Eure Erfahrungen mit Masking

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    • Eure Erfahrungen mit Masking

      Das Leben mit Autismus: Das ist meine Maske| reporter

      *Es geht nicht um die Maskenpflicht an die wir uns hoffentlich alle halten. Bleibt gesund.

      Hallo,

      das Thema hier ist 'Masking', welches hier im Forum und auch im verlinkten Video angesprochen wurde. Ich würde gerne eure guten und schlechten Erfahrungen zum 'Masking' lesen. Natürlich sind Graustufen auch erlaubt, da es nicht immer nur gut und schlecht gibt.

      Wir wissen schon was es für gesellschaftliche Vorteile für uns hat und wie es allerdings auch psychisch anstrengend sein kann mit der 'Maskierung'.

      Für manche Individuen ist es wie das Wechseln eines Schals und andere Leute müssen eine Ritterrüstung tragen. Laut dieser Analogie ist es für verschiedenste Menschen anders anstrengend und sie erläutert auch wieviel man von seiner Persönlichkeit man offenbaren will oder kann, das natürlich auch situationsbedingt ist.

      Bei mir/war ist das so. Die Prozentangaben dienen nur als ungefähre Vorstellung und enthalten keine wissenschaftlichen Daten.

      Familie - Kein Masking

      In der Öffentlichkeit z.B. beim Einkaufen - 40%

      Früher bei Vorstellungsgesprächen -
      am Anfang 40%, später 90% und manchmal überhaupt nicht.

      In meiner Schulzeit - 85%

      Meine Erfahrungen dabei sind diese hier.

      Schulzeit - Mein Klassenlehrer wusste ich war anders und nach der Schulzeit {Viel später} wurde es ihm gesagt. Seine Antwort - 'Das macht jetzt Sinn.'

      Ehemalige Freunde aus der Schulzeit reagierten erst ganz gut. {Die Diagnose kam erst nach der Schulzeit} Bei ihnen habe ich zu 90% keine Maske getragen, jedoch merkte ich desto länger ich mit Ihnen abgehangen habe und die Maskierung immer weniger wurde, desto weniger Gemeinsamkeiten gab es eigentlich. Die Inklusion wandelte sich in Ablehnung um, da ich unter anderem weniger spontane Aktivitäten machen wollte, welche mich auch nicht interessierten. Einer der Freunde beleidigte mich mehrmals heftig {Das war kein freundschaftliches Trietzen}. Der andere Freund verteidigte mich allerdings nie, wenn ich was dazu sagte.

      Was ich auch nie mochte war das man über Freunde lästerte sobald sie den Raum kurz verlassen haben oder das diese sich über andere Leute lustig machten und sogar diese mobbten. Deswegen bin ich froh nichts mehr mit denen zu tun zu haben.

      Familie - Es gibt Verständnis und es gibt dort am Meißten Akzeptanz.

      Öffentlichkeit - Mit Erfahrung, Dokumentationen, das Lesen von ein paar Artikeln usw. ist es durchaus leichter geworden in der Öffentlichkeit bei längeren Konversationen nicht autistisch zu wirken. Allerdings sind diverse

      Gespräche so kurz, sodass der Autismus subjektiv gesehen kaum auffällt. Es kann natürlich sein, dass die andere Person denkt - 'Hmm, irgendetwas war anders bei der anderen Person. Ich kann es nur nicht deuten.' Fettnäpfchen gibt es bestimmt. Diese werden mir von Familienangehörigen gesagt, wenn diese z.B. mit dabei waren oder sie werden mir ab und zu später klar. Das kennt ihr bestimmt auch.

      Vorstellungsgespräche -

      40% Hier konnte man mit Masking diverse Aspekte verstecken {Lächeln, welches freundlicher wirkt, obwohl man ein 'Resting b***hface' hat, proaktiver Smalltalk und diverse weitere verständliche Dinge}

      90% Das waren bisher die effizientesten Vorstellungsgespräche. Ich benahm mich sehr extrovertiert und wie eine ungewollte Parodie einer neurotypischen Person. Die Parodie geschah unbewusst.

      Wie das gemeint ist? Ganz einfach. Man stelle sich ein SNL Sketch über ein Vorstellungsgespräch vor mit Jim Carrey als Bewerber vor. Und dieser Sketch wurde von Monty Python geschrieben.

