Eigene Wohnung

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    • Eigene Wohnung

      Hallo,

      ich schreibe hier, da es mich ein wenig rum treibt. Ich war in den letzten Jahren meist in heimen oder betreuten WGs. Ich war allerdings auch 3 Jahre in einer eigenen Wohnung. Als ich von dort in meine jetzige WG gezogen bin, hieß es noch ich könnte jederzeit wieder in die Wohnung zurück(natürlich mit entsprechender Vorlaufzeit um den Mieter per Eigenbedarf zu kündigen).

      Jetzt ergab sich die Situation dass ich von meiner jetzigen WG in meine Wohnung zurück wollte, da es stress in der WG mit der Betreuung gab. Alle aus meinem Netzwerk waren sich einig dass ich nicht in eine eigene Wohnung zurück sollte darf. Die Argumentation die da kommt ist immer die selbe, dass ich nicht fähig sei eine Wohnung zu unterhalten(nicht finnaziell sondern von den Fähgkeiten her).

      Ein Freund nannte als relevante Punkte für eine Wohnung: Wäsche, Essen, Einkaufen, Ordnung. Aber ist das wirklich alles? Heißt nur dass ich die Punkte selbst nicht allein hinbekomme wirklich dass es für mich sinnvoller ist in einer betreuten Einrichtung zu wohnen?

      Liebe Grüße
      Lea
      Handle ehrlich, handle weise, sei freundlich, baue Brücken keine Mauern, aktzeptiere Fremdes, freue dich über Unterschiede.
    • Man kann auch in einer eigenen Wohnung Unterstützung bekommen durch Eingliederungshilfe (betreutes Wohnen, pers. Budget) oder Pflegegrad (Haushaltshilfe u.a.).
      Nachbarschaftshilfe gibt es vielerorts auch, und verschiedene Angebote, wo man tagsüber hingehen kann.

      Als Hindernis würde ich höchstens ansehen, wenn starker Gesprächsbedarf besteht (man praktisch immer jemanden um sich haben will), eine Tendenz zu starkem selbstschädigendem Verhalten (Gefahr des Abrutschens in Suchtverhalten o.ä.) oder wenn die Unselbstständigkeit extrem ist.
      Du kannst ja wahrscheinlich einschätzen, ob das bei dir so ist.

      Einrichtungen haben oft Bedenken, Bewohner "in die Selbstständigkeit zu entlassen". Eventuell wollen sie auch sehen, wie ernst es dir ist und wie viele Gedanken du dir machst, damit es keine überstürzte Entscheidung ist.
      Historisch gesehen waren die schrecklichsten Dinge wie Krieg, Genozid oder Sklaverei nicht das Ergebnis von Ungehorsam, sondern von Gehorsam.
      (Howard Zinn)
    • @Lea Das klingt ja schrecklich.

      Lea wrote:

      Jetzt ergab sich die Situation dass ich von meiner jetzigen WG in meine Wohnung zurück wollte, da es stress in der WG mit der Betreuung gab. Alle aus meinem Netzwerk waren sich einig dass ich nicht in eine eigene Wohnung zurück sollte darf.
      Darf ich fragen wie alt du bist? Und hast du eine gesetzlichen Vertreter? Ich frage mich nämlich wer sonst darüber entscheiden darf, ob du in deine Wohnung zurückziehst oder nicht. Wenn du volljährig bist, ist das doch ganz allein deine eigene Entscheidung, egal welche Konsequenzen das für dich hat. Ich würde so eine Situation als sehr bevormundend und übergriffig erleben.

      Darf ich fragen inwiefern es Probleme mit der Betreuung gibt? Falls es Betreuungspersonen sind, die dir verbieten in deine Wohnung zurückzuziehen, obwohl es sogar Probleme in der Zusammenarbeit gibt, würde mich das umso zorniger machen.
    • Shenya wrote:

      Nachbarschaftshilfe gibt es vielerorts auch, und verschiedene Angebote, wo man tagsüber hingehen kann.
      Hey, kannst du vielleicht präzisieren was für Angebote du meinst? Das würde mich sehr interessieren. Was ich bisher nur kenne sind sowas wie Tagesförderstätten, bei denen ich mir noch nicht sicher bin ob das was für mich ist. Ansonsten habe ich das Gefühl dass es in meiner Stadt kaum Angebote gibt, wo man tagsüber hingehen kann, um sich irgendwie zu beschäftigen oder ähnliches. Durch die Eingliederungshilfe erfahre ich leider nichts, vielleicht gibt es in meiner Stadt auch einfach keine Alternativen zu Tagesförderstätten.
    • Danke @Shenya, an den Punkt selbstschädigendes Verhalten hatte ich nicht gedacht.

