Eigene Wohnung

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    • Ich habe riesige Probleme mit dem Überblick, weshalb meine Sozialarbeiterin, meine Wohnung in der WG, autismusgerecht eingerichtet hat. Kallaxregale,mit verschiedenen Kisten, Körbe hat die geholt , damit zumindestens auf dem ersten Blick Ordnung ist.

      images.app.goo.gl/qYKruGVsxpjagnL69

      Dazu arbeiten wir mit dem Teacch Konzept, wo überall in Schranke, Schubladen etc, Bilder der Gegenstände, Kleidung abgebildet sind, damit ich, wenn Kopf streikt, weiss wo was hin kommt.
      Woche Kalender hat sie mit Bilder gemacht, wo Bilder austauschbar sind.
      L.G.
    • Fidoline wrote:

      Denn es gibt genug Leute, die 20 Jahre alleine wohnen, aber nicht fähig dazu sind.
      Im schlimsmten Fall sind Wohnungen/Häuser dann abrissfertig!
      Die haben dann aber auch keine Putzhilfe, sondern verwahrlosen und haben gar keine Unterstützung oder wollen keine Unterstützung. Mit Unterstützung ist vieles machbar, aber man muss natürlich schauen, ob das Gesamtpaket (es geht ja nicht nur um's Ordnung halten) eine Überforderung ist oder überhaupt gewünscht ist.
      Ich glaube nicht, dass ich jemals in einer Wohngruppe leben könnte, da wäre es mir viel zu unruhig in jeder Hinsicht. Aber so ist jeder anders und braucht was anderes.
      Historisch gesehen waren die schrecklichsten Dinge wie Krieg, Genozid oder Sklaverei nicht das Ergebnis von Ungehorsam, sondern von Gehorsam.
      (Howard Zinn)
    • @Shenya ja für den Moment möchte ich in dieser WG bleiben, die Wogen glätten sich langsam, wir haben nochmal ein großes Gespräch im November, aber für den Moment ist es echt besser. Vor allem da meine Kritik an kam und jetzt versucht wird es besser zu machen.

      Wohngruppen sind große Geschmacksfragen, manche mögen es manche nicht. Ich bin es halbwegs gewohnt dass immer jemand da ist. Und auch in der WG gibt es ruhige Rückzugspunkte(z.B. mein Zimmer das absichtlich auf der der Straße abgewandten Seite liegt.) Auch haben meine Mitbewohner langsam raus dass man mich vor dem ersten Kaba besser nur sachte anspricht, und nicht dazu auffordert die Spülmaschine auszuräumen oder irgendwas zu putzen.

      @Daniel1 Ich hatte in meiner Wohnung eine große Anzahl dieser Regale, im Moment hab ich 2 Schränke und ein Haufen nicht einsehbares Zeug, ich bin froh dass ich nicht die einzige bin die einfach "Vergisst" was in den Schränken ist.
      Handle ehrlich, handle weise, sei freundlich, baue Brücken keine Mauern, aktzeptiere Fremdes, freue dich über Unterschiede.
    • Ich habe jetzt nicht alles gelesen, aber bei mir ist es so dass ich in der Wohnung alleine wirklich gar nicht zurecht kommte. Und da geht es nicht um Einkaufen (kann man liefern lassen), oder putzen (macht die Putzfrau), sondern einfach um die Tatsache dass ich mich allein nicht stabilisiert und beruhigt bekomme und jetzt eigentlich den ganzen Tag Panik und Unruhe habe.
      Ich will schon gar nicht mehr weggehen weil mich das Gefühl in die leere Wohnung zurück zu kommen so fertig macht.

      Klar genieße ich es auch dass nicht schon morgens an meiner aktuellen Gefühlslage rumgemeckert wird, aber da ist mein langjähriger bester Freund inzwischen soweit dass er verstanden hat dass das einfach so ist und nicht änderbar. Hatten da früher Probleme im Zusammenleben (haben schon mal 6 Jahre zusammen gewohnt), wo er aber jetzt eben eingesehen hat dass ich erst emotional stabil sein werde wenn ich tot bin (nicht dass ich vorhätte mich umzubringen, aber man kann halt nichts machen).
      Ich bin jetzt jedenfalls nach dem Lockdown soweit dass ich sage es geht gar nichts mehr. Wollte eigentlich in eine Privatklinik aber meine Psychiaterin meinte sie schreibt mir keinen Brief für die Kostenbeantragung weil sie meint ich wäre da momentan zu instabil und muss dann per Definition in die LVR. Werd das jetzt auch so machen, warte aber bis ein Platz auf der offenen frei wird, und werde danach nicht mehr in die Wohnung zurückgehen sondern sondern eben als WG wieder zu meinem Freund ziehen. Der hat aber momentan keine Zeit sich um den Umzug zu kümmern weil er grad die Firma gewechselt hat und sich da einarbeiten muss. Deshalb jetzt noch die Wartezeit.