      Es war unbewusst eine Parodie, weil ich mich nicht über andere Menschen lustig machen wollte. Es ist eine, da man durch Adaption der Züge von neurotypischen Verhalten ein völlig anderer Charakter wird. Man könnte auch sagen man ist in einer Ritterrüstung und wird dementsprechen anders behandelt als wenn man in seiner Kleidung für die Feldarbeit herumläuft, da man eigentlich Landwirtschaft betreibt.

      Z.B. Habe ich mich beim Öffentlichen Dienst beworben ohne eine Maske zu tragen, welches ich bei einem Vorstellungsgespräch bisher noch nie machte. Ich wusste wie gering meine Chancen damit waren, dennoch war ich naiv genug zu denken, dass die Inklusion wirklich so gut ist wie sie in der Vakanz, im Internet und in einem Tv - Interview des Arbeitgebers beschrieben wurde.

      Es wurden diverse unerlaubte Fragen gestellt, die Gesprächspartner vermittelten eine negative Atmosphäre im Sinne von 'Wir tun nur unsere gesellschaftliche Pflicht und wollen Sie gar nicht bei uns arbeiten lassen.'

      Da dachte ich mir das - Ich starte ein Miniexperiment. Und zwar bewerbe ich mich dort nächstes Jahr wieder und maskiere mich zu 100%. Wie wird sich die Atmosphäre ändern.
      Das Ergebnis war diese Antwort im Vorstellungsgespräch - 'Sie gefallen uns viel mehr als beim letzten Vorstellungsgespräch.'

      Es wäre super, wenn Unternehmen, welche mit Akzeptanz werben sich auch an dieser halten würden. Na klar, verstehe ich das man Masking beherrschen muss in vielen Situation, sodass man gewisse Ziele erreicht. Allerdings wissen manche nicht mehr was Teil ihrer Persönlichkeit ist und was nur Teil des Maskings sein könnte.

      Andere sind auch erschöpft vom Maskieren und werden vielleicht auch depressiv davon. Andere demaskieren sich nach einem Erfolg step by step. Alles ist situationsbedingt. Es gibt natürlich auch gute Erfahrungen, welche ich damit gemacht habe.

      Was sind eure Erfahrungen mit 'Masking'? Sei es privat, beruflich, in der Schule/Uni/usw. oder sogar in ganz anderen Bereichen z.B. Vereine.
      Ich höre viele Musikgenren. Dies hier sind nur ein paar der Genren, welche ich höre - Ska, Black Metal, Gothatabilly, Dungeon synth, Folk, Rap usw.
    • Gorgoroth wrote:

      Wir wissen schon was es für gesellschaftliche Vorteile für uns hat und wie es allerdings auch psychisch anstrengend sein kann mit der 'Maskierung'.
      Was bringt es für Vorteile, wenn du nicht du selbst bist? Kein und stattdessen deine Gesundheit aufs Spiel setzt? Keine.
      Ausserdem ist das nicht authentisch und du zwingst dich selbst dauerhaft dazu anders zu sein als du bist, weil du ständig die "Maske" trägst.
      Ab einem Punkt bringt dir auch das Masking nichts mehr, weil es sichtbar wird, ob du willst oder nicht.


      Gorgoroth wrote:

      40% Hier konnte man mit Masking diverse Aspekte verstecken {Lächeln, welches freundlicher wirkt, obwohl man ein 'Resting b***hface' hat, proaktiver Smalltalk und diverse weitere verständliche Dinge}
      Was hat proaktiver Smalltalk in einem Vorstellungsgespräch verloren und was verstehst du darunter? Was meinst du mit diverse weitere verständliche Dinge?

      Das erste, was ich bei einem Vorstellungsgespräch sage ist. Hallo ich bin .... und Autist. Danach geht das Gespräch mit den fachlichen Sachen etc. weiter.


