Wie lange Fahrtwege für Freizeitaktivitäten/Hobbys

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    • Lefty wrote:

      An die, die hier recht lange Strecken (nicht mit Auto) zurücklegen, sind die Wege für euch nicht sehr anstrengend in Hinblick auf auditive und visuelle Überlastung?
      Klar, aber ich habe keinen Partner und auch keine Kontakte vor Ort (außer der Familie und meinen Tieren), weshalb ich schon mal andere Menschen sehen möchte!

      Lachatte wrote:

      Winter: kein Problem, schlechtes Wetter: eher kein Problem, außer sehr starker Sturm oä., 20 min. laufen geht noch, ABER: da wo gar kein ÖPNV fährt, ist es ja meist etwas pampamäßig oder industriegebietmäßig, und das würde mich dann evtl. doch davon abhalten zu laufen. Ich würde in die Entscheidung v.a. noch mit einbeziehen, um welche Tageszeit es sich handelt (bei Hobbies unter der Woche und zumal im Winter ist es ja oft schon dunkel, und da würde ich in solchen Gegenden nicht laufen wollen) und wie viele Leute da sonst so sind und ob diese "normal" oder eher kriminell wirke
      Wo ich wohne, sehen 90% kriminell aus und abends sind fast nur Männer unterwegs, da dürfte ich nach 19 Uhr eigentlich gar nicht mehr raus. :lol:
      Angenehm finde ich es auch nicht. Aber was ist die Alternative? Immer zuhause zu bleiben? (rhetorische Frage)
    • @Fidoline Ja, schon klar, meine Frage war vielleicht nicht richtig formuliert. Ich wollte einfach wissen, ob es so ist - dass auditive und visuelle Überlastung stattfindet. Und wie damit umgegangen wird.
      Wenn man etwas z.B. ein- oder zweimal wöchentlich macht und sich danach jedes Mal zwei Tage erholen muss, ist das ja schon etwas, was man miteinbeziehen muss.
    • Lefty wrote:

      An die, die hier recht lange Strecken (nicht mit Auto) zurücklegen, sind die Wege für euch nicht sehr anstrengend in Hinblick auf auditive und visuelle Überlastung?
      Ja, das kostet Kraft. Wenn ich in der Woche schon an meine Grenze gekommen bin, dann vermeide ich es am Wochenende noch irgendwohin zu fahren. Seitdem ich im Homeoffice arbeite, habe ich aber für Ausflüge am Wochenende mehr Energie über. Wobei ich aber immer nur einen Tag mir was vornehme, möglichst Samstags, dann habe ich noch einen Tag zu Regeneration. Neuerdings habe ich NC Kopfhörer, die die Geräuschkulisse enorm dämpfen, sodass ich unterwegs eine Erleichterung verspüre und nicht mehr so schnell reizüberflutet bin. Alles in allem würde ich sagen, dass ich reizintensive Umgebungen schon immer eher gemieden habe, also meine Belastbarkeit mir vorgibt, wieviel und was ich unternehmen kann.
      Glaub nicht alles, was du denkst.
    • Lefty wrote:

      @Fidoline Ja, schon klar, meine Frage war vielleicht nicht richtig formuliert. Ich wollte einfach wissen, ob es so ist - dass auditive und visuelle Überlastung stattfindet. Und wie damit umgegangen wird.
      Wenn man etwas z.B. ein- oder zweimal wöchentlich macht und sich danach jedes Mal zwei Tage erholen muss, ist das ja schon etwas, was man miteinbeziehen muss.
      Zwei Tage Erholung nicht, aber ich schaffe es generell eigentlich nicht, zwei Tage hintereinander etwas zu machen, wo ich länger unter Menschen bin.
      Ich nehme mir immer ein Buch mit für die Bahn, in das ich mich vertiefen kann und mein Handy habe ich ja auch dabei (zum Musikhören oder Clips schauen).
      Aktuell mache ich wie gesagt am We selten etwas außerhalb meiner eigenen vier Wände, aber das möchte ich definitiv ändern.
    • Fidoline wrote:

      coccinellydae wrote:

      Auch mit der Planung- immer im Blick haben wann die nächste/letzte Bahn fährt
      Da habe ich Glück, da bei mir ständig was fährt und für mich auch lange genug. Nur wenn es natürlich in eine etwas entferntere Stadt geht, muss ich darauf achten, aber wie gesagt, irgendwo komme ich dazu nie.
      Ich bin auf dem Land aufgewachsen und es gewohnt dass der ÖV nur beschränkt nutzbar ist. In Großstädten ginge es zwar aber da habe ich auch festgestellt, dass mich das zu viel Energie kostet. Mich stresst das ziemlich und ich habe dann für die eigentliche Aktivität viel weniger Energie zur Verfügung. Ich kenne es aber auch von früher, dass ich oft doch lieber nichts unternommen habe. Seit ich mein Lieblingshobby habe ist die Euphorie ganz oft stärker, sodass ich mich dann doch noch aufraffen kann :) . Hast du denn etwas wofür du richtig brennst (RW) ?