      @Mon-Robbe

      Ich bin 30.

      Ich hab eine gesetzliche Betreuerin die sich eigentlich um alles kümmert vertragliche angelegenheiten Geld und sowas, wo ich allein nicht mit klar komme. Diese müsste den Umzug unterstützen und auch Hilfen organisieren. Ich hab einen PG2 und derzeit Persönliches Budget um die Betreuungsleistungen in der WG zu bezahlen. Zum anderen müssten meine Eltern den Umzug zumidnest billigen, da die Wohnung offiziell ihnen gehört.

      Die Probleme mit der Betreuung waren nach einem psychiatrieaufenthalt sehr stark, weil dieser von Seiten der WG nicht gebilligt wurde. Aber ich glaub das ist soweit geregelt, das was bleibt ist dieses Gefühl von "Gefangen sein bzw in die Falle getappt sein" vor dem ich von Anfang an Angst hatte. Mir wurde diese Angst von meinem Umfeld genommen mit "Kannst ja jederzeit zurückziehen, was jetzt sich als "Lüge" rausgestellt hat.
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    • @Lea Das Gefühl mit "gefangen sein" und "in die Falle getappt" sein kann ich sehr gut nachempfinden. Das klingt für mich vor allem nach einem starken Gefühl von Ohnmacht und Kontrollverlust, und mit einem Umzug in deine eigene Wohnung könntest du ein Stückweit wieder das Gefühl von Kontrolle zurückgewinnen, liege ich da richtig? Und ist das deinem Umfeld, also bspw. deinen Eltern bewusst bzw. hast du ihnen versucht dies zu erklären? Und hast du dein Umfeld daran erinnert, dass sie dir damals zugesichert haben, jederzeit wieder in deine Wohnung zurückziehen zu können, wenn es im Sinne deiner psychischen Gesundheit notwendig ist?

      Meiner Erfahrung nach ist das Gefühl von Kontrolle für Autisten ganz existenziell für die eigene psychische Gesundheit, da man als Autist fast immer von früher Kindheit an Kontrollverlust erlebt (ohne es generalisieren zu wollen, aber ich vermute dass es auf einen Großteil zutrifft). Deswegen ist auch das Zurückgewinnen des Kontrollgefühls nichts nebensächliches, sondern extrem wichtig. Ich habe oft den Eindruck, dass neurotypische Menschen das oft nicht wirklich ernst nehmen und die existenzielle Not, die für Autisten dahinter steckt, nicht erkennen (wollen).
    • Lea wrote:

      Wäsche, Essen, Einkaufen, Ordnung.
      Also wenn es darum geht, dann müssten einige in eine betreute Einrichtung. Ich wasche Wäsche meist auch erst wenn der Korb überfüllt ist, esse fast nur das gleiche und Ordnung ist nicht meins.
      Also wäre ich quasi auch ein Kandidat, obwohl ich sehr gut zurecht komme.


      Nicht gerade die feine Art von deinem Umfeld. Was geht es deine WG an, ob du einen Psychiatrieaufenthalt hattest? Meines erachtens gar nichts.

      Hast du mal mit deiner Betreuerin darüber gesprochen? Wie bist du den vorher alleine in der Wohnung zurecht gekommen?
    • Mon-Robbe wrote:

      Hey, kannst du vielleicht präzisieren was für Angebote du meinst? Das würde mich sehr interessieren. Was ich bisher nur kenne sind sowas wie Tagesförderstätten, bei denen ich mir noch nicht sicher bin ob das was für mich ist.
      Tagesstätten oder Tagesförderstätten habe ich auch gemeint. Oder wenn jemand in die WfbM geht, hat er auch tagsüber seine Struktur.
      Ich persönlich brauche sowas nicht unbedingt, ich bin gern allein, aber wenn man jemand ist, dem schnell "die Decke auf den Kopf fällt" ist es vielleicht eine Möglichkeit.
      Ansonsten kann man sich natürlich auch mit Hobbies beschäftigen, VHS-Kurse machen, sich eine Laufgruppe suchen oder ähnliches, wenn man nicht weiß, was man machen soll.