      Gorgoroth wrote:

      Z.B. Habe ich mich beim Öffentlichen Dienst beworben ohne eine Maske zu tragen, welches ich bei einem Vorstellungsgespräch bisher noch nie machte. Ich wusste wie gering meine Chancen damit waren, dennoch war ich naiv genug zu denken, dass die Inklusion wirklich so gut ist wie sie in der Vakanz, im Internet und in einem Tv - Interview des Arbeitgebers beschrieben wurde.
      Da werden "Behinderte" doch bevorzugt eingestellt. Weshalb sollten deine Chancen niedriger gewesen sein? Weil du anders bist und nicht der Norm entsprichst? Schon mal daran gedacht, dass genau das sein kann, was Interesse auslöst?
      Wenn es dann nix wird, wissen sie halt nicht was ihnen für eine Fachkraft entgeht.


      Gorgoroth wrote:

      Na klar, verstehe ich das man Masking beherrschen muss in vielen Situation, sodass man gewisse Ziele erreicht.
      Wer zwingt dich dazu, dass du Masking beherrschen musst? Du selbst und zwar nur, um nicht aufzufallen oder in eine Norm zu passen, wo du nicht rein passt. Oder sehe ich da etwas falsch?

      Was sind das für Ziele, die man erreichen will und sich dabei gleichzeitig verstellen muss?
      Meiner Meinung nach die falschen Ziele.

      Gorgoroth wrote:

      Andere sind auch erschöpft vom Maskieren und werden vielleicht auch depressiv davon.
      Genau das ist das Problem. Es wird die meiste Energie für das Masking verwendet und die wird mit der eigenen Gesundheit erkauft.


      Gorgoroth wrote:

      Was sind eure Erfahrungen mit 'Masking'? Sei es privat, beruflich, in der Schule/Uni/usw. oder sogar in ganz anderen Bereichen z.B. Vereine.
      Ich maskiere nicht. Ich bin einfach ich. Wer damit nicht klar kommt ist nicht mein Problem. Entweder man akzeptiert mich so wie ich bin, oder eben nicht.

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    • Erstmal danke für den Kommentar.

      Vorteile

      - Finanzielle Vorteile. Also ganz vereinfacht - Ausbildungsvergütung.

      - Für andere vielleicht die verfälschte Integration in der Arbeitswelt, welche kurzfristig gut scheint aber langfristig mehr zum Nachteil wird

      Tux wrote:

      Ab einem Punkt bringt dir auch das Masking nichts mehr, weil es sichtbar wird, ob du willst oder nicht.
      Genau deswegen mache ich das nicht mehr ständih.

      - Ich habe nirgends erwähnt, dass ich ständig eine trage. Ich trage sie schon seit Jahren nicht mehr so oft und mir geht es gesundheitlich viel besser dabei.
      Aber ich werde mir angewöhnen nirgendswo mehr eine Maske zu tragen. Deswegen fragte ich hier was andere von Masking halten.

      - Ich habe einen Schwerbehindertenausweis. Deswegen bewarb ich mich mal beim Öffentlichen Dienst.


      Tux wrote:

      Was sind das für Ziele, die man erreichen will und sich dabei gleichzeitig verstellen muss?
      Meiner Meinung nach die falschen Ziele.
      Genau. Gesundheit ist viel wichtiger als sich zu verstellen bei einem Arbeitgeber, der einen nicht akzeptiert wie man ist. Lieber gesund als sich jahrelang selber zu schädigen.


      Tux wrote:

      Wer zwingt dich dazu, dass du Masking beherrschen musst?
      Dazu gibt es einen tollen Spruch.
      'Bleibe du selbst. Nein, nicht so.'
      Das heißt es wird suggeriert man könne so sein wie man ist und man glaubt es auch. Aber wenn man kein Masking betreibt mögen es dann diverse Leute nicht.
      Ich höre viele Musikgenren. Dies hier sind nur ein paar der Genren, welche ich höre - Ska, Black Metal, Gothatabilly, Dungeon synth, Folk, Rap usw.

      The post was edited 1 time, last by Gorgoroth ().

    • Gorgoroth wrote:

      Finanzielle Vorteile. Also ganz vereinfacht - Ausbildungsvergütung.
      Die Vergütung wird doch von der entsprechenden Kammer festgelegt und ist dann auch zu bezahlen. Dafür braucht man kein Masking betreiben.

