich verhielten sich eher meine Mobber während der Schulzeit. Ich bin zwar kein Diagnostiker um sowas objektiv beurteilen zu können, aber mein "Bauchgefühl" sagt mir: Irgendetwas stimmt da nicht!
      Ich kann mir nicht vorstellen das sein anderes - auf mich autistisch wirkendes- Verhalten nur gespielt ist.
      Wenn das der Fall sein sollte, währe er der erste der mir begegnet der nur so tut ein Autist zu sein.
      So Mobber kenne ich ja auch, aber die verhalten sich ansonsten sehr viel souveräner, selbstbewusster und auch nicht so "trottelig".
      Er wirkt in seiner ganzen Erscheinung eher unbeholfen und tollpatschig, egal was er macht, auch wenn er läuft, die ganze Motorik ist recht auffällig, auch die Mimik wirkt nicht so wie bei "normalen" Menschen, da finde ich schon das er autistisch rüber kommt, wenn ich ihn mit anderen Autisten vergleiche.
      Ich bin aber auch verwirrt über sein Verhalten, weil gestern sagte mir ein Mitarbeiter das er sich verglichen zu früher (was mehrere Jahre her ist) verändert hat.
      Angeblich soll er früher noch schlimmer gewesen sein was das Generve und Aufmerksamkeit erregen wollen angeht.
      Was die Kunst angeht hat er früher aber auch ernsthafter an den Bildern gearbeitet, da mehr Mühe reingesteckt wo er jetzt nur Ausreden erfindet und zu nichts kommt.
      Letzte Woche zB stand an seinem Platz nur eine Staffelei mit einer weißen Leinwand da rum, zu mehr kam er garnicht.
      Diese Woche hat er auch nicht so viel mehr gemacht außer an einen anderen Platz ziehen und eher kritzelhaft auf diese Leinwand ein Portrait von einer Person zu malen, nach einem Foto.
      Ich habe andere Bilder von ihm gesehen, die sehen viel realistischer aus. Das was auch immer er jetzt anfängt sieht aus als hätte es ein 5 Jähriger gemalt.
      Er fängt Dinge nur an, braucht aber selbst dafür schon ewig.
      Eigentlich macht das auf mich den Eindruck das er selbst in diesem Arbeitsbereich der WfbM eigentlich unpassend ist, obwohl man dort auch schon viel mehr Pausen hat bzw machen darf als in den "normalen" Bereichen.
      Man könnte auch denken das er vielleicht an Kunst kein Interesse mehr hat und nicht weiß was er lieber machen möchte. Autisten haben ja manchmal Spezialinteressen wo sie dann sich darauf versteifen, wie einer bei uns der ausschließlich Ubahnen und Busse malt und die dazugehörigen Haltestellen.
      Wenn man es schaffen kann mal was ehrliches aus ihm herauszubekommen, kann man vielleicht erfahren warum er das so macht und man könnte ihm vielleicht helfen.
      Auf mich wirkt dieses Verhalten nähmlich so als wäre er ziemlich unglücklich mit der Situation.
      Von manchen hörte ich das er im privaten nicht so sei und schonmal was mit ihm unternommen wurde und er sich dann normaler verhält.
      Bei dem Kuchenbacken mit noch einer anderen Mitarbeiterin hat er sich auch nicht so verhalten sondern eher normal-autistisch.
      Darum habe ich angenommen das es vielleicht am Arbeitsplatz liegt. Autisten neigen ja dazu eher unerwünschtes Verhalten zu zeigen wenn sie unter Stress stehen.
      Hätte er keinen Autismus, hätte er vermutlich diese anderen Dinge auch aber weniger stark und mehr eigen-kontrolliert.
      Das was ich so über die Dissoziale PS gelesen habe zeigte das diese Leute entweder im Knast landen oder in Jobs und so durchaus überleben, aber dann eher als manipulative Mobber die unter den anderen als unsozial und kaltherzig bekannt sind, jedoch auch charmant und humorvoll ankommen können. Ich vermute das als Nichtautist, sich eine solche Person sehr gut aussuchen kann wehn sie wie behandelt, um ihre Interessen durchzusetzen.
      Bei ihm scheint es mir als probe er sich bei jedem erstmal aus um zu schauen mit wehm er es machen kann und wie er vorgehen muss.
      Solche Sachen wie das mit dem Essensplan hat er wie ich gesehen habe gemacht weil gerade jemand bei ihm war der selbst viel kleiner ist. Ich finde das ziemlich berechnend. Bei jemandem der so groß ist wie er selbst, hat es wenig Sinn.
      Der wäre ja ebenso an den Plan dran gekommen. Das mit dem Stuhl und der einen Mitarbeiterin war auch ziemlich offensichtlich weil sie jemand ist, der sich körperlich und auch mündlich nicht wehren kann weil sie die kleinste von allen ist und nicht richtig spricht, sie kann einen zwar verstehen, gibt aber eigentlich nur Laute von sich.
      Oder das mit der Saftflasche, die Person die er da ärgern wollte ist eh nie jemandem böse egal was man macht, das ist ihre Natur. Sie kann nicht für sich selbst einstehen oder nein sagen.
      Andere haben ihr schon sehr oft gesagt das sie ihre Rechte mehr vertreten soll.
      Bei dem Wasser auf dem handy verschütten war es bei jemandem der sich eher wehren kann, und da hat er offensichtlich so tun wollen es wäre es keine Absicht. Bei denen wo sich nicht wehren können, versucht er nichtmal so zu tun als wäre es ein Versehen, er macht es einfach.
    • RegenbogenWusli wrote:

