Panikattacke?

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    • Panikattacke?

      Ich bin gestern Abend von meinen Großeltern aus nach Hause gefahren. Ich hatte die ganze letzte Woche schon das Gefühl das ich weinen muss, aber wenn ich mich darauf eingelassen habe ich mich ganz komisch gefühlt und ich wurde irgendwie wütend. Bei der Autofahrt kam dieses Gefühl wieder. Ich habe die Musik ziemlich laut gedreht und dann gings los, voller Gefühlsausbruch. Ich habe mich dabei erwischt wie ich auf einmal mit 200 über die Autobahn gerast bin. Weinend. Ich glaube das ich angefangen habe zu Hyperventilieren und mir wurde ganz schwindelig. Ich bin dann von der Autobahn abgefahren und bin langsam weiter gefahren.
      Auf einmal hat mein Gesicht angefangen zu Kribbeln, ein Gefühl, wie wenn der Fuß einschläft nur intensiver. Es hat bestimmt 10 Minuten angehalten.

      Hattet ihr sowas schonmal, könnte das sowas wie ne Panikattacke gewesen sein? Ich weiß nicht so richtig wie ich damit umgehen soll.
    • Klingt für mich erst nach einem Meltdown (Nervenzusammenbruch). Und dann nach Übergang in eine Panikattacke. Wenn ich nachts meine Panik-Aufschreckattacken habe, zieht mein Bein / Fuß manchmal auch. Adrenalin und Verkrampfung.

      Wie du damit umgehen solltest, - ich würde an deiner Stelle für mich wissen wollen, womit das zusammenhing, um das dann zu verarbeiten. Und wenn mir dazu nichts einfällt, Tiefenanalyse und Achtsamkeit betreiben. Auf jeden Fall würde ich auch jedes Mal sofort rechts ranfahren, wenn ich merke, dass es wieder losgeht. Ich hatte auch schon Panikattacken im Auto durch sehr viel privaten Stress - Überreizung und bin dann rechts ran oder wenn ein Beifahrer drin war, dass der dann fuhr. Seither fahr ich nur noch, wenn ich entspannt genug bin oder zuvor etwas schlafen konnte, und nehme mir selbst mehr und mehr Stress aus dem Alltag weg. Aus Wut gebe ich nie Vollgas. Wohl fahr ich dann mal etwas "kantiger". Aber wenn ich schneller fahre, dann weil es mich vom Funfaktor reizt.
      Es schien, als wolltest du vor etwas wegfahren oder deinen Kummer aus dir rausfahren. Aber das kann ich nicht beurteilen, da ich dich nicht kenne.
    • Ich vermute, es war ein starker Gefühlsausbruch, aber keine Panikattacke.
      Historisch gesehen waren die schrecklichsten Dinge wie Krieg, Genozid oder Sklaverei nicht das Ergebnis von Ungehorsam, sondern von Gehorsam.
      (Howard Zinn)
    • Ja wenn du dieses Anfagsgefühl verspürst,würde ich auch sagen gleich rechts ran fahren und den Motor ausschalten, auch den Warnblicker einschalten.
      Übrigens hast du schon mal darüber nachgedacht, deswegen einen Pychater auf zu suchen? Ich meine bevor die deswegen noch etwas echt schlimmes geschieht !
    • Rein medizinisch gesehen kann das Kribbeln vom Hyperventillieren kommen, das du beim Weinen hattest. Kenne ich von mir selbst bei totalem Heulkrampf, wenn man fast nur noch am Lufholen, aber kaum mehr am Ausatmen ist.
      Zu viel O2 bei gleichzeitigem CO2-Stau verursacht u.a Schwindel und Kribbelgefühle. Geschieht ach bei Panikattacken, aber diese treten eher nicht als Heulkrampf auf.

      Ganz abgesehen davon scheint sich bei dir viel aufgestaut zu haben, das sich dann einfach irgendwann einen Weg raus gesucht hat. Weinen ist eine normale "stress-relief" Reaktion des Körpers (mir fällt gerade keine deutsches Wort dafür ein).

      Gefühle unterdrücken kommt selten gut auf Dauer.
      Wichtig wäre es, die Ursache dafür zu finden, was dich da so gestresst hat.
      Und nächstes mal bitte abfahren und anhalten, sobald es geht. Das kann sonst böse enden.