      Lea wrote:

      Ich hab eine gesetzliche Betreuerin die sich eigentlich um alles kümmert vertragliche angelegenheiten Geld und sowas, wo ich allein nicht mit klar komme. Diese müsste den Umzug unterstützen und auch Hilfen organisieren.
      Was sagt sie denn zu einem eventuellen Umzug?
      Soviel ich weiß, ist dein Wille trotzdem entscheidend, auch wenn du eine Betreuung hast.
      Wenn du also wirklich in die Wohnung umziehen willst, dann kannst du darauf bestehen.
      Historisch gesehen waren die schrecklichsten Dinge wie Krieg, Genozid oder Sklaverei nicht das Ergebnis von Ungehorsam, sondern von Gehorsam.
      (Howard Zinn)
    • @Tux die bekommen kein Geld für die Betreuuung während ich in der Psychiatrie bin... (oder vielleicht doch? Meine gesetzliche Betreuerin streitet da mit dem Kostenträger) und das macht ihnen Sorgen weil sich mein Platz dann nicht rechnet... naja.... nach aktuellem Stand ist das zur zufriedenheit aller gelöst. Nur bei mir bleibt ein schlechtes Gefühl.

      @Shenya Ja mein Wille zählt am Ende wenn ich in der Lage bin ihn allein umzusetzen. Sie sagt halt sie hilft mir nicht und ich muss das allein regeln wenn ichs wirklich will... führt dazu dass es nicht möglich ist. (und derzeit auch nicht mehr nötig.... lediglich die Gefühle bleiben und verwirren mich)

      @Mon-Robbe Der Kontrollverlust ist schrecklich und ich vertraue immer weniger Leuten und das ist dadurch furchtbar dass ich sie alle brauch...
      Handle ehrlich, handle weise, sei freundlich, baue Brücken keine Mauern, aktzeptiere Fremdes, freue dich über Unterschiede.
    • Lea wrote:

      @Mon-Robbe Der Kontrollverlust ist schrecklich und ich vertraue immer weniger Leuten und das ist dadurch furchtbar dass ich sie alle brauch...
      :( Ich hoffe hier hat vielleicht noch der ein oder andere eine Idee, ich wäre auch total ratlos in der Situation. Das einzige das mir noch einfällt wäre vielleicht Teilhabeberatung zu nutzen (EUTB) und deine Situation dort zu schildern, vielleicht wissen die ob und von wo du vielleicht übergangsweise eine unterstützende Person für den Umzug zugeteilt bekommst. Denn eigentlich müsstest du ja das Recht haben, bei der Umsetzung deiner Bedürfnisse unterstützt zu werden. Für mich klingt das ein bisschen nach Missbrauch, also seitens deiner gesetzlichen Betreuung, weil das ja fast schon eine Art Erpressung ist. Wenn sie vernimmt dass du diesen Umzug wirklich willst, hat sie doch nicht das Recht dir die Unterstützung dafür zu entziehen. Das kommt mir sehr falsch und wie gesagt missbräuchlich vor.
    • Krass, das hört sich ja an, als würde man da fast entmündigt werden. Das wäre nix für mich. Ich halte von so Betreuungen auch wenig und unter so vielen Leuten, bekäm ich Panik, vor allen vor Ärzten und den Pflegern,die dich in der Hand haben. Im Grunde bist du ja ihr Geschäft und sie leben von dir. Klar wird da keiner sagen mach doch, wenn sie anschließend nicht mehr an dir verdienen, da wird sicher erst mal alles hinterfragt und man soll es sich überlegen.....
    • Lea wrote:

      und das macht ihnen Sorgen weil sich mein Platz dann nicht rechnet.
      Sollte bei so etwas nicht der Mensch im Vordergrund stehen? Sagen doch zu mindest alle. Während du in der Psyhiatrie warst, war de Platz eben nicht "belegt".

      Hauptsache dir gehts besser.