      Mich erinnert es auch an kindisches Verhalten, Grenzen austesten, aber warum?
      Das deutet darauf hin, dass er in seinem Entwicklungsprozess tatsächlich noch nicht so ganz erwachsen ist. Das könnte z. B. auch mit ner Art leichten Intelligenzbeeinträchtigung zusammenhängen, muss es aber nicht. Und auch wie er aufgewachsen ist spielt eine Rolle.
      I could work hard to be normal, but I prefer to hold myself a higher standard. Ego lex sum.
    • Lex wrote:

      Das deutet darauf hin, dass er in seinem Entwicklungsprozess tatsächlich noch nicht so ganz erwachsen ist.
      Ich mein mich zu erinnern das er 30 oder so ist oder 32, ich weiß es nicht mehr. Ich bin 35.
      Das sagt natürlich nicht viel aus. Ich komme mir manchmal auch vor als wäre ich jünger, aber ich habe zum Glück nicht das Bedürfnis andere gegen mich aufzuhetzen.
      Mir ist eher wichtig das andere mich mögen und respektieren.
      Vielleicht ist manchen das nicht wichtig. Ich empfinde mein Leben als leichter und besser wenn ich respektiert werde.
      Jemand der diese Erfahrung nie gemacht hat, tut sich vielleicht schwer das einfach mal auszuprobieren.
      Ich glaube auch bei manchen mit einer PS werden bei positiver Bestärkung keine positiven Hormone im Körper ausgeschüttet und darum wirkt das nicht weshalb sie sich auch nicht so zeigen, aber das sind glaube ich eher Studien und steht noch in der Forschung.
    • Du gehst davon aus, dass es ihm einfach so gelingen könnte Respekt oder anderes Positives zu erlangen. Vielleicht entspricht das nicht seiner Erfahrung und so versucht er das gar nicht mehr sondern versucht auf andere Art etwas zu bewegen, als eine Art von Machtausübung. Langeweile kann auch eine Rolle spielen oder das Bedürfnis, Schabernack zu treiben, so wie Max und Moritz.
      I could work hard to be normal, but I prefer to hold myself a higher standard. Ego lex sum.
    • Lex wrote:

      Langeweile kann auch eine Rolle spielen oder das Bedürfnis, Schabernack zu treiben, so wie Max und Moritz.
      Das Gefühl habe ich auch sehr oft bei ihm.


      Lex wrote:

      Du gehst davon aus, dass es ihm einfach so gelingen könnte Respekt oder anderes Positives zu erlangen. Vielleicht entspricht das nicht seiner Erfahrung und so versucht er das gar nicht mehr sondern versucht auf andere Art etwas zu bewegen
      Ich denke das er intelligenztechnisch das kann, aber ich habe oft das gefühl das er es nicht wollen würde, weshalb ich auch irgendwo schon geschrieben habe das er vermutlich nicht ansprechbar ist auf Ratschläge oder ernsthafte Gespräche.
      Ich habe heute mit dem Gruppenleiter gesprochen, weil ich das gefühl hatte er würde sich bei diesem über mich beschweren, weil oft läuft er gleich nachdem ich ihm was sage oder in seine Nähe komme in das Büro vom Gruppenleiter und redet da mit ihm.
      Der Gruppenleiter meint aber das er ein sehr loyaler Typ sei der andere nicht verpetzt, aber genausowenig bekommt man etwas über ihn selbst aus ihm heraus weswegen selbst die Gruppenleiter probleme haben mit ihm Themen zu besprechen. Er lenkt das Gespräch dann auf etwas anderes. Er meinte das er ihn einmal auf etwas ansprechen wollte um etwas zu klären und er fing dann an über Autokennzeichen zu reden das ihm aufgefallen ist 3 mal die gleiche Nummer an einem Morgen gesehen zu haben was er ungewöhnlich fand.
      Ich habe den Gruppenleiter gesagt das ich es schwer finde ihn richtig zu verstehen und einzuschätzen wenn er lügt oder garnicht erst etwas erklärt wenn man ihm eine Frage stellt.
      Ich vermute ich komme an ihn wohl nicht wirklich ran, schließlich haben selbst die Gruppenleiter schon Probleme mit dem, und wenn die das nicht können, kann ich das erst recht nicht weil er ja mich jetzt meidet.
      Der Gruppenleiter meinte heute auch er wäre hilfsbereit. Ich will nicht sagen das das nicht stimmt, aber ich habe schon mehrere Momente erlebt wo er angeblich etwas für jemanden anbietet zu tun, und dann macht er es aber absichtlich nicht richtig, wie das mit dem verwässterten Desinfektionsspender. Ich hätte das nicht mitbekommen, wenn er nicht zu mir gekommen wäre und mir davon sogar selbst erzählt hätte. Das hat er ja auch gemacht weil er es lustig fand wie eine andere nicht bemerkt hat das da nur Wasser drinn ist. Das hat doch nichts mit hilfsbereit sein zutun. Manchmal hält er jemandem die Türe auf, das habe ich schon gesehen, das macht er aber auch nur wenn er grad an der Türe steht und einer rein will.
      Das ist für mich auch nichts ungewöhnliches.
    • Ob man in der Lage ist Respekt und / oder positives Feedback zu erlangen, ist bei Weitem nicht nur eine Frage der Intelligenz. Erstrecht bei Autisten!

      Es gibt viele Gründe aus denen jemand nicht respektiert wird von anderen. Und positives Feedback gibt es weit seltener als negatives, da die negativen Dinge stärker auffallen. Mal davon abgesehen, dass vielen Leuten Lob unangenehm ist. Und dass manche erst was Schlechtes tun "müssen", um dann Lob zu ernten, wenn sie sich wieder besser verhalten, da so dann der Unterschied auffällt - aber auch nur, wenn sie Glück haben. Ist alles etwas kompliziert...
      I could work hard to be normal, but I prefer to hold myself a higher standard. Ego lex sum.
    • Hatte Anfang 2020 Mal einer angeblichen Autistin vertraut .

      Die warscheinlich andere Problematik hat außer Autismus. Die Person hat manipuliert und den Autismus dazu genutzt um andere Autisten auszunutzen. Die Person mahnte sich über andere Leute Diagnosen zu beurteilen. Besonders im sozialen Netzwerk (FB) . Die Person spielte beste Freundin aber hinterher ramt die ein Symbolisch ein Messer im Rücken mit einem die Schuld geben oder dein Autismus in Frage stellen. Und Therapie und Hilfsangebote einen ausreden aber selbst beanspruchen wollen.
      Das Do ist der Weg. :prof:
    • Lex wrote:

      Es gibt viele Gründe aus denen jemand nicht respektiert wird von anderen. Und positives Feedback gibt es weit seltener als negatives, da die negativen Dinge stärker auffallen. Mal davon abgesehen, dass vielen Leuten Lob unangenehm ist. Und dass manche erst was Schlechtes tun "müssen", um dann Lob zu ernten, wenn sie sich wieder besser verhalten, da so dann der Unterschied auffällt - aber auch nur, wenn sie Glück haben. Ist alles etwas kompliziert...
      Unter normalen Umständen ist das so, das stimmt. In der Werkstatt wo ich bin, also in unserer Gruppe läuft das aber nicht so ab. Man kann das Verhalten und den Umgang dort nicht mit dem vergleichen den man von einem Arbeitsplatz oder einer Gruppe mit typischen "NT-Regeln" vergleichen.
      Das fängt allein schon damit an das dort die Mehrheit der Leute ganz andere Verhaltensweisen zeigen als Nichtbehinderte draußen auf der Straße. Die Mehrheit dort ist nett, zuvorkommend und lobt ziemlich viel, das ist mir stark aufgefallen, und die Gruppenleiter machen das auch weil es ihr Job ist den Leuten dort ein besseres Selbstwertgefühl zu vermitteln, die sollen uns ja aufbauen da gerade in WfbMs auch oft Behinderte mit Traumatisierung und so hocken, die in der Welt da draußen keinen "Fuß auf die Erde" bekommen.
      Ich habe dort generell das Gefühl das sich mehr umeinander gesorgt wird und das auch offen gezeigt wird, das habe ich vorher woanders so noch nicht erlebt. Auch nicht in der WfbM in Essen. Dort waren die Leute eher verhalten und zurückgezogen, nicht so herzlich und auf einen zugehend, obwohl sie dort auch nicht unnett waren. Es war dort besser als auf dem ersten Arbeitsmarkt, aber nicht so wie hier wo ich jetzt bin.


      VanTaek wrote:

      Die warscheinlich andere Problematik hat außer Autismus. Die Person hat manipuliert und den Autismus dazu genutzt um andere Autisten auszunutzen. Die Person mahnte sich über andere Leute Diagnosen zu beurteilen. Besonders im sozialen Netzwerk (FB) . Die Person spielte beste Freundin aber hinterher ramt die ein Symbolisch ein Messer im Rücken mit einem die Schuld geben oder dein Autismus in Frage stellen. Und Therapie und Hilfsangebote einen ausreden aber selbst beanspruchen wollen.
      Ich kann mich daran gut erinnern, wir hatten ja mal darüber gesprochen.
      Von der Art wie du sie mir beschrieben hast, war sie ziemlich aggressiv. Das ist diese Person hier im Thread garnicht.
      Er will sich auch nicht an anderen bereichern, oder klaut auch nichts, ich glaube er hat daran garkein Interesse.
      Bei ihm scheint die Manipulation nur statt zu finden, um sich dann an dem Verhalten der anderen zu belustigen.
      Das habe ich am Freitag wieder gesehen, als er zwei andere Leute dazu brachte wärend der Arbeit Schach zu spielen, obwohl sie das erst nicht wollten.
      Sie haben dann Ärger vom Gruppenleiter bekommen.
      Ich finde sein Verhalten bizarr, weil sie beiden waren am malen, da kam er mit seinem Schachbrett an und meinte "Ihr wollt doch gegeneinander Schach spielen".
      Die eine meinte "verschwinde!" und die andere war verwirrt. Er hat die dann aber irgendwie durch weiter auf sie einreden dann doch dazu bekommen zu spielen.
      Als sie spielten ging er wieder auf seinen Platz zurück und nach ca 10 Minuten kam der Gruppenleiter aus seinem Büro und meinte sie sollen jetzt nicht Spiele spielen sondern arbeiten.
      Ich saß daneben und hab das mitbekommen aber vorher nicht realisiert was das soll, sonst hätte ich vorher schon was gesagt. Ich hab dem Gruppenleiter dann gesagt das er die beiden dazu überredet hat zu spielen, die wären von allein garnicht selbst auf die Idee gekommen.
      Der Gruppenleiter sagte mir in einem Gespräch das dieses Verhalten für ihn typisch sei und schon öfter vorkam. Ob er das aus Langeweile tut oder nicht kann er aber selbst auch nicht sagen. Er meinte zu mir das er es bisher auch nicht wirklich geschafft hat ernsthafte Gespräche mit ihm zu führen weil er immer sofort ablenkt.
    • @RegenbogenWusli denke der Kollege in der Werkstatt sucht nach Aufmerksamkeit. Negative auffällig sein. Kollegen mit Absicht von deren Arbeit ablenken bis diese Ärger bekommen ,ist ein No Go. Es warscheinlich sein Unmut das er in der Werkstatt sein muss. Finde blöde andre Menschen mit hinein ihn seine Sachen zu ziehen. Dafür können ja die Kollegen nichts.

      Da ich ihn nicht kenn , aber von selbst mir weiß . Ich kann weder andere manipulieren. Werde ehr manipuliert.
      Das Do ist der Weg. :prof:
    • Was macht eigentlich Greta Thunberg.
      Sie manipuliert auf keinen Fall.
      Es geht ja um das "Klima"...