      Lefty wrote:

      … Ich wollte einfach wissen, ob es so ist - dass auditive und visuelle Überlastung stattfindet. Und wie damit umgegangen wird.
      Wenn man etwas z.B. ein- oder zweimal wöchentlich macht und sich danach jedes Mal zwei Tage erholen muss, ist das ja schon etwas, was man miteinbeziehen muss.
      Bei langen Strecken mit der Bahn/Flugzeug definitiv. Am Anreisetag brauche ich dann immer den halben /restlichen Tag zum erholen/Schafen oder wenn möglich schlafe ich auch während der Fahrt. NC-Kopfhörer habe ich jetzt seit 2Jahren - das ist eine große Erleichterung. Ein Tagesausflug mit 2-3h Anreise ist extrem anstrengend. Da brauche ich Minimum einen Tag Erholung, besser zwei. Mir war das vor der Diagnose gar nicht so bewusst. Ich hab mich nur oft gewundert warum ich schon wieder so erschöpft bin oder was auch des Öfteren vorkam wieder krank (Infekt…) war.
    • @Fidoline Vor der Smartphone-Zeit (die bei mir vor ca. 4 Jahren begann) hatte ich auch immer ein Buch, sehr viel früher habe ich unterwegs auch oft Musik gehört. Jetzt ist das Smartphone mein Ablenker bzw. besser gesagt Fokussierer Nummer eins (E-Book lesen, etwas Beruhigendes anhören, Puzzle-App, Forum). Seit ich Netflix-Zugriff habe, wo man sich Filme oder Serienfolgen "downloaden" kann zum offline ansehen, habe ich festgestellt, dass mich nichts besser abschottet als das. Ich gucke jetzt bei sehr unangenehmen (lauten, vollen) Fahrten immer Folgen einer meiner Lieblingsserien. Habe festgestellt, dass ich damit fast alles ausblenden kann.

      @coccinellydae Bei starker Überlastung bekomme ich manchmal auch körperliche Probleme, z.B. Fieber.

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    • Fidoline wrote:

      Krass. Da würde bei mir nicht viel übrig bleiben.
      Bei mir bleibt ja eben auch nicht viel. Meine Arbeit ist zufällig in dem Umkreis und den täglichen Bedarf kann ich auch decken. Allerdings finde ich eine halbe Stunde eigentlich schon relativ großzügig bemessen. Das scheint hier eigentlich auch ziemlich im Schnitt zu liegen.

      Wenn manche hier mehrere Stunden für eine Strecke angeben, frage ich mich eher, was das für Freizeitaktivitäten sein sollen. Für mich klingt das eher nach Tagesausflügen.
    • Theta wrote:

      Wenn manche hier mehrere Stunden für eine Strecke angeben, frage ich mich eher, was das für Freizeitaktivitäten sein sollen. Für mich klingt das eher nach Tagesausflügen.
      Geht mir genauso.

      Grundsätzlich kommen für mich nur Freizeitaktivitäten innerhalb meiner Wohnstadt in Frage, alles außerhalb fühlt sich für mich wie jwd an (ausgenommen vielleicht es ist direkt hinter der Stadtgrenze und ich wohn grenznah). Das Einzige, wofür ich bereit bin, die Stadt zu verlassen sind Festivals und Konzerte, wenn die Band nicht in meiner Stadt spielt, aber das fällt dann eigentlich auch schon mind. unter Tagesausflug.
      Für wöchentliche Freizeitaktivitäten nehm ich wegmäßig in Kauf, was so nach meinem Empfinden die durchschnittliche Fahrtdauer in der Stadt ist, in der ich grad lebe. Aktuell sind das für mich so 30-45 min, früher in den kleineren Großstädten eben nur so 15-30 min. Sachen mit längerem Weg mach ich freiwillig höchstens 1-2x im Monat, egal wie toll ich sie finde, und da ist eine Stunde Fahrt meine oberste Schmerzgrenze. Zusätzlich hängt meine tolerierte Fahrtdauer davon ab, wieviel Zeit ich insgesamt habe. Freizeitaktivitäten nach einem Arbeitstag z. B. dürfen für mich auch aktuell nicht mehr als 15-30 min Anfahrtweg haben.
      Ich fahre nur mit ÖPNV, wenn die Anbindung vernünftig ist, d.h. mehr als 5, allerhöchstens 10 min ergänzender Fußweg kommt für mich nicht in Frage.
    • Theta wrote:

      Wenn manche hier mehrere Stunden für eine Strecke angeben, frage ich mich eher, was das für Freizeitaktivitäten sein sollen. Für mich klingt das eher nach Tagesausflügen.
      Wir wohnen nun mal nicht alle auf der selben Ecke, daher suchen wir uns Ziele aus zu denen wir dann alle hinfahren. Einige Stunden gehen mit An- und Abfahrt schon dafür drauf, für manche ist es auch ein Tageausflug. Die Forentreffen finden ja nicht jedes Wochenende statt und man muss ja auch nicht an allen teilnehmen. Insofern finde ich den Zeitaufwand ok.
      Glaub nicht alles, was du denkst.
    • Fidoline wrote:

      mich würden zwei Dinge von euch mal sehr interessieren: Zum einen, wie lange Wege ihr des Öfteren für Freizeitaktivitäten zurücklegt? (bitte in Zeitangabe, mit Kilometern kann ich nicht so gut etwas anfangen)
      Kommt drauf an, ist ein wenig vom Wohlbefinden und der Wichtigkeit der "Freizeitaktivität" abhängig.
      Grundsätzlich würde ich bei mehr oder weniger regelmäßigen Aktivitäten sagen: Tür-zu-Tür in 60 min einfache Strecke ist noch ok, für Wochenenden bei Freunden fahre ich auch schon mal zwei Stunden einfache Strecke. Bei außergewöhnlichen oder sehr spaßigen Aktivitäten dann auch schon mal deutlich mehr als das: ein paar Stunden sind da möglich.

      Selten (1-2 Mal im Jahr) fahre ich schon mal quer durch Deutschland, aber im Moment nicht wegen gewisser aktueller Umstände.

      Fidoline wrote:

      Würdet ihr für ein Hobby oÄ regelmäßig (zB einmal pro Woche) einen Ort aufsuchen, der mit Öffentlichen nicht direkt erreichbar ist,
      sodass ihr noch ein ganzes Stück laufen müsstet und falls ja, wie lange würdet ihr laufen?
      Da ich ein kleines motorbetriebenes Fahrzeug auf Wunsch immer dabei habe was meinen Radius enorm vergrößert: klar, würde ich das tun. Alles bis 20 min Fahrtzeit (also so 5-8 km) ist ok, und wenn die Bedingungen (Wetter, Strecke) passen ist der Spaßfaktor aber plötzlich sehr hoch und es können auch gerne mehr Kilometer werden. :d Gegebenenfalls würde ich damit auch die komplette ÖPNV-Fahrt direkt überspringen, in aktueller Zeit ja wegen Maske tragen nicht verkehrt. :roll:
      Ich bin allerdings schon mein ganzes Leben mit ÖPNV unterwegs (ich kenne es nicht anders, ein Auto spielte immer nur eine sehr kleine Rolle, wenn überhaupt) da werde ich wohl eher nicht die Norm sein...

      Lefty wrote:

      An die, die hier recht lange Strecken (nicht mit Auto) zurücklegen, sind die Wege für euch nicht sehr anstrengend in Hinblick auf auditive und visuelle Überlastung?
      Für mich nicht. Es gab mal eine längere Zeit voller Depressionen, die ist aber glücklicherweise vorbei, da konnte ich nur kurze Strecken mit der Bahn fahren, und das auch nur selten und mit Vorbereitung. Das aber wegen den Menschen (Sozialphobie?), Reizüberflutung war weniger der Grund.
      Mittlerweile ist das kein Problem, und ich ertappe mich dabei wie ich auch gelegentlich "einfach so" spontan eine Eisenbahn benutze, wenn da eine rumsteht und die zufällig in meine Richtung fährt. Mag aber mit meinem Interesse an Schienenfahrzeugen zusammenhängen, daher bin ich auch da wohl eher nicht die Norm. ;)
      Nichts beschleunigt Dich so sehr wie ein Linearmotor.
    • @Taron Ich fahre auch sehr gerne Zug (und Straßenbahn und teilweise Bus). Letztens war ich unterwegs, war schon wieder fix und fertig vom bisherigen Weg, dann im Zug merkte ich: ich bin ja total entspannt! Ich könnte ewig fahren! Ja, dann fiel mir aber der Grund auf: der Zug gleitete so schön und ich hörte nur das Schnurren des Zuges. Keine von Menschen produzierten Geräusche. Herrlich! Meistens ist es einfach zu laut, und/oder es wird permanent herumgewuselt, die Menschen werden auch immer rücksichtsloser, würd ich sagen. Sie benehmen sich einfach wie die Pest. Und da bin ich dann schnell "drüber".