      Lea wrote:

      Ja mein Wille zählt am Ende wenn ich in der Lage bin ihn allein umzusetzen. Sie sagt halt sie hilft mir nicht und ich muss das allein regeln wenn ichs wirklich will
      Seltsame Betreuerin. Meines Wissens her ist sie doch dazu verpflichtet oder nicht? Sie betreut dich dann doch weiterhin.

      Das klingt für mich alles irgendwie seltsam, sehr seltsam.
    • Hi,

      es ist insgesamt nicht so wie vom Gesetzgeber gedacht, ja. Aber, zu fordern das betreute das selbst regeln wenn sie eine Wohnung wollen ist durchaus üblich, wie ich von anderen Betreuern und betreuten weiß.

      Bei der Psychiatrie sollte der Mensch im Vordergrund stehen, tut er aber nicht. Das war eine Sache die mich tief verletzt hat. Deswegen war ja auch der Wunsch da aus zu ziehen.

      Die ganze Geschichte dastellen ist recht schwierig weil es viele Verstrickungen gibt. So hat zum Beispiel meine Betreuerin angekündigt einen Betreuerwechsel zu veranlassen wenn ich hier ausziehe(ich bin ihre vorletzte Betreute, sie betreut mich und meinen Mitbewohner nur weil wir hier leben).

      Dann gibt es noch Eltern die mitspielen. Es wird einem nichts geschenkt. Das Ding ist auch nicht wie ich konkret hier raus komme sondern die Frage ist für mich warum ich nicht als Wohnungsfähig gelte. Die umtreibt mich sehr.

      LG
      Lea

      Noch eine kleine Edit zum Thema gesetzliche Betreuer: Tatsächlich ist es so dass gesetzliche Betreuer verpflichtet sind den Wunsch ihrer "Clienten" ernst zu nehmen und umzusetzen so weit möglich.... ABER nur wenn der Wunsch nichtdem Wohl des Betreuten zuwider läuft. So wird eine Unterbringung nie dem Wunsch des Betreuten entsprechen kann aber für dessen wohl wichtig sein. Also Wünsche beachten ja, aber nur solange man nicht ins eigene Fleisch schneidet.
      Handle ehrlich, handle weise, sei freundlich, baue Brücken keine Mauern, aktzeptiere Fremdes, freue dich über Unterschiede.

      The post was edited 1 time, last by Lea ().

    • Lea wrote:

      sondern die Frage ist für mich warum ich nicht als Wohnungsfähig gelte.
      Um nicht Wohnungsfähig zu sein müsstest du in einer Wohnung gar nichts geregelt kriegen. Deas heisst Hauhalt (Putzen, etc.), einkaufen, usw. müsstest du nicht auf die Reihe bekommen. Dem wiederspricht allerdings, dass du schon drei Jahre alleine gewohnt hast.

      Hast du dich mal an einen Träger für ambulant betreutes wohnen gewendet, oder jemand anderes der dir das erklären kann?

      Ich kann es mir nur so erklären, dass man als nicht wohnungsfähig gilt, wenn man nicht fähig ist sich eine geeignete Wohnung zu suchen.
      Allerdings unterstützen dich Träger von ambulant betreutem wohnen auch bei der Wohnungssuche, was meiner Theorie ja widerspricht.

      Wenn ich dich richtig verstanden habe ist das bei dir nicht gegeben.

      The post was edited 1 time, last by Tux ().