      Nein, sie hat keine sozialen Kompetenzen und keinen Bock auf das Gemeinschaftsgefühl in der Zwangsmaßnahme Schule.

      Manipuleren kann ich auch, das hat sich letztlich mein Psychiater notiert.
      Gleiches Recht für alle!
      Man muss die Schuld auch mal bei den Anderen suchen
    • VanTaek wrote:

      Kollegen mit Absicht von deren Arbeit ablenken bis diese Ärger bekommen ,ist ein No Go. Es warscheinlich sein Unmut das er in der Werkstatt sein muss. Finde blöde andre Menschen mit hinein ihn seine Sachen zu ziehen. Dafür können ja die Kollegen nichts.
      Ich finde das Verhalten auch nicht okay. Im Grunde ist mir egal was er selbst tut, aber ich finde es auch unfair den anderen gegenüber die das nicht merken und dann Ärger bekommen, die haben ihm ja nichts getan.

      Ich hatte wie jemand anderes auch, das Gefühl das er es jetzt noch mehr macht als vorher, weil eine andere Person die er gut leiden konnte nicht mehr in der WfbM arbeitet und nun woanders ist und auch wenn wir anderen sie auch vermissen, wir sind in der Lage uns für sie auch zu freuen, weil wir wissen das ihr das wichtig war, sie hat es ja vorher auch sehr oft gesagt. Er scheint sich für sie aber nicht freuen zu können.


      molle66 wrote:

      Was macht eigentlich Greta Thunberg.
      Sie manipuliert auf keinen Fall.
      Es geht ja um das "Klima"...
      Was hat die jetzt damit zutun?
      Ich verstehe das nicht so ganz, meinst du sie mit meinem Kollegen vergleichen zu wollen?
      Ich kenne Greta nicht, weder persönlich noch irgendwo genauer weil ich außer die ein oder andere Sendung im Fernsehen bisher nichts über sie gesehen habe.
      Ich möchte daher selbst keine Vergleiche anstellen.


      molle66 wrote:

      Nein, sie hat keine sozialen Kompetenzen und keinen Bock auf das Gemeinschaftsgefühl in der Zwangsmaßnahme Schule.

      Manipuleren kann ich auch, das hat sich letztlich mein Psychiater notiert.
      Gleiches Recht für alle!
      Ich verstehe erlich gesagt deine Aussage nicht.
      Worauf willst du eigentlich hinaus?

      Mir kommt es so vor als wolltest du hier sagen das Autisten durchaus manipulieren können.
      Ich habe ja auch nirgendwo angesprochen das sie das nicht können oder tun.
      Soweit ich weiß ist es aber ein für Autisten eher untypisches Verhalten.
      Ich vermute das Manipulation immer einen Hintergrund hat. Man tut das weil man irgendwas damit bewirken oder erreichen will, sei es das der andere irgendwas tut, oder eine bestimmte Reaktion zeigen soll, ohne das er es selbst merkt.
      Hier stellt sich mir die Frage was die andere Person die manipuliert dann davon hat?
      In dem Fall meines Kollegen wäre es das er sich selbst weniger Arbeit macht (okay, kann ich noch nachvollziehen auch wenn es nicht sehr nett ist), aber auch um sich selbst über andere lustig zu machen und Schadenfreude zu empfinden, um sich selbst besser zu fühlen, im sein eigenes Selbstbild zu stärken, was ich hingegen als unter aller Sau sehe.
      Ich sage ja nicht das man kein Autist sein kann nur weil man so handelt.
      Ich halte es aber in keinster Weise für normales gesundes menschliches Verhalten, auch nicht unter NTs. Dieses Verhalten ist auch unter NTs negativ besetzt und ich glaube nicht das Psychologen hier von normalem Sozialverhalten sprechen wenn jemand sowas täglich bei seinen Mitmenschen anwendet.
      BtW ich glaube Greta manipuliert aus anderen Gründen, wenn sie wirklich manipuliert.
    • Manipulatives Verhalten benötigt jedenfalls eine stark ausgeprägte ToM (Theory of Mind). Die meisten Autisten haben da deutliche Defizite, ein solches Verhalten ist daher äußerst untypisch. Es schließt Autismus allerdings nicht zwangsläufig aus.
    • Hans Asperger beschrieb raffinierte Boshaftigkeiten in seinem Machwerk noch als typisch. Max und Moritz hätten bestimmt auch Autisten sein können, vermutlich auch Till Eulenspiegel.
      Er will wahrscheinlich erreichen nicht mehr in Eurer Werkstatt arbeiten zu müssen.
      Dort zu sein, ist vermutlich genauso freiwillig wie die Corona Impfung...
      Man muss die Schuld auch mal bei den Anderen suchen
    • @molle66
      Autisten können boshaftig sein, das bestreite ich nicht. Sie verhalten sich aber in der Regel nicht aus Boshaftigkeit "unsozial". Das hat primär mit dem Autismus überhaupt nichts zu tun, höchstens mit den Begleiterscheinungen.