      Gorgoroth wrote:

      Das heißt es wird suggeriert man könne so sein wie man ist und man glaubt es auch. Aber wenn man kein Masking betreibt mögen es dann diverse Leute nicht.
      Es wird nicht suggeriert, man kann so sein wie man ist. Wenn jemand ein Problem damit hat, dass du so bist wie du bist, dann ist das sein Problem und nicht deins. Mit solchen Personen hat man dann schlicht weg nichts zu tun.
    • Tux wrote:

      Die Vergütung wird doch von der entsprechenden Kammer festgelegt und ist dann auch zu bezahlen. Dafür braucht man kein Masking betreiben.
      Da wurde ich falsch verstanden. Es geht nicht um die Höhe der Vergütung. Es geht um den Besitz der Ausbildungsvergütung, die man jeden Monat auf seinen Konto hat.

      Das heißt, wenn ein Schulabgänger kein eigenes Einkommen hat ist es für diesen ein Plus von x € im Monat, wenn er eine Ausbildungsstelle findet. Natürlich kann das auch ganz anders sein wie es in diesem Video beschrieben wird - Ein Video von 'Space frogs'
      Ich höre viele Musikgenren. Dies hier sind nur ein paar der Genren, welche ich höre - Ska, Black Metal, Gothatabilly, Dungeon synth, Folk, Rap usw.
    • Ist euch euer "Masking" bewusst, oder ist euch das schon soweit in "Fleisch und Blut"(RW) übergegangen, dass dies unterbewusst passiert? Ich richte mich mit dieser Frage besonders an Menschen die in vortgeschrittenem Alter eine Diagnose bekommen haben. Also jenseits der 40.
    • Ich wurde zwar "schon" mit 27 diagnostiziert, aber ich antworte trotzdem. Bei mir ist es teilweise so, teilweise so. In Situationen, die mir vertraut sind läuft es eher unbewusst ab, würde ich sagen. Einfach weil sich bereits eine Routine entwickelt hat. In neuen oder unerwarteten Situationen hingegen sieht es anders aus. Aber auch das Unbewusste kostet Energie, das merke ich immer wieder.
    • Ich dachte immer, ich müsse mich besonders anstrengen um meinem Perfektionismus gerecht zu werden. Nicht für mich selbst, sondern um in der Welt bestehen zu können. Ich merkte immer mehr, das ich immer (besonders in Arbeitszusammenhängen) eine 'Kontrollinstanz' mitlaufen hatte, die mir bei der Anpassungsleistung in Echtzeit, Korrekturen zuläßt. Ja, zumindest bei mir ein Automatismus - es hat mich fürchterlich erschocken, als mir klar wurde das ich dafür keinen Ausschaltknopf habe.
      Irgendwie redete ich mir ein, dass es allen so geht, auch wenn ich mich häufig bei dem Gedanken ertappte, dass es den meisten Leuten im Leben viel leichter fällt.
      Und nun ist mir klar, dass das autistisches Masking ist.
      -> Don't Panic <-

      The post was edited 1 time, last by Tenuki ().

    • Für mich ist das etwas, was ich beruflich oder in den vielen Elterngesprächen, die man so führen muss, wenn man autistische Kinder hat, gerne nutze, da bin ich auch stolz, wie gut ich es hinbekomme. Es ist anstrengend, klar. Privat bin ich wie ich bin. Richtig unangenehm wird es aber in Situationen, in denen ich so unsicher bin, dass ich in eine Rolle rutsche und nicht mehr hinausfinde, zB wenn ich krank bin, zum Arzt gehe und da dann lächelnd den Arzt aufmuntere statt vermitteln zu können, dass mir etwas fehlt. Mir ist es schon passiert mit hohem Fieber ohne Krankschreibung wieder rauszugehen, weil ich nicht rüberbringen konnte, dass es mir wirklich nicht gut geht. Das war dann auch der Anlass, die Diagnostik anzugehen...
    • Ich habe keine offizielle Diagnose, den Verdacht AS habe ich aber seit etwa 15 Jahren, seit ich Anfang/Mitte Zwanzig bin. Vorher habe ich schon versucht nicht zu sehr anzuecken, mir aber eben nicht groß etwas bei den Kommunikationsproblemen gedacht. Später habe ich das dann bewusst maskiert und versucht Methoden zu finden, wie man z. B. mit Smalltalk umgeht.