    • @Lea du hattest doch geschrieben das du vorher schon drei Jahre in einer eigenen Wohnung gelebt. Wie ist es dir denn in dieser Zeit ergangen? Wenn du also das Gefühl hast, es wird wider ( wenn auch mit Unterstützung ) klappen kann. Dann warum nicht? Zurück in eine WG kannst du dann später ja immer noch.
    • Ich hatte auf meiner letzten Arbeit einen Klienten im Spektrum, der nichts alleine in der Wohnung geregelt bekommen hat. Trotz dessen hat er allein in einer Whg gelebt und wir sind 2x täglich zu ihm gefahren (morgens/abends). Ist immer noch so. Brauchte Unterstützung beim ankleiden und ausziehen etc. Konnte aber nicht mit anderen zusammen leben. Es geht also diesbezüglich ziemlich viel. des Weiteren haben wir Klienten mit einem nicht ganz so großen Hilfebedarf, die in ihrer eigenen Whg leben. Das nennt sich dann PBW. Sollte sich dein Betreuer weiter querstellen (RW), hast du immer noch die Möglichkeit, dich beim zuständigen Gericht zu beschweren. Die von die angeführten Gründe, schließen m.M.n., dass leben in einer eigenen Whg nicht aus.
      Das Leben ist zu komplex um eine festgelegte Meinung zu haben.
    • @Nitramdas ist ein wenig der Punkt wegen dem ich glaube dass mein Umfeld Recht hat... Ich war in einer Wohnung mit 5xiabw, 1x putzfrau und 7x medi Dienst in der Woche. Trotzdem war der Zustand der Wohnung so katastrophal das mein Vater jedes Mal aufgeräumt hat wenn ich in der Klinik war.. und Einsamkeit war auch ein riesen Thema(das ist nur ein wenig weniger Thema nicht ganz weg)
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    • Lea wrote:

      Aber, zu fordern das betreute das selbst regeln wenn sie eine Wohnung wollen ist durchaus üblich, wie ich von anderen Betreuern und betreuten weiß.
      Vielleicht soll das eine Art Test sein, ob man es wirklich will und ob man ein paar Fähigkeiten dafür mitbringt, wie z.B. sich um ein Umzugsunternehmen kümmern oder fragen, wenn man etwas nicht weiß?
      Ist aber schon ein bisschen fies.

      Lea wrote:

      Dann gibt es noch Eltern die mitspielen.
      Sind die auch dagegen, dass du in die Wohnung umziehst?

      Lea wrote:

      Das Ding ist auch nicht wie ich konkret hier raus komme sondern die Frage ist für mich warum ich nicht als Wohnungsfähig gelte.
      Da würde ich konkret nachfragen, welche Bedenken sie konkret haben. Dann kannst du dir überlegen, ob sie recht haben, oder ob es anders sein könnte.

      Lea wrote:

      Trotzdem war der Zustand der Wohnung so katastrophal das mein Vater jedes Mal aufgeräumt hat wenn ich in der Klinik war.
      Naja, katastrophal ist relativ. Das Empfinden ist unterschiedlich zu Ordnung und Unordnung.
      Theoretisch ließe sich vielleicht eine Lösung finden, ein System oder eine Routine, mit Unterstützung, um regelmäßig aufzuräumen. Oder auch mit ein bisschen Unordnung zu leben, solange es nicht unhygienisch wird.

      Aber ich habe dich jetzt so verstanden, dass du doch in der Wohngruppe bleiben willst.
      Historisch gesehen waren die schrecklichsten Dinge wie Krieg, Genozid oder Sklaverei nicht das Ergebnis von Ungehorsam, sondern von Gehorsam.
      (Howard Zinn)
    • Es geht dabei nicht nur um Ordnung - sondern auch um das reinigen (was bei Unordnung viel mehr Zeit in Anspruch nimmt und dann dazu führt, dass der Putzdienst das in der beauftragten Zeit nicht schafft).
      Wird schon Am warten auf die Bestätigung meines Premium-Mitgleidschafts-Abos.
      Also warten...
      und warten...
      noch mehr warten...
      und noch mal warten...
    • hundefreund wrote:

      Es geht dabei nicht nur um Ordnung - sondern auch um das reinigen (was bei Unordnung viel mehr Zeit in Anspruch nimmt und dann dazu führt, dass der Putzdienst das in der beauftragten Zeit nicht schafft).
      Ich sehe auch einen großen Unterschied zwischen Unordnung und eine Wohnung verwahrlosen lassen. Und wenn man auf einen Putzdienst angewiesen ist, weil man das selbst nicht hinbekommt, stimmt was Hundefreund sagt.

      Da wir nicht wissen, wie die Threadstellerin in ihrer Wohnung zurechtkam, können wir nicht beurteilen, ob sie fähig ist, alleine zu wohnen oder nicht. Denn es gibt genug Leute, die 20 Jahre alleine wohnen, aber nicht fähig dazu sind.
      Im schlimsmten Fall sind Wohnungen/Häuser dann abrissfertig!