      "Unsozial" habe ich in Anführungszeichen gesetzt, da es ja auch Auslegungssache ist, was "unsozial" ist und was nicht. Ich meinte damit eher die sozialen Unzulänglichkeiten, die beim Autismus typischerweise vorkommen.

      Der Typ in der Werkstatt kann natürlich ein Autist sein, das Verhalten von ihm, welches hier beschrieben wird, ist aber keineswegs typisch für Autismus. Möglicherweise hat er aufgrund negativer Erfahrungen, die er anscheinend (noch) nicht verarbeitet hat, Verhaltensweisen erworben, die seinen Autismus stark "überdecken". Eine andere Erklärung habe ich dafür nicht.

      The post was edited 2 times, last by Sonnenseele ().

    • molle66 wrote:

      Er will wahrscheinlich erreichen nicht mehr in Eurer Werkstatt arbeiten zu müssen.
      Dort zu sein, ist vermutlich genauso freiwillig wie die Corona Impfung...
      Dieses Gefühl hatte ich auch schon. Seitdem die eine Mitarbeiterin nicht mehr da ist, haben sich diese Verhaltensweisen jedenfalls extrem stark gehäuft, ich kann mir vorstellen das er das jetzt aus frust macht.
      Ich glaube allerdings das er keine wirkliche Alternative hat wo er sonst hin kann. Seine Arbeitsmoral ist gleich null, er zeigt ja selbst im Kunstraum keine Ambitionen etwas zu erarbeiten, so wie er das früher mal getan hat. Das ist auch garnicht weiter schlimm, es gab immer mal Leute im Kunstraum die nach geraumer Zeit das Interesse am malen verloren haben und dann wieder in einen anderen Arbeitsbereich gewechselt haben.
      Vielleicht zeigt sich sein Verhalten auch nur weil er eben mit den Gegenbenheiten unzufrieden ist. Vielleicht wäre er zu einer Arbeit auch fähig wenn er eine für ihn passense Umgebung haben würde, wo Leute sind die er auch wirklich mag. Ob er das eine Mädchen wirklich mochte weiß ich nicht. Bevor ich zu ihnen kam, gab es mal einen Vorfall wo ein anderer Mitarbeiter ihn ziemlich stark in die Schranken weisen musste weil er mit diesem Mädchen ziemlich unfair umgegangen ist.
      Er hat aber generell große Probleme allein einen Arbeitsplatz auch ordentlich zu halten, dabei bräuchte er dauernd Hilfe.
      Egal welchen Tisch er belegt, da herrscht immer Chaos, auch private Briefe, Verpackungen und eingesiffte Masken liegen da wild herum und am letzten Platz neben mir klebt immernoch der Fußboden. Man hat ihm schon mehrfach gesagt er soll da den Boden wischen aber bislang ist da nur 2 mal Wasser hingeschüttet worden, obwohl da auch Steckdosen-kabel rumliegen. Das Wasser durfte dann dort trocknen und das wars. Eigentlich bräuchte er sowas wie eine Assistenz aber ich glaube die würde auch schnell an seiner Art so genervt sein das er einen großen Verschleiß an Hilfskräften hat. Er scheint niemandem zu vertrauen weil er keine Ratschläge annimmt und nichts sofort macht was ihm gesagt wird. Eigentlich müsste einer darauf schauen das er öfter mal die Kleidung wechselt und sich körperlich auch pflegt. Es kann sein das sein Autismus bewirkt das er keine Veränderungen an seinem Körper mag, andere frische Kleidung kann ja auch eine Veränderung sein. Leider hat er für die meisten von uns daher ein eher unangenehmes Erscheinungsbild, manche ekeln sich vor ihm.