      Für mich ist es schwer zu sagen, bei welchen Leuten ich wie stark maskiere. Ich merke halt nur, dass ich es in vielen Situationen tue und das es Kraft kostet, die ich eigentlich nicht habe. In den letzten Jahren habe ich daher versucht, es zu reduzieren und mehr ich selbst zu sein. Ist jedoch nicht so leicht, denn bestimmte Muster halten sich hartnäckig.
      Ich merke aber auch, dass es in manchen Situationen, wo nur ein oberflächlicher oder kurzer Kontakt besteht, nicht so viel Kraft kostet, aber tatsächlich mehr bringt. Jahrelang bin ich den Nachbarn hier im Haus total aus dem Weg gegangen, seit ein paar Monaten habe ich jetzt zu einer Nachbarin aber dank Smalltalk etwas Kontakt aufgebaut. Das ist vom Umfang her nicht zu viel und sie hat sich jetzt mehrmals sehr gut um meine Katzen gekümmert, so dass ich mal über Nacht wegbleiben konnte.

      Ein wichtiger Punkt ist: Welche Maske trage ich? In Situationen, die mir Angst machen, ahme ich meinen narzistischen Vater nach. Das ist eine Maske, die mir nicht gut tut und die auch langfristig Probleme bringt, weshalb ich sie durch etwas anderes ersetzen möchte.
    • Ich bin Maximal verwirrt. Mein Verdacht ist vor ca. 2 Jahren gestellt worden / bzw. hatte ich in den "Raum gestellt"(RW). Ich habe mich Zeit meines Lebens (50 Jahre) versuch irgendwie an zu passen. Heute frage ich mich, was jetzt Masking und was ich bin. Habe ich mich selbst entfremdet? Das beschäftigt und bedrückt mich sehr.
    • tinker wrote:

      Ich bin Maximal verwirrt. Mein Verdacht ist vor ca. 2 Jahren gestellt worden / bzw. hatte ich in den "Raum gestellt"(RW). Ich habe mich Zeit meines Lebens (50 Jahre) versuch irgendwie an zu passen. Heute frage ich mich, was jetzt Masking und was ich bin. Habe ich mich selbst entfremdet? Das beschäftigt und bedrückt mich sehr.
      Ich frage mich oft im Nachinein, warum ich mich auf eine bestimmte Art verhalten habe, auch wenn ich das eigentlich gar nicht wollte. Oder wollte ich das in dem Moment doch? Es ist verwirrend.
    • tinker wrote:

      Ist euch euer "Masking" bewusst, oder ist euch das schon soweit in "Fleisch und Blut"(RW) übergegangen, dass dies unterbewusst passiert? Ich richte mich mit dieser Frage besonders an Menschen die in vortgeschrittenem Alter eine Diagnose bekommen haben. Also jenseits der 40.

      Ich bin der Meinung, immer nur ein ganz bisschen maskiert zu haben. Hätte ich mehr maskiert, wäre ich vielleicht niemals so lange arbeitslos gewesen durch die vielen erfolglosen Vorstellungsgespräche.

      In meinem derzeitigen Job ist es ok wie ich bin, ich werde von den Kollegen so akzeptiert, ich brauche also nicht maskieren. Ich habe aber auch keine Aufgaben, die das erfordern wie z.B. häufige Meetings oder Networking.

      Im Privaten treffe ich praktisch nur auf Aspies, daher ist es hier auch nicht notwendig.

      Wenn ich mich aber anpasse, dann mache ich das oft ganz bewusst.
      Glaub nicht alles, was du denkst.
    • Tux wrote:

      Sonnenseele wrote:

      Soziale Anpassung
      Was genau verstehst du darunter?
      Nicht völlig ich-bezogen zu sein. Dazu gehört z.B., Kompromisse einzugehen und auch mal eigene Bedürfnisse zurückzustecken, anderen Menschen zuzuhören, sie zu unterstützen, sie in schwierigen Lebensphasen "aufzubauen" und so weiter...

      Mir ist bewusst, dass Autisten sowas im Durchschnitt schwerer fällt als Nichtautisten, unmöglich ist es aber keineswegs.