      Also ich würde mir das an deiner Stelle gut überlegen. Ich glaube alleine leben funktioniert nur für Autisten ohne weitere destabilisierende Komorbiditäten, und wenn sie generell in der Alltagskompetenz nicht eingeschränkt sind.
      Una est catena quae nos alligatos tenet, amor vitae
    • Mon-Robbe wrote:

      Ich hoffe hier hat vielleicht noch der ein oder andere eine Idee, ich wäre auch total ratlos in der Situation. Das einzige das mir noch einfällt wäre vielleicht Teilhabeberatung zu nutzen (EUTB) und deine Situation dort zu schildern, vielleicht wissen die ob und von wo du vielleicht übergangsweise eine unterstützende Person für den Umzug zugeteilt bekommst.
      Da hab ich ein Tip zu, hab das gleiche Problem habe zwar eine Eigene Wohnung will aber umziehen mir wollte auch immer keiner helfen auch ASP, Gesetzlicher Betreuer nicht (der hatte nur Wohnungsuche als Aufgabe) habe etwas das Gefühl das es Absicht ist das man im Hilfesystem bleibt dazu versucht man mich auch öfters mal in eine WG oder ähnliches zu bekommen obwohl ich gut klar komme und Wohnfähig bin, ich mache das über das Persönliche Budget ist auch schon genehmigt worden, es gibt halt etwas Geld in meinen fall ~400€/Monat und ich kann mir jemanden suchen der für mich eine Wohnung sucht der dann damit bezahlt wird.
      "Kennst du einen Autisten, kennst du einen"
    • Ich fühle mich überwiegend wohl mit dem Alleinsein. Ich esse regelmäßig und Ordnung halten kann ich auch. Das Putzen ist nicht so meins, weil mir nicht immer klar ist, was notwendig ist. Im Großen und Ganzen komme ich alleine gut zurecht und ich kann dank meiner funktionierenden Medikation auch alleine stabil bleiben.
      In eine WG zu ziehen, wurde mir auch mal nahegelegt zu einer Zeit als es mir sehr schlecht ging. Ich habe mich dagegen entschieden, weil ich zu viele Kompromisse eingehen müsste. In solchen WGs leben ja eher schwierigere Charaktere, das wäre auf sozialer Ebene auch zu anstrengend. Drei Jahre WG Erfahrung habe ich als Jugendliche, also ich wüsste in etwa, was auf nicht zukommen würde.

      Du musst dich schon realistisch einschätzen und das Pro und Contra für eine eigene Wohnung abwägen. Wenn es eher wieder katastrophal wird, dann würde ich es lassen. Oder du organisierst dir für die kritischen Dinge weitere Hilfe.
      Glaub nicht alles, was du denkst.
    • Lea wrote:

      Ein Freund nannte als relevante Punkte für eine Wohnung: Wäsche, Essen, Einkaufen, Ordnung. Aber ist das wirklich alles? Heißt nur dass ich die Punkte selbst nicht allein hinbekomme wirklich dass es für mich sinnvoller ist in einer betreuten Einrichtung zu wohnen?
      Ohne Details zu kennen, ist es zwar schwer zu beurteilen - aber das wären für mich schon Punkte, die man mindestens beherrschen muss, um allein in einer Wohnung zurechtzukommen.
      Also vielleicht schaust Du mal, ob Du diese Punkte allein in Deiner WG hinbekommst - und wenn ja, wäre das der Beweis, dass Du es womöglich auch in der Wohnung hinbekommst (die Frage ist dann, wie lange es funktioniert, vor allem wenn keiner mehr "kontrolliert").
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
    • Ich kann mich Kim anschließen.

      Ergänzend ein Tip: Schreibe dir einmal die Punkte auf, die für dich in einer eigenen Wohnung problematisch sind. Laß den Umzug außen vor (ist ja nur einmalig).
      Als Zweites fragst du einen Anbieter für Ambulant betreutes Wohnen, ob das für sie möglich ist und wieviel Stunden dafür veranschlagt werden.

      Dann prüfst du, ob es für dich möglich ist, für diese Stunden auf das Alleinsein zu verzichten und diese Hilfe in deine Struktur einzubauen (oder ob dir schon beim Planen ein schlechtes Gefühl entsteht).

      Du solltest dabei keine Fehlentscheidungen nur aus Rücksicht auf andere machen! Es geht nur um dich (ein bischen Ego darf ruhig sein).

      Freundliche Grüße

      infla
    • Mir ist durch zebras Beitrag wieder in den Sinn gekommen, was ich letztens eigentlich schon thematisieren wollte und zwar, was genau "alleine wohnen" eigentlich bedeutet. Die meisten verstehen darunter wohl das Leben ohne andere Menschen. Ich persönlich würde nicht
      sagen, dass ich alleine leben. Denn ich habe meine Tiere und die brauche ich auch. Folglich kann ich auch nicht alleine leben, weil mir emotional etwas fehlen würde. Andererseits ist die Verantwortung natürlich noch größer, da man nicht nur für sich selbst und die Wohnung verantwortlich ist. Damit wiederum komme ich sehr gut zurecht oder sagen wir mal: überwiegend sehr gut zurecht.