      Bei Fahrten mit dem ÖPNV durch die halbe bis vierfünftel Stadt ist es eh nochmal etwas Anderes: ständiges Anfahren und Halten, Ein- und Ausgesteige, ständiges Wechseln der Geräuschkulisse usw. usf.

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    • kim wrote:

      Wir wohnen nun mal nicht alle auf der selben Ecke, daher suchen wir uns Ziele aus zu denen wir dann alle hinfahren. Einige Stunden gehen mit An- und Abfahrt schon dafür drauf, für manche ist es auch ein Tageausflug. Die Forentreffen finden ja nicht jedes Wochenende statt und man muss ja auch nicht an allen teilnehmen. Insofern finde ich den Zeitaufwand ok.
      So wie ich den Thread verstanden habe, ging es ja eigentlich nicht um Forentreffen oder -freizeiten. Freizeitaktivitäten oder Hobbys wären für mich das Tischtennisspielen oder der Kinobesuch abends nach der Arbeit oder der sonntägliche Spaziergang im Wald.
    • Forentreffen sind für mich Freizeitaktivitäten. Außer zu meinem Ehrenamt einmal wöchentlich fahre ich für meine Freizeitaktivitäten nicht regelmäßig weg. Das regelmäßigste sind noch die Forentreffen.
      Glaub nicht alles, was du denkst.
    • Aldana wrote:

      Grundsätzlich kommen für mich nur Freizeitaktivitäten innerhalb meiner Wohnstadt in Frage, alles außerhalb fühlt sich für mich wie jwd an
      Da dürfte Berlin aber eine Sonderstellung haben. Dort ist man ja oft nach 1h immer noch innerhalb der Stadt. So zumindest die Berichte meiner Verwandtschaft.
      Ich bin nach 10 Minuten aus der Stadt raus und nach 40 Minuten schon mitten im Gebirge oder inmitten von Wald und Feldern.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
    • Garfield wrote:

      Aldana wrote:

      Grundsätzlich kommen für mich nur Freizeitaktivitäten innerhalb meiner Wohnstadt in Frage, alles außerhalb fühlt sich für mich wie jwd an
      Da dürfte Berlin aber eine Sonderstellung haben. Dort ist man ja oft nach 1h immer noch innerhalb der Stadt. So zumindest die Berichte meiner Verwandtschaft.Ich bin nach 10 Minuten aus der Stadt raus und nach 40 Minuten schon mitten im Gebirge oder inmitten von Wald und Feldern.
      Das war genauso als ich in einer viel, viel kleineren Stadt gewohnt hab, in der ich auch nur 10-15 min (je nach Richtung) bis zur Stadtgrenze brauchte.
    • Kenne ich auch so. In Süddeutschland fand ichs interessant, dass man in 15 oder 20 Minuten mit der S-Bahn in einer anderen Stadt sein könnte. Hat man im Alltag dann aber nie gemacht, sagten mir auch andere, dass da die psychische Hürde zu hoch ist.

      In Hamburg habe ich diese Hemmschwelle auch bei längeren Fahrten als 20 Minuten so nicht.
    • Dr. L84 wrote:

      Kenne ich auch so. In Süddeutschland fand ichs interessant, dass man in 15 oder 20 Minuten mit der S-Bahn in einer anderen Stadt sein könnte. Hat man im Alltag dann aber nie gemacht, sagten mir auch andere, dass da die psychische Hürde zu hoch ist.

      In Hamburg habe ich diese Hemmschwelle auch bei längeren Fahrten als 20 Minuten so nicht.
      Kurios, wie kommt das?
      Ob nun ein anderes Stadtviertel oder direkt eine andere Stadt - ich sehe da irgendwie keinen Unterschied.
      Alles, was ich zu Fuß oder mit dem Rad erreichen kann, ist "zu Hause" und alles, wo ich in die ÖPNV steigen muss, ist "woanders".
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
    • Theta wrote:

      kim wrote:

      Forentreffen sind für mich Freizeitaktivitäten.
      Spielen denn diese Forentreffen hier eine große Rolle? Wird da oft was veranstaltet?
      Ob die eine Rolle spielen, kann ja nur jeder selbst für sich beantworten. Für mich spielen sie eine große Rolle, weil es meine einzigen Kontakte sind.
      Glaub nicht alles, was du denkst.